{"id":5009,"date":"2007-12-11T20:56:25","date_gmt":"2007-12-11T20:56:25","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=4909"},"modified":"2007-12-11T20:56:25","modified_gmt":"2007-12-11T20:56:25","slug":"theater_kiel_premiere_kleines_requiem__le_sacre_du_printemps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/theater_kiel_premiere_kleines_requiem__le_sacre_du_printemps\/","title":{"rendered":"Theater Kiel: Premiere KLEINES REQUIEM &#8211; LE SACRE DU PRINTEMPS"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"TheaterKILogo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/TheaterKILogo.jpg\" alt=\"TheaterKILogo\" \/><br \/>\nAm Samstag, den 15. Dezember 2007 um 20 Uhr \u00f6ffnet sich der Vorhang im Kieler Opernhaus f\u00fcr die lang erwartete Premiere des Balletts Kiel KLEINES REQUIEM &#8211; LE SACRE DU PRINTEMPS aus der Feder des niederl\u00e4ndischen Gastchoreografen Nils Christe.<!--more-->F\u00fcr sein 75. Werk und gleichzeitig seine erste  &#8222;Sacre&#8220;-Choreografie hat sich der Ballett-Star bewusst f\u00fcr Mario Schr\u00f6ders Kieler Compagnie entschieden: eine Auszeichnung, die das ganze Ballettensemble und sein K\u00fcnstlerischer Leiter durchaus als eine Art &#8222;Ritterschlag&#8220; empfinden. <br \/>\nBegleitet wird der au\u00dfergew\u00f6hnliche Abend vom Philharmonischen Orchesters Kiel. Am Pult:  Johannes Willig. <\/p>\n<p>Paris, 29. Mai 1913 im Th\u00e9atre des Champs-Elys\u00e9es: Sergej Diaghilews &#8222;Ballets Russes&#8220; pr\u00e4sentiert die Urauff\u00fchrung von Igor Strawinskys Ballett &#8222;Le sacre du printemps&#8220; in der Choreografie des gerade 23j\u00e4hrigen T\u00e4nzergottes Vaclav Nijinskij. Die Premiere wird zu einem handfesten Skandal: &#8222;Das Theater&#8220;, hielt die anwesende Journalistin Valentine Gross fest, &#8222;schien von einem Erdbeben heimgesucht zu werden. Es schien zu erzittern.&#8220; Die Zuschauer &#8222;buhten und pfiffen, \u00fcbert\u00f6nten die Musik&#8220;, es hagelte &#8222;Schl\u00e4ge und Boxhiebe&#8220; &#8230;<\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr die geballte Emp\u00f6rung der etablierten Kunstelite waren nicht allein die moderne szenisch-chorografische Umsetzung, sondern auch die barbarisch anmutende Musik, in der Strawinsky ein \u00fcberdimensionales Mammutorchester zu einem einzigen, gewaltigen und geradezu gewaltt\u00e4tig wirkenden Schlagwerk zusammenfasste. <\/p>\n<p>Aus dem Skandalst\u00fcck wurde der Ballett-Klassiker des 20. Jahrhunderts, mit dem viele gro\u00dfe Choreografen des 20. Jahrhunderts ihre &#8222;Reifepr\u00fcfung&#8220; ablegten, darunter Martha Graham und Mary Wigman. Und noch etwas gilt f\u00fcr dieses ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigte Meisterwerk: Man muss \u00fcber eine Ballettcompagnie verf\u00fcgen, mit der man es unbedingt realisieren m\u00f6chte und die sich \u00e4sthetisch und technisch der hochkomplexen Partitur, die im Schlusstanz innerhalb von 275 Takten 154 Taktwechsel aufweist, gewachsen ist.<\/p>\n<p>Nils Christe | Choreograph <br \/>\nPortrait<br \/>\nDer Holl\u00e4nder Nils Christe wurde 1949 in Rotterdam geboren. Er begann seine Tanzausbildung im Alter von sechs Jahren an der Rotterdam Dance Academy. Am Konservatorium Rotterdam studierte er au\u00dferdem Gitarre und Fl\u00f6te, bevor er im Alter von 17 Jahren vom Nederlands Dans Theater (NDT) engagiert wurde. In den folgenden 15 Jahren trat er in \u00fcber 80 Balletten auf. 1974 entstand seine erste Choreographie f\u00fcr das NDT. Bis 1982, dem Jahr seines Ausscheidens aus der Kompanie, entstanden 12 Ballette f\u00fcr das Ensemble, von denen das f\u00fcr das NDT2 entworfene &#8222;Quartet 1&#8220; beim Choreographiewettbewerb in K\u00f6ln 1979 mit dem Ersten Preis ausgezeichnet wurde.<\/p>\n<p>Als freier Choreograph arbeitete Nils Christe mit namhaften Ballettformationen in Holland, Europa und Amerika, u.a. mit dem Dutch National Ballet, dem Ballett der Op\u00e9ra de Paris, dem Royal Ballet of Flanders, dem Ballett der Wiener Staatsoper, dem Royal Danish Ballet, dem Royal Swedish Ballet, dem National Ballet of Finland, dem Basler Ballett, dem Ballett der Deutschen Oper Berlin, dem Ballett der Komischen Oper Berlin, dem Bayerischen Staatsballett, dem Ballett Mainz, den Grand Ballets Canadiens und dem Washington Ballet.<br \/>\nEr schuf Choreographien zu Musik so unterschiedlicher Komponisten wie Strawinsky, Poulenc, Schostakowitsch, Britten, Martinu, Bart\u00f3k, Satie, Mahler, Liszt, Beethoven, Purcell, Prokofjew, Wagner, Vivaldi, Glass, Reich und Adams. Daneben war er Choreograph f\u00fcr die Opern &#8222;Dido and Aeneas&#8220;, &#8222;Aida&#8220; und &#8222;Echnaton&#8220;.<br \/>\nVon besonderer Bedeutung ist f\u00fcr ihn die Zusammenarbeit mit seiner Frau Annegien Sneep, die ihm seit 1981 assistiert und weltweit f\u00fcr die Wiedereinstudierung s\u00e4mtlicher Christe-Ballette verantwortlich zeichnet. 2005 wurde Nils Christe mit dem &#8222;Dansersfonds &#8217;79 Merit Award&#8220; ausgezeichnet. Mit &#8222;Le Sacre du Printemps&#8220; gelangt seine 75. Choreographie zur Auff\u00fchrung beim Ballett Kiel.<\/p>\n<p>Musikalische Leitung: Johannes Willig<br \/>\nChoreografie und Inszenierung: Nils Christe<br \/>\nB\u00fchne: Thomas Rupert<br \/>\nKost\u00fcme: Annegien Sneep<br \/>\nMit: Ballett Kiel<\/p>\n<p>Und vieles mehr unter: www.theater-kiel.de !<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag, den 15. 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