{"id":458427,"date":"2026-04-17T19:52:46","date_gmt":"2026-04-17T17:52:46","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=458427"},"modified":"2026-04-17T19:52:46","modified_gmt":"2026-04-17T17:52:46","slug":"gegnercheck-zum-150-stadtderby-gegen-phoenix-luebeck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/gegnercheck-zum-150-stadtderby-gegen-phoenix-luebeck\/","title":{"rendered":"Gegnercheck zum 150. Stadtderby gegen Ph\u00f6nix L\u00fcbeck"},"content":{"rendered":"<p>Am Sonntag, 19. April 2026, steht auf der Lohm\u00fchle ein ganz besonderes Spiel an: Der VfB L\u00fcbeck empf\u00e4ngt den Stadtrivalen 1. FC Ph\u00f6nix zum 150. L\u00fcbecker Stadtderby. Ansto\u00df der Partie im Rahmen des 30. Spieltags der Regionalliga Nord ist um 14:00 Uhr \u2013 und die Hansestadt blickt gespannt auf dieses traditionsreiche Duell.<!--more--><\/p>\n<p>Nicht nur r\u00e4umlich trennen den VfB und Ph\u00f6nix nur wenige Kilometer, auch ein Blick auf die Tabelle zeigt, beide Teams bewegen sich in unmittelbarer N\u00e4he zueinander und sind sogar Tabellennachbarn. W\u00e4hrend sich der VfB L\u00fcbeck mit 37 Punkten aus 27 Spielen im gesicherten Mittelfeld auf Rang 9 befindet (44:52 Tore), liegen die Adlertr\u00e4ger nur einen Platz vor den Gr\u00fcn-Wei\u00dfen auf Platz 8. Der 1. FC Ph\u00f6nix hat nach 28 Partien 41 Punkte auf dem Konto. Mit einem Torverh\u00e4ltnis von 38:34 haben die Kicker von der Travem\u00fcnder Allee ein leicht positives Torverh\u00e4ltnis von +4.<\/p>\n<p>Die Formkurve in der Liga spricht leicht f\u00fcr die Gr\u00fcn-Wei\u00dfen, auch wenn zuletzt beim 1:1 gegen Werder Bremen II trotz guter Leistung ein Sieg verpasst wurde. Zuvor gelangen zwei \u00fcberzeugende Siege in Sch\u00f6ningen (4:0) und gegen Blau-Wei\u00df Lohne (2:0). Ph\u00f6nix hingegen zeigt sich wechselhaft: Aus den letzten 10 Spielen wurden f\u00fcnf verloren, vier Spiele fanden keinen Sieger und nur eines konnte gewonnen werden. Dieses war ein 2:0-Heimsieg gegen Kickers Emden am vorletzten Spieltag. Im letzten Spiel verloren die Ph\u00f6nixer am Samstag, den 11.04. zu Hause mit 0:2 gegen die Zweitvertretung von Hannover 96. Zur Wahrheit geh\u00f6rt jedoch auch, dass es die letzten Niederlagen gegen die Spitzenteams der Liga, Meppen, Drochtersen\/Assel und den VfB Oldenburg setzte.<\/p>\n<p>\u00dcbungsleiter der G\u00e4ste ist der 53-j\u00e4hrige, geb\u00fcrtige Beniner Dinalo Christiano Adigo, der seit Sommer 2023 Cheftrainer der Adler ist. Als Coach weist er beim 1. FC Ph\u00f6nix in 106 Spielen einen Schnitt von 1,75 Punkten pro Spiel auf. Vor seinem Engagement bei den Adlern war er \u00dcbungsleiter beim Rostocker FC, Anker Wismar und FC Sch\u00f6nberg 95. Als Spieler trat er unter anderem f\u00fcr den beninischen Verein Mogas 90 FC und den belgischen KVC Westerlo, die Kickers Offenbach, Lok Stendal, den SSV Reutlingen und den FC Sch\u00f6nberg 95 gegen das runde Leder. Adigo ist mit der A-Trainerlizenz ausgestattet und konnte bereits den Landespokal in Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein gewinnen.<\/p>\n<p>Bester Torsch\u00fctze der G\u00e4ste ist Arthur Inaka, der in 25 Spielen bereits zehnmal traf.<\/p>\n<p>Das Hinspiel der laufenden Saison verlief aus Sicht des VfB L\u00fcbeck alles andere als erfolgreich: Im 149. Stadtderby musste sich der VfB dem 1. FC Ph\u00f6nix mit 0:2 geschlagen geben. Vor 1.418 Zuschauerinnen und Zuschauern erwischten die \u201eAdler\u201c den besseren Tag und stellten bereits vor der Pause die Weichen auf Sieg. Benjamin Luis brachte Ph\u00f6nix in der Anfangsphase in F\u00fchrung, ehe Jannes Vollert kurz vor dem Halbzeitpfiff erh\u00f6hte. Der VfB fand \u00fcber die gesamte Spielzeit hinweg kein Mittel, um die kompakt stehende Defensive des Stadtrivalen entscheidend zu \u00fcberwinden und musste sich am Ende verdient geschlagen geben.<\/p>\n<p>\u00dcber Jahrzehnte hinweg war das L\u00fcbecker Stadtderby zwischen dem VfB und Ph\u00f6nix weit mehr als nur ein Fu\u00dfballspiel: Es war das pr\u00e4gende Duell zweier Welten innerhalb der Stadt. W\u00e4hrend Ph\u00f6nix traditionell eher dem b\u00fcrgerlichen Milieu zugerechnet wurde, stand der VfB mit seinen Wurzeln in St. Lorenz f\u00fcr die Arbeiterschicht. Diese Gegens\u00e4tze verliehen den Begegnungen seit den sp\u00e4ten 1920er-Jahren einen besonderen Reiz, der sich schnell zu einer intensiven Rivalit\u00e4t entwickelte.<\/p>\n<p data-start=\"477\" data-end=\"921\">Sportlich dominierte zun\u00e4chst der LBV Ph\u00f6nix die Szene, ehe Anfang der 1930er-Jahre die damalige SV Polizei \u2013 der Vorg\u00e4nger des VfB \u2013 zur f\u00fchrenden Kraft aufstieg. Bereits in dieser fr\u00fchen Phase sorgten spektakul\u00e4re Ergebnisse f\u00fcr Aufmerksamkeit, etwa das legend\u00e4re 6:1 der Polizei 1928 oder die anschlie\u00dfende 1:13-Revanche von Ph\u00f6nix. Auch in den folgenden Jahren blieb das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis wechselhaft, die Rivalit\u00e4t jedoch konstant bestehen.<\/p>\n<p data-start=\"923\" data-end=\"1446\">Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Derby endg\u00fcltig zum Zuschauermagneten. In den 1950er- und 1960er-Jahren str\u00f6mten regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcnfstellige Zuschauerzahlen auf die Lohm\u00fchle oder an die Travem\u00fcnder Allee. Spiele vor 15.000 oder sogar 20.000 Fans waren keine Seltenheit. In dieser Zeit behauptete meist der VfB die Vormachtstellung, auch wenn Ph\u00f6nix immer wieder Nadelstiche setzen konnte. Legend\u00e4r bleibt die Saison 1957\/58, als beide Teams erstklassig in der h\u00f6chsten norddeutschen Spielklasse spielten und sich packende Duelle auf Augenh\u00f6he lieferten.<\/p>\n<p data-start=\"1448\" data-end=\"1839\">Auch abseits des Platzes war das Derby von gro\u00dfer Bedeutung. In der Stadt wurde tagelang \u00fcber die Spiele gesprochen, Spielerwechsel waren lange Zeit nahezu undenkbar, und selbst prominente Zuschauer aus Politik und Fu\u00dfball lie\u00dfen sich die Duelle nicht entgehen. Trotz aller H\u00e4rte auf dem Platz blieb der gegenseitige Respekt erhalten \u2013 nicht selten klang ein Derby beim gemeinsamen Essen aus.<\/p>\n<p data-start=\"1841\" data-end=\"2221\">In den 1970er-Jahren flaute die Rivalit\u00e4t zeitweise ab, auch weil sportliche Entwicklungen auseinanderliefen. Zwar gab es weiterhin emotionale Spiele, doch die ganz gro\u00dfen Kulissen wurden seltener. Ein geplanter Zusammenschluss beider Vereine scheiterte 1973, und sp\u00e4testens in den 1980er- und 1990er-Jahren verlor das Derby deutlich an Bedeutung, als Ph\u00f6nix sportlich zur\u00fcckfiel.<\/p>\n<p data-start=\"2223\" data-end=\"2740\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Erst in den vergangenen Jahren ist die Rivalit\u00e4t wieder neu entfacht. Seit der R\u00fcckkehr von Ph\u00f6nix in h\u00f6here Spielklassen kommt es wieder regelm\u00e4\u00dfig zu Pflichtspielduellen. Auch wenn die ganz gro\u00dfen Zuschauerzahlen vergangener Zeiten bislang ausbleiben, lebt die besondere Atmosph\u00e4re des Stadtderbys wieder auf. Mit dem 150. Aufeinandertreffen steht nun ein weiteres Kapitel dieser traditionsreichen Geschichte bevor \u2013 und kn\u00fcpft damit an eine Vergangenheit an, die den L\u00fcbecker Fu\u00dfball \u00fcber Generationen hinweg gepr\u00e4gt hat.<\/p>\n<p>Wer die gesamte Derbygeschichte noch einmal nachlesen m\u00f6chte, bekommt hier einen umfangreichen \u00dcberblick: <a href=\"https:\/\/vfb-luebeck.de\/vfb-gegen-phoenix-eine-zeitreise-durch-die-derbygeschichte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VfB gegen Ph\u00f6nix \u2013 Eine Zeitreise durch die Derbygeschichte \u2013 VfB L\u00fcbeck<\/a><\/p>\n<p data-start=\"1463\" data-end=\"1745\">Fest steht: Die Zuschauer auf der Lohm\u00fchle d\u00fcrfen sich auf ein echtes Fu\u00dfballfest freuen. Das 150. L\u00fcbecker Stadtderby verspricht Emotionen pur \u2013 und f\u00fcr beide Teams geht es nicht nur um drei Punkte, sondern auch um die Vorherrschaft in der Hansestadt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Sonntag, 19. 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