{"id":55237,"date":"2012-01-04T09:04:26","date_gmt":"2012-01-04T08:04:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=55237"},"modified":"2012-01-04T09:04:26","modified_gmt":"2012-01-04T08:04:26","slug":"sensoren-messen-arbeitszeit-stoppuhr-im-armel-zeichnet-arbeitsschritte-detailliert-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/sensoren-messen-arbeitszeit-stoppuhr-im-armel-zeichnet-arbeitsschritte-detailliert-auf\/","title":{"rendered":"Sensoren messen Arbeitszeit &#8211; Stoppuhr im \u00c4rmel zeichnet Arbeitsschritte detailliert auf"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Arbeiterin mit Inertialsensoren (Foto: Lintje GbR)\" src=\"http:\/\/www.pressetext.com\/news\/lowres\/\/20120103016\" alt=\"Arbeiterin mit Inertialsensoren (Foto: Lintje GbR)\" width=\"300\" height=\"231\" \/>Arbeiterin mit Inertialsensoren (Foto: Lintje GbR) &#8211; Magdeburg (pte016\/03.01.2012\/13:10) &#8211; Forscher des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) <a href=\"http:\/\/www.iff.fraunhofer.de\/\" rel=\"external\" target=\"_blank\">http:\/\/www.iff.fraunhofer.de<\/a> haben im Auftrag des Magdeburger Ingenieurb\u00fcros Dr. Gruendler einen Arbeitszeitmesser entwickelt. &#8222;Drei in einen \u00c4rmel integrierte streichholzschachtelgro\u00dfe Sensoren nehmen die Bewegungen von Hand und Arm pr\u00e4zise auf und messen Beginn und Ende der einzelnen Arbeitsschritte. <!--more-->Es geht um manuelle Montaget\u00e4tigkeiten, wo Handlungen im gleichen Schema durchgef\u00fchrt werden&#8220;, erl\u00e4utert Martin Woitag, Wissenschaftler am IFF, gegen\u00fcber pressetext. Das kann etwa Hinlangen, Greifen, Vorrichten, F\u00fcgen, Pr\u00fcfen oder Loslassen sein. Die miteinander verketteten Sensormodule befinden sich auf H\u00f6he des Ober- und Unterarms sowie an der Hand. Der Mitarbeiter muss sich lediglich die beiden \u00c4rmlinge \u00fcberstreifen. Wie eine zweite Haut liegen sie eng, aber dennoch bequem an und beeintr\u00e4chtigen den Besch\u00e4ftigten nicht.<\/p>\n<p>Forscher setzen auf Inertialsensoren<\/p>\n<p>&#8222;Mit der bisherigen Stoppuhr-Methode lassen sich von einem Prozessorganisator, je nach Situation, maximal f\u00fcnf Personen gleichzeitig erfassen. Mit unserer L\u00f6sung k\u00f6nnen Zeitaufnahmen automatisiert ohne zus\u00e4tzlichen Personalaufwand sogar an mehreren Arbeitspl\u00e4tzen parallel erfolgen. Entscheidend ist die h\u00f6here Genauigkeit und Objektivit\u00e4t des Systems&#8220;, sagt Woitag. Bei ihrer L\u00f6sung setzen die Forscher auf Inertialsensoren. Die Sensoren ermitteln die Beschleunigungen und Drehraten der Arme und H\u00e4nde in den drei Achsen X, Y und Z. Im Gegensatz zu anderen Bewegungserfassungssystemen wie etwa GPS funktioniert die inertiale Messtechnik ohne weitere Infrastruktur, die Inertialsensoren k\u00f6nnen Positionen von Objekten im Raum selbstst\u00e4ndig erkennen.<\/p>\n<p>&#8222;Dar\u00fcber hinaus muss unsere L\u00f6sung nicht aufw\u00e4ndig kalibriert werden. Ein Tool zum einmaligen Einlernen der Messpunkte direkt am Montagearbeitsplatz gen\u00fcgt&#8220;, erkl\u00e4rt Woitag. Eine PC-Applikation komplettiert das System. Die Software berechnet und rekonstruiert die Bewegungsabl\u00e4ufe auf Basis der Sensordaten. Sie zerlegt die Abl\u00e4ufe in Bewegungsabschnitte und bestimmt die zugeh\u00f6rigen Zeiten. Unternehmen, die im globalen Wettbewerb bestehen wollen, m\u00fcssen ihre Prozessabl\u00e4ufe optimieren. Um manuelle Montagevorg\u00e4nge effizient zu gestalten, erfassen Pr\u00fcfer die Dauer der Arbeitsschritte bislang meist manuell. Eine Person stand mit der Stoppuhr oder mit digitalen Zeitboards hinter den Mitarbeitern, um die Dauer jeder einzelnen Bewegung zu ermitteln.<\/p>\n<p>Hoher Stressfaktor f\u00fcr Angestellte<\/p>\n<p>Allerdings ist diese Vorgehensweise nicht objektiv, fehlertr\u00e4chtig und f\u00fcr alle Beteiligten mit Nachteilen verbunden: F\u00fcr die Angestellten ist der Stressfaktor hoch, m\u00f6glicherweise f\u00fchren sie die T\u00e4tigkeiten nicht in ihrer \u00fcblichen Geschwindigkeit durch. Die Unternehmen m\u00fcssen einen hohen personellen Aufwand betreiben und dementsprechend hohe Kosten tragen. Derzeit k\u00f6nnen die \u00c4rmlinge f\u00fcr logistische und fertigungstechnische Montageaufgaben an Sitzarbeitspl\u00e4tzen verwendet werden. Im n\u00e4chsten Schritt wollen die Magdeburger Forscher das System so auslegen, dass sich auch Montagevorg\u00e4nge analysieren lassen, bei denen ein Werker steht oder sich im Raum bewegt. Geplant ist au\u00dferdem, mit Hilfe der Inertialsensoren K\u00f6rperhaltungen zu bestimmen und so zu pr\u00fcfen, wie ergonomisch ein Arbeitsplatz gestaltet ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeiterin mit Inertialsensoren (Foto: Lintje GbR) &#8211; Magdeburg (pte016\/03.01.2012\/13:10) &#8211; Forscher des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) http:\/\/www.iff.fraunhofer.de haben<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[1867,1865,789,1864,1866],"class_list":["post-55237","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft","tag-arbeitsschritte","tag-arbeitszeit","tag-messen","tag-sensoren","tag-stoppuhr"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55237","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55237"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55237\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55237"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55237"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55237"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}