{"id":456316,"date":"2026-02-09T20:36:55","date_gmt":"2026-02-09T19:36:55","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=456316"},"modified":"2026-02-09T20:36:55","modified_gmt":"2026-02-09T19:36:55","slug":"nordische-filmtage-luebeck-4-08-11-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nordische-filmtage-luebeck-4-08-11-2026\/","title":{"rendered":"Nordische Filmtage L\u00fcbeck 4.-08.11.2026"},"content":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck, 9. Februar 2026.<br \/>\nUnter dem Titel Buddenbrooks p:reloaded widmet sich die Retrospektive der 68. Nordischen Filmtage L\u00fcbeck Thomas Manns literarischen Vorbildern aus Skandinavien und deren Weiterentwicklungen im nordischen Kino.<\/p>\n<p>Zwei Jahre nach der erfolgreichen Zusammenarbeit zum 100-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um von Thomas Manns Epochenroman Der Zauberberg kooperiert das Festival dabei erneut mit den L\u00fcbeckerMuseen.<\/p>\n<p>Thomas Manns gro\u00dfer Familienroman Buddenbrooks, f\u00fcr den der Schriftsteller 1929 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wurde, erschien im Jahr 1901. Dieses Datum w\u00fcrdigt das Buddenbrookhaus mit der Ausstellung Family Affairs, die am 30. Oktober 2026 im St. Annen-Museum er\u00f6ffnet wird.<\/p>\n<p>\u201eAls Vorbilder f\u00fcr Buddenbrooks boten sich skandinavische Familienromane an, [sie] legten sich als Vorbilder darum nahe, weil es ja eine Familiengeschichte, und zwar eine handelsst\u00e4dtische, der skandinavischen Sph\u00e4re schon nahe, war, die mir vorschwebte\u201c, erkl\u00e4rte Thomas Mann 1926 \u00fcber den in seiner Heimatstadt L\u00fcbeck angesiedelten Roman.<\/p>\n<p>Neben Werken der Nobelpreistr\u00e4ger Bj\u00f8rnstjerne Bj\u00f8rnson und Knut Hamsun sowie des Dramatikers Henrik Ibsen z\u00e4hlen dazu auch Kaufmannsromane des norwegischen Autors Alexander Kielland, dessen Vater von 1834 bis 1836 in L\u00fcbeck lebte und Kl\u00fcgmanns Handelsschule besuchte.<\/p>\n<p>J\u00f6rg Sch\u00f6ning, Kurator der Retrospektive der Nordischen Filmtage L\u00fcbeck, erl\u00e4utert die<br \/>\nFilmauswahl: \u201eWie in den Buddenbrooks stehen Firmen und Familien, Geld und Generationen im Mittelpunkt der ausgew\u00e4hlten Filme. Mehrere von ihnen beruhen auf literarischen Vorlagen, die Thomas Mann bei der Abfassung seines Deb\u00fctromans bekannt und dienlich waren. Andere setzen die Tradition der nordischen Familiensagas fort oder schreiben den skandinavischen Kaufmannsroman filmisch um.\u201c<\/p>\n<p>Dementsprechend umfasst die Filmauswahl unter anderem Klassiker-Adaptionen wie Die Wildente (nach Ibsen), Langzeit-Familienaufstellungen wie Fanny und Alexander (Regie: Ingmar Bergman, Schweden 1982) sowie Familiendramen um Macht und Geld wie Das Erbe (Regie: Per Fly, D\u00e4nemark 2003).<\/p>\n<p>\u201eDie Buddenbrooks haben nicht nur die Literatur gepr\u00e4gt, sondern ein erz\u00e4hlerisches Modell geschaffen, das weit \u00fcber den Roman hinausreicht. In den nordischen Familiensagas des Kinos leben diese Motive fort: in neuen Bildern, anderen Zeiten und ver\u00e4nderten gesellschaftlichen Konstellationen. Die Retrospektive der Nordischen Filmtage L\u00fcbeck macht diese filmischen Fortschreibungen sichtbar und er\u00f6ffnet einen neuen Zugang zu Thomas Manns Werk\u201c, so Dr.Caren Heuer, Direktorin des Buddenbrookhauses.<br \/>\nS\u00e4mtliche Filmtitel der Retrospektive Buddenbrooks p:reloaded werden, wie das gesamte<br \/>\nFestivalprogramm der 68. Ausgabe der Nordischen Filmtage L\u00fcbeck, im Herbst 2026<br \/>\nbekanntgegeben. Weitere gemeinsame Veranstaltungen mit dem Buddenbrookhaus sind geplant.<\/p>\n<p>Foto: SFI<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck, 9. Februar 2026. Unter dem Titel Buddenbrooks p:reloaded widmet sich die Retrospektive der 68. 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