{"id":57203,"date":"2012-01-19T09:03:17","date_gmt":"2012-01-19T08:03:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=57203"},"modified":"2012-01-19T09:03:17","modified_gmt":"2012-01-19T08:03:17","slug":"kleidung-hersteller-spionieren-kunden-aus-rfid-chips-in-produkten-bedrohen-privatsphare","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/kleidung-hersteller-spionieren-kunden-aus-rfid-chips-in-produkten-bedrohen-privatsphare\/","title":{"rendered":"Kleidung: Hersteller spionieren Kunden aus &#8211; RFID-Chips in Produkten bedrohen Privatsph\u00e4re"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"Kleidung: erm\u00f6glicht theoretisch Kunden\u00fcberwachung (Foto: pixelio.de, P. Smola)\" src=\"http:\/\/www.pressetext.com\/news\/lowres\/\/20120117014\" alt=\"Kleidung: erm\u00f6glicht theoretisch Kunden\u00fcberwachung (Foto: pixelio.de, P. Smola)\" width=\"285\" height=\"256\" \/>Kleidung: erm\u00f6glicht theoretisch Kunden\u00fcberwachung (Foto: pixelio.de, P. Smola) &#8211; Bielefeld\/Wien (pte014\/17.01.2012\/11:37) &#8211; Viele Kleidungshersteller versehen ihre Produkte aus logistischen Gr\u00fcnden mit RFID-Chips. Diese werden meist nicht entfernt, bevor die Textilien in den Handel kommen. <!--more-->Die Chips erm\u00f6glichen die Erstellung von Bewegungsprofilen der Kleidungstr\u00e4ger. &#8222;RFID-Chips werden schon seit Jahren in verschiedenste Produkte integriert. Die Anwendungen stecken aber noch in den Kinderschuhen. Aus der Datenschutz-Perspektive gibt es zwar ein Problem, es ist aber noch nicht schlagend, weil die Infrastruktur fehlt. Da die Entfernung der Einn\u00e4her m\u00fchsam w\u00e4re und die Zukunft neue Anwendungen verspricht, bleiben die Etiketten dran&#8220;, sagt ARGE-Daten-Obmann Hans Zeger <a href=\"http:\/\/www.argedaten.at\/\" rel=\"external\" target=\"_blank\">http:\/\/www.argedaten.at<\/a> gegen\u00fcber pressetext.<\/p>\n<p>Im Etikett versteckt<\/p>\n<p>Die Chips, die meist in ein Etikett eingen\u00e4ht sind, enthalten eindeutige Produkt- und Seriennummern. Die Daten k\u00f6nnen \u00fcber eine Distanz von mehreren Metern ausgelesen werden. In Deutschland protestiert der Datenschutzverein FoeBud <a href=\"http:\/\/www.foebud.org\/\" rel=\"external\" target=\"_blank\">http:\/\/www.foebud.org<\/a> vor einem Kaufhaus in Bielefeld, um auf die Missst\u00e4nde aufmerksam zu machen, wie die Zeit berichtet. Die Industrie argumentiert, dass die RFID-Chips lediglich zur \u00dcberwachung von Warenstr\u00f6men dienen. Allerdings erm\u00f6glichen die winzigen Funk-Chips nicht nur die zweifelsfreie Identifizierung von Kleidungsst\u00fccken.<\/p>\n<p>Auch die Tr\u00e4ger der betroffenen Textilien sind eindeutig identifizierbar. &#8222;Die Leute k\u00f6nnen sich nicht vorstellen, was mit solchen Daten gemacht werden kann. Bewegungsprofile erm\u00f6glichen einen intensiven Einblick ins Privatleben eines Menschen&#8220;, sagt Zeger.<\/p>\n<p>Das Auslesen der Daten erfolgt \u00fcber Leseger\u00e4te, die frei erh\u00e4ltlich sind. Ein entsprechendes Ger\u00e4t l\u00e4sst sich im Netz bereits ab 50 Euro erwerben. &#8222;Es gibt verschiedene Arten von Chips, die auf unterschiedliche Distanzen ausgelesen werden k\u00f6nnen. Billige Leseger\u00e4te sind oft Schrott und eignen sich nicht zum Auslesen aller Chips&#8220;, erkl\u00e4rt Zeger. Trotzdem kann jeder f\u00fcr relativ wenig Geld die Daten auslesen.<\/p>\n<p>Vor Kauf entfernen<\/p>\n<p>Die Proteste von FoeBud beziehen sich momentan haupts\u00e4chlich auf den Kleidungsproduzenten Gerry Weber. Aber auch andere Firmen, wie etwa Peuterey <a href=\"http:\/\/www.peuterey.it\/\" rel=\"external\" target=\"_blank\">http:\/\/www.peuterey.it<\/a> , n\u00e4hen seit Jahren RFID-Chips in ihre Produkte ein. Peuterey hat sogar schon einen Big Brother Award f\u00fcr diese Praxis erhalten. Die preisgekr\u00f6nten Einn\u00e4her waren sogar mit einem &#8222;Dieses Etikett nicht entfernen&#8220;-Aufdruck versehen. Datensch\u00fctzer sehen darin einen Eingriff in die Grundrechte der Konsumenten.<\/p>\n<p>Mit Leseger\u00e4ten in T\u00fcren und Bodenbel\u00e4gen k\u00f6nnten praktisch l\u00fcckenlose Bewegungsprofile erstellt werden, ohne dass die Betroffenen etwas davon merken. &#8222;Konsumenten haben ein Recht darauf, sich unbeobachtet bewegen zu k\u00f6nnen&#8220;, so Zeger. Datensch\u00fctzer verlangen eine Entfernung der RFID-Chips bevor die Kleidung an den Kunden geht. Seit Jahren will FoeBud durchsetzen, dass die elektronischen Spione an den Kassen der Kaufh\u00e4user entfernt werden m\u00fcssen. Die Mindestforderung ist eine Informationspflicht, die Hersteller zur Kennzeichnung von Produkten mit RFID-Chips verpflichten soll.<\/p>\n<p>&#8222;Hier ist die Politik gefordert, entsprechende Regelungen zu erlassen. Starke elektromagnetische Felder k\u00f6nnen die Chips zerst\u00f6ren. H\u00e4ndler k\u00f6nnten entsprechende Stationen in den Gesch\u00e4ften anbringen. Waren, die das aushalten, k\u00f6nnen auch in der Mikrowelle ges\u00e4ubert werden&#8220;, sagt Zeger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleidung: erm\u00f6glicht theoretisch Kunden\u00fcberwachung (Foto: pixelio.de, P. 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