{"id":6336,"date":"2008-05-26T17:20:38","date_gmt":"2008-05-26T17:20:38","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=6236"},"modified":"2008-05-26T17:20:38","modified_gmt":"2008-05-26T17:20:38","slug":"meinung_korvettenstrae_quittierte_mangelhafte_politarbeit_mit_unter_27_prozent_wahlbeteiligung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/meinung_korvettenstrae_quittierte_mangelhafte_politarbeit_mit_unter_27_prozent_wahlbeteiligung\/","title":{"rendered":"(Meinung) Korvettenstra\u00dfe quittierte mangelhafte Politarbeit mit unter 27 Prozent Wahlbeteiligung"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"EKZ-Lehmkuh\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/EKZ-Lehmkuh.jpg\" alt=\"EKZ-Lehmkuh\" \/><br \/>\n41,4 Prozent Wahlbeteiligung in L\u00fcbeck? Mag sein, wo Stadtteile eine politische Lobby in der Hansestadt hatten oder haben. Bl\u00fchende Stadtteile, wo B\u00fcrgerschaftskandidaten f\u00fcr ihre W\u00e4hler etwas getan haben. Nicht so in Buntekuh am Pulsschlag des Zentrums an der Korvettenstra\u00dfe. Hier ist ein unglaublich eklatanter R\u00fcckgang der Wahlbeteiligung auf unter 27 Prozent Wahlbeteiligung zu verzeichnen. Eindeutiger Grund: Politverdrossenheit.<\/p>\n<p>Foto (RB): Die Bunte-Lehm-Kuh gab nur knapp 27 Prozent Wahlbeteiligungs-Fett <!--more-->Denn hier ist erneut f\u00fcnf Jahre lang zu wenig, f\u00fcr viele auch &#8222;nichts&#8220; vorangebracht worden. Da wurde immer nur vom &#8222;Brennpunkt&#8220; Buntekuh geredet, Medien schrieben eher tendenzi\u00f6s, und ein Architektenwettbewerb f\u00fcr das eigentliche Zentrum ausgeschrieben, der au\u00dfer einer aufgeblasenen Kuh f\u00fcr \u00fcber die Stra\u00dfe, Kuhflecken als Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberweg, eine \u00fcberdachte Trib\u00fcne am Markt, einem Treff hinter der Baltic-Gesamtschule und gar ein von Kunstobjekten ums\u00e4umter Wanderweg (an die Kamelbr\u00fccke sollte es &#8222;Herzlich willkommen in Buntekuh&#8220; hei\u00dfen) bis hinunter zur Trave f\u00fchren, nichts gebracht hat. Absolut untaugliche Mittel, einen Stadtteil vorzubringen, weil man ohnehin stadtseitig den &#8222;Bock zum G\u00e4rtner machte&#8220;: Die Sozialberatungsstelle im \u00c4rztehaus wurde aufgel\u00f6st und &#8211; die R\u00e4umlichkeiten stehen seitdem dort v\u00f6llig leer. <\/p>\n<p>Bei ein wenig mehr Interesse aller politischen Vertreter Buntekuhs, also aller (!), h\u00e4tte man sofort einhaken m\u00fcssen, um in diesen R\u00e4umlichkeiten einen Nachbarschaftstreff beispielsweise nach dem Muster Billrothstra\u00dfe einzurichten. Nein, alles schlief weiter, der Architektenwettstreit verging, die Arbeitsgruppe &#8222;Soziale Stadt&#8220; die unbedingt in den Leerst\u00e4nden im \u00c4rztehaus h\u00e4tte etabliert werden m\u00fcssen, agiert mehr oder weniger auff\u00e4llig als &#8222;Buntekuh B\u00fcro&#8220; im Verborgenen des Karavellenhochhauses &#8211; und passiert ist immer noch nichts. Aber kann ja eigentlich auch noch nicht. Doch &#8211; eines: Die &#8222;Frauenbeauftragte&#8220; hat sich einmal vor eine Begehung des &#8222;Stadtteilb\u00fcros Buntekuh&#8220; eben des Projektes &#8222;Soziale Stadt&#8220; vorangestellt, um mit einer speziellen Frauen-Begehung die Gef\u00e4hrdung vor allem der Frauen in diesem Stadtteil unter Beweis zu stellen. Kein weiterer Kommentar bis auf den Hinweis, die Kriminalstatistik darauf mal einzusehen.<\/p>\n<p>Ach, und noch eines: Selbstverst\u00e4ndlich auch auf Betreiben st\u00e4dtischer Bereiche konnte erreicht werden, das mit dem Anbau an das Einkaufszentrum (EKZ) f\u00fcr ALDI das mit vielen Leerst\u00e4nden vor sich hin vegetierende EKZ wieder attraktiver zu machen. Nur ist dieses sp\u00e4testens ab 18.30 Uhr bis auf SKY, ALDI und den treuen t\u00fcrkischen Imbiss geschlossen. Die Apotheke \u00f6ffnet seit dem Umbau auch \u00fcber Mittag. Der nahe Praktische Arzt hat zwar bis 19 Uhr ge\u00f6ffnet. Nur lohnt es kaum, daf\u00fcr die Apotheke auf Wartestand zu stellen. Und irgendwo ist auch Schluss. Nur entspricht alles dieses nach wie vor nicht einem anlockenden Einkaufszentrum.<\/p>\n<p>Kurzes Wort zum r\u00fcckw\u00e4rtigen Zugang zum Einkaufszentrum f\u00fcr die entsprechenden Anwohner: Dieser wurde zun\u00e4chst bei der vorherigen Umbauma\u00dfnahme &#8222;vergessen&#8220; wie bei der letzten. Der Versuch, sich in die Planungen einzuklinken, endete mit dem Rausschmiss des Vorsitzenden des Anwohnervereins aus dem Baub\u00fcro mit dem Hinweis, &#8222;man brauche hier keine Spione&#8220;. In dessen Vereinszeitung &#8222;Fregatte&#8220; r\u00fchmte sich dann der SPD-OV Buntekuh der nachtr\u00e4glichen Wegzuf\u00fchrung &#8211;  &#8222;Indianer-Ehrenwort&#8220;! Mit dieser fremden Feder sollte man sich weder schm\u00fccken noch fotografieren lassen. Das waren unter anderem die Apotheke und der bei ALDI zust\u00e4ndige Immobilien-Betreuer, der hier \u00fcbrigens aufgewachsen ist. Auf Selbstlob verzichte ich dabei allerdings.<\/p>\n<p>Sehr lebendig entgegen allen politischen Schlafs zeigten sich seit etwa drei Jahren jugendliche Gruppierungen, die nach zuvor \u00fcberwiegend &#8222;t\u00fcrkischem&#8220; Einfluss  zuletzt in einer &#8222;russischen&#8220; Gewaltbereitschaft eskalierte, die zu Ma\u00dfnahmen \u00fcber den L\u00fcbecker Bauverein und die Stadt &#8211; zuletzt sogar unterst\u00fctzt durch die daf\u00fcr \u00f6rtlich nicht einmal zust\u00e4ndige Adelheid Oldenburg (CDU) &#8211; f\u00fchren mussten. Sehr traurig im Grunde: Nur durch Entfernen von B\u00e4nken, Aufl\u00f6sen einer Rasenfl\u00e4che und Abbau einer Stein-Sitz-Mauer im seitlichen, gr\u00fcnen Hintergrund des Centers konnten Vandalismus und Gef\u00e4hrdung der Passanten entgegen getreten werden. Selbstverst\u00e4ndlich halfen auch Streifenkontrollen der Polizei. Gestern waren die &#8222;Russen&#8220; aber wieder da, auch das &#8222;merkw\u00fcrdige, schwarze&#8220; Fahrzeug. Mit dem Winkel an der Baltic-Gesamtschule zwar an anderer Stelle, aber nach zwischenzeitlich Schwimmhalle Ziegelstra\u00dfe und Pinassenteich scheinen sich die wieder am EKZ etablieren zu wollen.  <\/p>\n<p>Was alles das mit der Wahl zu tun hat? Nun, noch einmal: Alles das hat sich entwickeln k\u00f6nnen, weil es tats\u00e4chlich im Herzen Buntekuhs u. a. weder ein Angebot f\u00fcr Jugendliche noch f\u00fcr Erwachsene gibt. Der Hudekamp ist in diesem Sinne kein Ersatz daf\u00fcr. Hier im Bereich EKZ h\u00e4tte so etwas aber l\u00e4ngst eingerichtet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dazu ein &#8222;Hammer&#8220;: Im Wahl-Flyer der SPD Buntekuh wurde v\u00f6llig \u00fcberraschend eine &#8222;Jugendgastst\u00e4tte&#8220; gefordert. Was um Himmels Willen ist denn damit gemeint? Ein wahrlich \u00fcbles Wahlkampf-Ei. Lieber Ortsverein und mein lieber Nachbar: Genau das ist etwas, was an erster Stelle hier nun wahrlich nicht gebraucht wird. Dann entsteht n\u00e4mlich genau das, was das Herz Buntekuhs zum wahren Brennpunkt machen w\u00fcrde. Nein &#8211; hier fehlt eindeutig besagter Nachbarschaftstreff \u00e0 la Billrothstra\u00dfe oder ein &#8222;Mehrgenerationenhaus&#8220; nach dem Muster Brandenbaumer Feld. Gerade im letzteren Bereich gab es \u00c4hnliches immer schon: Die dort politisch starke Lobby hatte daf\u00fcr gesorgt. Warum also wurde Buntekuh daf\u00fcr nicht angemeldet? Aber als 1. Schritt eine &#8222;Jugendgastst\u00e4tte&#8220;? <\/p>\n<p>Unter 27 Prozent Wahlbeteiligung &#8222;Korvettenstra\u00dfe&#8220;. Daf\u00fcr m\u00fcssen sich nicht die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler hier sch\u00e4men. Sondern die Politikerinnen und Politiker, die sich eindeutig um diesen ihren Wahlkreis zumindest nicht ausreichend gek\u00fcmmert haben. Viele Anwohner wissen bis heute nicht, wer eigentlich ihre Kandidatinnen oder Kandidaten waren. Denn ein paar Mal vor einer Wahl Info-St\u00e4nde aufzubauen, reicht daf\u00fcr nicht wirklich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>41,4 Prozent Wahlbeteiligung in L\u00fcbeck? Mag sein, wo Stadtteile eine politische Lobby in der Hansestadt hatten oder haben. 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