{"id":456604,"date":"2026-02-18T13:34:36","date_gmt":"2026-02-18T12:34:36","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/forschungsallianz-gegen-bauchspeicheldruesenkrebs-millionenfoerderung-der-deutschen-krebshilfe-fuer-drei-forschungsprojekte-gegen-krebserkrankung-mit-unguenstiger-prognose\/"},"modified":"2026-02-18T13:34:36","modified_gmt":"2026-02-18T12:34:36","slug":"forschungsallianz-gegen-bauchspeicheldruesenkrebs-millionenfoerderung-der-deutschen-krebshilfe-fuer-drei-forschungsprojekte-gegen-krebserkrankung-mit-unguenstiger-prognose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/forschungsallianz-gegen-bauchspeicheldruesenkrebs-millionenfoerderung-der-deutschen-krebshilfe-fuer-drei-forschungsprojekte-gegen-krebserkrankung-mit-unguenstiger-prognose\/","title":{"rendered":"Forschungsallianz gegen Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs \/ Millionenf\u00f6rderung der Deutschen Krebshilfe f\u00fcr drei Forschungsprojekte gegen Krebserkrankung mit ung\u00fcnstiger Prognose"},"content":{"rendered":"<p>Bonn\/Berlin (ots) &#8211; <\/p>\n<p>Trotz intensiver Forschung ist Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs nach wie vor eine der t\u00f6dlichsten Krebsarten. Obwohl nur rund vier Prozent aller Krebsneuerkrankungen die Bauchspeicheldr\u00fcse betreffen, ist diese Tumorentit\u00e4t die vierth\u00e4ufigste Krebstodesursache in Deutschland. Zum Deutschen Krebskongress 2026 stellt die Deutsche Krebshilfe nun drei gro\u00dfangelegte Projekte vor, die sie im Rahmen ihres F\u00f6rderschwerpunkts &#8222;Deutsche Allianz Pankreaskarzinom&#8220; f\u00f6rdert. Mit einem Gesamtf\u00f6rdervolumen von 33,5 Millionen Euro verfolgt die Stiftung das Ziel, die Behandlungsm\u00f6glichkeiten und die Prognose von Patientinnen und Patienten mit Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs durch eine bislang einzigartige nationale und internationale Forschungsallianz grundlegend zu verbessern.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit der &#8222;Deutschen Allianz Pankreaskarzinom&#8220; will die Deutsche Krebshilfe die renommiertesten Forscherinnen und Forscher auf dem Feld der Pankreaskarzinomforschung zusammenbringen. Die Allianz startet mit drei Forschungskonsortien, die an insgesamt 23 universit\u00e4ren und au\u00dferuniversit\u00e4ren Standorten in Deutschland sowie jeweils drei Universit\u00e4ten der USA und der Niederlande angesiedelt sind. Gemeinsam arbeiten sie daran, das Pankreaskarzinom auf molekularer Ebene besser zu verstehen und daraus neue, personalisierte Therapiekonzepte zu entwickeln. Moderne Technologien wie k\u00fcnstliche Intelligenz sollen helfen, Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs klinisch besser zu charakterisieren. Damit sollen Therapien in Zukunft individueller werden und deutlich bessere Ergebnisse zeigen. Neben der interdisziplin\u00e4ren Zusammenarbeit ist die konsequente Einbindung von Patientenvertretenden wie aus dem Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. (ADP) und dem BRCA-Netzwerk e.V. ein wichtiges Merkmal der Allianz. <\/p>\n<p>Fortschritte allen zug\u00e4nglich machen<\/p>\n<p>&#8222;Die Deutsche Allianz Pankreaskarzinom haben wir auch in Andenken an unseren ehemaligen Pr\u00e4sidenten, Fritz Pleitgen, auf den Weg gebracht, der am 15. September 2022 im Alter von 84 Jahren an Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs starb&#8220;, so Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe. &#8222;Mit der Deutschen Allianz Pankreaskarzinom schaffen wir das Fundament, um die Forschung zu dieser hochkomplexen Erkrankung strategisch, substanziell und nachhaltig voranzubringen. \u00dcber die F\u00f6rderung der einzelnen Forschungsprojekte hinaus m\u00fcssen wir aber auch vernetzende Strukturen schaffen. Nur so k\u00f6nnen wir den Herausforderungen, die diese Tumorerkrankung mit sich bringt, begegnen und die Heilungsm\u00f6glichkeiten von Patientinnen und Patienten grundlegend verbessern. Wir stellen uns daf\u00fcr eine \u00fcbergeordnete Forschungs- und Koordinierungsplattform vor, in der wir alle Expertinnen und Experten in Deutschland, die sich in Klinik oder Forschung mit dem Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs befassen, zusammenbringen. Auch international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen in die Allianz eingebunden werden. F\u00fcr diese Struktur, f\u00fcr die wir in K\u00fcrze eine separate Ausschreibung ver\u00f6ffentlichen, stellen wir weitere F\u00f6rdergelder bereit.&#8220; <\/p>\n<p>Zur Bedeutung der Deutschen Allianz Pankreaskarzinom spricht Professor Dr. Thomas Seufferlein, \u00c4rztlicher Direktor der Klinik f\u00fcr Innere Medizin I am Universit\u00e4tsklinikum Ulm und Vorsitzender des Beirats der Deutschen Krebshilfe im Interview unter: https:\/\/ots.de\/bM7OrT<\/p>\n<p>Die drei von der Deutschen Krebshilfe gef\u00f6rderten Konsortien im \u00dcberblick<\/p>\n<p>1.  Die Forschenden des Konsortiums &#8222;Entschl\u00fcsselung und therapeutisches Targeting des PDAC-\u00d6kosystems (DEFEAT-PDAC)&#8220; wollen die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen bei der Entwicklung neuer Therapiem\u00f6glichkeiten des Pankreaskarzinoms angehen: Die hohe molekulare Varianz zwischen verschiedenen Patienten und die sehr dichte Tumorumgebung, die verhindert, dass Wirkstoffe zum Tumor durchdringen k\u00f6nnen. Daf\u00fcr m\u00f6chten sie zun\u00e4chst therapeutisch angreifbare Schwachstellen der Tumorzellen entschl\u00fcsseln und diese f\u00fcr das Immunsystem besser sichtbar machen. Ziel ist es, mit diesem Wissen hochwirksame Immuntherapien zu entwickeln, die sowohl auf Krebszellen als auch auf die Zellen der Tumorumgebung abzielen. <\/p>\n<p>Projektleitung: Prof. Dr. Dieter Saur (Translationale Tumorforschung (DKTK) an der Klinik und Poliklinik f\u00fcr Innere Medizin II, TUM Klinikum Rechts der Isar, M\u00fcnchen) <\/p>\n<p>in Kooperation mit Forschenden der Universit\u00e4tskliniken Berlin, Bonn, Essen, Freiburg, G\u00f6ttingen, Kiel, M\u00fcnchen (Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t), dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg, dem Helmholtz Zentrum M\u00fcnchen, dem Leibniz-Institut f\u00fcr Immuntherapie (LIT) Regensburg und den Universit\u00e4ten Kiel, T\u00fcbingen, W\u00fcrzburg, North Carolina (USA), Pennsylvania (USA) sowie der School of Medicine at Mount Sinai New York (USA) und dem BRCA-Netzwerk e.V. <\/p>\n<p>2. Im Zentrum des Konsortiums &#8222;ONCOverse: Patientenzentrierte und intuitive Evidenzgenerierung f\u00fcr Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs&#8220; steht die Entwicklung einer Wissen generierenden digitalen Versorgungsplattform. Auf dieser sollen Patientinnen und Patienten alle relevanten Informationen zu ihrem Wohlbefinden, und Behandelnde alle Informationen zu Tumoreigenschaften und einzelnen Therapiefortschritten zusammentragen. So wollen die Forschenden ermitteln, welche Betroffenen durch welche Behandlungsma\u00dfnahmen profitieren. Dieser umfassende Datenpool soll als Grundlage daf\u00fcr dienen, diese zuk\u00fcnftig ma\u00dfgeschneidert auf ihre spezielle Tumorsituation zu versorgen. Die kontinuierliche Einbindung von Betroffenen und Patientenvertretern soll dabei sicherstellen, dass sich die im Projekt entwickelten Behandlungsmodelle stets an den Bedarfen der Patientinnen und Patienten orientieren. <\/p>\n<p>Projektleitung: Prof. Dr. Jens Siveke (Abteilung f\u00fcr Translationale Onkologie Solider Tumoren (DKTK) &#038; Br\u00fcckeninstitut f\u00fcr Experimentelle Tumortherapie, Universit\u00e4tsklinikum Essen) <\/p>\n<p>in Kooperation mit Forschenden der Universit\u00e4tskliniken Dresden, Halle (Saale), Hamburg-Eppendorf, Heidelberg, Kiel, K\u00f6ln, M\u00fcnchen (Technische Universit\u00e4t), T\u00fcbingen, des Nationalen Centrums f\u00fcr Tumorerkrankungen Heidelberg, des Forschungszentrums J\u00fclich sowie der Universit\u00e4ten Bochum, Amsterdam (NL), Maastricht (NL) und Rotterdam (NL) <\/p>\n<p>3. Die Umgebung eines Tumors der Bauchspeicheldr\u00fcse &#8211; ein sehr kompaktes Bindegewebe mit geringer Durchblutung &#8211; verhindert h\u00e4ufig, dass Medikamente den Tumor erreichen k\u00f6nnen. Im Projekt &#8222;Pr\u00e4zise und gezielte Bek\u00e4mpfung von Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs durch generatives, KI-basiertes Protein-Design (PrepAIred)&#8220; entwickeln Forschende unter Zuhilfenahme von k\u00fcnstlicher Intelligenz kleine Proteine, die diese gewebespezifischen Barrieren besser \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Ziel ist es, neue Wirkstoffe herzustellen und so zielgerichtete Therapien gegen Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs zu erm\u00f6glichen. <\/p>\n<p>Projektleitung: PD Dr. Gregor Hagel\u00fcken (Institut f\u00fcr Strukturbiologie des Universit\u00e4tsklinikums Bonn) <\/p>\n<p>in Kooperation mit Forschenden der Universit\u00e4t Bonn und der Universit\u00e4t North Carolina (USA) <\/p>\n<p>Die Ausrichter &#8211; starke Partner im Kampf gegen Krebs<\/p>\n<p>125 Jahre Wissen aus erster Hand &#8211; die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. <\/p>\n<p>Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG) &#8211; eine Nachfolgeorganisation des 1900 gegr\u00fcndeten &#8222;Comit\u00e9 f\u00fcr Krebssammelforschung&#8220; &#8211; ist die gr\u00f6\u00dfte wissenschaftlich-onkologische Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum. Die rund 8.300 Einzelmitglieder in 25 Arbeitsgemeinschaften, die 16 Landeskrebsgesellschaften und 33 F\u00f6rdermitglieder sind in der Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen t\u00e4tig. Die DKG engagiert sich f\u00fcr eine Krebsversorgung auf Basis von evidenzbasierter Medizin, Interdisziplinarit\u00e4t und konsequenten Qualit\u00e4tsstandards, ist Mitinitiatorin des Nationalen Krebsplans und Partnerin der &#8222;Nationalen Dekade gegen Krebs&#8220;. www.krebsgesellschaft.de<\/p>\n<p>Stiftung Deutsche Krebshilfe<\/p>\n<p>Die Deutsche Krebshilfe wurde am 25. September 1974 von Dr. Mildred Scheel gegr\u00fcndet. Ziel der gemeinn\u00fctzigen Organisation ist es, Krebserkrankungen in all ihren Erscheinungsformen zu bek\u00e4mpfen. Unter dem Motto &#8222;Helfen. Forschen. Informieren.&#8220; f\u00f6rdert die Stiftung Deutsche Krebshilfe Projekte zur Verbesserung der Pr\u00e4vention, Fr\u00fcherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung, einschlie\u00dflich der Krebs-Selbsthilfe. Ihre Aufgaben erstrecken sich dar\u00fcber hinaus auf forschungs- und gesundheitspolitische Aktivit\u00e4ten. Sie ist ebenfalls Mitinitiator des Nationalen Krebsplans sowie Partner der &#8222;Nationalen Dekade gegen Krebs&#8220;. Die Deutsche Krebshilfe ist der gr\u00f6\u00dfte private Geldgeber auf dem Gebiet der Krebsbek\u00e4mpfung &#8211; unter anderem der Krebsforschung &#8211; in Deutschland. Sie finanziert ihre gesamten Aktivit\u00e4ten ausschlie\u00dflich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen der Bev\u00f6lkerung. Weitere Infos: www.krebshilfe.de<\/p>\n<p>Pressekontakt<\/p>\n<p>Deutsche Krebsgesellschaft e. V. Kuno-Fischer-Str. 8<br \/>\n14057 Berlin<br \/>\nClara Teich und Angelina Gromes<br \/>\nTel: +49 (0)30 322 9329-60<br \/>\npresse@dkk2026.de<\/p>\n<p>Deutsche Krebshilfe<br \/>\nPressestelle<br \/>\nBuschstr. 32<br \/>\n53113 Bonn<br \/>\nTelefon: 02 28\/7 29 90-96<br \/>\nE-Mail: presse@krebshilfe.de<br \/>\nInternet: www.krebshilfe.de<\/p>\n<p>Original-Content von: Deutsche Krebshilfe, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde automatisch von Presseportal.de zur Verf\u00fcgung gestellt: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/116010\/6219352<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonn\/Berlin (ots) &#8211; Trotz intensiver Forschung ist Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs nach wie vor eine der t\u00f6dlichsten Krebsarten. 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