{"id":4750,"date":"2007-11-06T18:17:04","date_gmt":"2007-11-06T18:17:04","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=4650"},"modified":"2007-11-06T18:17:04","modified_gmt":"2007-11-06T18:17:04","slug":"digitaler_notenschrank____neues_internetprojekt_des_brahmsinstituts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/digitaler_notenschrank____neues_internetprojekt_des_brahmsinstituts\/","title":{"rendered":"Digitaler Notenschrank  &#8211;  Neues Internet-Projekt des Brahms-Instituts"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"BrahmsInst-Logo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/BrahmsInst-Logo.jpg\" alt=\"BrahmsInst-Logo\" \/><br \/>\nDas Brahms-Institut an der Musikhochschule L\u00fcbeck hat in Anwesenheit von Schleswig-Holsteins Wissenschaftsminister Dietrich Austermann Anfang des Monats via Internet seinen &#8222;Digitalen Notenschrank&#8220; ge\u00f6ffnet. Mit dem vom Wissenschaftsministerium gef\u00f6rderten Projekt bietet sich die M\u00f6glichkeit, weltweit in \u00fcber 10.000 Seiten Erstdrucken von Johannes Brahms zu bl\u00e4ttern.<!--more-->In das  Projekt sind insgesamt 90.300 Euro F\u00f6rdermittel aus dem Schleswig-Holstein Fond geflossen. Mit der Mittelzuweisung erm\u00f6glicht das Wissenschaftsministerium dem Brahms-Institut an der Musikhochschule L\u00fcbeck, Schleswig-Holstein k\u00fcnftig noch st\u00e4rker als zentralen Standort der Brahms-Forschung zu etablieren.<\/p>\n<p>Dazu Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule L\u00fcbeck: &#8222;Die Digitalisierung der einzigartigen Best\u00e4nde des Instituts wird den Zugang zu den Quellen enorm verbessern und weiter dazu beitragen, dass das Brahms-Institut weltweit als zentrales Archiv der Brahms-Best\u00e4nde in Deutschland wahrgenommen werden wird.&#8220; Die Verf\u00fcgbarkeit der Titel- und Notenseiten in digitaler Form schont die kostbaren Originalquellen, die f\u00fcr Musiker, Musikwissenschaftler und Editoren wertvolle Hinweise liefern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Insgesamt 11.297 Seiten aller rund 160 im Bestand des Instituts vorhandenen Erstdrucke wurden in gut einj\u00e4hriger Arbeit eingescannt. Neben der reinen Bildinformation werden im Internet auch Angaben zu Titel, Opus-Zahl, Ausgabe, Verlag, Ort und Plattennummer zu finden sein. Zus\u00e4tzlich zur bibliographischen Erschlie\u00dfung hat Musikbibliothekar Stefan Weymar zu jedem Werk auch inhaltliche Informationen erarbeitet: Entstehungszeit und -ort, erste Auff\u00fchrung, Interpreten der ersten Auff\u00fchrung und Fundorte der Autographe.<\/p>\n<p>Brahms selber ma\u00df seinen Erstdrucken einen hohen Wert bei. Er hinterlie\u00df nur eine sehr geringe Zahl von Skizzen und Entw\u00fcrfen &#8211; im Vergleich etwa zu Beethoven. Der Nachwelt versagte er zudem durch gezielte Vernichtung dieser Quellen den Blick in fr\u00fche Phasen seines Komponierens. Das Publikationsverfahren seiner Werke dagegen begleitete er durch Korrekturg\u00e4nge sehr genau. In diesem Prozess verschob sich f\u00fcr ihn die Bedeutung von den handschriftlichen Quellen hin zu den Erst- und Fr\u00fchdrucken. So schrieb er mit Blick auf die Orchesterfassung der Haydn-Variationen op. 56a an seinen Verleger Fritz Simrock: &#8222;Die Handschrift [autographe Stichvorlage] ist nicht ma\u00dfgebend, sondern die von mir korrigierte gestochene Partitur!&#8220; Und im n\u00e4chsten Brief hei\u00dft es gar: &#8222;Wenn Sie jetzt nur nicht nach dem Manuskript Fehler hineinkorrigieren!&#8220;<\/p>\n<p>Neben den Erstdrucken will das Brahms-Instituts auch andere Sch\u00e4tze seiner Sammlung in digitaler Form zur Verf\u00fcgung stellen. Die hochwertige Bilddigitalisierung des ikonographischen Bestandes &#8211; rund 650 Einzelbilder von Brahms und seinen Zeitgenossen &#8211; ist bereits im Internet verf\u00fcgbar. Weiterhin entsteht mit Unterst\u00fctzung der Possehl-Stiftung L\u00fcbeck und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Zeit ein komplettes Brahms-Briefe-Verzeichnis. Rund 10.000 verzeichnete Briefe, bei denen der gro\u00dfe Komponist Verfasser oder Adressat gewesen ist, werden dann \u00fcber eine Datenbank weltweit zug\u00e4nglich sein. Weitere Informationen \u00fcber: www-brahms-institut.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Brahms-Institut an der Musikhochschule L\u00fcbeck hat in Anwesenheit von Schleswig-Holsteins Wissenschaftsminister Dietrich Austermann Anfang des Monats via Internet seinen<\/p>\n","protected":false},"author":292,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-4750","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissenschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4750","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/292"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4750"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4750\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4750"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4750"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}