{"id":52180,"date":"2011-12-15T11:32:38","date_gmt":"2011-12-15T10:32:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=52180"},"modified":"2011-12-15T11:34:02","modified_gmt":"2011-12-15T10:34:02","slug":"keine-chance-dem-burn-out","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/keine-chance-dem-burn-out\/","title":{"rendered":"Keine Chance dem Burn-out"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2011\/12\/keine-chance-dem-burn-out\/burm-out-syndrom\/\" rel=\"attachment wp-att-52185\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-52185 alignleft\" title=\"Burm-Out Syndrom\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Burm-Out-Syndrom-200x200.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"200\" \/><\/a>Star-Koch Tim M\u00e4lzer, Medien-Expertin Miriam Meckel, Schalke-Trainer Ralf Rangnick: Immer mehr Prominente bekennen sich zu einer Erkrankung, die Seele und K\u00f6rper lahmlegt.<!--more--> Das Syndrom chronischer Ersch\u00f6pfung, auch Burn-out genannt, wird in Gesellschaft und Wirtschaft stark diskutiert. Denn Unternehmen werden durch oft monatelange Ausf\u00e4lle betroffener Mitarbeiter stark belastet. Schleswig-holsteinische Arbeitgeber haben das erkannt. Sie setzen auf wirksame Pr\u00e4vention am Arbeitsplatz.<br \/>\nAnonyme Sprechstunde<\/p>\n<p>Schleswig-holsteinische Arbeitgeber haben sich bereits einiges einfallen lassen, um ihr Personal seelisch und k\u00f6rperlich fit zu halten \u2013 ob Gymnastik-Pausen am Marzipan-Flie\u00dfband beim L\u00fcbecker Traditionsunternehmen Niederegger oder das Arbeitsmodell \u201e4+1\u201d des Kieler IT-Unternehmens Itemis, bei dem die Mitarbeiter an einem Arbeitstag pro Woche an Dingen arbeiten d\u00fcrfen, die ihnen Spa\u00df machen. Noch weiter geht die L\u00fcbecker Dr\u00e4gerwerk AG: Sie hat 2008 eine anonyme Burn-out-Sprechstunde im Haus etabliert. Der Betriebsarzt des Medizin- und Sicherheitstechnik-Unternehmens, Dr. Frank Ensslen, sagt: \u201eBetroffenen kann ich etwa einen geeigneten Therapeuten vermitteln.\u201c F\u00fcr die F\u00fchrungskr\u00e4fte, so der Arzt, \u201eist es au\u00dferdem Pflicht, an unserer Schulung zu Sucht, psychischen Erkrankungen und Burn-out teilzunehmen. Dar\u00fcber hinaus bieten wir Infoveranstaltungen f\u00fcr einzelne Abteilungen an.\u201d Und die Akzeptanz bei den Mitarbeitern gibt ihm Recht: \u201eBurn-out oder Vorstufen davon sind regelm\u00e4\u00dfig Thema in der Sprechstunde des betriebs\u00e4rztlichen Dienstes. Auch F\u00fchrungskr\u00e4fte fragen vermehrt um Rat.\u201d F\u00fcr das Unternehmen habe das Vorteile, so Ensslen: \u201eDurch eine fr\u00fche Intervention verk\u00fcrzen sich die Ausfallzeiten der betroffenen Mitarbeiter.\u201d<\/p>\n<p>Wie das gehen kann, darauf weist Experte Dr. Gernot Langs, Chefarzt der Sch\u00f6n Klinik in Bad Bramstedt hin: \u201eUnternehmen sollten F\u00fchrungskr\u00e4fte auf den Umgang mit gef\u00e4hrdeten Mitarbeitern vorbereiten und f\u00fcr erste Warnsignale sensibilisieren. Im betrieblichen Gesundheitsmanagement werden Angebote zur Stressbew\u00e4ltigung immer wichtiger. So k\u00f6nnen Unternehmen einem Ausbrennen ihrer Mitarbeiter vorbeugen.\u201c<br \/>\nAchtung, Alarmsignale!<\/p>\n<p>Erste Alarmsignale k\u00f6nnen mangelnde Motivation oder Versagens\u00e4ngste sein. Auch eine erh\u00f6hte Reizbarkeit oder emotionale Leere gelten als Symptome. Vom Burn-out Betroffene f\u00fchlen sich kraftlos und im Wortsinn \u201eausgebrannt\u201d. K\u00f6rperliche Beschwerden wie Muskelverspannungen oder Schlafst\u00f6rungen k\u00f6nnen dazu kommen. Ein schleichender Prozess, der nicht selten in einer Depression endet.<br \/>\nGefahren minimieren<\/p>\n<p>Das Wirtschaftsministerium in Kiel wei\u00df um die Bedeutung der Zunahme von Erkrankungen wie Burn-out. Erst k\u00fcrzlich widmeten sich Unternehmer und Politiker in Norderstedt w\u00e4hrend der Aktionswoche \u201eWirtschaft + Familie = Wachstum\u201d diesem Thema. Wirtschafts-Staatssekret\u00e4rin Dr. Tamara Zieschang betonte: \u201eEs ist im gemeinsamen Interesse von Mitarbeitern und Unternehmern, Burn-out-Gefahren zu minimieren und m\u00f6glichst ganz zu vermeiden.\u201c<br \/>\nSo k\u00f6nnen Arbeitgeber einem Burn-out bei ihren Mitarbeitern entgegen wirken:<\/p>\n<p>Enttabuisieren Sie das Thema Burn-out, indem Sie informieren und sich als Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung stellen.<br \/>\nBieten Sie allen Mitarbeitern eine pers\u00f6nliche Perspektive und motivieren Sie mit gemeinsamen Zielen und Teamspirit.<br \/>\nBringen Sie ihren Mitarbeitern Anerkennung entgegen. Zeigen Sie, dass Sie sich interessieren, auch wenn es mal nicht so rund l\u00e4uft.<br \/>\nF\u00f6rdern Sie Humor und Spa\u00df bei der Arbeit.<br \/>\nBieten Sie Beratungsm\u00f6glichkeiten an.<br \/>\nLoben Sie Ihre Mitarbeiter individuell und situativ f\u00fcr ihre Leistungen. Dabei darf kein Konkurrenzkampf entstehen. Denn: Jeder Mitarbeiter ist anders.<br \/>\nMitarbeiter d\u00fcrfen nicht zu Dingen herabgestuft werden, vermeiden Sie also Ausdr\u00fccke wie \u201eHumanressourcen\u201c, \u201eUnsere Mitarbeiter sind das Kapital\u201c usw.<br \/>\nBringen Sie Routine und Herausforderung in ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis. Denn zu viel Stress f\u00fchrt unweigerlich zur Ersch\u00f6pfung.<br \/>\nSorgen Sie f\u00fcr Konstanz. Zu h\u00e4ufige Team- oder F\u00fchrungswechsel demotivieren, da die Mitarbeiter sich jedes Mal neu beweisen m\u00fcssen.<br \/>\nVerhindern Sie Mobbing, indem Sie jedem Fall gezielt nachgehen und entsprechende Gegenma\u00dfnahmen ergreifen, wie z.B. Gespr\u00e4che, Beratungen etc.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Star-Koch Tim M\u00e4lzer, Medien-Expertin Miriam Meckel, Schalke-Trainer Ralf Rangnick: Immer mehr Prominente bekennen sich zu einer Erkrankung, die Seele und<\/p>\n","protected":false},"author":1127,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[11],"tags":[1161,1160],"class_list":["post-52180","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-menschlich-gesehen","tag-burn-out","tag-keine-chance"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1127"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=52180"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52180\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}