{"id":457248,"date":"2026-03-10T08:00:08","date_gmt":"2026-03-10T07:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/seeverkehr-2025-gueterumschlag-steigt-um-38-gegenueber-dem-vorjahr\/"},"modified":"2026-04-09T14:30:14","modified_gmt":"2026-04-09T12:30:14","slug":"seeverkehr-2025-gueterumschlag-steigt-um-38-gegenueber-dem-vorjahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/seeverkehr-2025-gueterumschlag-steigt-um-38-gegenueber-dem-vorjahr\/","title":{"rendered":"Seeverkehr 2025: G\u00fcterumschlag steigt um 3,8 % gegen\u00fcber dem Vorjahr"},"content":{"rendered":"<p>WIESBADEN (ots) &#8211; <\/p>\n<p>&#8211; G\u00fcterempfang aus dem Ausland w\u00e4chst im Vorjahresvergleich kr\u00e4ftig um 5,3 %, G\u00fcterversand ins Ausland steigt dagegen nur leicht um 0,5 %<br \/>\n&#8211; Empfang von Erdgas aus den USA steigt um 51,8 % gegen\u00fcber dem Vorjahr, Empfang von Erd\u00f6l aus den USA sinkt dagegen um 23,6 %<br \/>\n&#8211; G\u00fcterumschlag mit Staaten am Persischen Golf macht 1,4 % des gesamten Umschlags im Jahr 2025 aus<\/p>\n<p>Der G\u00fcterumschlag in den deutschen Seeh\u00e4fen ist im Jahr 2025 gegen\u00fcber dem Vorjahr um 3,8 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden in den H\u00e4fen insgesamt 284,4 Millionen Tonnen G\u00fcter verladen (2024: 273,9 Millionen Tonnen). W\u00e4hrend der G\u00fcterempfang aus dem Ausland im Jahr 2025 gegen\u00fcber dem Vorjahr um 5,3 % auf 171,1 Millionen Tonnen wuchs, stieg der G\u00fcterversand ins Ausland lediglich um 0,5 % auf 103,7 Millionen Tonnen. Der innerdeutsche Verkehr machte trotz eines Zuwachses von 15,7 % mit 9,6 Millionen Tonnen nur einen geringen Teil des gesamten G\u00fcterumschlags aus.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der umschlagst\u00e4rkste deutsche Seehafen war auch im Jahr 2025 Hamburg mit einem Umschlag von 99,8 Millionen Tonnen (+2,9 % zum Vorjahr), gefolgt von Bremerhaven (46,9 Millionen Tonnen; +10,4 %), Wilhelmshaven (35,5 Millionen Tonnen; +2,7 %), Rostock (24,9 Millionen Tonnen; +7,2 %) und L\u00fcbeck (15,8 Millionen Tonnen; -0,4 %).<br \/>\nContainerverkehr und fossile Energietr\u00e4ger pr\u00e4gen den Seehandel<\/p>\n<p>Im Jahr 2025 stellten mit 87,9 Millionen Tonnen die sogenannten nicht identifizierbaren G\u00fcter &#8211; \u00fcberwiegend Containerladungen ohne detaillierte Warenangabe &#8211; die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte G\u00fcterabteilung im deutschen Seeverkehr dar. Ihr hoher Anteil von 30,9 % unterstreicht die zentrale Bedeutung des Containerumschlags f\u00fcr den gesamten G\u00fcterverkehr \u00fcber See. An zweiter Stelle folgten die fossilen Energietr\u00e4ger Kohle, Erd\u00f6l und Erdgas mit 40,5 Millionen Tonnen oder 14,2 % des gesamten G\u00fcterumschlags. Dahinter folgten Erze, Steine und Erden mit 31,1 Millionen Tonnen (10,9 %) sowie chemische Erzeugnisse mit 20,2 Millionen Tonnen (7,1 %).<br \/>\nUSA dominieren bei Lieferungen fossiler Energietr\u00e4ger \u00fcber See<\/p>\n<p>Fossile Energietr\u00e4ger pr\u00e4gten auch den G\u00fcterempfang im Seeverkehr: Der Empfang von Kohle, Erd\u00f6l und Erdgas belief sich im Jahr 2025 auf insgesamt 39,8 Millionen Tonnen und war damit auf einem geringf\u00fcgig niedrigeren Niveau als im Jahr 2024 (-1,2 %). Dabei zeigten sich auch 2025 wieder unterschiedliche Entwicklungen bei den einzelnen Energietr\u00e4gern und Lieferl\u00e4ndern: Der Empfang von Erd\u00f6l ging gegen\u00fcber dem Vorjahr um 10,8 % auf 25,4 Millionen Tonnen zur\u00fcck. Dagegen stieg der Empfang von Kohle um 2,6 % auf 7,0 Millionen Tonnen und von Erdgas um 49,1 % auf 7,4 Millionen Tonnen.<br \/>\nDas mit Abstand wichtigste Lieferland f\u00fcr Erdgas auf dem Seeweg waren im Jahr 2025 die USA mit 6,5 Millionen Tonnen, das waren 51,8 % mehr Erdgaslieferungen von dort als im Vorjahr. Obwohl die Erd\u00f6llieferungen aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland 2025 im Vorjahresvergleich deutlich um 23,6 % auf gut 5,6 Millionen Tonnen zur\u00fcckgingen, waren die USA auch beim Erd\u00f6l das wichtigste Lieferland im Seeverkehr. Die USA l\u00f6sten damit Norwegen auf dem Spitzenrang ab. Der Grund daf\u00fcr ist, dass die von norwegischen in deutsche Seeh\u00e4fen verschiffte Erd\u00f6l-Menge im Jahr 2025 um 27,7 % auf nur noch knapp 5,6 Millionen Tonnen sank. Damit war der R\u00fcckgang der Erd\u00f6llieferungen im Seeverkehr aus Norwegen noch st\u00e4rker als der R\u00fcckgang der Lieferungen aus den USA. Auch bei Kohle waren die USA im Jahr 2025 mit 2,0 Millionen Tonnen (+0,1 %) das wichtigste Lieferland im Seeverkehr. Damit stiegen die Lieferungen fossiler Energietr\u00e4ger auf dem Seeweg aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland bereits ohne das bislang nicht ratifizierte Zollabkommen zwischen den USA und der Europ\u00e4ischen Union (EU), das h\u00f6here Energieimporte aus den USA vorsieht.<br \/>\nUSA, Norwegen und Schweden wichtigste Handelspartner im Seeverkehr insgesamt<\/p>\n<p>Insgesamt ging der G\u00fcterverkehr zwischen deutschen und US-amerikanischen Seeh\u00e4fen im Jahr 2025 um 3,6 % gegen\u00fcber dem Vorjahr auf 28,7 Millionen Tonnen zur\u00fcck. Trotz dieses R\u00fcckgangs blieben die USA das wichtigste Partnerland Deutschlands im Seeverkehr. Auch auf den folgenden R\u00e4ngen blieb die Reihenfolge unver\u00e4ndert: Auf Rang 2 lag Norwegen mit einem Gesamtverkehr von 26,3 Millionen Tonnen (+1,8 %), gefolgt von Schweden mit 24,6 Millionen Tonnen (+3,6 %) auf Rang 3. Die Volksrepublik China lag mit 19,7 Millionen Tonnen (+3,1 %) auf Rang 4. Diese vier Staaten stellten zusammen rund etwas mehr als ein Drittel des gesamten G\u00fcterumschlags. Der G\u00fcterverkehr mit den EU-Mitgliedstaaten betrug 99,4 Millionen Tonnen (+3,3 %).<br \/>\nChina bedeutendster Handelspartner im Containerverkehr<\/p>\n<p>Der Containerumschlag erreichte im Jahr 2025 insgesamt 15,0 Millionen TEU (Twenty-Foot Equivalent Unit) und lag damit 12,4 % \u00fcber dem Vorjahreswert. Rund ein F\u00fcnftel (3,0 Millionen TEU) des deutschen Containerumschlags entfiel 2025 auf China, gefolgt von den USA mit 8,7 % (1,3 Millionen TEU). Der Containerverkehr mit China wuchs dabei um 12,1 %, w\u00e4hrend er mit den Vereinigten Staaten r\u00fcckl\u00e4ufig war (-2,4 %). Der Containerverkehr mit den EU-Mitgliedstaaten (4,1 Millionen TEU) wuchs dagegen mit 13,1 % deutlich gegen\u00fcber 2024 (3,6 Millionen TEU) und machte etwas mehr als ein Viertel des Containerumschlags der deutschen Seeh\u00e4fen im Jahr 2025 aus.<br \/>\nSeeverkehr mit den Golfstaaten: G\u00fcterumschlag vergleichsweise gering<\/p>\n<p>Der G\u00fcterumschlag der deutschen Seeh\u00e4fen im direkten Verkehr mit den Staaten am Persischen Golf f\u00e4llt vergleichsweise gering aus. Rund 4,0 Millionen Tonnen oder 1,4 % des gesamten G\u00fcterumschlags im Jahr 2025 entfielen auf die Anrainerstaaten Bahrain, Irak, Iran, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate.<br \/>\nIm Jahr 2025 wurden im Seeverkehr mit dem Oman insgesamt 1,4 Millionen Tonnen G\u00fcter transportiert, mit den Vereinigten Arabischen Emiraten waren es 1,2 Millionen Tonnen und mit Saudi-Arabien 0,9 Millionen Tonnen. Mit dem Iran fand im Jahr 2025 hingegen kein G\u00fcterverkehr auf dem Seeweg statt.<br \/>\nIm Seeverkehr mit dem Oman \u00fcberwog der Versand von G\u00fctern dorthin mit 1,1 Millionen Tonnen, darunter waren nicht n\u00e4her identifizierbare G\u00fcter in Containern oder Wechselbeh\u00e4ltern die gr\u00f6\u00dfte G\u00fctergruppe (0,9 Millionen Tonnen). Auch im Verkehr mit den Vereinigten Arabischen Emiraten \u00fcberwog der Versand dorthin deutlich: Unter den 1,0 Millionen dorthin verschifften Tonnen waren 0,2 Millionen Tonnen M\u00f6bel.<br \/>\nIm Seeverkehr mit Saudi-Arabien \u00fcberwogen dagegen die empfangenen G\u00fcter von dort mit 0,5 Millionen Tonnen. \u00dcber den Seeweg wurden fast ausschlie\u00dflich fl\u00fcssige Mineral\u00f6lerzeugnisse (Motorentreibstoffe, Heiz\u00f6le und andere Mineral\u00f6le) in deutsche Seeh\u00e4fen transportiert (0,5 Millionen Tonnen). Auch aus Kuwait (0,3 Millionen Tonnen) und Katar (0,2 Millionen Tonnen) kamen fast ausschlie\u00dflich fl\u00fcssige Mineral\u00f6lerzeugnisse auf dem Seeweg nach Deutschland.<br \/>\nViele G\u00fcter aus den Golfstaaten gelangen jedoch zun\u00e4chst \u00fcber gro\u00dfe ausl\u00e4ndische Hafenstandorte (unter anderem in den Niederlanden, Frankreich, Italien und Belgien) nach Europa und werden von dort weitertransportiert. Daher k\u00f6nnen sich Seeblockaden im Nahen Osten auch indirekt auf die Versorgung Deutschlands auswirken.<br \/>\nMethodische Hinweise:<\/p>\n<p>In der Statistik erfasst werden Schiffe mit einem Raumgehalt von mindestens 100 Bruttoraumzahl (BRZ). Unber\u00fccksichtigt bleiben dabei Fischereifahrzeuge und Fischverarbeitungsschiffe, Bohr- und Explorationsschiffe, Schlepper, Schubschiffe, Schwimmbagger, Forschungs-\/Vermessungsschiffe, Kriegsschiffe und Schiffe, die ausschlie\u00dflich zu nichtkommerziellen Zwecken verwendet werden sowie zu Bunker-, Versorgungs-, Reparaturfahrten und \u00c4hnliches.<br \/>\nDie Daten zur Volksrepublik China umfassen nicht Taiwan und Hongkong.<br \/>\nG\u00fcter, die auf ihrem Transportweg in einem Zwischenhafen umgeladen werden (zum Beispiel auf kleinere Schiffe), sind in der Seeverkehrsstatistik dem Partnerhafen zugeordnet, in dem es zu der Umladung kam.<br \/>\nTEU &#8211; Twenty-Foot Equivalent Unit: Eine statistische Hilfsgr\u00f6\u00dfe auf der Basis eines 20-Fu\u00df-ISO-Containers (L\u00e4nge 6,10 Meter), die als Standardma\u00df zur Beschreibung des Containerumschlags und der Kapazit\u00e4t von Containerschiffen oder Terminals verwendet wird. <\/p>\n<p>&#8211; Ein 20-Fu\u00df-ISO-Container entspricht 1 TEU. &#8211; Ein 40 Fu\u00df-ISO-Container entspricht 2 TEU. &#8211; Ein Container mit einer L\u00e4nge zwischen 20 und 40 Fu\u00df entspricht 1,50 TEU. &#8211; Ein Container mit einer L\u00e4nge von \u00fcber 40 Fu\u00df wird mit 2,25 TEU berechnet.<br \/>\nWeitere Informationen:<\/p>\n<p>Detaillierte Daten zur Seeverkehrsstatistik sind in der Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 46331) und im Statistischen Bericht &#8222;Seeverkehrsstatistik&#8220; abrufbar.<br \/>\nDaten zum Krieg im Nahen Osten und den Folgen bietet die Sonderseite www.destatis.de\/nahost. Sie enth\u00e4lt unter anderem Informationen zur Energieversorgung und Entwicklung der Energiepreise, zum Flug- und Seeverkehr sowie zum Au\u00dfenhandel mit der Region.<br \/>\nDiese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls erg\u00e4nzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, ver\u00f6ffentlicht unter www.destatis.de\/pressemitteilungen.<br \/>\nWeitere Ausk\u00fcnfte:<br \/>\nG\u00fcterverkehr, Luftverkehr<br \/>\nTelefon: +49 611 75-4852<br \/>\nwww.destatis.de\/kontakt<\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>Statistisches Bundesamt<br \/>\nPressestelle<br \/>\nwww.destatis.de\/kontakt<br \/>\nTelefon: +49 611-75 34 44<\/p>\n<p>Original-Content von: Statistisches Bundesamt, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde automatisch von Presseportal.de zur Verf\u00fcgung gestellt: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/32102\/6232261<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WIESBADEN (ots) &#8211; &#8211; G\u00fcterempfang aus dem Ausland w\u00e4chst im Vorjahresvergleich kr\u00e4ftig um 5,3 %, G\u00fcterversand ins Ausland steigt dagegen<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-457248","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/457248","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=457248"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/457248\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=457248"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=457248"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=457248"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}