{"id":463969,"date":"2026-10-20T12:12:33","date_gmt":"2026-10-20T10:12:33","guid":{"rendered":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/pilotprojekt-der-betriebskrankenkassen-datenbasierte-frueherkennung-soll-chronische-nierenkrankheiten-schneller-erkennen-und-ihre-entwicklung-positiv-beeinflussen\/"},"modified":"2026-10-20T12:12:33","modified_gmt":"2026-10-20T10:12:33","slug":"pilotprojekt-der-betriebskrankenkassen-datenbasierte-frueherkennung-soll-chronische-nierenkrankheiten-schneller-erkennen-und-ihre-entwicklung-positiv-beeinflussen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/pilotprojekt-der-betriebskrankenkassen-datenbasierte-frueherkennung-soll-chronische-nierenkrankheiten-schneller-erkennen-und-ihre-entwicklung-positiv-beeinflussen\/","title":{"rendered":"Pilotprojekt der Betriebskrankenkassen: Datenbasierte Fr\u00fcherkennung soll chronische Nierenkrankheiten schneller erkennen und ihre Entwicklung positiv beeinflussen"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211; <\/p>\n<p>Die Betriebskrankenkassen starten gemeinsam mit dem BKK Dachverband, dem Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein, der Charit\u00e9 Berlin und dem Nephrologen Prof. Thorsten Feldkamp ein Pilotprojekt f\u00fcr die datenbasierte Fr\u00fcherkennung chronischer Nierenkrankheiten. <\/p>\n<p>Das ist wichtig, denn eine chronische Nierenkrankheit (CKD) bleibt lange unbemerkt. So verstreicht wertvolle Zeit, in der der Verlauf der Erkrankung noch positiv beeinflusst und der Weg zur Dialysebehandlung verhindert werden kann.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Um dieses Ziel zu erreichen, habe die Betriebskrankenkassen gemeinsam das Projekt &#8222;Mein Nierenkompass&#8220; entwickelt. Es wurde Anfang September unter den Versicherten der drei Pilotkassen BAHN-BKK, novitas BKK und der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse gestartet. <\/p>\n<p>Gezielt ansprechen, intensiv begleiten &#8211; so funktioniert &#8218;Mein Nierenkompass&#8216; <\/p>\n<p>Ein eigens mit der GWQ ServicePlus AG entwickeltes Prognosemodell identifiziert Versicherte, die ein hohes Risiko f\u00fcr eine chronische Nierenkrankheit aufweisen. Das Besondere daran: Die auf Machine-Learning (ML) gest\u00fctzte Auswahl macht die Ansprache besonders treffsicher. W\u00e4hrend ohne Modell rund 65 Versicherte angeschrieben werden m\u00fcssten, um einen positiven Test zu erzielen, liegt die Trefferquote beim ML-gest\u00fctzten Verfahren bei etwa jedem f\u00fcnften. <\/p>\n<p>Alle Versicherten mit auff\u00e4lligem Befund erhalten dann die weitere Diagnostik in der Hausarztpraxis. Best\u00e4tigt sich der Verdacht auf CKD, werden diese Versicherten bis zu ein Jahr lang besonders intensiv von ihrer Krankenkasse begleitet. Dabei profitieren sie von einer individuell zugeschnittenen Beratung, zum Beispiel zu gesunder Ern\u00e4hrung und Bewegung sowie von hilfreichen Hinweisen zu passenden Versorgungsangeboten. So st\u00e4rkt das Programm die Gesundheitskompetenz der Versicherten. Und es f\u00f6rdert deren aktive Beteiligung an der Therapie, indem sie bei der Umsetzung des \u00e4rztlichen Behandlungsplans gezielt unterst\u00fctzt werden. Versicherte mit einem zum Testzeitpunkt unauff\u00e4lligen Befund erhalten Informationen zu weiteren pr\u00e4ventiven Ma\u00dfnahmen und nach einem Jahr ein Angebot zur weiteren Testung. <\/p>\n<p>Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein, der Charit\u00e9 Berlin sowie von Prof. Thorsten Feldkamp. Zu dieser Begleitung geh\u00f6rt auch, die Wirksamkeit der einzelnen Schritte fortlaufend zu evaluieren und daraus Verbesserungen abzuleiten. <\/p>\n<p>Dr. Gertrud Demmler, Vorst\u00e4ndin der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse: &#8222;Mein Nierenkompass zeigt, welche Chancen intelligente Datennutzung bietet &#8211; sie erm\u00f6glicht wirklich personalisierte Pr\u00e4vention und Fr\u00fcherkennung. Indem wir Risiken fr\u00fchzeitig erkennen, k\u00f6nnen wir Versicherte rechtzeitig in die passende Versorgung bringen. Im besten Falle gelingt es uns, so fr\u00fch einzugreifen, dass eine chronische Nierenkrankheit erst gar nicht entsteht. Die daf\u00fcr notwendigen Daten liefern unsere Routinedaten, die bei uns als Krankenkasse zusammenlaufen.&#8220; <\/p>\n<p>&#8222;Mit dem Nierenkompass haben wir ein innovatives Versorgungsangebot entwickelt, um einer chronischen Nierenkrankheit pr\u00e4ventiv zu begegnen. F\u00fcr die Versicherten und Leistungserbringer bietet sich ein echter Mehrwert, denn dadurch wird f\u00fcr sie die Versorgung einfacher und zielgerichteter. Wir zeigen damit, welche gro\u00dfe Innovationskraft vom BKK-System ausgeht&#8220;, so Christine Enenkel, Vorstandsvorsitzende der BAHN-BKK. <\/p>\n<p>&#8222;Wir wollen Krankheiten nicht l\u00e4nger nur verwalten, sondern Versorgung aktiv gestalten. Dieses innovative Konzept setzt genau dort an &#8211; fr\u00fchzeitig und individuell&#8220;, so Frank Br\u00fcggemann, Vorstandsvorsitzender der novitas bkk. <\/p>\n<p>Dr. med. Eric Amelunxen, Arzt und Wissenschaftler in der Klinik f\u00fcr Innere Medizin IV mit den Schwerpunkten Nieren- und Hochdruckkrankheiten, UKSH: &#8222;Gute Nachrichten vorweg: Wir haben heute sehr wirksame Ma\u00dfnahmen und Medikamente, um das Fortschreiten einer chronischen Nierenkrankheit zum Nierenversagen deutlich zu bremsen. Entscheidend ist dabei, Betroffene fr\u00fchzeitig zu erkennen und strukturiert zu begleiten &#8211; hier k\u00f6nnen wir noch deutlich besser werden. Mein Nierenkompass setzt genau dort an und bietet einen neuartigen und intelligenten Ansatz.&#8220; <\/p>\n<p>Gemeinsam stark &#8211; Betriebskrankenkassen als Innovationstreiber <\/p>\n<p>&#8222;Mein Nierenkompass&#8220; ist im Rahmen der BKK Netzwerkstruktur entstanden. In dem Netzwerk arbeiten die Betriebskrankenkassen, BKK Landesverb\u00e4nde und der BKK Dachverband gemeinsam an der Verbesserung der Gesundheitsversorgung ihrer rund zehn Millionen Versicherten. Die Netzwerkstruktur b\u00fcndelt Kompetenzen und Erfahrungen aus dem BKK System und erm\u00f6glicht die kassen\u00fcbergreifende Zusammenarbeit an innovativen Themen und Projekten. <\/p>\n<p>Der BKK Dachverband e.V. <\/p>\n<p>Der BKK Dachverband ist die politische Interessenvertretung von 63 Betriebskrankenkassen und vier Landesverb\u00e4nden mit rund 9,6 Millionen Versicherten. <\/p>\n<p>www.bkk-dachverband.de (https:\/\/urldefense.com\/v3\/__https:\/presse.sbk.org\/gu\/0\/72ALV6MB-72ALV6MA-71TAANCC-7T7AAO.html__;!!IHJ3XrWN4X8!JR3_EPzz8B6NUmbqxk0NO-je-k6Cybe_guFYo5zmqTBhkyLGdg7pCFNQutlE_BRwth9gtuyKQ_pUkw$)<\/p>\n<p>Weitere Partner des Projekts: <\/p>\n<p>Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH): Das Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) ist das einzige Krankenhaus der Maximalversorgung in Schleswig-Holstein und eines der gr\u00f6\u00dften Universit\u00e4tsklinika Europas. An den Standorten Kiel und L\u00fcbeck verbindet es Patientenversorgung, Forschung und Lehre auf h\u00f6chstem Niveau. <\/p>\n<p>www.uksh.de (https:\/\/urldefense.com\/v3\/__https:\/presse.sbk.org\/gu\/0\/72ALV6MB-72ALV6MA-71TAANCD-15GQVMQ.html__;!!IHJ3XrWN4X8!JR3_EPzz8B6NUmbqxk0NO-je-k6Cybe_guFYo5zmqTBhkyLGdg7pCFNQutlE_BRwth9gtuxkrpgldw$)<\/p>\n<p>Haus\u00e4rztinnen- und Haus\u00e4rzteverband e. V.: Bereits mehr als 32.000 Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte haben sich daf\u00fcr entschieden, Mitglied in ihrem Haus\u00e4rzteverband zu werden. Damit ist der Bundesverband mit seinen 18 Landesverb\u00e4nden die gr\u00f6\u00dfte berufspolitische Vertretung f\u00fcr Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte in Deutschland. Er vertritt die berufspolitischen Interessen seiner Mitglieder gegen\u00fcber Politik und Krankenkassen, in \u00c4rztekammern und Kassen\u00e4rztlichen Vereinigungen. Der Verband engagiert sich f\u00fcr eine starke haus\u00e4rztliche Versorgung und innovative Versorgungsmodelle wie die HZV (Hausarztzentrierte Versorgung). <\/p>\n<p>Institut f\u00fcr Public Health (IPH), Universit\u00e4tsmedizin Charit\u00e9: Das IPH besch\u00e4ftigt sich grunds\u00e4tzlich mit Faktoren, die die gesundheitliche Lage einer Bev\u00f6lkerung beeinflussen. Vorrangig sind dies epidemiologische Fragestellungen zu Herzkreislauf- und Nierenkrankheiten, zu Alterungsprozessen und neurologischen Erkrankungen. Weitere Forschungsschwerpunkte liegen in der Versorgungsforschung und unterschiedlichen Versorgungsformen. <\/p>\n<p>https:\/\/iph.charite.de\/ueber_das_institut\/ (https:\/\/urldefense.com\/v3\/__https:\/presse.sbk.org\/gu\/0\/72ALV6MB-72ALV6MA-71TAANCE-RLI1TO.html__;!!IHJ3XrWN4X8!JR3_EPzz8B6NUmbqxk0NO-je-k6Cybe_guFYo5zmqTBhkyLGdg7pCFNQutlE_BRwth9gtuy5O4SryA$)<\/p>\n<p>Prof. Thorsten Feldkamp: ist Nephrologe am Nephrologischen Zentrum Rendsburg-Eckernf\u00f6rde. Er ist ein anerkannter Experte f\u00fcr die Behandlung von Patienten mit chronischer Nierenkrankheit, der zahlreiche Artikel und Buchbeitr\u00e4ge zu diesem Thema verfasst und ver\u00f6ffentlicht hat. Er unterst\u00fctzt mit seiner fachlichen Expertise die Beratung der Menschen mit chronischer Nierenkrankheit und begleitet das Projekt wissenschaftlich. <\/p>\n<p>Nicole Scherhag: Als Kommunikationstrainerin und Fachberaterin unterst\u00fctzt Nicole Scherhag die Mitarbeitenden der beteiligten BKKen dabei, Menschen mit chronischer Nierenerkrankung wertsch\u00e4tzend und ressourcenorientiert zu beraten. Ihre Schulungen verbinden Methoden der Motivierenden Gespr\u00e4chsf\u00fchrung mit der St\u00e4rkung von Selbstwirksamkeit sowie der Begleitung individueller Bew\u00e4ltigungs- und Ver\u00e4nderungsprozesse. <\/p>\n<p>GWQ ServicePlus AG: Die 2007 gegr\u00fcndete GWQ ServicePlus AG mit Sitz in D\u00fcsseldorf ist Innovations- und Dienstleistungspartner der gesetzlichen Krankenversicherung. Heute vertrauen 74 Krankenkassen auf ihr Leistungsportfolio, das sich in drei spezialisierte Bereiche gliedert: GWQ.knows schafft durch datenbasierte Analysen und Versorgungsberatung fundierte Entscheidungsgrundlagen, GWQ.creates entwickelt innovative digitale L\u00f6sungen und GWQ.buys st\u00e4rkt mit progressivem Vertragsmanagement und gemeinsamer Beschaffung die wirtschaftliche Handlungsf\u00e4higkeit der Krankenkassen. Mit einem fundierten Verst\u00e4ndnis der GKV und der geb\u00fcndelten St\u00e4rke seiner Partner gestaltet das Unternehmen die Gesundheitsversorgung vorausschauend, verl\u00e4sslich und konsequent an den Bed\u00fcrfnissen der Versicherten aus. <\/p>\n<p>Mehr Informationen unter: www.gwq-serviceplus.de. (https:\/\/urldefense.com\/v3\/__https:\/presse.sbk.org\/gu\/0\/72ALV6MB-72ALV6MA-71TAANCF-G76N4G.html__;!!IHJ3XrWN4X8!JR3_EPzz8B6NUmbqxk0NO-je-k6Cybe_guFYo5zmqTBhkyLGdg7pCFNQutlE_BRwth9gtuxj41vufw$)<\/p>\n<p>Versicherte, die das Modell als besonders risikobehaftet einstuft, erhalten einen Brief mit der Einladung, ihre Nierengesundheit mit einem leitliniengerechten UACR-Heimtest zu \u00fcberpr\u00fcfen. Das hochwertige Testkit bestellen sie bequem \u00fcber einen im Brief integrierten QR-Code. <\/p>\n<p>Bei Fragen:<\/p>\n<p>SBK Siemens-Betriebskrankenkasse<br \/>\nElke Ruppert<br \/>\nStab Unternehmenskommunikation<\/p>\n<p>Tel.: +49 89 62700-161<br \/>\nMobil: +49 151 59068354<br \/>\nE-Mail: elke.ruppert@sbk.org<\/p>\n<p>Original-Content von: SBK &#8211; Siemens-Betriebskrankenkasse, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde automatisch von Presseportal.de zur Verf\u00fcgung gestellt: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/40635\/6374668<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (ots) &#8211; Die Betriebskrankenkassen starten gemeinsam mit dem BKK Dachverband, dem Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein, der Charit\u00e9 Berlin und dem Nephrologen<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":463970,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[26475],"tags":[],"class_list":["post-463969","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur-wissenschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/463969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=463969"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/463969\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/463970"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=463969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=463969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=463969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}