{"id":62152,"date":"2012-02-14T15:57:47","date_gmt":"2012-02-14T14:57:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=62152"},"modified":"2012-02-14T15:57:48","modified_gmt":"2012-02-14T14:57:48","slug":"umweltministerin-rumpf-stellt-entwurf-des-neuen-generalplans-kustenschutz-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/umweltministerin-rumpf-stellt-entwurf-des-neuen-generalplans-kustenschutz-vor\/","title":{"rendered":"Umweltministerin Rumpf stellt Entwurf des neuen Generalplans K\u00fcstenschutz vor"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2010\/06\/erstes-jahr-weltnaturerbe-wattenmeer-%e2%80%93-bilanz-von-umweltministerin-juliane-rumpf-ein-groser-gewinn-fur-schleswig-holstein\/dr-juliane-rumpf\/\" rel=\"attachment wp-att-17721\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-17721\" title=\"Dr. Juliane Rumpf\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Dr.-Juliane-Rumpf.jpg\" alt=\"\" width=\"124\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Dr.-Juliane-Rumpf.jpg 335w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Dr.-Juliane-Rumpf-214x320.jpg 214w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Dr.-Juliane-Rumpf-227x340.jpg 227w\" sizes=\"auto, (max-width: 124px) 100vw, 124px\" \/><\/a>KIEL. Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf hat heute (14. Februar) den Entwurf des neuen Generalplans K\u00fcstenschutz f\u00fcr Schleswig-Holstein vorgestellt: &#8222;&#8220;Vor fast genau 50 Jahren, am 16. und 17. Februar 1962, wurde unsere K\u00fcste von einer furchtbaren Sturmflut heimgesucht&#8220;&#8220;, erinnerte sie dabei.<!--more--> Diese Katastrophe mit weit \u00fcber 300 Toten in Norddeutschland sei Anlass gewesen f\u00fcr die Erstellung des ersten Generalplans K\u00fcstenschutz in Schleswig-Holstein. In dem nun \u00fcberarbeiteten Plan werde dargelegt, welchen Herausforderungen sich das Land beim K\u00fcstenschutz im kommenden Jahrzehnt gegen\u00fcbersieht.<\/p>\n<p>Die Umweltministerin betonte die Bedeutung des vorsorgenden K\u00fcstenschutzes auch in der Zukunft: &#8222;&#8220;Es ist damit zu rechnen, dass die Bedrohungen durch Sturmfluten bei st\u00e4rker steigendem Meeresspiegel auch in Schleswig-Holstein erheblich zunehmen.&#8220;&#8220; Gut ein Viertel Schleswig-Holsteins sei als Niederungsgebiet durch Sturmfluten bedroht, ohne K\u00fcstenschutz ein Leben und Wirtschaften nicht m\u00f6glich. In den gef\u00e4hrdeten K\u00fcstenniederungen leben 354.000 Einwohner und sind Sachwerte in H\u00f6he von gesch\u00e4tzt 48 Milliarden Euro vorhanden. Entlang der 1.125 Kilometer langen K\u00fcstenlinie sch\u00fctzen insgesamt 433 Kilometer Landesschutzdeiche und weitere 96 Kilometer Regionaldeiche die K\u00fcstenniederungen vor \u00dcberflutungen, erl\u00e4uterte sie.<br \/>\nWesentliches Element der Fortschreibung des Generalplans sei die \u00dcberpr\u00fcfung der Sicherheit der Landesschutzdeiche. Hier habe sich ein Verst\u00e4rkungsbedarf an insgesamt 93 Kilometern ergeben, wovon 73 Kilometer mit erster Priorit\u00e4t zu verst\u00e4rken seien. Der jetzt abzul\u00f6sende Generalplan von 2001 habe noch 63 Kilometer ausgewiesen. &#8222;&#8220;Die zus\u00e4tzlichen zehn Kilometer erkl\u00e4ren sich durch verbesserte und erweiterte \u00dcberpr\u00fcfungsverfahren, insbesondere anhand geotechnischer Parameter, sowie ein mit Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern abgestimmter Sicherheitsstandard&#8220;&#8220;, sagte Juliane Rumpf. Im Gegensatz zum bisherigen Generalplan werden in der aktuellen Fortschreibung zudem die mit zweiter Priorit\u00e4t erforderlichen Verst\u00e4rkungen (20 Kilometer) aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Zu den weiteren Neuerungen z\u00e4hlt die mit Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern abgestimmte Vereinheitlichung der Bemessungsans\u00e4tze f\u00fcr Landesschutzdeiche an der Nordsee, der Tideelbe und der Ostsee. Grundlage in Schleswig-Holstein ist ein statistisch ermittelter Sturmflutwasserstand. Diesem Wasserstand wird der bereits 2001 als Bemessungsgrundlage eingef\u00fchrte Klimazuschlag hinzugerechnet und mit der h\u00f6chsten bisher eingetretenen Sturmflut abgeglichen. Der h\u00f6here Wert wird der Festlegung der erforderlichen Deichh\u00f6he zugrunde gelegt. Wie Frau Rumpf sagte: &#8222;&#8220;Mit der Verwendung eines zweihundertj\u00e4hrigen Sturmflutwasserstandes zur Bemessung unserer Landesschutzdeiche tragen wir den Harmonisierungsanforderungen der EU-Hochwasserrichtlinie Rechnung.&#8220;&#8220; F\u00fcr anstehende Deichverst\u00e4rkungen werde entlang der gesamten K\u00fcste zudem ein einheitlicher &#8222;Klimazuschlag&#8220; von 50 Zentimetern ber\u00fccksichtigt, der bisher an der Ostseek\u00fcste nur 30 Zentimeter betrug. Au\u00dferdem wird mit dem neuen Generalplan in Schleswig-Holstein das Konzept der zus\u00e4tzlichen &#8222;Baureserve&#8220; f\u00fcr anstehende Deichverst\u00e4rkungen endg\u00fcltig eingef\u00fchrt; durch diese kann der derzeitigen Bandbreite der Projektionen f\u00fcr den Meeresspiegelanstieg, die f\u00fcr den Zeithorizont bis 2100 zwischen 0,2 Meter und 1,4 Meter liegt, in vollem Umfang Rechnung getragen werden. Umweltministerin Rumpf: &#8222;&#8220;Des Weiteren wird dem Katastrophenschutz unter dem Stichwort des K\u00fcstenrisikomanagements die ihm zukommende Bedeutung einger\u00e4umt. Trotz aller finanziellen Anstrengungen werden wir einen Deichbruch nie ganz ausschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Und dann muss der Katastrophenschutz greifen.&#8220;&#8220; Auf die Bedeutung der Raumordnung und Bauleitplanung als Garant f\u00fcr die Begrenzung der Schadenpotentiale in den von Sturmfluten bedrohten Niederungen werde in dem Dokument ebenfalls eingegangen.<\/p>\n<p>Frau Rumpf sagte, dass f\u00fcr die Verst\u00e4rkung der Landesschutzdeiche als Schwerpunkt des Generalplans ein Mittelbedarf von insgesamt ca. 200 Millionen Euro kalkuliert werde. Dieser Bedarf werde, wie auch die weiteren Ausgaben f\u00fcr den K\u00fcstenschutz, aus Mitteln des Landes, des Bundes und der EU gedeckt. Zur Ber\u00fccksichtigung der steigenden Kosten im Zusammenhang mit dem Klimawandel wurde auf Initiative der K\u00fcstenl\u00e4nder 2009 zudem ein Bund-L\u00e4nder-Sonderprogramm f\u00fcr den K\u00fcstenschutz aufgelegt. Mit den zus\u00e4tzlichen Mitteln werde unter anderem das Konzept der Baureserve umgesetzt, das zu etwa 20 Prozent h\u00f6heren Kosten f\u00fchre.<\/p>\n<p>Nach der heutigen Kabinettsbefassung startet die Anh\u00f6rung bei betroffenen Institutionen und Verb\u00e4nden. Hierzu z\u00e4hlen Wasser- und Bodenverb\u00e4nde, die kommunalen Spitzenverb\u00e4nde aber auch die anerkannten Naturschutzverb\u00e4nde. Nach Ber\u00fccksichtigung der Stellungnahmen soll das Kabinett Ende 2012 dann die vierte Fortschreibung des Generalplans verabschieden. &#8222;&#8220;Die Sturmflutkatastrophe des Jahres 1962 und die besorgniserregenden wissenschaftlichen Aussagen zum k\u00fcnftigen Meeresspiegelanstieg sind Mahnung und Motivation zugleich. Der K\u00fcstenschutz stellt eine niemals endende, st\u00e4ndige Herausforderung f\u00fcr die Bewohner des Landes und seine Regierungen dar&#8220;&#8220;, betonte Juliane Rumpf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf hat heute (14. Februar) den Entwurf des neuen Generalplans K\u00fcstenschutz f\u00fcr Schleswig-Holstein vorgestellt: &#8222;&#8220;Vor fast<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[3449,3450,3451,2103],"class_list":["post-62152","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft","tag-entwurf","tag-generalplans","tag-kustenschutz","tag-umweltministerin-rumpf"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62152","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62152"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62152\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}