{"id":4666,"date":"2007-10-20T11:26:23","date_gmt":"2007-10-20T11:26:23","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=4566"},"modified":"2007-10-20T11:26:23","modified_gmt":"2007-10-20T11:26:23","slug":"silberne_meisterwerke_aus_sizilien_in_st_annen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/silberne_meisterwerke_aus_sizilien_in_st_annen\/","title":{"rendered":"Silberne Meisterwerke aus Sizilien in St. Annen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"Monstranz\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/Monstranz.jpg\" alt=\"Monstranz\" \/><br \/>\nWer zwischen dem 21. Oktober 2007 und dem 6. Januar 2008 das L\u00fcbecker St. Annen-Museum besucht, dem blinkt und blitzt es entgegen. Nicht nur Gold und Edelsteine, sondern auch das kunsthandwerkliche Geschick der Sizilianer machen die reichverzierten Monstranzen und Hostienkelche zu wahren Sch\u00e4tzen. Das St. Annen-Museum zeigt in seinen ehemaligen Klosterr\u00e4umen \u00fcber 100 Objekte.<!--more-->Hier werden die sch\u00f6nsten und eindrucksvollsten St\u00fccke aus den bekanntesten Museen und einflussreichsten Di\u00f6zesen Siziliens, insbesondere aus Palermo, pr\u00e4sentiert. Im Glanz des damaligen Hofs des Vizek\u00f6nigs konnte sich hier das herausragende Kunsthandwerk Siziliens entwickeln. W\u00e4hrend der Jahre zwischen 1735 und 1789 durchlebte Westmittelsizilien eine spannende Zeit; denn 1735 fiel Sizilien mit der Kr\u00f6nung Karls III unter bourbonischen Einfluss und bekam dann 1789 die Auswirkungen der Franz\u00f6sischen Revolution zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>In der Bl\u00fctezeit des Rokoko jubelten die Kurven der Verzierungen, es entstand ein \u00dcberborden der Ornamente &#8211; die Natur war Vorbild. Diese Formensprache richtete sich, wie im restlichen Europa auch, nach den Vorgaben aus dem Frankreich Ludwig des XV. Als sich dann gegen Ende der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts die Franz\u00f6sische Revolution ank\u00fcndigte, endete diese hochgradig kreative Phase des Rokoko und ging in den Neoklassizismus \u00fcber. Von nun an wurden kunsthandwerkliche Objekte als Massenware produziert. Weil sich ihre Formen sehr gleichen, geht man davon aus, dass Handb\u00fccher als Vorlagen dienten. Daher zeigt die Ausstellung auch graphische Darstellungen von Objekten. Sie verdeutlichen die Inspiration der sizilianischen Silberschmiede.<\/p>\n<p>Die Sonderausstellung zeigt die Entwicklung des Kunsthandwerks in Westmittelsizilien vom Sp\u00e4tbarock zum Rokoko anhand liturgischer Ger\u00e4te. Sie haben im Schutz des Gottesdienstes die Zeiten unbeschadet \u00fcberlebt. <br \/>\nIn L\u00fcbeck wird man Vergleichbares vergebens suchen. Die Reformation hatte die Formen des Gottesdienstes total ver\u00e4ndert. Im Gegensatz zur Katholischen Kirche zelebrierte man den Gottesdienst ohne Pomp und Glanz, die Kirchen mussten ihre Ausstattung stark dezimieren. Man brauchte schlichtweg keine Weihrauchgef\u00e4\u00dfe, Monstranzen und Hostiengef\u00e4\u00dfe mehr. Die eingesammelten St\u00fccke wurden noch dazu von Wullenwever eingeschmolzen, um damit seine Soldaten zu bezahlen. Da die \u00fcbrigen St\u00fccke f\u00fcr Jahrhunderte ausreichten, wurde in L\u00fcbeck die kunsthandwerkliche Sakralkunst nicht wie in Sizilien weiterentwickelt.<\/p>\n<p>Die Ausstellung zeigt bis Januar 2008, wie sich die Gestaltung liturgischer Ger\u00e4te, ohne die in L\u00fcbeck eingetretene Reformation, h\u00e4tte weiterentwickeln k\u00f6nnen. Sie zeigt die Sch\u00e4tze und Heiligt\u00fcmer des katholischen Gottesdienstes.<br \/>\nDie Er\u00f6ffnung findet am Sonntag, 21. Oktober 2007, um 11.30 Uhr im St. Annen-Museum statt. Gianfranco De Luigi, Generalkonsul der Republik Italien, Nicola Leanza, Kultus-, Umwelt- und Bildungsminister der Region Sizilien, Romeo Palma, Oberster Leiter des Amtes f\u00fcr Kultur, Umwelt und Bildung der Region Sizilien sowie Hildegard Vogeler, Leiterin des St. Annen-Museums, begr\u00fc\u00dfen die G\u00e4ste. Rosalba Panvini, Leiterin des Amtes f\u00fcr Kultur und Umwelt Caltanissetta, wird in die Ausstellung einf\u00fchren. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch Elena Lavrentevs Harfenspiel.<\/p>\n<p>Das St. Annen-Museum, St. Annen-Stra\u00dfe 15, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr ge\u00f6ffnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer zwischen dem 21. Oktober 2007 und dem 6. 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