{"id":457451,"date":"2026-03-16T18:57:06","date_gmt":"2026-03-16T17:57:06","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=457451"},"modified":"2026-03-16T18:57:06","modified_gmt":"2026-03-16T17:57:06","slug":"forschungsprojekt-limesoptia-evolution-einer-linse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/forschungsprojekt-limesoptia-evolution-einer-linse\/","title":{"rendered":"Forschungsprojekt LIMESOPTIA: Evolution einer Linse"},"content":{"rendered":"<p>Forschende der TH L\u00fcbeck arbeiten mit einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen 3D-Drucker, um kleine, pr\u00e4zise und komplexe optische Systeme herzustellen. Diese sind bisher \u00fcber herk\u00f6mmliche Fertigungsverfahren nur teuer und zeitaufw\u00e4ndig oder prinzipiell gar nicht herstellbar. Die Forschenden kooperieren im Projekt LIMESOPTIA mit den L\u00fcbecker Unternehmen Coherent und Dr\u00e4ger Safety.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-457453\" src=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/thl_transfer_25_06_A8588-320x213.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/thl_transfer_25_06_A8588-320x213.jpg 320w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/thl_transfer_25_06_A8588-550x367.jpg 550w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/thl_transfer_25_06_A8588.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><br \/>\nGregor Knoll und Fabian Henk stehen in einem gelb beleuchteten Raum und \u00f6ffnen die Klappe eines gro\u00dfen 3D-Druckers. Knoll und Henk sind Doktoranden im Forschungsprojekt LIMESOPTIA, das bis Mitte 2027 vom Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gef\u00f6rdert wird. Knoll legt ein kleines Deckglas in den 3D-Drucker, auf dem ein Tropfen aus einem Polymer aufgebracht ist. \u201eDadurch, dass wir die Linsen im 3D-Drucker herstellen, haben wir viel mehr M\u00f6glichkeiten die Form frei zu bestimmen, als zum Beispiel im teuren Spritzgussverfahren\u201c, sagt der studierte Ingenieur f\u00fcr Physikalische Technik und Mechanical Engineering.<\/p>\n<p>LIMESOPTIA \u2013 also Lithographisch hergestellte Mesoskalige Optiken f\u00fcr industrielle Anwendungen ist ein Forschungsprojekt am Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften, das von Kai Seger (Professor f\u00fcr Lasertechnik) und Mathias Beyerlein (Professor f\u00fcr Optische Messtechnik) gemeinsam mit den beiden Doktoranden umgesetzt wird. Sie besch\u00e4ftigen sich damit, Millimeter-gro\u00dfe optische Elemente mit mikroskopischer Genauigkeit mithilfe eines speziellen Laser-3D-Druckers zu drucken.<\/p>\n<p>Anwendung in Life-Science, Sicherheitstechnik oder personalisierter Medizin<br \/>\n\u201eWir k\u00f6nnen mit diesem neuartigen Drucker optische Elemente drucken, wie es vorher nicht m\u00f6glich war. Der Vorteil: wir drucken die Teile in einem St\u00fcck. Bei den g\u00e4ngigen Herstellungsverfahren m\u00fcssen noch verschiedene kleine Teile zusammengesetzt werden. Das ist f\u00fcr viele Anwendungsf\u00e4lle allerdings ung\u00fcnstig, da selbst kleinste Fehler an den Schnittstellen zu ungenaueren Systemen und damit Ergebnissen f\u00fchren\u201c, sagt Dr. Kai Seger, Professor f\u00fcr Lasertechnik und Projektleiter von LIMESOPTIA. \u201eGerade in der Optik kommt es auf Pr\u00e4zision im Bereich unterhalb von Mikrometern an.\u201c, erg\u00e4nzt Seger. Denkbare sp\u00e4tere Anwendungsf\u00e4lle gibt es zum Beispiel in der Sensorik f\u00fcr mobile Diagnostik, oder im Bereich von Mikrofluidik.<\/p>\n<p>B\u00fchne frei f\u00fcr die freie Form<\/p>\n<p>Das Besondere: das Forscherteam widmet sich in seinem Ansatz den sogenannten Freiformoptiken. Sie weisen im Gegensatz zu den bekannten optischen Elementen wie beispielsweise klassischen Linsen \u2013 die im Alltag Sehfehler korrigieren oder in Kameras f\u00fcr klare Fotos sorgen \u2013 einige Vorteile in der Form auf. Wie der Name schon verr\u00e4t, bietet die Freiformoptik mehr Designfreiheiten als einfache Linsen mit Kugeloberfl\u00e4chen. Dadurch k\u00f6nnen die Forschenden die Anzahl der notwendigen Fl\u00e4chen in einem optischen System verringern oder zus\u00e4tzliche Funktionen mit in einem einzigen optischen Element kombinieren und dessen Eigenschaften deutlich verbessern.<\/p>\n<p>Aus dem kleinen Ma\u00dfstab in die Serie<\/p>\n<p>Das Ziel der Forschenden ist es, komplexe optische Systeme kosteng\u00fcnstig herstellen zu k\u00f6nnen. Die Freiformoptik soll dabei in Kombination mit der 3D-lithographischen Herstellung Optiksysteme bei kleinen bis mittleren St\u00fcckzahlen voranbringen. Das hilft den Industriepartnern, insbesondere neuartige Prototypen f\u00fcr ihre Produkte herzustellen und Innovationen schneller voranzutreiben.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p>LIMESOPTIA wird im Programm FH-Kooperativ durch das Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit rund 1.490.000 Euro unterst\u00fctzt. Das Projekt startete im August 2023 und l\u00e4uft noch bis Juli 2027.<\/p>\n<p>Fotos: TH L\u00fcbeck<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forschende der TH L\u00fcbeck arbeiten mit einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen 3D-Drucker, um kleine, pr\u00e4zise und komplexe optische Systeme herzustellen. 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