{"id":457684,"date":"2026-03-23T19:37:08","date_gmt":"2026-03-23T18:37:08","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=457684"},"modified":"2026-03-23T19:37:08","modified_gmt":"2026-03-23T18:37:08","slug":"lob-fuer-neue-ostsee-naturschutzgebiete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lob-fuer-neue-ostsee-naturschutzgebiete\/","title":{"rendered":"Lob f\u00fcr neue Ostsee-Naturschutzgebiete"},"content":{"rendered":"<p>Forderung nach strengerem Schutz, Nitratreduktion und Beseitigung von Munitionsaltlasten bleibt bestehen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Naturschutzverb\u00e4nde: Ausweisung der drei neuen Naturschutzgebiete in der Geltinger Bucht, Hohwachter Bucht und vor Fehmarn wichtiger Schritt im Ostseeschutz<\/strong><\/li>\n<li><strong>Strenge Befahrensregelung und Erg\u00e4nzung um Strandschutzgebiete gefordert<\/strong><\/li>\n<li><strong>Verbindliche Ziele zur Reduktion des N\u00e4hrstoff-Eintrags in die Ostsee fehlen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Beseitigung von Munitionsaltlasten muss weiter Priorit\u00e4t haben<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr drei neue Schutzgebiete treten heute die Schutzgebietsverordnungen in Kraft. Vor der Geltinger Bucht, der Hohwachter Bucht und vor Fehmarn sind damit 23.800 Hektar beziehungsweise 238 Quadratkilometer neue Schutzgebiete ausgewiesen, in denen nicht gefischt werden darf, sodass sich Schweinswale, Fische, Meeresenten, Seegraswiesen und andere empfindliche Lebewesen und Lebensr\u00e4ume weitgehend ungest\u00f6rt entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eEs ist gro\u00dfartig, dass der Umweltminister dies nur zwei Jahre nach Ver\u00f6ffentlichung des Aktionsplans Ostseeschutz umgesetzt hat\u201c, lobt Alexander Schwarzlose vom NABU Schleswig-Holstein im Namen des B\u00fcndnisses der Ostsee-Naturschutzverb\u00e4nde. Die Verb\u00e4nde machen bei allem Lob aber auch deutlich, welche Aufgaben im Ostseeschutz noch auf dringende Erledigung warten.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr eine wirklich ungest\u00f6rte Entwicklung ist es notwendig, dass auch der motorisierte Wassersport aus den Schutzgebieten herausgehalten wird\u201c, betont Prof. Dr. Holger Gerth vom Landesnaturschutzverband SH. Eine Befahrensverordnung kann nur vom Bundesverkehrsministerium erlassen werden. Arbeitsgruppen arbeiten gerade an einem entsprechenden Antrag. \u201eAls Verb\u00e4nde bringen wir uns mit unserer Forderung in die Arbeitsgruppen ein und hoffen, dass sie ber\u00fccksichtigt wird, denn Schweinswale mit ihren Jungtieren oder rastende Meeresenten leiden stark unter L\u00e4rmbelastung und brauchen dringend R\u00fcckzugsr\u00e4ume\u201c, erkl\u00e4rt Gerth.<\/p>\n<p>Weiter sei ein strengerer Schutz von Strandabschnitten dringend erforderlich, um auch dort rastende und br\u00fctende V\u00f6gel sowie Robben zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Um den Eintrag von N\u00e4hrstoffen in die Ostsee zu reduzieren, gibt es bislang lediglich freiwillige Vereinbarungen mit der Landwirtschaft und zus\u00e4tzliche, ebenfalls freiwillige Projekte, die von den Ostseebeir\u00e4ten entwickelt wurden. All diese zusammen, selbst wenn sie vollst\u00e4ndig umgesetzt w\u00fcrden, bewirken aber nur einen Bruchteil der geforderten 2000 Tonnen Stickstoff- und 70 Tonnen Phosphor-Reduktion. \u201eHier brauchen wir dringend verbindliche und wirksame Zielvorgaben, damit es nicht jeden Sommer wieder zu Algenbl\u00fcten und der Ausweitung von sauerstofffreien Todeszonen am Meeresgrund kommt. Denn ohne Sauerstoff kann kein Seegras wachsen und sich kein Fischlaich entwickeln\u201c, sagt Dietmar Ulbrich vom BUND SH.<\/p>\n<p>Die Ostsee-Naturschutzverb\u00e4nde haben alle Ank\u00fcndigungen des \u201eAktionsplans Ostseeschutz 2030\u201c in einer Liste zusammengefasst und bitten die Landesregierung seit Ver\u00f6ffentlichung des Planes im Jahr 2024 j\u00e4hrlich um Informationen \u00fcber die Umsetzung.<br \/>\nDen Punkt \u201eSchutzgebiete\u201c k\u00f6nnen die Verb\u00e4nde nun mit einem dicken gr\u00fcnen Haken versehen. Bei anderen Punkten, zum Beispiel \u201edie vorhandenen Natura-2000-Gebiete deutlich im Management zu st\u00e4rken\u201c oder \u201eDie Anforderungen der D\u00fcngeverordnung 2020 m\u00fcssen fl\u00e4chendeckend eingehalten werden\u201c sehen sie noch dringenden Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>Dies gilt auch f\u00fcr die Beseitigung von Munitionsaltlasten in der Ostsee, deren zunehmender Zerfall durch Korrosion Pflanzen, Tiere, Umwelt und Tourismuswirtschaft bedroht. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in der L\u00fcbecker Bucht scheint momentan unklar, wie es weitergehen soll. Mit den Infrastrukturmitteln des Bundes w\u00e4re eine Finanzierung m\u00f6glich. Die touristische Infrastruktur der Ostseek\u00fcstenregion k\u00f6nnte so dauerhaft vor wirtschaftlichen Risiken bewahrt werden.<\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis der Ostsee-Naturschutzverb\u00e4nde besteht aus der Arbeitsgemeinschaft Integrierter Ostseeschutz (AGIO), dem Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein (BUND SH), der Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung, Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein e.V. (LNV SH), dem NABU Schleswig-Holstein, dem Verein Jordsand und dem WWF Deutschland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forderung nach strengerem Schutz, Nitratreduktion und Beseitigung von Munitionsaltlasten bleibt bestehen. 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