{"id":4995,"date":"2007-12-08T16:21:49","date_gmt":"2007-12-08T16:21:49","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=4895"},"modified":"2007-12-08T16:21:49","modified_gmt":"2007-12-08T16:21:49","slug":"lbecker_bro_gewinnt_wettbewerb_gestaltung__schrangen_bis_klingenberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lbecker_bro_gewinnt_wettbewerb_gestaltung__schrangen_bis_klingenberg\/","title":{"rendered":"L\u00fcbecker B\u00fcro gewinnt Wettbewerb Gestaltung  &#8222;Schrangen bis Klingenberg&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"Boden_Franz-Peter\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/Boden_FranzPeter.jpg\" alt=\"Boden_Franz-Peter\" \/><br \/>\nMit einem \u00fcberraschenden Sieg eines L\u00fcbecker Architekturb\u00fcros endete der st\u00e4dtebauliche Wettbewerb unter dem Titel &#8222;Mitten in L\u00fcbeck&#8220;. Wie Bausenator Franz-Peter Boden heute bekannt gab, wird der L\u00fcbecker Arbeitsgemeinschaft &#8222;TGP Tr\u00fcper Gondensen Partner Landschaftsarchitekten&#8220; der mit 40 000 Euro dotierte erste Preis zugesprochen. Die Entw\u00fcrfe sind in der Handwerkskammer ausgestellt. <\/p>\n<p>Foto: Senator Franz-Peter Boden <!--more-->Der Sieger hat jetzt die gr\u00f6\u00dfte Chance, den Auftrag f\u00fcr die Umgestaltung der Achse &#8222;Schrangen bis Klingenberg&#8220; im Herzen des L\u00fcbecker Altstadt zugesprochen zu bekommen, sofern die B\u00fcrgerschaft der Hansestadt dem Vorhaben zustimmt.<\/p>\n<p>Das L\u00fcbecker B\u00fcro, das bereits im Fr\u00fchsommer die vielbeachtete Umgestaltung des Obertrave-Areals abgeschlossen hatte, setzte sich in einem anonymen Wettbewerbsverfahren mit einer hochrangig besetzten Jury gegen 21 andere Mitbewerber durch und erhielt mit Abstand die gr\u00f6\u00dfte Zustimmung der Planer und B\u00fcrger.<\/p>\n<p>Dies verdeutlichte die Jury damit, dass sie keinen zweiten Preis, sondern lediglich zwei dritte R\u00e4nge (je 15 000 Euro) vergab. Diese gingen an die Arbeitsgemeinschaft &#8222;RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn&#8220; und die Arbeitsgemeinschaft &#8222;Christoph Schonhoff und Partner, Hannover&#8220;. Zus\u00e4tzlich entschied die Jury einen sogenannten &#8222;Ankauf&#8220; (10 000 Euro) des Entwurfes der Arbeitsgemeinschaft &#8222;STraum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH&#8220;, Berlin, der damit bei der sp\u00e4teren Realisierung einen Teil seiner ausgezeichneten Ideen im Hinblick auf Begr\u00fcnung und Stadtm\u00f6blierung zusteuern soll.<\/p>\n<p>Hochzufrieden mit dem Ergebnis des aufw\u00e4ndigen Verfahrens zeigte sich L\u00fcbecks Bausenator Franz-Peter Boden. &#8222;Das wird in jedem Fall eine bessere Qualit\u00e4t f\u00fcr die Innenstadt garantieren&#8220;, sagte er. Man sei nach der zeitaufw\u00e4ndigen Sichtung, Bewertung und Diskussion von 22 Entw\u00fcrfen, die den gesamten Vortag bis in die Abendstunden in Anspruch genommen habe, &#8222;ganz entspannt&#8220; und sicher, dass &#8222;L\u00fcbecks gute Stube&#8220; wieder das werde, was man sich von einem zentralen Punkt im Weltkulturerbe der UNESCO erwarte d\u00fcrfe.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sind au\u00dferordentlich erfreut \u00fcber das Ergebnis, nicht nur, weil ein L\u00fcbecker B\u00fcro gewonnen hat, sondern weil wir auch eine sehr gute, disziplinierte Jury unter dem Vorsitz von Professor Wachten erleben durften&#8220;, sagte Dr. Helmuth Pfeifer, Vorsitzender der L\u00fcbecker Possehl-Stiftung. Die Stiftung will f\u00fcr das wichtige Innenstadtvorhaben mehrere Millionen Euro aufbringen und hat bereits die H\u00e4lfte der Kosten f\u00fcr das aufw\u00e4ndige Planungsverfahren beigesteuert.<\/p>\n<p>Es war ein &#8222;schwieriger Wettbewerb&#8220; in einem &#8222;komplexen Verfahren&#8220;, das hohe Anforderungen an alle teilnehmenden B\u00fcros gestellt habe, sagte Professor Andreas Theilig, der als Fachpreisrichter an der Entscheidung mitwirkte und auch Mitglied des L\u00fcbecker Gestaltungsbeirates ist. Er verwies auf die gro\u00dfe Breite der Diskussion und die gro\u00dfe B\u00fcrgerbeteiligung und ist sich sicher, dass dieses Ergebnis &#8222;belastbar&#8220; sei, auch wenn f\u00fcr die Realisierung des Siegesentwurfes noch Korrekturen n\u00f6tig seien.<\/p>\n<p>Diese Auffassung vertrat auch der Londoner Architekt Fred London, der an dem gesamten Verfahren teilgenommen hat und wesentliche Impulse in das Verfahren einbrachte. Der Sieg des L\u00fcbecker B\u00fcros sei nicht verwunderlich, meinte er, weil deren Mitarbeiter als Teilnehmer an der &#8222;Perspektivenwerkstatt&#8220; in L\u00fcbecks St. Petri Ende M\u00e4rz offenkundig &#8222;den Geist des Ganzen&#8220; am besten begriffen h\u00e4tten.<br \/>\nIn dem Verfahren waren als Ideengeber und Entscheider erstmals auch B\u00fcrger vertreten. An der Perspektivenwerkstatt &#8222;Mitten in L\u00fcbeck&#8220;, die allen B\u00fcrgern offenstand, hatten sich an zwei Tagen \u00fcber 500 Personen beteiligt, die jetzt in der Jury durch Dr. Hildegund Stamm und Markus Roppiler als Sachpreisrichter vertreten waren.<\/p>\n<p>Unter dem Vorsitz des Dortmunder Architekten und Stadtplaners Professor Kunibert Wachten fand die Jury, dass beim 1. Preis der Entwurf die &#8222;Erwartungen des Auslobers hinsichtlich der Gesamtgestaltung und der Ausbildung der einzelnen Teilr\u00e4ume&#8220; am besten erf\u00fcllt habe. In der Begr\u00fcndung hei\u00dft es weiter:<\/p>\n<p>&#8222;Abgeleitet aus den stadtr\u00e4umlichen Zusammenh\u00e4ngen der L\u00fcbecker Altstadt wird der gesamte Stra\u00dfenraum mit einem einfachen Gestaltungsduktus als Einheit aufgefasst. Dabei orientieren sich die Entwurfsverfasser explizit an der Vorlage der Europ\u00e4ischen Stadt mit der klassischen Dreiteilung des Stra\u00dfenprofils. Die Besonderheit des Entwurfs liegt darin, dass die Dreiteiligkeit lediglich durch Formatdifferenzierung in einem Material zum Ausdruck gebracht wird. Aus Sicht der Jury werden das kleinteilige Format in der von Fahrbewegungen belasteten Mitte der Fahrbahn und das gehfreundliche Gro\u00dfformat f\u00fcr die Randzone positiv beurteilt. Damit schafft es der Entwurf, sowohl altstadtgem\u00e4\u00dfe wie auch zeitgem\u00e4\u00dfe Anforderungen an die Gestaltung zu verbinden.<\/p>\n<p>B\u00e4ume werden stadtr\u00e4umlich gezielt eingesetzt, um die historischen Baufluchten durch geschnittene Linden abzubilden. Insgesamt nimmt der Entwurf die wesentlichen Ziele aus der Perspektivenwerkstatt durch Gr\u00fcnelemente, Wasserspiele und Gestaltungselemente auf. Auch f\u00fcr die Gestaltung der einzelnen Teilbereiche liefern die Verfasser die richtigen Anregungen.<\/p>\n<p>Schrangen: Der schmale, langgestreckte Bauk\u00f6rper belebt mit seiner H\u00f6he und Ausdehnung den Raum und unterteilt den breiten Stadtschrangen in zwei enge Gassen, ohne die wichtige Blickbeziehung auf St. Marien zu versperren. Zur Breiten Stra\u00dfe hin begrenzt der Bauk\u00f6rper einen wohlproportionierten Platzraum, der f\u00fcr vielf\u00e4ltige st\u00e4dtische Nutzungen zur Verf\u00fcgung stehen kann. Das Dach des neuen Bauk\u00f6rpers ist als Aussichtsplattform konzipiert und l\u00e4sst interessante Blickbeziehungen auf die Marienkirche zu. F\u00fcr den von den Entwurfsverfasser angestrebten monolitischen Bauk\u00f6rper ist es aus Sicht der Jury sehr wichtig, dass die seitlichen Fassaden sich st\u00e4rker zu den \u00f6ffentlichen Gassen \u00f6ffnen, ohne die Pr\u00e4gnanz des Bauk\u00f6rpers aufzugeben. Die \u00f6ffentliche Zug\u00e4nglichkeit durch die seitlichen Treppen wird positiv beurteilt.<\/p>\n<p>Breite Stra\u00dfe\/Sandstra\u00dfe: Das Wasserspiel an der S\u00fcdseite der Breiten Stra\u00dfe ist geschickt platziert, dadurch die Fu\u00dfg\u00e4nger in diesem Abschnitt auf die Randbereiche mit entsprechenden \u00dcberg\u00e4ngen gelenkt werden. Dar\u00fcber hinaus bildet es ein attraktives Entree, ohne die wichtigen Sichtbeziehungen zu versperren.<\/p>\n<p>Kohlmarkt: Die grunds\u00e4tzliche Haltung, optional die historischen Baufluchten aufzunehmen, wird von der Jury geteilt. Das Konzept l\u00e4sst allerdings offen, ob es sich um eine strategische Aussage handelt, um f\u00fcr den wichtigen Stadtraum zu einer substantiellen L\u00f6sung zu kommen ohne Provisorien oder ob der Entwurf an dieser Stelle noch nicht ausformuliert ist. Denn es gibt keine Hinweise auf die Fl\u00e4chengestaltung und auch die Bushaltestellen werden nur schematisch dargestellt.<\/p>\n<p>Klingenberg: Die Klarheit der Entwurfsl\u00f6sung wird begr\u00fc\u00dft. Kritisch werden allerdings die zwei stadtr\u00e4umlich unangemessenen Pavillons\/WC-Anlagen, die Lage der Wasserw\u00e4nde, die undifferenzierte Busf\u00fchrung, sowie die Materialwahl f\u00fcr den Mittelbereich bewertet.<\/p>\n<p>Insgesamt erf\u00fcllt der Entwurf die Erwartungen des Auslobers hinsichtlich der Gesamtgestaltung und der Ausbildung der einzelnen Teilr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Das Preisgericht hatte folgende Besetzung: <br \/>\nFachpreisrichter: Franz-Peter Boden, Bausenator, Hansestadt L\u00fcbeck; Fred London, John Thompson &#038; Partners, Architekt, London; Martin van den H\u00f6vel, Landschaftsarchitekt, Hamburg; Prof. Carsten Lorenzen, Mitglied des Gestaltungsbeirates, Architekt, Kopenhagen; Prof. Andreas Theilig, Mitglied des Gestaltungsbeirates, Architekt, Stuttgart; Prof. Kunibert Wachten, Architekt und Stadtplaner, Dortmund.<br \/>\nStellvertreter (st\u00e4ndig anwesend): Ando Yoo, Landschaftsarchitekt, Hamburg; Herbert Schnabel, Bereichsleitung Stadtplanung, Hansestadt L\u00fcbeck.<br \/>\nSachpreisrichter: Jacobus Faure, L\u00fcbeck Management, C&#038;A Christopher L\u00f6tsch, CDU; Dr. Helmuth Pfeifer, Possehl-Stiftung; Sven Schindler, SPD; Dr. Hildegund Stamm, Teilnehmerin Perspektivenwerkstatt.<br \/>\nStellvertreter (st\u00e4ndig anwesend): Bernd M\u00f6ller, Gr\u00fcne; Markus Roppiler, Teilnehmer Perspektivenwerkstatt.<br \/>\nWeitere Teilnehmer: Als Sachverst\u00e4ndige: Hardy B\u00fcttner, IG M\u00fchlenstra\u00dfe; Nicola Petereit, Architektin, Architekturforum L\u00fcbeck; Dieter Schacht, BIRL; Dr. Horst Siewert, Leiter a.D. Bereich Denkmalpflege; Uwe Jens Hansen, Architekt; Giulio Marano, ICOMOS; Sabine Kling, Innenministerium; Dr. Klotz, Bereichsleitung Verkehr; Helmut Sch\u00fcnemann, Bereich Stadtplanung, Verkehrsplanung; Achim K\u00f6rber, Bereich Stadtplanung, Stadtbildpflege. Als: Vorpr\u00fcfer\/innen f\u00fcr die Hansestadt L\u00fcbeck Bereich Stadtplanung: Annette Bartels-Flie\u00df; Antonius Jeiler und Christine Koretzky.<\/p>\n<p>Die Entw\u00fcrfe und Pl\u00e4ne aller 22 teilnehmenden B\u00fcros k\u00f6nnen ab sofort bis zum 16. Dezember in der Handwerkskammer, Breite Stra\u00dfe 10-12, w\u00e4hrend der normalen \u00d6ffnungszeiten besichtigt werden: werktags von 14 bis 19 Uhr, am Wochenende von 11 bis 17 Uhr. Der Zugang erfolgt \u00fcber die Fischergrube. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem \u00fcberraschenden Sieg eines L\u00fcbecker Architekturb\u00fcros endete der st\u00e4dtebauliche Wettbewerb unter dem Titel &#8222;Mitten in L\u00fcbeck&#8220;. 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