{"id":60213,"date":"2012-02-07T13:15:10","date_gmt":"2012-02-07T12:15:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=60213"},"modified":"2012-02-07T13:15:11","modified_gmt":"2012-02-07T12:15:11","slug":"nabu-endlich-schaut-der-bundestag-auf-risiken-des-pflanzenkillers-glyphosat-verbot-bei-ernteeinsatz-sowie-in-kleingarten-ist-uberfallig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nabu-endlich-schaut-der-bundestag-auf-risiken-des-pflanzenkillers-glyphosat-verbot-bei-ernteeinsatz-sowie-in-kleingarten-ist-uberfallig\/","title":{"rendered":"NABU: Endlich schaut der Bundestag auf Risiken des Pflanzenkillers Glyphosat Verbot bei Ernteeinsatz sowie in Kleing\u00e4rten ist \u00fcberf\u00e4llig"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2011\/05\/nabu-riesenbanner-zeigt-deutschland-betoniert-sich-zu-alle-zehn-minuten-zerstoren-wir-landschaft-in-der-grose-eines-fusballfeldes\/nabu_logo\/\" rel=\"attachment wp-att-32897\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-32897\" title=\"NABU_Logo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/NABU_Logo.gif\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"95\" \/><\/a>Berlin (ots) &#8211; Ausdr\u00fccklich unterst\u00fctzt der NABU einen Antrag im Bundestagsausschuss, die Zulassung des Pestizidwirkstoffs Glyphosat auszusetzen und den weit verbreiteten Pflanzenkiller wissenschaftlich neu zu bewerten.<!--more--> Die Risiken des auch bei Kleing\u00e4rtnern beliebten Pflanzengifts, das in Deutschland unter dem Namen &#8222;Roundup&#8220; vertrieben wird, hat der NABU in seiner Brosch\u00fcre &#8222;Glyphosat und Agrogentechnik&#8220; zusammengestellt. Demnach belegen neue wissenschaftliche Untersuchungen, dass die Risiken des Glyphosateinsatzes seit Jahren untersch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p>So warnt der NABU vor erh\u00f6hten Gesundheitsgefahren f\u00fcr deutsche Verbraucher vor allem durch den fl\u00e4chendeckenden Einsatz von glyphosathaltigen Herbiziden in der Futtermittelproduktion in Lateinamerika, Brasilien und den USA. Es gibt deutliche Hinweise, dass die Glyphosatr\u00fcckst\u00e4nde in Importfutter auf der Basis von gentechnisch ver\u00e4nderter Soja steigen. &#8222;Viele B\u00fcrger w\u00e4hnen sich auf der sicheren Seite, weil sie denken, dass gentechnisch ver\u00e4nderte Lebensmittel hierzulande verboten sind&#8220;, erkl\u00e4rt Steffi Ober, NABU-Referentin f\u00fcr Agro-Gentechnik. &#8222;Aber tats\u00e4chlich konsumiert jeder Deutsche jedes Jahr durchschnittlich 60 Kilogramm gentechnisch ver\u00e4nderte Soja \u00fcber unsere Futtermittelimporte.&#8220;<\/p>\n<p>Der Bundestagsausschuss f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz behandelt auf seiner Sitzung am Mittwoch einen Antrag der Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen sowie einzelner Abgeordneter, um ein Verbot des Glyphosateinsatzes zur Abreifebeschleunigung (Sikkation) durchzusetzen. Ebenso unterst\u00fctzt der NABU die Forderung des Antrags, die Verwendung von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln in privaten Haus- und Kleing\u00e4rten schnellstm\u00f6glich zu unterbinden, sowie deren Verkauf \u00fcber Bau- und Gartenm\u00e4rkte. &#8222;Der Antrag greift endlich unsere Forderung auf, dass angesichts neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse eine umfassende Neubewertung der Risiken von Glyphosat und glyphosathaltigen Herbiziden dringend n\u00f6tig ist&#8220;, erkl\u00e4rt NABU-Referentin Steffi Ober.<\/p>\n<p>Dreiviertel der gentechnisch ver\u00e4nderten Kulturen weltweit sind herbizidresistent und vertragen somit die mehrmalige Dusche mit Glyphosat. Diese wachsen auf mehr als 100 Millionen Hektar weltweit und werden mit \u00fcber 600.000 Tonnen Glyphosat behandelt. Dazu tr\u00e4gt auch der steigende Anbau f\u00fcr Bioenergiepflanzen bei. Ungeachtet der hohen Aufwandmengen sind die R\u00fcckstandskontrollen f\u00fcr Glyphosat sehr gering. Auf Pestizide wurden 2008\/2009 in Deutschland rund 18.000 Proben untersucht, aber davon nur 0,2 Prozent an Importsoja. Dabei importiert allein Niedersachsen, das Stammland der industriellen Landwirtschaft, zur Fleischerzeugung j\u00e4hrlich f\u00fcnf Millionen Tonnen Soja, wovon das meiste gentechnisch ver\u00e4ndert wurde. &#8222;Es ist eine Schande, dass sich der nieders\u00e4chsische Landwirtschaftsminister Lindemann immer wieder in das Geschirr der Gentechniklobby spannen l\u00e4sst und sogar mit einem Millionen-Programm f\u00fcr mehr Akzeptanz der Gentechnik bei Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern wirbt&#8220;, kritisiert NABU-Pr\u00e4sident Olaf Tschimpke.<\/p>\n<p>In einer Branche, in der jeder Cent z\u00e4hlt, ist der Preis das durchschlagende Argument: Gentechnisch ver\u00e4ndertes Soja ist viel billiger. So kostet gentechnisch ver\u00e4nderter Sojaschrot derzeit rund 400 Dollar pro Tonne, aber nicht gentechnisch ver\u00e4nderter Sojaschrot bis zu 450 Dollar. &#8222;Doch der Markt bildet nicht den wahren Preis ab&#8220;, erkl\u00e4rt Steffi Ober. &#8222;Der Anbau von gv-Soja frisst sich ungebremst in die letzten intakten Regenw\u00e4lder in Brasilien, vertreibt die Landbev\u00f6lkerung in Paraguay und Uruguay und vergiftet die Bev\u00f6lkerung, die rund um die gigantischen Sojafelder lebt.<\/p>\n<p>Studien zeigen, dass die Fruchtbarkeit des Bodens unter dem hohen Glyphosateinsatz leidet und die Ertr\u00e4ge bei Soja zur\u00fcckgehen.&#8220; Neben den direkten toxischen Effekten gef\u00e4hrdet Glyphosat Flora und Fauna indirekt. Mit der Wildkrautflora gehen Nahrungsquellen und Lebensr\u00e4ume verloren, ein Effekt, der dramatisch untersch\u00e4tzt wird. Der TEEB Bericht(The Economics of Ecosystems and Biodiversity) gibt erstmals dem Verlust der biologischen Vielfalt einen Preis und stellt fest, dass die Erhaltung von \u00d6kosystemen fast immer kosteng\u00fcnstiger ist als alle Bem\u00fchungen, sie im Nachhinein wieder herzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Ausdr\u00fccklich unterst\u00fctzt der NABU einen Antrag im Bundestagsausschuss, die Zulassung des Pestizidwirkstoffs Glyphosat auszusetzen und den weit<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[9],"tags":[3182,3181,3183,3179,3180,623],"class_list":["post-60213","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport-freizeit","tag-ernteeinsatz","tag-glyphosat-verbot","tag-kleingarten","tag-nabu-endlich-schaut-der-bundestag","tag-pflanzenkillers","tag-risiken"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60213"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60213\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}