{"id":4748,"date":"2007-11-06T12:20:35","date_gmt":"2007-11-06T12:20:35","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=4648"},"modified":"2007-11-06T12:20:35","modified_gmt":"2007-11-06T12:20:35","slug":"empfang_aus_anlass_25_jahre_naturschutzgebiet_schellbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/empfang_aus_anlass_25_jahre_naturschutzgebiet_schellbruch\/","title":{"rendered":"Empfang aus Anlass 25 Jahre Naturschutzgebiet Schellbruch"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"Schellbruch-Jub\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/Schellbruch-Jub.jpg\" alt=\"Schellbruch-Jub\" \/><br \/>\nDer Schellbruch feiert in diesen Tagen seinen 25. Geburtstag als &#8211; Naturschutzgebiet. Ein unglaublich vielf\u00e4ltiger Bereich, der sich gerne auch &#8222;Erlebnisraum&#8220; nennt. Denn dieser ist keinesfalls den Menschen verschlossen, sondern diese d\u00fcrfen sich an ihm erfreuen. Vor allem die Jugend soll fr\u00fchzeitig den Wert von Natur kennen und pflegen lernen. Immer wieder drohten vor allem Hafenplanungen, den Schellbruch &#8222;zu vernichten&#8220;.  Vor gut 37 Jahren begann eine B\u00fcrgerinitiative, dem entgegenzuwirken. Nach 12 Jahren gelang es ihnen, den Schellbruch endg\u00fcltig sch\u00fctzen zu lassen.<\/p>\n<p><!--more-->Wie k\u00fcrzlich beim Empfang des Arbeitskreises Schellbruch im Gemeinschaftshaus Karlshof zu h\u00f6ren war, hatten die Beh\u00f6rden um 1970 sogar klammheimlich vor, den Schellbruch aufzusp\u00fclen. Je mehr sich der rasch dagegen gebildete Arbeitskreis um Erwin Hinzpeter, J\u00fcrgen Thiemann, Ulla Nissen, Herwart Bansemer, G\u00fcnther Wolf, Hans G. Leonhardt, Christel Kripke, Traute Koppermann und Gesine Goltz<br \/>\num Aufkl\u00e4rung bem\u00fchte, desto klarer wurde, dass daf\u00fcr zum damaligen Zeitpunkt nicht einmal vorgeschriebenen Verfahrensvorschriften eingehalten waren, um dieses Gel\u00e4nde der ihnen nicht genehmen Nutzung zuzuf\u00fchren. So hatten man weder von den zust\u00e4ndigen Wasserbeh\u00f6rden bis hin zur Hansestadt offensichtlich damit gerechnet, auf derartigen Widerstand zu sto\u00dfen. Wenn 1981 dann letztlich doch der Schellbruch zum Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde, ist das ausschlie\u00dflich deren Verdienst.<\/p>\n<p>Heute bl\u00fcht und gedeiht dort eine Flora und Fauna, die ihresgleichen suchen. Grund zu Stolz f\u00fcr den Arbeitskreis, zu dem die Siedlungsgemeinschaften Karlshof und Israelsdorf, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Kreisverband L\u00fcbeck, die Waldjugend L\u00fcbeck, der Waldkindergarten &#8222;Die Waldm\u00e4use&#8220;, die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde, der Naturschutzbund Deutschland (NaBu), sowie als &#8222;Einzelpersonen&#8220; der Landwirt Erich Benett und Karl &#8211; Heinrich B\u00fclk, als &#8222;Kopf&#8220; der Initiative jedoch Erwin Hinzpeter geh\u00f6rten und auch noch geh\u00f6ren. Denn nach wie vor hei\u00dft es, wachsam zu sein &#8211; und wenn es gilt, Besucher des Schellbruchs zu sachgerechtes Verhalten anzuleiten. Begr\u00fc\u00dft von Erwin Hinzpeter, der seit 82 Jahren hier wohnt und \u00fcber diese acht Jahrzehnte die Entwicklung des heutigen Naherholungsgebietes auch als Mitglied des SPD &#8211; Ortsvereins Karlshof  miterlebt hat, f\u00fchrte dieser die geladenen G\u00e4ste, unter ihnen B\u00fcrgermeister Bernd Saxe und die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller &#8211; Ohm sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, B\u00fcrgerschaft und besagten Vereinen und Verb\u00e4nden, \u00fcberaus anschaulich durch die Geschehnisse.<\/p>\n<p>Eine an diesem Tag auch liebevoll vorbereitete Ausstellung dazu mit vielen Bildern, Zeitungsausschnitten und Pl\u00e4nen dokumentierte die einzelnen Stationen bis zur Widmung als Naturschutzgebiet in allen Einzelheiten. Interessant dabei, dass sich schon 1926 Hafenplanungen auswirkten: U. a. wurde da die Bebauung des Forstmeisterwegs auf der dem Schellbruch zugewandten Seite gestoppt und erst der Baustopp mit Verlegung der Hafengrenze um 200 Meter nach Nordwesten zur\u00fcck verlegt. Anfang der 30iger Jahre drohte sogar erstmals ein Aus f\u00fcr den Schellbruch: Im Rahmen des Hafenausbaus nach dem &#8222;Rehder-Plan&#8220; wurde der H\u00fcgel, auf dem sp\u00e4ter der Gasometer stand, abgetragen, und der Boden in den Schellbruch verbracht. Vor allem die beiden Siedlungsgemeinschaften und der SPD &#8211; Ortsverein haben der Forstverwaltung seit den 50iger Jahren wiederholt &#8211; wie Erwin Hinzpeter vortrug &#8211; Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Weiterentwicklung dieses da selbstverst\u00e4ndlich schon allgemein geltenden Naherholungsgebietes gemacht: leider erfolglos. Das gelang dann endlich und damit endg\u00fcltig vor 25 Jahren.<\/p>\n<p>Dabei ist der Schellbruch nicht zum blo\u00dfen &#8222;Naturschutzgebiet&#8220; geworden, sondern zum Erlebnisraum, wie die vielen M\u00f6glichkeiten, sich hier an der Natur zu erfreuen, zeigen. Auch der &#8222;Nachwuchs&#8220; erf\u00e4hrt auf spielerische Weise, wie mit Natur umzugehen ist: Der Waldkindergarten ist das beste Beispiel daf\u00fcr. Der Stellvertretende Stadtpr\u00e4sident Reinhold Hiller erkannte in seinem Gru\u00dfwort f\u00fcr die Hansestadt L\u00fcbeck dann auch uneingeschr\u00e4nkt das Verdienst des Arbeitskreises um den Erhalt des Schellbruchs an: &#8222;Das ist ein sehr erfreuliches Zeichen engagierter B\u00fcrgerinitiative. Ein Zeichen, das B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger doch etwas bewegen k\u00f6nnen. Denn Sie haben alles erreicht, und das macht Hoffnung&#8220;! Aber er best\u00e4tigte, dass auch die B\u00fcrgerschaft Vernunft gezeigt habe, und w\u00fcnscht sich derartiges B\u00fcrgerengagement auch f\u00fcr andere Politikfelder.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich ist auch die Festschrift aufgelegt worden, die  bei den -Naturschutzverb\u00e4nden erh\u00e4ltlich &#8211; ausf\u00fchrlich vom Schellbruch und seinem Jubil\u00e4um berichtet.<\/p>\n<p>\nFoto (RB): Stellten sich verdienterma\u00dfen gerne dem Erinnerungsfoto gemeinsam mit dem Stellvertretenden Stadtpr\u00e4sidenten Reinhold Hiller (hi. li.) und B\u00fcrgermeister Bernd Saxe (re.): die im Text genannten Mitstreiterinnen und Mitstreiter des Arbeitskreises. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schellbruch feiert in diesen Tagen seinen 25. Geburtstag als &#8211; Naturschutzgebiet. 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