{"id":46450,"date":"2011-09-29T12:15:00","date_gmt":"2011-09-29T12:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2011\/09\/bka-interpol-das-zollkriminalamt-und-das-bundeskriminalamt-teilen-mitinternationale-operation-im-kampf-gegen-den-handel-mit-illegalen-arzneimitteln-im-internet-19\/"},"modified":"2011-09-29T12:15:00","modified_gmt":"2011-09-29T12:15:00","slug":"bka-interpol-das-zollkriminalamt-und-das-bundeskriminalamt-teilen-mitinternationale-operation-im-kampf-gegen-den-handel-mit-illegalen-arzneimitteln-im-internet-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-interpol-das-zollkriminalamt-und-das-bundeskriminalamt-teilen-mitinternationale-operation-im-kampf-gegen-den-handel-mit-illegalen-arzneimitteln-im-internet-19\/","title":{"rendered":"BKA: Interpol, das Zollkriminalamt und das Bundeskriminalamt teilen mit:\nInternationale Operation im Kampf gegen den Handel mit \nillegalen Arzneimitteln im Internet"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Weltweiter Einsatz der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden  unter Koordination von Interpol (Pangea IV)     Der Einkauf von Arzneimitteln im Internet birgt Risiken! Dieser  Problematik haben sich \u00fcber 80 L\u00e4nder weltweit angenommen und sind im Rahmen einer internationalen Aktionswoche gegen den Handel mit  illegalen und gesundheitlich bedenklichen Arzneimitteln im Internet  vorgegangen.<!--more--> Die Ziele der Aktion waren, das Angebot illegaler  Produkte zu unterbinden und das Bewusstsein der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die  mit dem Arzneimittelkauf im Internet verbundenen m\u00f6glichen Gefahren  f\u00fcr die Gesundheit zu sch\u00e4rfen. Die Operation Pangea ist die  bedeutendste Aktion zur Unterst\u00fctzung der Internationalen Task-force  zur Bek\u00e4mpfung von illegalen Arzneimitteln (International Medical  Products Anti-Counterfeiting Taskforce &#8211; IMPACT). Sie konzentriert  sich auf Webseiten, \u00fcber die illegale und bedenkliche Arzneimittel  vertrieben werden. Der Fokus liegt auf den drei Hauptkomponenten des  illegalen Internethandels: dem Internetdienstanbieter (ISP), den  Zahlungssystemen und den Zustelldiensten.     Die Operation Pangea IV erfolgte vom 20.-27.09.2011 unter  Koordination von Interpol, der Weltzollorganisation (WZO) und  nationalen Arzneimittel\u00fcberwachungsbeh\u00f6rden sowie der  pharmazeutischen Industrie und den Internet-Zahlungsabwicklern.  Polizei, Zoll und Arzneimittel\u00fcberwachungsbeh\u00f6rden wurden bei ihren  Ermittlungen von den Dienstleistungsunternehmen intensiv unterst\u00fctzt.     Das Gesamtergebnis der weltweiten Operation stellt Interpol in  seiner heute ver\u00f6ffentlichten Mitteilung vor (www.interpol.int).     In Deutschland bieten unz\u00e4hlige Seiten im Internet den Kunden die  M\u00f6glichkeit, Arzneimittel mit oder ohne Rezept oder nach Konsultation des auf der Seite beworbenen &#8222;Online-Doktors&#8220; zu erwerben. Die  professionelle Aufmachung der illegalen Seiten erschwert es den  Kunden, seri\u00f6se von unseri\u00f6sen Angeboten zu unterscheiden. Neben dem  enormen gesundheitlichen Risiko besteht zus\u00e4tzlich die Gefahr, dass  pers\u00f6nliche Daten, z. B. Kreditkartendaten, in T\u00e4terh\u00e4nde gelangen  und missbr\u00e4uchlich verwendet werden.     Die Polizei in Deutschland hat im Jahr 2011 bis Mitte September  268 Ermittlungsverfahren wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Arzneimittelgesetz gef\u00fchrt, bei denen das Internet zur Tatausf\u00fchrung genutzt wurde. Die  Betreiber der Webseiten stehen im Verdacht, in Deutschland nicht  zugelassene sowie gesundheitlich bedenkliche Arzneimittel vertrieben  zu haben. Die Angebote umfassen die gesamte Bandbreite des  Arzneimittelspektrums. Darunter sind insbesondere leistungssteigernde und muskelaufbauende Arzneimittel sowie sogenannte  Lifestyle-Arzneimittel, u. a. Arzneimittel zur Behandlung erektiler  Dysfunktion, Haarwuchsmittel, Mittel zur Gewichtsreduktion und  Appetitz\u00fcgler. Die Ermittlungen zeigen, dass die illegalen  Arzneimittel \u00fcberwiegend aus dem Ausland, gr\u00f6\u00dftenteils aus Indien,  China, Osteuropa und Afrika, stammen. Erschwert werden sie durch  konspirativ organisierte Handelsstrukturen und eine internationale  Vorgehensweise der T\u00e4ter.     BKA-Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke: &#8222;Das Internet als Handelsplattform  nimmt stetig an Bedeutung zu. Durch den illegalen Arzneimittelhandel  auf dieser Plattform wird die Gesundheit der Menschen in  r\u00fccksichtsloser Weise gef\u00e4hrdet. Illegale H\u00e4ndler nutzen die  Unbefangenheit der Patienten aus und bieten nicht zugelassene,  gef\u00e4lschte und gesundheitlich bedenkliche Arzneimittel zum Kauf an.  Dieser grenz\u00fcberschreitenden Form der Kriminalit\u00e4t kann nur durch die kontinuierliche Zusammenarbeit und den st\u00e4ndigen  Informationsaustausch aller beteiligten Beh\u00f6rden national und  international begegnet werden. Patienten k\u00f6nnen sich sch\u00fctzen, indem  sie Arzneimittel &#8211; auch \u00fcber das Internet &#8211; nur bei zugelassenen  Apotheken beziehen.&#8220;     Auch der deutschen Zollverwaltung kommt in diesem Zusammenhang  eine wichtige Filterfunktion f\u00fcr die Gesundheit der Verbraucher zu.  Zwar werden die Medikamente \u00fcber deutsche Internetseiten angeboten,  deren Ursprung liegt jedoch im Ausland. Unter der Federf\u00fchrung des  Zollkriminalamts standen daher bundesweit die Post- und Kurierdienste im Fokus intensiver Kontrollen. Die beteiligten Zollstellen zogen  allein in dieser Woche insgesamt 1.132 Brief- und Paketsendungen mit  rund 53.500 Tabletten, Kapseln und Ampullen aus dem Ausland aus dem  Verkehr. Das Gros der sichergestellten Arzneimittel lag mit rund 80  Prozent bei Potenzmitteln. Daneben wurden aber auch Schlaf-, Schmerz- und Di\u00e4tmittel sowie Herzpr\u00e4parate, Anabolika und Wachstumshormone  aus dem Ausland bezogen.     Die Kunden scheint dabei im Wesentlichen der scheinbar problemlose Bestellvorgang und der h\u00e4ufig g\u00fcnstige Preis zu reizen, so dass  jegliche gesundheitliche Bedenken au\u00dfer Acht gelassen werden. Als  &#8222;gesundheitlich bedenklich&#8220; wurden jedoch die meisten der  beschlagnahmten Medikamente von den Untersuchungsbeh\u00f6rden eingestuft. Doch damit nicht genug: Jeder Import von in Deutschland nicht  zugelassenen Medikamenten durch Privatpersonen stellt eine  Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbu\u00dfe bestraft werden kann.     Von dieser M\u00f6glichkeit machen die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden regen  Gebrauch und ahnden Verst\u00f6\u00dfe mit mindestens 35 Euro Bu\u00dfgeld pro  Bestellung. Eine gro\u00dfe Zahl derartiger Bu\u00dfgeldbescheide wird auch in  diesem Jahr nach der Kontrolloperation Pangea IV erwartet. Allein am  Internationalen Postzentrum des Frankfurter Flughafens wurden in  dieser Zeit 761 Postsendungen mit Medikamenten sichergestellt.     Die wachsende Bedeutung des Handels mit illegalen Arzneimitteln  zeigt sich nicht nur an den Aufgriffen bei den Post- und  Frachtzentren. Auch die Zahl der Ermittlungsverfahren des  Zollfahndungsdiensts im Bereich der mittleren bis schweren  Arzneimittelkriminalit\u00e4t steigt stetig &#8211; allein im Jahr 2010 um \u00fcber  40 Prozent auf 914 F\u00e4lle (2009: 644), die Tendenz ist weiter  steigend. Umfangreiche grenz\u00fcberschreitende Ermittlungen zu Potenz-  oder Dopingmitteln stehen dabei im Vordergrund. So ermittelt die  Zollfahndung Berlin-Brandenburg derzeit in einem Verfahren, das unter anderem die gleichzeitige Durchsuchung von 60 Objekten in Deutschland und Tschechien und sieben Verhaftungen einschlie\u00dft. Die T\u00e4ter  erwirtschafteten mit ihrem illegalen Potenzmittelhandel mehrere  Millionen Euro auf Kosten der Gesundheit ihrer Kunden.     Dazu der Pr\u00e4sident des Zollkriminalamts, Dr. Paul Wamers: &#8222;Dem  Handel mit illegalen, zum Teil \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlichen Arzneimitteln,  die von skrupellosen H\u00e4ndlern via Internet vertrieben werden, muss  endlich Einhalt geboten werden. Es ist daher mehr denn je die enge  internationale Zusammenarbeit aller Ermittlungsbeh\u00f6rden erforderlich, um kriminellen Verk\u00e4ufern und Organisationen das Handwerk zu legen,  damit Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken und nicht zuletzt vor  finanziellen Verlusten gesch\u00fctzt werden.&#8220;     Bundeskriminalamt und Zollkriminalamt sind sich einig mit den f\u00fcr  den Arzneimittelhandel zust\u00e4ndigen Stellen, der  Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (ABDA), dem  Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA), dem Bundesinstitut  f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dem Landesinstitut  f\u00fcr Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen (LIGA), dass diesem Ph\u00e4nomen nur durch ein gemeinsames Vorgehen entgegengewirkt  werden kann.     Verbraucher k\u00f6nnen sich auf den Internetseiten der genannten  Stellen sowie auf der Internetseite des Deutschen Instituts f\u00fcr  Medizinische Dokumentation und Information \u00fcber den sicheren Handel  mit Arzneimittel informieren und anhand der dargestellten  Informationen &#8222;ihre&#8220; Online-Apotheke \u00fcberpr\u00fcfen (z. B. www.dimdi.de,  www.bvda.de\/zugelassene-versandapotheken,  www.arzneimittelsicherkaufen.de).     Erreichbarkeiten:     ZKA-Pressestelle: 0221\/672 4050; E-Mail  (pressestelle@zka.bfinv.de)     BKA-Pressestelle: 0611\/551 3083; E-Mail (pressestelle@bka.bund.de)     <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/polizeipresse\/pm\/7\/2121203\/bka-interpol-das-zollkriminalamt-und-das-bundeskriminalamt-teilen-mit-internationale-operation-im\/api\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Weltweiter Einsatz der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden unter Koordination von Interpol (Pangea IV) Der Einkauf von Arzneimitteln im Internet birgt<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-46450","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=46450"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46450\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}