{"id":463382,"date":"2026-10-05T17:24:54","date_gmt":"2026-10-05T15:24:54","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/?p=463382"},"modified":"2026-10-05T17:32:09","modified_gmt":"2026-10-05T15:32:09","slug":"gesundheitsministerin-von-der-decken-auf-der-regionalkonferenz-mitte-gemeinsam-mit-den-kliniken-setzen-wir-die-krankenhausreform-um-die-sicherung-der-patien-tenversorgung-steht-dabei-im-mit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/gesundheitsministerin-von-der-decken-auf-der-regionalkonferenz-mitte-gemeinsam-mit-den-kliniken-setzen-wir-die-krankenhausreform-um-die-sicherung-der-patien-tenversorgung-steht-dabei-im-mit\/","title":{"rendered":"Gemeinsam mit den Kliniken setzen wir die Krankenhausreform um \u2013 die Sicherung der Patientenversorgung steht dabei im Mittelpunkt"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Gesundheitsministerin von der Decken auf der Regionalkonferenz Mitte: Das Gesundheitsministerium informiert fortlaufend zur Umsetzung der bundes\u00adweiten Krankenhausreform in Schleswig-Holstein, unter anderem im Sozialausschuss und in zahl\u00adreichen Medieninformationen (<a href=\"https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/landesregierung\/themen\/gesundheit-verbraucherschutz\/gesundheitsversorgung\/krankenhaeuser\">schleswig-holstein.de \u2013 Krankenh\u00e4user<\/a>). Heute (05.10.) hat in Kiel f\u00fcr die Versorgungsregion Mitte die f\u00fcnfte von sechs Regionalkonfe\u00adrenzen in Schleswig-Holstein stattgefunden.<br \/>\n<!--more-->Anwesend waren rund 60\u00a0Vertreterinnen und Vertre\u00adter der Kommunen, der Politik und der Kliniken der Versorgungsre\u00adgion, zu der der nordwestliche Teil des Kreises Pl\u00f6n, der westlichen Teil des Kreises Segeberg, der s\u00fcdliche Teil des Kreises Rendsburg-Eckernf\u00f6rde sowie die kreisfreien St\u00e4dte Neum\u00fcnster und die Landeshauptstadt Kiel geh\u00f6ren. Die Fachveranstaltung ist Teil der derzeit laufen\u00adden Umsetzung der Krankenhausreform. B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger konnten \u00fcber ein Live\u00adstream-Angebot die Konferenz online verfolgen.<\/p>\n<p><strong>1. Gesundheitsministerin von der Decken er\u00f6ffnete die Konferenz und be\u00adtonte einleitend: <\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie n\u00e4chsten zwei Stunden m\u00f6chten wir nutzen, um \u00fcber das Zielbild der Krankenhausplanung in der Versorgungsregion Mitte zu sprechen. Dieses Zielbild ist \u2013 das sage ich ausdr\u00fccklich \u2013 noch nicht in Stein gemei\u00dfelt. Parallel zu den Regionalkonferenzen findet das Anh\u00f6rungsverfahren der Krankenh\u00e4user statt. Vom 21. September bis zum 31. Oktober k\u00f6nnen die Krankenh\u00e4user Voraussetzungen f\u00fcr Leistungsgruppen nachweisen, die aktuell negativ bewertet werden. Dadurch besteht die M\u00f6glichkeit, dass sie diese Leistungsgruppen dann doch zugewiesen bekommen.<\/p>\n<p>Die verbindliche Zuweisung der Leistungsgruppen erfolgt Ende des Jahres mit Wirkung zum 1. Januar 2027. Wir werden Ihnen daher heute noch nicht darlegen k\u00f6nnen, welches Krankenhaus ganz genau welche Leistungsgruppe erh\u00e4lt. Wir stellen Ihnen ein Zielbild vor, das die zuk\u00fcnftige Rolle und die Versorgungsschwerpunkte der Krankenh\u00e4user in den Fokus r\u00fcckt. Es geht um das gro\u00dfe, das ganze Bild: die voraussichtliche Struktur der Krankenhauslandschaft in der Versorgungsregion Mitte.<\/p>\n<p>Es ist mir wichtig, dass wir alles so fr\u00fch und so transparent wie m\u00f6glich kommunizieren. Wir haben daher die Krankenh\u00e4user bereits fr\u00fchzeitig \u2013 in den Regionalgespr\u00e4chen im Fr\u00fchjahr \u2013 dar\u00fcber informiert, welche Tendenzen sich abzeichnen. Jetzt im Herbst, wo der Medizinische Dienst die Antr\u00e4ge der Krankenh\u00e4user begutachtet hat und wir das Anh\u00f6rungsverfahren als letzten Schritt starten, informieren wir Sie \u00fcber die sich abzeichnenden konkreten Versorgungsstrukturen.<\/p>\n<p>Lassen sich mich den Blick auf die Krankenhausreform zun\u00e4chst allerdings etwas weiten: Die Krankenhausreform ist ein Vorhaben des Bundes aus der Zeit der letzten Bundesregierung, das wir als L\u00e4nder umzusetzen haben. Geregelt ist sie Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG), das durch das Gesetz zur Anpassung der Krankenhausreform (KHAG) erg\u00e4nzt wird. In Kraft getreten ist das KHAG zum 15. April 2026. Der Prozess bis zur Verabschiedung der beiden Gesetze hat rund 3 \u00bd Jahre gedauert.<\/p>\n<p>In dieser Zeit durften wir als Gesundheitsministerium auf den konstruktiven Austausch mit allen f\u00fcr die Krankenhausversorgung relevanten Akteuren in Schleswig-Holstein vertrauen. Daf\u00fcr m\u00f6chte ich mich nochmal von Herzen bedanken. Wir haben uns bei der Erarbeitung der Reform intensiv gegen\u00fcber dem Bund f\u00fcr Verbesserungen im Sinne einer praxistauglichen Reform eingesetzt. Uns war es wichtig, dass wir als L\u00e4nder Freiheiten behalten bei der Umsetzung der Reform. Bedauerlicherweise sind unsere Anliegen nur zum Teil aufgegriffen worden.<\/p>\n<p>Wir sind daher nicht ganz gl\u00fccklich mit den teils sehr engen Vorgaben des Bundes \u2013 aber wir m\u00fcssen und werden sie nun umsetzen. Dabei nutzen wir, wo dies angemessen und bedarfsnotwendig ist, die uns verbliebenen gesetzlich vorgesehen Entscheidungsspielr\u00e4ume im Wissen um unsere Verantwortung f\u00fcr Patientinnen und Patientinnen sowie f\u00fcr die Mitarbeitenden in den Kliniken.<\/p>\n<p>Die Krankenhausreform f\u00fchrt zu einem grundlegenden strukturellen Wandel: Komplexe, elektive und damit planbare Eingriffe sollen in spezialisierten Zentren geb\u00fcndelt werden. Die Grund- und Notfallversorgung in der Fl\u00e4che soll unter Einbeziehung kleinerer Krankenh\u00e4user und sektoren\u00fcbergreifender Versorgungszentren sichergestellt werden. Und ganz wesentlich: Die Leistungserbringung in den Krankenh\u00e4usern ist fortan an strenge Qualit\u00e4tskriterien gekn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Unsere Krankenhausplanung ver\u00e4ndert sich dadurch grundlegend. Zuvor haben wir alle sieben Jahre einen neuen Krankenhausplan erstellt. Unsere Anpassungen haben wir individuell und punktuell vorgenommen. Dieses System hat die Reform \u00fcberholt: Fortan arbeiten wir mit einer bundeseinheitlich vorgegebenen feingliedrigen Struktur mit 61 Leistungsgruppen, die die Krankenh\u00e4user beim Gesundheitsministerium des Landes beantragen k\u00f6nnen. Die Antr\u00e4ge werden vom Medizinischen Dienst Nord gepr\u00fcft. Dieser sendet dann die entsprechenden Gutachten an das Ministerium. Es folgt ein Anh\u00f6rungsverfahren f\u00fcr die Krankenh\u00e4user \u2013 das derzeit l\u00e4uft \u2013 und am Ende die Entscheidung \u00fcber die Zuweisung der beantragten Leistungsgruppen durch das Ministerium. Entscheidend f\u00fcr die Vergabe der Leistungsgruppen sind Zahlen, Daten und Fakten.<\/p>\n<p>Ich \u00fcbergebe daher gleich das Wort an Herrn Letzgus von der Lohfert und Lohfert AG. Er wird Ihnen verdeutlichen, was ich mit Zahlen, Daten und Fakten meine. Es geht um Planungsebenen, Versorgungsregionen, Leistungsgruppen, Bedarfsanalysen, Fallzahlen, Patientenstr\u00f6me und vieles mehr. Wir m\u00f6chten darlegen, wie wir systematisch vorgegangen sind.<\/p>\n<p><strong>2. Philipp Letzgus, Lohfert &amp; Lohfert AG, der das Mi\u00adnisterium im Planungsprozess fachlich begleitet, stellte die Systematik der Versorgungsregionen vor<\/strong>.<br \/>\nDie Pr\u00e4sentation wird im Anschluss an die Konferenz ebenfalls online gestellt unter <a href=\"https:\/\/schleswig-holstein.de\/krankenhaus\">https:\/\/schleswig-holstein.de\/krankenhaus<\/a>. Versorgungsregionen dienen als Planungsinstrument der Krankenhausplanung. Patientinnen und Patienten steht es unabh\u00e4ngig davon frei, das Krankenhaus aufzusuchen, das sie oder er bevorzugt. Eine grunds\u00e4tzliche Erl\u00e4uterung der Systematik finden Sie auch in der Pressemitteilung unter <a href=\"https:\/\/t1p.de\/rnqrs\">https:\/\/t1p.de\/rnqrs<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. 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