{"id":53550,"date":"2011-12-21T10:45:35","date_gmt":"2011-12-21T09:45:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=53550"},"modified":"2011-12-21T10:45:35","modified_gmt":"2011-12-21T09:45:35","slug":"umweltministerin-rumpf-kormoranbestand-in-schleswig-holstein-leicht-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/umweltministerin-rumpf-kormoranbestand-in-schleswig-holstein-leicht-gestiegen\/","title":{"rendered":"Umweltministerin Rumpf: Kormoranbestand in Schleswig-Holstein leicht gestiegen"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Die Zahl der Kormorane in Schleswig-Holstein hat leicht zugenommen. Das teilte Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf heute (21. Dezember) als Ergebnis der aktuellen Erhebungen mit. Im Jahr 2011 nisteten demnach 2.521 Kormoranpaare an 14 Brutpl\u00e4tzen zwischen Nord- und Ostsee.<!--more--> Das ist eine leichte Zunahme um knapp acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2.341 Brutpaare an elf Brutpl\u00e4tzen), der Wert lag aber noch etwas unter dem zehnj\u00e4hrigen Mittelwert (Mittelwert 2001 \u2013 2010: 2.553 Paare). Im Land br\u00fcteten 1.203 Kormoranpaare an Nordseek\u00fcste und Unterelbe, 862 an der Ostseek\u00fcste. Damit kamen im Jahr 2011 mehr als 80 Prozent aller Kormorane im Bereich der K\u00fcsten vor, nur 456 Brutpaare bildeten Kolonien im Binnenland (18 Prozent). Umweltministerin Rumpf: &#8222;&#8220;Die Zahlen belegen erneut, dass sich die schleswig-holsteinische Kormoranverordnung bew\u00e4hrt hat.&#8220;&#8220; Deren wesentliches Ziel sei die Abdr\u00e4ngung der Kormoranbrutkolonien aus den fischereilich besonders sensiblen Gew\u00e4ssern im Binnenland. Vor ihrem Erlass lag der Anteil der br\u00fctenden V\u00f6gel im Binnenland noch bei nahezu 30 Prozent, die Zahl der Brutpaare war seinerzeit fast doppelt so hoch.<\/p>\n<p>Die 2011 durchgef\u00fchrten Untersuchungen dokumentieren auch wieder den gro\u00dfen Einfluss verschiedener Beutegreifer auf die Brutbest\u00e4nde des Kormorans, an erster Stelle nach wie vor der Seeadler. Mittlerweile wurden mehrere gro\u00dfe Kormorankolonien im Umfeld von Seeadlerbrutpl\u00e4tzen aufgegeben oder stehen kurz vor dem Erl\u00f6schen. Seeadler suchen die Kormorankolonien auf, um flugunf\u00e4hige Kormorane aus den Nestern zu fangen. Die Folge dieser Aktivit\u00e4ten ist ein sehr niedriger Bruterfolg von 0,3 bis 1,6 Jungen pro Brutpaar in diesem Jahr. Interessant ist, dass neben dem Seeadler vermehrt auch andere Beutegreifer Kormorankolonien als Nahrungsressourcen nutzen, insbesondere F\u00fcchse und Silberm\u00f6wen.<\/p>\n<p>Neben den im Lande br\u00fctenden Kormoranen spielen auch durchziehende V\u00f6gel nach wie vor eine Rolle. Der maximale nachbrutzeitliche Kormoranbestand im \u00f6stlichen Schleswig-Holstein wurde 2011 im September erreicht und lag mit knapp 9.500 Exemplaren wieder etwas niedriger als in den Vorjahren. Da die durchwandernden V\u00f6gel aus anderen L\u00e4ndern des baltischen Verbreitungsraums stammen, sind allein auf Landesebene wirksame Ma\u00dfnahmen nicht geeignet, eventuell auftretende Probleme zu l\u00f6sen. Hier k\u00f6nnen nur international abgestimmte Aktionen, auch in den Herkunftsl\u00e4nder der Tiere, zu messbaren Ergebnissen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Bereits seit Anfang der 1980er Jahre werden im Auftrag des Ministeriums Daten zum Brutbestand, zur Rastverbreitung und zur Nahrungs\u00f6kologie des Kormorans gesammelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. Die Zahl der Kormorane in Schleswig-Holstein hat leicht zugenommen. Das teilte Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf heute (21. 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