{"id":5189,"date":"2008-01-10T15:55:58","date_gmt":"2008-01-10T15:55:58","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=5089"},"modified":"2008-01-10T15:55:58","modified_gmt":"2008-01-10T15:55:58","slug":"ihkprses_fordert_auf_neujahrsempfang_starkes_bndnis_fr_die_region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ihkprses_fordert_auf_neujahrsempfang_starkes_bndnis_fr_die_region\/","title":{"rendered":"IHK-Pr\u00e4ses fordert auf Neujahrsempfang starkes B\u00fcndnis f\u00fcr die Region"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"IHK-NeujE-08\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/IHK-NeujE-08.jpg\" alt=\"IHK-NeujE-08\" \/><br \/>\nGehen schon manche Gro\u00dfereignisse wegen L\u00fcbecks &#8222;mangelnder Platzkapazit\u00e4t&#8220; an seiner Musik und Kongress Halle vorbei, scheint sich dieser Trend auch auf den Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer zu L\u00fcbeck abzuzeichnen: Das traditionelle Labskausessen mussten auch in diesem Jahr und dazu erheblich mehr schon an Stehtischen eingenommen werden. Fast 1.700 G\u00e4ste sprengten fast den m\u00f6glichen Rahmen. Wie auch immer: Ein erneut gro\u00dfartiger Empfang mit bemerkenswerten Gru\u00dfworten und Vortr\u00e4gen. Ein Empfang auch bemerkenswerter G\u00e4ste und Gastgeber.<!--more-->So etwa die Gastgeber mit Pr\u00e4ses Bernd Jorkisch und Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Professor Bernd Rohwer, die vorab Ehreng\u00e4ste wie den Ministerpr\u00e4sidenten des Landes Schleswig &#8211; Holstein Peter Harry Carstensen und aus seinem Kabinett Wirtschaftsminister Dietrich Austermann ebenso begr\u00fc\u00dfen konnten wie den Pr\u00e4ses der Handelskammer Hamburg Dr. Karl &#8211; Joachim Dreyer, die Repr\u00e4sentanten der Schwesterkammern der IHK zu L\u00fcbeck aus Flensburg und Kiel, Schwerin, Rostock und Bremen sowie die Pr\u00e4sidentin der IHK Schleswig &#8211; Holstein Margarethe B\u00f6ge. Vor allem auch den f\u00fcr die kurzfristig verhinderte Gastrednerin, die Verkehrsministerin des K\u00f6nigreichs D\u00e4nemark Garina Christensen, &#8222;eingesprungenen&#8220; ehemaligen d\u00e4nischen Minister f\u00fcr Energie, Steuern u. a. und seit kurzem Vorsitzender der d\u00e4nischen Stiftung Fehmarn Belt Svend Erik Hovmand.<\/p>\n<p>Dabei auch weitere G\u00e4ste aus D\u00e4nemark wie die Herren  Larsen und Lundhus der Sund &#038; Baelt AS, Herrn Allstedt von der FehmarnBelt AS, Herrn Karlsh\u00f6j, Departmentsleiter im d\u00e4nischen Verkehrsminiserium und Herrn Madsen.<\/p>\n<p>Professor Dr. Bernd Rohwer, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK zu L\u00fcbeck nannte in seinen Ausf\u00fchrungen unter anderem &#8211; wie sich zeigen sollte &#8211; eindrucksvolle &#8222;Zahlen&#8220;: &#8222;Erneut zwei Prozent Wirtschaftswachstum, 6000 neue Arbeitspl\u00e4tze, 10 Prozent mehr Ausf uhren, 10 Prozent mehr Umschlag im L\u00fcbecker Hafen, drei Prozent &#8211; in L\u00fcbeck sogar f\u00fcnf Prozent mehr \u00dcbernachtungen, R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit im S\u00fcden unseres Kammerbezirks um \u00fcber 20 Prozent, auf eine Arbeitslosenquote von nur noch vier Prozent (Kreis Stormarn) &#8211; ein f\u00fcr unsere Region wirtschaftlich wahrlich wieder erfolgreiches Jahr liegt hinter uns!&#8220; Auf eine Zahl ist er besonders froh und stolz: Die Betriebe im IHK &#8211; Bereich haben die Zahl ihrer Ausbildungspl\u00e4tze 2007 noch einmal um \u00fcber 10 Prozent erh\u00f6ht und damit gezeigt, welch gro\u00dfen Stellenwert sie guter Ausbildung und guten beruflichen Perspektiven f\u00fcr die Jugend beimessen, wof\u00fcr er den Unternehmerinnen und Unternehmern herzlichen Dank aussprach. Seine positive Einstellung: &#8222;Warum sollten dem guten Jahr 2007 nicht weitere guten Jahre folgen? Ich denke, trotz mancher Risiken &#8211; und die gibt es immer &#8211; : Ein weiteres gutes Jahr mit neuen Chancen liegt vor uns!&#8220; <\/p>\n<p>Bernd Jorkisch, Pr\u00e4ses der IHK zu L\u00fcbeck, warb seinerseits f\u00fcr die Nutzung der Chancen durch den Bau der Br\u00fccke \u00fcber den Fehmarnbelt: &#8222;Die feste Fehmarnbelt-Querung ist eine historische Chance f\u00fcr Norddeutschland: Wir k\u00f6nnen einen neu definierten, international gepr\u00e4gten Wirtschaftsraum schaffen. Schon jetzt sehe ich den Wachstumskorridor Hamburg-L\u00fcbeck-\u00d6resund. Ich bin zutiefst davon \u00fcberzeugt, dass die feste Querung die Jahrhundertchance f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region ist.&#8220;<\/p>\n<p>An die Politiker in Bund und Land richtete Jorkisch seinen Appell zum z\u00fcgigen Ausbau der Verkehrswege im Norden: &#8222;Wir sind die Logistikdrehscheibe, \u00fcber unsere H\u00e4fen sind wir die Anbindung f\u00fcr ganz Deutschland an den Au\u00dfenhandel. Aber die Hinterlandanbindungen drohen immer mehr zum Flaschenhals zu werden.&#8220;<br \/>\nDaher treibe die IHK zu L\u00fcbeck unter anderem den Ausbau der Bundesstra\u00dfe 404 zur Autobahn 21 mit einer neuen Elbquerung bei Geesthacht mit aller Kraft voran. Diese A 21 w\u00fcrde sieben vorhandene Autobahnen nachhaltig vernetzen und entlasten. &#8222;Die Ostumfahrung Hamburgs aber ist eine Erg\u00e4nzung und keine Alternative zur Westquerung der A 20 bei Gl\u00fcckstadt&#8220;, erg\u00e4nzte der Pr\u00e4ses. Er forderte die Bundesregierung auf, die A 21 in den &#8222;Vordringlichen Bedarf&#8220; des Bundes-Verkehrswegeplanes aufzunehmen.<\/p>\n<p>Eine gute Infrastruktur ist seiner  Auffassung nach eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr das Zusammenwachsen der Region. &#8222;Die IHK zu L\u00fcbeck macht sich seit Jahren f\u00fcr die Regionsbildung stark, weil kleinteilige Standorte ohne Perspektive im Wettbewerb in einem gr\u00f6\u00dfer werdenden Europa sind&#8220;, sagte der Pr\u00e4ses. &#8222;Die Globalisierung fragt nicht, ob sie willkommen ist &#8211; sie fordert uns einzig und konsequent dazu auf, unsere Rahmenbedingungen anzupassen.&#8220;<br \/>\nDoch die Globalisierung berge auch Chancen. &#8222;Wir z\u00e4hlen zu den Gewinnern, denn uns kommt unsere exponierte geografische Lage als Tor Zentraleuropas zur Ostsee zu Gute&#8220;, so Jorkisch. &#8222;Dass dies so bleibt, muss unser gemeinsames Ziel f\u00fcr die Zukunft sein, denn die deutsche Wirtschaft ist abh\u00e4ngig vom Au\u00dfenhandel.&#8220; Doch die Unternehmen seien auch auf Reformen angewiesen. Von den Politikern in Berlin sei aber zurzeit wenig zu erwarten: &#8222;Statt den Aufschwung zu kompromisslosen, resoluten Schritten zu nutzen, verheddern wir uns in Zaudern und Angst vorm W\u00e4hler.&#8220; Als Beispiele f\u00fcr den sinkenden Reformeifer nannte der Pr\u00e4ses die \u00c4nderungen bei der Unternehmen- und der Erbschaftsteuer. Beide seien nicht zu Ende gedacht und besonders aus der Sicht des Mittelstandes eher mit Nachteilen f\u00fcr die Unternehmen verbunden.<\/p>\n<p>Weiter an die Politik gerichtet sagte Bernd Jorkisch: &#8222;Es bedarf charismatischer F\u00fchrung mit klaren Botschaften, den Kurs standhaft vertretend und den Konflikt nicht scheuend.&#8220; Nur so k\u00f6nne Deutschland zur\u00fcckkehren zu einer Leistungs- und Erfolgsgesellschaft.<\/p>\n<p>Die Wirtschaft dagegen beweise immer wieder aufs Neue, wie sie sich dem Wandel der Zeit anpasst. Schon jetzt arbeiteten die IHKs in Schleswig-Holstein intensiv und erfolgreich zusammen. Und auch mit der Handelskammer Hamburg gebe es eine enge Kooperation, die die St\u00e4rkung der Region entlang der Wachstumsachse Hamburg-L\u00fcbeck mit Verflechtungen zu den starken Landkreisen und partnerschaftlichen Verbindungen zu Nordwestmecklenburg und Wismar zum Ziel hat. <\/p>\n<p>Bernd Jorkisch rief Unternehmer, Politiker und B\u00fcrger auf, gemeinsam ein &#8222;starkes B\u00fcndnis f\u00fcr die Region&#8220; zu schaffen. Daf\u00fcr gibt es aus der Sicht der Wirtschaft aber Bedingungen zu erf\u00fcllen: Die Kreise sollten Gemeinsamkeiten f\u00fcr die Region finden. Die Stadt L\u00fcbeck sollte endlich ihren Haushalt konsolidieren. Mit einer engen Abstimmung k\u00f6nnte die Wirtschaftsf\u00f6rderung interkommunale Gewerbegebiete schaffen. Die Bildungspartner rief der Pr\u00e4ses auf, eine Offensive gegen den Fachkr\u00e4ftemangel zu starten und die Landesregierung sollte den Hochschulstandort L\u00fcbeck sichern und die Zentralverwaltung des Universit\u00e4tsklinikums Schleswig-Holstein in L\u00fcbeck einrichten. Die IHK und das Handwerk w\u00fcrden zudem als Netzpartner aller Akteure die Entwicklung voranbringen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Minsterpr\u00e4sidenten des Landes Schleswig &#8211; Holstein Peter Harry Carstensen bestehen mittels der geplanten festen Fehmarnbelt-Querung \u00fcber die entstehende Achse Hamburg-L\u00fcbeck-Fehmarn-Kopenhagen bis hin nach Malm\u00f6 gro\u00dfe Chancen aus der Anbindung heraus an die Wachstumsregionen mit erheblichen Vorteilen f\u00fcr die Standorte. Gastredner Svend Erik Hovmand lobte vorab die gro\u00dfe Unterst\u00fctzung, die diesem Projekt bisher von norddeutscher Seite zuteil wurde: &#8222;Dies gilt nicht zuletzt f\u00fcr die Industrie- und Handelskammer zu L\u00fcbeck und die Landesregierung Schleswig &#8211; Holstein. Warum es Sinn mache, eine feste Querung zu bauen, erkl\u00e4rte er unter anderem so: &#8222;Weil die Querung D\u00e4nemark mit Deutschland, einem unserer wichtigsten Kooperations- und Handelspartner verkn\u00fcpft, weil eine fest Querung die Menschen miteinander verbindet, wie die Erfahrungen von der Querung des Gro\u00dfen Belts und der \u00d6resundquerung zeigen und weil die Fehrmarnbeltquerung zur Realisierung der Vision des europ\u00e4ischen Binnenmarktes beitr\u00e4gt, wobei die Freiz\u00fcgigkeit der Arbeitnehmer und der freie Warenverkehr weiter gefestigt werden.<\/p>\n<p>Weitere Gr\u00fcnde seien: Die Querung dient den Unternehmen und Verbrauchern gleicherma\u00dfen: Den Unternehmen wird der Zugang zu den Exportm\u00e4rkten erleichtert. Deshalb wird mit einer Verbesserung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit, einem Anstieg der Produktivit\u00e4t und einer Kostenreduzierung gerechnet. Dies verbessert die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Unternehmen, schafft Arbeitspl\u00e4tze und f\u00fchrt zur Senkung der Verbraucherpreise. Auch Umweltaspekte bezog er in seine Worte ein: &#8222;D\u00e4nische Forscher haben berechnet, dass die CO 2 &#8211; Ersparnis beim Ersatz der F\u00e4hren durch die Br\u00fccke &#8211; dem CO 2 &#8211; Aussto\u00df von einer Stadt mit 20.000 Einwohnern entspricht. Das bedeute: Wenn die Br\u00fccke in 10 Jahren fertig ist, dann ist die CO 2 &#8211; Belastung in unserem Teil Nordeuropas also um wesentlich mehr reduziert im Vergleich zu der CO 2 &#8211; Belastung der F\u00e4hren.<\/p>\n<p>Ebenso beeindruckend die Leistung des Service- und K\u00fcchenpersonals hinsichtlich des traditionellen Labskausessens. Ambiente und Ablauf waren so perfekt vorbereitet und organisiert, dass zu keinem Augenblick auch nur der Hauch <br \/>\neiner &#8222;Massenabfertigung&#8220; entstand. Getr\u00e4nke konnten serviert oder auch von den rasch entstehenden Small-Talk-Gruppen an den St\u00e4nden entgegen genommen werden. \u00dcbrigens wirkte sich auch hier das &#8222;Anti-Raucher-Gesetz&#8220; aus: Betroffene wurden diskret gebeten, doch &#8222;drau\u00dfen&#8220; zu rauchen&#8230; <\/p>\n<p>Foto (RB): Von li.  Der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Handelskammer Hamburg Prof. Dr. Hans-J\u00f6rg Schmidt-Trenz, die Pr\u00e4sidentin der IHK Schleswig-Holstein Margarete B\u00f6ge, Ministerpr\u00e4sident Peter Harry Carstensen, der Pr\u00e4ses der IHK zu L\u00fcbeck Bernd Jorkisch, der Pr\u00e4ses der Handelskammer Hamburg Dr. Karl-Joachim Dreyer und Minister Dietrich Austermann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gehen schon manche Gro\u00dfereignisse wegen L\u00fcbecks &#8222;mangelnder Platzkapazit\u00e4t&#8220; an seiner Musik und Kongress Halle vorbei, scheint sich dieser Trend auch<\/p>\n","protected":false},"author":292,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-5189","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/292"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5189"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5189\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}