{"id":51791,"date":"2011-12-13T16:30:15","date_gmt":"2011-12-13T15:30:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=51791"},"modified":"2011-12-13T16:30:15","modified_gmt":"2011-12-13T15:30:15","slug":"umweltministerin-rumpf-stellt-neue-biomassepotenzialstudie-fur-schleswig-holstein-vor-erneuerbare-energien-unterstutzen-treibhausgasminderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/umweltministerin-rumpf-stellt-neue-biomassepotenzialstudie-fur-schleswig-holstein-vor-erneuerbare-energien-unterstutzen-treibhausgasminderung\/","title":{"rendered":"Umweltministerin Rumpf stellt neue Biomassepotenzialstudie f\u00fcr Schleswig-Holstein vor: &#8222;Erneuerbare Energien unterst\u00fctzen Treibhausgasminderung&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf hat heute (13. Dezember) die aktuelle Biomassepotenzialstudie f\u00fcr Schleswig-Holstein vorgestellt. Das in Kiel pr\u00e4sentierte Dokument sch\u00e4tzt das Energiepotenzial aus Biomasse f\u00fcr das Jahr 2020 neu ab. Au\u00dferdem wurde untersucht, welche Stoffmengen f\u00fcr die Erreichung des Ziel- und Ausbauszenarios der energetischen Nutzung von Biomasse ben\u00f6tigt werden. Umweltministerin Rumpf: &#8222;&#8220;Zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass im Jahr 2020 das energetische Biomassepotenzial deutlich h\u00f6her ist als der bisher angestrebte Versorgungsbeitrag der Biomasse am Endenergieverbrauch in Schleswig-Holstein.&#8220;&#8220; Sie erl\u00e4uterte, dass der Kalkulation nur eine sehr moderate Ausweitung des Anbaus von Energiepflanzen zugrunde liege. Erreicht werde das insbesondere durch eine konsequente Nutzung von Reststoffen, insbesondere G\u00fclle und Stroh, sowie einem z\u00fcchterischen Fortschritt bei den ertragreichsten Energiepflanzen.<!--more--><br \/>\nAus Biomasse k\u00f6nnten etwa 20 Prozent (44 Petajoule) des 2020 zu erwartenden Endenergieverbrauchs f\u00fcr die Sektoren Strom, W\u00e4rme und Kraftstoffe bereitgestellt werden. &#8222;&#8220;Damit ist bei konsequenter Nutzung von Reststoffen und dem Anbau geeigneter Energiepflanzen gen\u00fcgend heimische Biomasse vorhanden, um das Ziel- und Ausbauszenario f\u00fcr Energie aus Biomasse im Jahr 2020 zu erreichen&#8220;&#8220;, betonte Juliane Rumpf. Einflussfaktoren wie Wirtschaftlichkeit, Akzeptanz und technisch-administrative Hemmnisse bewirkten aber, dass das potenziell vorhandene Biomassepotenzial bis 2020 vermutlich zu etwa 70 Prozent ausgesch\u00f6pft werde.<br \/>\nDie energetische Nutzung von Reststoffen stelle mit 48 Prozent des Gesamtpotenzials die entscheidende Gr\u00f6\u00dfe dar. Das bedeute, dass f\u00fcr den weiteren Ausbau nach 2020 zus\u00e4tzliche Rohstoffpotenziale bereitstehen, ohne die Anbaufl\u00e4che f\u00fcr Energiepflanzen erheblich ausweiten zu m\u00fcssen, betonte Frau Rumpf. Dieser Anbau (ohne Holz) folge mit immerhin 46 Prozent. Trotz dieser ebenfalls noch gro\u00dfen Bedeutung komme die Studie zu dem Resultat, dass nur 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che f\u00fcr den Anbau von Energiepflanzen genutzt werden (Anteil an Ackerfl\u00e4che 29 Prozent, derzeit 24 Prozent). Im waldarmen Schleswig-Holstein spiele die Energie aus Holz (Wald- und Knickholz) mit ca. sechs Prozent hingegen eine eher untergeordnete Rolle.<\/p>\n<p>Statistikamt Nord belegt positive Effekte bei Treibhausgasminderung Die Umweltministerin verwies zugleich auf eine weitere Studie des Statistikamts Nord, in der erstmals eine vollst\u00e4ndige Bilanzierung des Versorgungsbeitrags der erneuerbaren Energien (EE) in Schleswig-Holstein f\u00fcr die Jahre 2006-2010 vorgenommen werde. 2010 erreichte EE-Strom demnach einen Anteil am Bruttostromverbrauch von 49 Prozent. &#8222;&#8220;W\u00e4re 2010 ein normal gutes Windjahr gewesen, h\u00e4tte der Anteil sogar bei 54 Prozent gelegen&#8220;&#8220;, sagte Juliane Rumpf. Da auf Bundesebene der Anteil bei 17 Prozent liege, habe Schleswig-Holstein also einen etwa dreimal so hohen Anteil erreicht. \u00dcber alle drei Teilm\u00e4rkte \u2013 Strom, W\u00e4rme und Kraftstoffe \u2013 lag 2010 der EE-Anteil am Endenergieverbrauch in Schleswig-Holstein bei 16 Prozent; im Bundesdurchschnitt bei elf Prozent. &#8222;&#8220;\u00dcberrascht hat mich das Ergebnis, dass 2010 der endenergetische Versorgungsbeitrag der Biomasse sogar deutlich h\u00f6her als bei der Windenergie war&#8220;&#8220;, so die Umweltministerin. Ersterer habe 6.024 Gigawattstunden (GWh) betragen, letzterer lag bei 4.901 GWh. (Eine GWh entspricht einer Milliarde Wattstunden.) Dennoch sei im Szenario f\u00fcr den EE-Ausbau bis 2020 ist der Ausbau der Windenergie entscheidend. Erfreulich sei laut Frau Rumpf auch das Ergebnis der Treibhausgasminderung durch erneuerbare Energien f\u00fcr die Jahre 2006-2010 in der Studie des Statistikamts Nord. So sei 2010 nur erneuerbare Energien bereits eine Minderung von knapp sechs Millionen Tonnen erfolgt. Davon entfielen 3,6 Millionen (61 Prozent) auf die Windenergie und zwei Millionen Tonnen (34 Prozent) auf Biomasse. &#8222;&#8220;Die erneuerbaren Energien haben 2010 also bereits gut ein F\u00fcnftel der schleswig-holsteinischen Treibhausgasemissionen kompensiert&#8220;&#8220;, zeigte sich die Umweltministerin zufrieden. Mit dem vorgesehenen EE-Ausbau bis 2020 werde die Treibhausgasminderung sogar mindestens 40 Prozent h\u00f6her sein als die noch verbleibenden Treibhausgasemissionen, erl\u00e4uterte sie.<\/p>\n<p>Weitere Informationen als Anlage sowie im Internet: http:\/\/www.schleswig-holstein.de\/UmweltLandwirtschaft\/DE\/ImmissionKlima\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf hat heute (13. Dezember) die aktuelle Biomassepotenzialstudie f\u00fcr Schleswig-Holstein vorgestellt. 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