{"id":462576,"date":"2026-09-09T19:21:13","date_gmt":"2026-09-09T17:21:13","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=462576"},"modified":"2026-09-09T19:21:13","modified_gmt":"2026-09-09T17:21:13","slug":"sanierung-des-schienennetzes-im-norden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/sanierung-des-schienennetzes-im-norden\/","title":{"rendered":"Sanierung des Schienennetzes im Norden"},"content":{"rendered":"<p>Bilanz und Ausblick: Ein Blick auf die Projekte der Deutschen Bahn<\/p>\n<p>Wie sind die bisherigen Sanierungen im norddeutschen Schienennetz f\u00fcr Fahrg\u00e4ste, Kommunen und Unternehmen gelaufen und welche Lehren ziehen Politik, Bahn und Wirtschaft daraus f\u00fcr die kommenden Sanierungen Richtung L\u00fcbeck und Hannover? Wie lassen sich solche Gro\u00dfvorhaben erfolgreich planen, organisieren und begleiten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Konferenz \u201eWeichenstellung f\u00fcr die Zukunft\u201c, zu der die Metropolregion Hamburg eingeladen hatte.<!--more--><\/p>\n<p>Verantwortliche und Fachleute aus L\u00e4ndern, Kreisen und Kommunen der Metropolregion sowie von der Deutschen Bahn und aus der Wirtschaft diskutierten, welche Erfahrungen bei der Sanierung der Bahnstrecken Hamburg\u2013Berlin und der Qualit\u00e4tsoffensive Hamburg\u2013Hannover gesammelt wurden und welche Anforderungen und Erwartungen an die kommenden Streckensanierungen im Norden bestehen. Im Mittelpunkt standen dabei die Auswirkungen der baulichen Ma\u00dfnahmen auf Kreise und Kommunen, Fahrg\u00e4ste und Unternehmen in der Metropolregion Hamburg sowie die Frage, wie k\u00fcnftige Sanierungen im Schienennetz erfolgreich geplant, organisiert und begleitet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dazu sagte <strong>Dr. Anjes Tjarks<\/strong>, Senator der Beh\u00f6rde f\u00fcr Verkehr und Mobilit\u00e4tswende der Freien und Hansestadt Hamburg in seiner Keynote: \u201eDie Sanierung und Modernisierung unseres Schienennetzes ist unverzichtbar f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige und nachhaltige Mobilit\u00e4t in der Metropolregion Hamburg, in Deutschland und in Europa. Die Einschr\u00e4nkungen w\u00e4hrend der Bauarbeiten sind f\u00fcr Fahrg\u00e4ste, Kommunen und Unternehmen eine Belastung \u2013 aber sie sind notwendig, um jahrzehntelange Vers\u00e4umnisse aufzuholen und den Sanierungsstau endlich abzubauen. Entscheidend ist, dass die Deutsche Bahn die kommenden Projekte verl\u00e4sslich, transparent und entschlossen umsetzt und alle Beteiligten fr\u00fchzeitig informiert und einbindet. So k\u00f6nnen wir gemeinsam die Weichen f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Infrastruktur stellen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Bilanz der bisherigen Ma\u00dfnahmen<\/strong><\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn hat die 278 Kilometer lange Strecke Hamburg-Berlin zwischen August 2025 und Juni 2026 generalsaniert. Erneuert wurden mehr als 180 Kilometer Gleise, \u00fcber 200 Weichen, 270 Signale sowie die Oberleitung. 28 Bahnh\u00f6fe wurden modernisiert. Die urspr\u00fcnglich f\u00fcr Ende April 2026 vorgesehene Fertigstellung verz\u00f6gerte sich durch den langen Winter mit gefrorenen B\u00f6den um sechs Wochen. Kommunen entlang der Strecke, wie Ludwigslust, Hagenow, Boizenburg und Wittenberge, waren w\u00e4hrend der Bauzeit vom Zugverkehr abgeschnitten. Aus den betroffenen Regionen sowie von Verkehrsverb\u00fcnden gab es Kritik an der kurzfristigen Kommunikation der Verz\u00f6gerung sowie an den Fahrgastinformationen im Schienenersatzverkehr.<\/p>\n<p>Zwischen Mai und Juli 2026 b\u00fcndelte die Deutsche Bahn auf der Strecke Hamburg-Hannover Erhaltungsarbeiten an rund 81 Kilometern Gleis, 44 Weichen und der Oberleitung als Zwischenschritt vor der f\u00fcr 2029 geplanten vollst\u00e4ndigen Korridorsanierung. Die vorangegangene Verz\u00f6gerung auf der Strecke Hamburg\u2013Berlin machte eine kurzfristige Anpassung des Ersatzverkehrskonzepts in Niedersachsen erforderlich. F\u00fcr die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen ist der damit verbundenen Planungsaufwand f\u00fcr die beteiligten Verkehrsunternehmen erheblich; sie fordert verl\u00e4sslichere Bauzeitfenster f\u00fcr die kommenden Jahre.<\/p>\n<p>Dazu sagte <strong>Ute Plambeck<\/strong>, Konzernbevollm\u00e4chtigte f\u00fcr Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Deutsche Bahn AG \u201eEin weiter so wie in der Vergangenheit, das haben wir klar erkannt, kann es nicht mehr geben. Das Konzept der Korridorsanierungen ist das Instrument, um das deutsche Schienennetz kurz- und mittelfristig zu entlasten und die Qualit\u00e4t im Betrieb wieder zu steigern. Dieser Kraftakt fordert uns alle. Nicht nur die DB und unsere Baufirmen, sondern ganz konkret die Regionen, in denen wir bauen. Wir sprechen hier \u00fcber die vielen Pendler:innen und auch unsere Wirtschaftspartner, die ihre Waren auf der Schiene transportieren. Nur gemeinsam schaffen wir, dass das Konzept der Korridorsanierung gelingt. Die Qualit\u00e4tsoffensive hat dies klar gezeigt. Alle Beteiligten tragen zum Erfolg bei und sorgen daf\u00fcr, dass wir in k\u00fcrzester Zeit immense Bauvolumen realisieren k\u00f6nnen wie nie zuvor.\u201c<\/p>\n<p><strong>Auswirkungen auf Kreise, Kommunen, Fahrg\u00e4ste und Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Pendlerinnen und Pendler bedeuteten beide Bauma\u00dfnahmen l\u00e4ngere Reisezeiten und den Umstieg auf Ersatzverkehr mit Bussen. Kommunen entlang der Strecken mussten Einschr\u00e4nkungen bei der Erreichbarkeit f\u00fcr Bewohnerinnen und Bewohner sowie f\u00fcr den Tourismus verkraften. F\u00fcr die Wirtschaft in der Metropolregion Hamburg ist eine verl\u00e4ssliche Schienenanbindung von Bedeutung: \u00dcber die Strecke Hamburg\u2013Hannover wird jeder vierte G\u00fcterwagen in Deutschland abgefertigt, der Korridor verbindet den Hamburger Hafen mit S\u00fcddeutschland und S\u00fcdeuropa. Verz\u00f6gerungen und Kapazit\u00e4tseinschr\u00e4nkungen wirken sich damit unmittelbar auf Logistik- und Industrieunternehmen in der Region aus.<\/p>\n<p><strong>Anforderungen an kommende Sanierungen<\/strong><\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Generalsanierung im Norden betrifft die Strecke L\u00fcbeck\u2013Hamburg und ist f\u00fcr das Jahr 2028 vorgesehen, gefolgt von der vollst\u00e4ndigen Korridorsanierung Hamburg\u2013Hannover im Jahr 2029. Aus den Erfahrungen der zur\u00fcckliegenden Bauma\u00dfnahmen leiten die Teilnehmenden der Konferenz mehrere Anforderungen an die k\u00fcnftige Planung ab: verl\u00e4ssliche und ausreichend gepufferte Bauzeitfenster, eine fr\u00fchzeitige und kontinuierliche Kommunikation mit den betroffenen Kommunen auch bei absehbaren Verz\u00f6gerungen, eine verl\u00e4ssliche Fahrgastinformation im Ersatzverkehr sowie eine enge Abstimmung zwischen der Deutschen Bahn, den L\u00e4ndern, den Aufgabentr\u00e4gern des Nahverkehrs und den Kommunen entlang der Strecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bilanz und Ausblick: Ein Blick auf die Projekte der Deutschen Bahn Wie sind die bisherigen Sanierungen im norddeutschen Schienennetz f\u00fcr<\/p>\n","protected":false},"author":4994,"featured_media":462577,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[6],"tags":[28888],"class_list":["post-462576","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bauen-wohnen","tag-sanierung-des-schienennetzes-im-norden"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/462576","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4994"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=462576"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/462576\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":462578,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/462576\/revisions\/462578"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/462577"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=462576"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=462576"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=462576"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}