{"id":4751,"date":"2007-11-06T18:43:51","date_gmt":"2007-11-06T18:43:51","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=4651"},"modified":"2007-11-06T18:43:51","modified_gmt":"2007-11-06T18:43:51","slug":"wirtschaft_gegen_verlngerung_des_arbeitslosengeldes_i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wirtschaft_gegen_verlngerung_des_arbeitslosengeldes_i\/","title":{"rendered":"Wirtschaft gegen Verl\u00e4ngerung des Arbeitslosengeldes I"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"IHKLogo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/IHKLogo.jpg\" alt=\"IHKLogo\" \/><br \/>\nIn die aktuelle Diskussion um die Verl\u00e4ngerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I und die Kritik an der Agenda 2010 hat sich die norddeutsche Wirtschaft mit einer klaren Absage an eine Aufweichung der Reformen eingeschaltet. Dazu ein Beitrag der Industrie- und Handeslkammer zu L\u00fcbeck.<!--more-->Die 14 Industrie- und Handelskammern der IHK Nord, die \u00fcber 650.000 Unternehmen in Norddeutschland repr\u00e4sentieren, sehen die gro\u00dfe Gefahr, dass durch die R\u00fccknahme von richtigen politischen Reformans\u00e4tzen falsche Impulse f\u00fcr den Arbeitsmarkt und die Wachstumskr\u00e4fte gesetzt werden. Die konjunkturelle Aufw\u00e4rtsentwicklung wird unn\u00f6tig belastet. <\/p>\n<p>Die IHK Nord hat deshalb an die norddeutschen Mitglieder des Bundestages appelliert, sich daf\u00fcr einzusetzen, dass die Bezugsdauer des ALG I unangetastet bleibt und keine Neujustierung der Agenda 2010 erfolgt. Auch eine weitere Altersdifferenzierung beim Bezug des ALG I ist dabei unn\u00f6tig und sch\u00e4dlich. Die Politik ist im Gegensatz aufgefordert zur konsequenten Fortsetzung des eingeschlagen Reformkurses. <\/p>\n<p>Die Reformen im Zusammenhang mit der Agenda 2010 waren nach Auffassung der IHK Nord Grundvoraussetzungen f\u00fcr eine nachhaltig positive Entwicklung am Arbeitsmarkt im Zuge der Konjunkturerholung. Ohne diese Reformen w\u00e4re der Aufschwung am Arbeitsmarkt vorbei gegangen. Wenn jetzt der anhaltende Aufw\u00e4rtstrend und die Mehreinnahmen der Arbeitslosenversicherung genutzt werden sollen, um Arbeitslose durch die Verl\u00e4ngerung der Bezugsdauer des ALG I besser zu stellen, vermittelt dies den Empf\u00e4ngern des ALG nur eine tr\u00fcgerische Sicherheit. Faktisch erh\u00f6ht sich dadurch die Gefahr, dass sie nicht wieder in den Arbeitsmarkt kommen. <\/p>\n<p>Die Verl\u00e4ngerung des Bezuges des ALG I wird bis zu 800 Millionen \u00a4 j\u00e4hrlich kosten und f\u00fchrt haushaltstechnisch bei weniger g\u00fcnstiger konjunktureller Entwicklung in die v\u00f6llig falsche Richtung. Langfristig besteht zudem die Gefahr, in eine demographiebedingte Kostenlawine zu geraten. Mehreinnahmen in der Arbeitslosenversicherung sollten hingegen genutzt werden, um den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung weiter zu senken. Dies wird \u00fcber die Arbeitsmarkteffekte wiederum den \u00e4lteren Arbeitslosen zu Gute kommen. Mit einer Politik, die die Arbeitskosten erh\u00f6ht und Anreize bietet, sich mit der Suche nach einer Stelle l\u00e4nger Zeit zu lassen, hat Deutschland \u00fcber Jahrzehnte schlechte Erfahrungen gemacht.   <\/p>\n<p>Die aktuellen Bem\u00fchungen der Wirtschaft gehen dahin, gerade die Generation 50+ wieder st\u00e4rker in das Erwerbsleben einzubinden und deren gro\u00dfen Erfahrungsvorsprung zu nutzen. Eine Verl\u00e4ngerung der Bezugsdauer des ALG I w\u00fcrde diese Bem\u00fchungen durch fehlende Anreize zur Arbeitsaufnahme konterkarieren. Deshalb f\u00fchrt auch eine aufkommensneutrale Finanzierung einer verl\u00e4ngerten ALG I-Bezugsdauer ordnungspolitisch in die falsche Richtung. Die jetzige ALG-Bezugsdauer von 12 bzw. 18 Monaten hat sich bew\u00e4hrt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In die aktuelle Diskussion um die Verl\u00e4ngerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I und die Kritik an der Agenda 2010 hat<\/p>\n","protected":false},"author":292,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-4751","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/292"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4751"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4751\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}