{"id":458123,"date":"2026-04-08T19:34:59","date_gmt":"2026-04-08T17:34:59","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=458123"},"modified":"2026-04-08T19:34:59","modified_gmt":"2026-04-08T17:34:59","slug":"mehr-heimisches-saatgut-fuer-schleswig-holstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/mehr-heimisches-saatgut-fuer-schleswig-holstein\/","title":{"rendered":"Mehr heimisches Saatgut f\u00fcr Schleswig-Holstein:"},"content":{"rendered":"<p>Erste Samenplantage f\u00fcr gebietseigene Str\u00e4ucher er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>HEIDMOOR. Schleswig-Holstein st\u00e4rkt die Versorgung mit heimischem Saatgut f\u00fcr Baumschulen, den Waldumbau, Ausgleichsfl\u00e4chen und Renaturierungsprojekte. Heute er\u00f6ffnete Forstministerin Cornelia Schmachtenberg gemeinsam mit den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) die erste Samenplantage f\u00fcr gebietseigene bzw. heimische Str\u00e4ucher in der F\u00f6rsterei Hasselbusch bei Heidmoor. Gleichzeitig entstehen auf dem Gel\u00e4nde neue Waldfl\u00e4chen.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eWir nehmen die Herausforderung, qualitativ hochwertiges gebietseigenes Saatgut im Land verf\u00fcgbar zu machen, sehr ernst. Mit dieser Samenplantage schaffen wir eine wichtige Grundlage f\u00fcr die heimischen Baumschulen und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Neuwaldbildung in Schleswig-Holstein\u201c, sagte Forstministerin Schmachtenberg bei der Er\u00f6ffnung.<\/p>\n<p>Seit dem 2. M\u00e4rz 2020 schreibt das Bundesnaturschutzgesetz vor, dass bei Pflanzma\u00dfnahmen in der freien Landschaft nur Saat- und Pflanzgut aus der jeweiligen nat\u00fcrlichen Herkunft verwendet werden darf. Besonders f\u00fcr Str\u00e4ucher war dies bisher eine Herausforderung: Das zertifizierte Pflanzgut ist am Markt oft nur begrenzt verf\u00fcgbar, da die Nachzucht aufwendig ist. Engp\u00e4sse betreffen unter anderem Ausgleichsfl\u00e4chen und Ersatzma\u00dfnahmen bei Infrastrukturprojekten.<\/p>\n<p>\u201eBei Waldb\u00e4umen achten wir seit Jahrzehnten darauf, nur geeignetes Saatgut aus heimischen Herk\u00fcnften zu verwenden. Diese Erfahrungen \u00fcbertragen wir nun auch auf Str\u00e4ucher. So sichern wir genetische Vielfalt, biologische Anpassungsf\u00e4higkeit und einen gesunden Naturhaushalt\u201c, erkl\u00e4rte Dr. Chris Freise, Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten.<\/p>\n<p>Die SHLF sichern die Versorgung mit gebietseigenem Saatgut k\u00fcnftig \u00fcber zwei Wege: spezielle Saatgutplantagen und nat\u00fcrliche Saatgutbest\u00e4nde in den W\u00e4ldern. Saatgutplantagen liefern gr\u00f6\u00dfere Mengen und lassen sich technisch einfacher ernten, unterliegen aber h\u00f6heren Kosten und strengeren Zulassungsanforderungen. Nat\u00fcrliche Best\u00e4nde sind einfacher anzulegen, die Ernte ist daf\u00fcr aufwendiger. Durch diese Kombination stellt das Land langfristig sicher, dass mehr heimisches Saatgut f\u00fcr Pflanzungen, Renaturierungen und Ausgleichsma\u00dfnahmen verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p>Die Fl\u00e4che in Heidmoor umfasst insgesamt 14,6 Hektar, auf denen neuer Wald entsteht. Etwa 10 Prozent der Fl\u00e4che werden f\u00fcr heimische Str\u00e4ucher genutzt, die gleichzeitig als Samenplantage dienen. Insgesamt werden hier sp\u00e4ter rund 65.000 B\u00e4ume und Str\u00e4ucher wachsen, darunter 5.000 heimische Str\u00e4ucher wie Hasel, Schwarzer Holunder, Hundsrose, Pfaffenh\u00fctchen, Schneeball und Schlehe.<\/p>\n<p>Das Land Schleswig-Holstein unterst\u00fctzt die Neuwaldbildung mit 700.000 Euro j\u00e4hrlich. F\u00fcr die Anlage der Samenplantage wurden bisher rund 40.000 Euro investiert &#8211; bis zur Fertigstellung werden die Gesamtkosten etwa 140.000 Euro betragen. Ein weiterer Standort ist bereits in der Revierf\u00f6rsterei Satrup geplant.<\/p>\n<p>Foto:Natascha Haag\/MLLEV<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erste Samenplantage f\u00fcr gebietseigene Str\u00e4ucher er\u00f6ffnet. HEIDMOOR. 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