{"id":5542,"date":"2008-02-25T01:57:01","date_gmt":"2008-02-25T01:57:01","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=5442"},"modified":"2008-02-25T01:57:01","modified_gmt":"2008-02-25T01:57:01","slug":"austellungsstart_rmische_tage__venezianische_nchte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/austellungsstart_rmische_tage__venezianische_nchte\/","title":{"rendered":"Austellungsstart &#8222;R\u00f6mische Tage &#8211; Venezianische N\u00e4chte&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"BehnH-Nerly\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/BehnH-Nerly.jpg\" alt=\"BehnH-Nerly\" \/><br \/>\n &#8222;R\u00f6mische Tage &#8211; Venezianische N\u00e4chte&#8220; hei\u00dft eine gro\u00dfe Bilderausstellung, die dem Sp\u00e4tromantiker Friedrich Nerly gewidmet ist. Sie wurde gestern im L\u00fcbecker Museum Behnhaus Dr\u00e4gerhaus er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Foto (RB): Dr. Brigitte Heise kuratierte diese Ausstellung als endg\u00fcltigen Abschied in den eigentlich bereits angetretenen &#8222;Ruhestand&#8220; <br \/>\n<!--more-->Anlass der Ausstellung ist der 200. Geburtstag des Sp\u00e4tromantikers, der eine enge Beziehung zu L\u00fcbeck hatte.<\/p>\n<p>Ein Blick in das Leben des K\u00fcnstlers: Am 24. November 1807 wurde Friedrich Nerlich (der sich sp\u00e4ter in Italien Nerly nannte) in Erfurt geboren. Nach dem fr\u00fchen Tod seines Vaters wurde er von Verwandten in Hamburg aufgenommen, die seine k\u00fcnstlerische Begabung schnell erkannten und f\u00f6rderten. Den ersten Zeichenunterricht bekam er von seinem Onkel Heinrich Joachim Herterich, der ihn sp\u00e4ter auch als Lehrling in seine lithografische Werkstatt aufnahm.<\/p>\n<p>Im Alter von 16 Jahren wurde Nerly Sch\u00fcler von Carl Friedrich Freiherr von Rumohr, der ihm auf seinem Gut Rothenhausen bei L\u00fcbeck den n\u00f6tigen gesellschaftlichen Schliff und das k\u00fcnstlerische R\u00fcstzeug f\u00fcr seine sp\u00e4tere Karriere in Italien vermittelte. Im Jahre 1828 reiste der junge Nerly mit seinem M\u00e4zen in den S\u00fcden. Die Reise f\u00fchrte ihn \u00fcber Weimar, Dresden und M\u00fcnchen nach Italien, wo er die Bekanntschaft von Johann Wolfgang von Goethe machte.<\/p>\n<p>Ende 1828 reiste er allein weiter nach Rom, um vorerst dort zu bleiben. In diesem Jahr \u00e4nderte er aus seiner gro\u00dfen Italien-Liebe heraus seinen Namen in &#8222;Nerly&#8220;. Im Kreise der jungen deutschen K\u00fcnstler in Rom wurde der geistreiche Nerly bald zum Mittelpunkt ihrer Geselligkeit. Vor allem aber wurde er rasch bekannt durch seine unkonventionellen Landschaftsstudien, denen er sich fast ausschlie\u00dflich in der Umgebung von Rom und S\u00fcditalien widmete. Frei von akademischem Ballast weisen sie bereits in die Zukunft der Freilichtmalerei und \u00fcber die erste H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts hinaus.<\/p>\n<p>Als Nerly 1835 Rom verlie\u00df, um in die th\u00fcringische Heimat zur\u00fcckzukehren, legte er eine Zwischenstation in Venedig ein. Die Stadt schlug ihn sofort in ihren Bann, so dass er l\u00e4nger als beabsichtigt blieb. Nach der Heirat mit einer sch\u00f6nen Venezianerin schlie\u00dflich fiel endg\u00fcltig die Entscheidung f\u00fcr die Lagunenstadt: Nerly, der dort bis zu seinem Lebensende 1878 blieb, wurde zum Maler von Venedig.<\/p>\n<p>Nerlys Kunst ist nachweislich von der Literatur gepr\u00e4gt. Ottilie von Goethe schrieb, Nerly sei nicht nur &#8222;ein geschickter K\u00fcnstler, sondern ein sehr gebildeter Mann&#8220;. Er spiegelte mit seinem Werk die Atmosph\u00e4re, die er in jenen literarischen Texten sp\u00fcrte, die mit seinen bildnerischen Arbeiten und seiner Intention &#8222;seelenverwandt&#8220; waren.  Die Lekt\u00fcre der Werke des Lord Byron, von E.T.A. Hoffmann, William Shakespeares Venedig-Dramen und Schillers Novelle &#8222;Der Geisterseher&#8220; haben neben etlichen anderen literarischen Quellen ihre Spuren in seinem Werk hinterlassen. Damit hat auch noch das Werk des Sp\u00e4tromantikers Nerly teil an der romantischen Verschmelzung der Bereiche von Poesie und Malerei.<\/p>\n<p>Die L\u00fcbecker Ausstellung, die 100 Arbeiten von Friedrich Nerly zeigt &#8211; \u00d6lgem\u00e4lde, Aquarelle, Zeichnungen &#8211; wird von einem reich bebilderten Katalog begleitet. Darin werden ausf\u00fchrlich die neuesten Forschungsergebnisse dokumentiert. Basis daf\u00fcr war das Studium seines Briefwechsels mit f\u00fchrenden Pers\u00f6nlichkeiten seiner Zeit &#8211; mit Herrschern, Kunstkennern, Dichtern und Freunden.<\/p>\n<p>Die Ausstellung im Museum Behnhaus Dr\u00e4gerhaus ist bis zum 18. Mai 2008 zu sehen. \u00d6ffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr. Eintritt: f\u00fcnf (erm\u00e4\u00dfigt 2,50) Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;R\u00f6mische Tage &#8211; Venezianische N\u00e4chte&#8220; hei\u00dft eine gro\u00dfe Bilderausstellung, die dem Sp\u00e4tromantiker Friedrich Nerly gewidmet ist. 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