{"id":457343,"date":"2026-03-12T19:35:59","date_gmt":"2026-03-12T18:35:59","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=457343"},"modified":"2026-03-12T19:35:59","modified_gmt":"2026-03-12T18:35:59","slug":"innenministerin-finke-stellt-polizeiliche-kriminalstatistik-2025-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/innenministerin-finke-stellt-polizeiliche-kriminalstatistik-2025-vor\/","title":{"rendered":"Innenministerin Finke stellt Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 vor"},"content":{"rendered":"<p>Zahl der registrierten Straftaten deutlich gesunken \u2013 Aufkl\u00e4rungsquote weiter auf hohem Niveau.<\/p>\n<p>KIEL. Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke hat heute (12. M\u00e4rz) gemeinsam mit dem Leitenden Kriminaldirektor Stephan Marks die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) f\u00fcr das Jahr 2025 vorgestellt. Die Bilanz f\u00fcr Schleswig-Holstein zeigt eine positive Entwicklung: Die Zahl der registrierten Straftaten ist deutlich zur\u00fcckgegangen, die Aufkl\u00e4rungsquote bleibt zugleich auf einem hohen Niveau.<!--more--><\/p>\n<p>Im Jahr 2025 wurden insgesamt 178.923 Straftaten polizeilich erfasst. Das entspricht einem R\u00fcckgang der Fallzahlen um 16,2 % bzw. 34.494 F\u00e4lle gegen\u00fcber dem Vorjahr. Wird das gro\u00dfe Umfangverfahren aus dem Jahr 2024 herausgerechnet, ergibt sich immer noch ein Minus von 8,2 % bzw. 15.899 F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Die Zahl der registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (sog. <strong>H\u00e4ufigkeitszahl)<\/strong> sank auf 6.046 F\u00e4lle.<\/p>\n<p>Die <strong>Aufkl\u00e4rungsquote<\/strong> liegt bei 56,7 %. Damit geht sie gegen\u00fcber dem Vorjahr zwar um 3,9 % zur\u00fcck, bewegt sich im Langzeitvergleich aber weiterhin auf einem beachtlich hohen Niveau.<\/p>\n<p>Innenministerin Finke erkl\u00e4rte: \u201eUnsere Landespolizei tut alles daf\u00fcr, dass Schleswig-Holstein sicher ist und bleibt und das best\u00e4tigt die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik. Der R\u00fcckgang der Fallzahlen und die weiterhin hohe Aufkl\u00e4rungsquote sind Ergebnis engagierter Polizeiarbeit mit hoher Leistungsf\u00e4higkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landespolizei, zielgerichteter Pr\u00e4vention und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit anderen Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Bei den Straftaten ohne Verst\u00f6\u00dfe gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freiz\u00fcgigkeitsgesetz\/EU wurden im Jahr 2025 insgesamt 66.363 <strong>Tatverd\u00e4chtige<\/strong> ermittelt. Das entspricht einem R\u00fcckgang um 2.621 Personen bzw. 3,8 % gegen\u00fcber dem Vorjahr. Unten ihnen befanden sich 45.457 Deutsche, was einem R\u00fcckgang von 2.407 Tatverd\u00e4chtigen (-4,9 %) entspricht. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverd\u00e4chtigen sank um 214 Personen (-1,1 %) auf 19.906. Damit lag ihr Anteil an allen ermittelten Tatverd\u00e4chtigen bei 30,3 %. Im Vorjahr lag der Anteil bei 29,2 %.<\/p>\n<p><strong><u>Besondere Entwicklungen im Detail<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Die registrierte <strong>Gewaltkriminalit\u00e4t<\/strong> ist 2025 um 383 F\u00e4lle bzw. 5,7 % auf insgesamt 6.329 Taten gesunken. Die Aufkl\u00e4rungsquote lag in diesem Bereich bei 80,8 %. Auch bei den <strong>Rohheitsdelikten<\/strong>, zu denen unter anderem K\u00f6rperverletzungsdelikte, Bedrohung und N\u00f6tigung z\u00e4hlen, ist ein R\u00fcckgang zu verzeichnen. Die Fallzahlen sanken um 1,7 % bzw. 570 F\u00e4lle auf insgesamt 33.402. Die Aufkl\u00e4rungsquote lag hier bei 87,7 %.<\/p>\n<p>Die Zahl der <strong>Messerangriffe<\/strong> stieg hingegen um 8,0 % bzw. 95 F\u00e4lle auf insgesamt 1.282 registrierte Straftaten an. Insgesamt wurden 1.153 beteiligte Tatverd\u00e4chtige ermittelt, von denen 1.010 selbst Messerangreifer gewesen sind, d.h. sie haben bei den teils gemeinschaftlich begangenen Taten mindestens einmal mit einem Messer gedroht oder es gegen eine Person eingesetzt. Von diesen 1.010 Messerangreifern waren 84,8 % m\u00e4nnlich; 58,8 % besa\u00dfen die deutsche und 41,2 % die nichtdeutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit. Unter den insgesamt 1.605 Opfern (2024: 1.508) wurden 11 Menschen get\u00f6tet, 77 schwer und 309 leicht verletzt.<\/p>\n<p>Finke sagte dazu: \u201eDie \u00fcberwiegende Anzahl der Taten findet im \u00f6ffentlichen Raum statt. Deshalb haben wir bereits Ende 2024 ein Waffen- und Messerverbot im \u00f6ffentlichen Personennahverkehr geregelt. Die Landespolizei hat in sehr guter Zusammenarbeit mit der Bundespolizei beeindruckende 12.000 Personenkontrollen in Bahnhofsgeb\u00e4uden und im \u00d6PNV durchgef\u00fchrt und dabei rund 250 Messer sichergestellt. Schon jetzt l\u00e4sst sich feststellen, dass zum Jahresende hin immer weniger Messer sichergestellt wurden. Das zeigt: Die Kontrollen wirken. Dennoch werden wir nicht nachlassen, der beunruhigenden Entwicklung entgegenzuwirken. Unser Ziel ist es, gef\u00e4hrliche T\u00e4terinnen und T\u00e4ter fr\u00fchzeitig zu stoppen &#8211; durch erweiterte Befugnisse f\u00fcr die Landespolizei, den Ausbau der Video\u00fcberwachung an Kriminalit\u00e4tsschwerpunkten, mehr Polizistinnen und Polizisten sowie die Ausweitung von Waffen- und Messerverbotszonen. Das erg\u00e4nzen wir durch intensive Pr\u00e4ventionsarbeit. Da es sich bei der zunehmenden Verrohung jedoch um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt, m\u00fcssen wir hier alle an einem Strang ziehen.\u201c<\/p>\n<p>Im Bereich <strong>H\u00e4usliche Gewalt <\/strong>wurden 2025 landesweit 9.709 Opfer registriert. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % bzw. 348 Personen. 70,7 % der Betroffenen waren weiblich. 1.907 Opfer blieben unverletzt, 4.655 Opfer erlitten leichte, 57 schwere Verletzungen; insgesamt 8 Opfer wurden durch die Tat get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Finke betonte: \u201eJede Frau hat das Recht, frei von Angst und Bedrohung zu leben. Beim Schutz von Frauen vor Gewalt haben wir in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren bereits wichtige Ma\u00dfnahmen umgesetzt: Mit dem erweiterten Hochrisikomanagement, der Einf\u00fchrung der elektronischen Aufenthalts\u00fcberwachung (EA\u00dc) und der St\u00e4rkung der Frauenfacheinrichtungen und T\u00e4terarbeit haben wir unsere Schutzmechanismen deutlich verbessert. Diese Ma\u00dfnahmen zeigen: Wir stehen an der Seite der Betroffenen und setzen alles daran, ihnen fr\u00fchzeitig und wirksam Sicherheit zu geben. So k\u00f6nnen wir im Hinblick auf die Wirksamkeit der EA\u00dc best\u00e4tigen, dass es im Zusammenhang mit den angeordneten Ma\u00dfnahmen in Schleswig-Holstein seitdem zu keinem T\u00f6tungsdelikt gekommen ist. Doch wir wissen auch, dass der Kampf gegen famili\u00e4re und partnerschaftsbezogene Gewalt niemals abgeschlossen ist. Darum arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Instrumente weiterzuentwickeln, Schutzl\u00fccken zu schlie\u00dfen und allen beteiligten Stellen die bestm\u00f6glichen Voraussetzungen f\u00fcr konsequentes Handeln zu geben.\u201c<\/p>\n<p>Im Jahr 2025 wurden 1.636 F\u00e4lle von <strong>Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte<\/strong> (PVB) registriert. Das entspricht einem R\u00fcckgang um 6,6 % bzw. 116 F\u00e4llen gegen\u00fcber dem Vorjahr. Insgesamt wurden 3.792 PVB Opfer von Gewalt, 491 von ihnen wurden verletzt (2024: 563).<\/p>\n<p>Auch bei der <strong>Gewalt gegen Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr und sonstige Rettungsdienste<\/strong> zeigt die PKS 2025 einen R\u00fcckgang. Es wurden 79 Straftaten erfasst (2024: 102), was einem R\u00fcckgang um 22,6 % entspricht.<\/p>\n<p>Trotz der sinkenden Zahlen zeigte sich Ministerin Finke besorgt: \u201eAngriffe auf unsere Einsatzkr\u00e4fte machen mich sprachlos. Das sind die Menschen, die Tag f\u00fcr Tag daf\u00fcr sorgen, dass wir in Schleswig-Holstein sicher leben k\u00f6nnen. Diese Menschen haben ein Recht darauf, jeden Tag gesund nach Hause zur\u00fcckzukehren. Wir haben die pers\u00f6nliche Schutzausstattung in den vergangenen Jahren bereits deutlich verbessert. Doch auch hier werden wir nicht nachlassen. Die Zunahme von Respektlosigkeit und Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das wir nur gemeinsam angehen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalit\u00e4t ist, wie bereits im Vorjahr, ein leichter R\u00fcckgang zu verzeichnen. Bereinigt um ausl\u00e4nderrechtliche Verst\u00f6\u00dfe wurden 2025 insgesamt 9.038 Kinder und Jugendliche als Tatverd\u00e4chtige (2024: 9.673) erfasst. Es ist wichtig, junge Menschen fr\u00fchzeitig zu erreichen, bevor Gewalt entsteht. Eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Schulen, Jugend\u00e4mtern und sozialen Tr\u00e4gern ist hierf\u00fcr unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Die <strong>Eigentumsdelikte<\/strong> machen weiterhin den gr\u00f6\u00dften Anteil an der Gesamtkriminalit\u00e4t aus. Im Jahr 2025 wurden 62.522 F\u00e4lle des Diebstahls registriert. Das entspricht einem R\u00fcckgang um 6.951 F\u00e4lle bzw. -10,0 %. Deutliche R\u00fcckg\u00e4nge zeigen sich insbesondere beim Fahrraddiebstahl (-18,6 %), beim Ladendiebstahl (-7,1 %) sowie beim Diebstahl an und aus Kraftfahrzeugen (-14,3 %).<\/p>\n<p>Die Zahl beim <strong>Wohnungseinbruchsdiebstahl<\/strong> sank 2025 erneut; um -15,9 % bzw. 471 F\u00e4lle. Insgesamt wurden 2.486 Wohnungseinbr\u00fcche registriert.<\/p>\n<p>Trotz intensiver Pr\u00e4ventionsarbeit und Ermittlungserfolgen verursachen g\u00e4ngige <strong>Betrugsmaschen<\/strong> weiterhin erhebliche Sch\u00e4den bei den Opfern. Stephan Marks warnte daher vor bekannten Ph\u00e4nomen wie dem Enkeltrick, dem Schockanruf (nach angeblichem Verkehrsunfall) oder Anrufen von falschen Polizeibeamten.<\/p>\n<p>Aber auch der sog. <strong>Cybertrading-Fraud<\/strong> weitet sich aus. Bei dieser Form des Anlagebetruges werden Opfer dazu bewegt, hohe Geldbetr\u00e4ge in vermeintlich lukrative Depots zu investieren. Tats\u00e4chlich werden die enormen Gewinne aber nur vorget\u00e4uscht und es droht ein Totalverlust der investierten Betr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Stephan Marks appelliert deshalb: \u201eExtrem hohe Gewinnaussichten sollten immer misstrauisch machen \u2013 insbesondere dann, wenn sie lediglich \u00fcber soziale Netzwerke oder \u00fcber Onlinebekanntschaften empfohlen werden.\u201c<\/p>\n<p>Die Polizeiliche Kriminalstatistik f\u00fcr das Jahr 2025 finden Sie unter folgendem Link: <u><a href=\"https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/Landesregierung\/POLIZEI\/DasSindWir\/LKA\/Ermittlungen_Auswertung\/kriminalstatistik\/kriminalstatistik.html?msclkid=e498629bae9a11ec88f2ad92cc4d7ec5\">Landespolizeiamt &#8211; LKA &#8211; Kriminalstatistik &#8211; schleswig-holstein.de<\/a><\/u><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zahl der registrierten Straftaten deutlich gesunken \u2013 Aufkl\u00e4rungsquote weiter auf hohem Niveau. KIEL. 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