{"id":64524,"date":"2012-02-27T14:34:31","date_gmt":"2012-02-27T13:34:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=64524"},"modified":"2012-02-27T14:34:31","modified_gmt":"2012-02-27T13:34:31","slug":"verkehrsunfallbilanz-2011-weniger-unfalle-mehr-verletzte-und-tote-langfristiger-trend-positiv-schlie-wir-geben-uns-damit-nicht-zufrieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/verkehrsunfallbilanz-2011-weniger-unfalle-mehr-verletzte-und-tote-langfristiger-trend-positiv-schlie-wir-geben-uns-damit-nicht-zufrieden\/","title":{"rendered":"Verkehrsunfallbilanz 2011: Weniger Unf\u00e4lle, mehr Verletzte und Tote &#8211; Langfristiger Trend positiv \u2013 Schlie: Wir geben uns damit nicht zufrieden"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Plakat Verkehrsunfallstatistik 2011\" src=\"http:\/\/www.schleswig-holstein.de\/SharedDocs\/Bilder\/Cover\/IM\/Polizei\/plakatUnfallstatistik2011__blob=normal.jpg\" alt=\"Plakat Verkehrsunfallstatistik 2011\" width=\"134\" height=\"179\" \/><\/p>\n<p>Weniger Unf\u00e4lle, aber mehr Verletzte und Tote. Das ist die Bilanz des Verkehrssicherheitsberichts 2011 der schleswig-holsteinischen Landespolizei, den Innenminister Klaus Schlie und Landespolizeidirektor Burkhard Hamm am Montag (27. Februar) der Presse in Kiel vorstellten. Danach ereigneten sich auf den Stra\u00dfen Schleswig-Holsteins im vergangenen Jahr insgesamt 70.541 Unf\u00e4lle. Dabei wurden 15.222 Menschen verletzt; 120 Personen kamen ums Leben. Im Vergleich zu 2010 bedeutet das einen R\u00fcckgang der Gesamtunfallzahlen um zwei Prozent bei gleichzeitig sieben Prozent mehr Verletzten und einer Zunahme von zw\u00f6lf Toten.<!--more--><\/p>\n<p>\u201e<q>Diese Entwicklung hat die Polizei erwartet und im Verkehrssicherheitsbericht des vergangenen Jahres bereits prognostiziert<\/q>\u201c, sagte Schlie. 2011 habe man einen vergleichsweise normalen Winter gehabt. Widrige Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse waren eher die Ausnahme. Im Gegensatz zu 2010: Da gab es bis in den M\u00e4rz hinein winterliche Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse und auch der Dezember 2010 war durch Schnee, Matsch und Eis gekennzeichnet. F\u00fcr 2010 lautete daher die Bilanz: Mehr Unf\u00e4lle, aber weniger Tote und Verletzte. \u201e<q>Bei Schnee und Eis geschehen zwar h\u00e4ufiger Unf\u00e4lle, die Folgen sind aber weniger drastisch<\/q>\u201c, sagte der Minister.<\/p>\n<p>Die gestiegene Zahl der Toten und Verletzten in 2011 d\u00fcrfe niemand kleinreden. Hinter diesen Zahlen st\u00fcnden Schicksale von Menschen und das Leid der Angeh\u00f6rigen. \u201e<q>Wir werden uns mit diesen Zahlen nie abfinden<\/q>\u201c, sagte Schlie. Bei aller emotionalen Betroffenheit \u00fcber jeden, der im Stra\u00dfenverkehr verletzt worden oder zu Tode gekommen sei, m\u00fcsse man die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik sachlich analysieren. \u201e<q>Im n\u00fcchternen Urteil der Fachleute setzt das vergangene Jahr den langfristigen und insgesamt positiven Trend fort<\/q>\u201c, sagte der Minister. In der statistischen Betrachtung sei 2010 ein untypisches Jahr gewesen.<\/p>\n<p>Mit 120 t\u00f6dlich Verungl\u00fcckten war 2011 das Jahr mit der zweitniedrigsten Zahl von Verkehrsunfalltoten seit Einf\u00fchrung der Verkehrsunfallstatistik vor mehr als 60 Jahren. Den Tiefststand registrierte die Polizei 2010. Damals verloren 108 Menschen im Stra\u00dfenverkehr ihr Leben. \u201e<q>Jeder Verkehrstote ist einer zu viel<\/q>\u201c, sagte der Minister. Statistisch gesehen w\u00fcrden jeden Tag 42 Menschen im Stra\u00dfenverkehr verletzt; an jedem dritten Tag sei ein Mensch an den Folgen eines Verkehrsunfalls gestorben. \u201e<q>Die Verkehrssicherheitsarbeit bleibt ein Schwerpunkt polizeilicher Alltagarbeit<\/q>\u201c, sagte Schlie.<\/p>\n<p>Fast die H\u00e4lfte der Verkehrsunfalltoten und Schwerverletzten waren Fu\u00dfg\u00e4nger (16 Tote, 212 Schwerverletzte), Radfahrer (16 Tote, 449 Schwerverletzte) sowie Motorradfahrer und deren Mitfahrer (25 Tote, 356 Schwerverletzte). Unf\u00e4lle mit Fu\u00dfg\u00e4ngern (1.023 Unf\u00e4lle; 3,6 Prozent mehr) Radfahrern (3.558 Unf\u00e4lle; 10,5 Prozent mehr) und Motoradfahrern (1.796 Unf\u00e4lle; 12,3 Prozent mehr) nahmen im vergangen Jahr zu. Erstmals seit vielen Jahren stieg die Anzahl der Verkehrsunf\u00e4lle, an denen Kinder beteiligt waren (1.266 Unf\u00e4lle; 8,9 Prozent mehr).<\/p>\n<p>F\u00fcr den Anstieg der Unfallzahlen bei den Rad- und Motorradfahrern macht die Polizei den milden Winter 2011 mit verantwortlich. Schlie k\u00fcndigte an, dass die Verkehrspr\u00e4ventionsarbeit an Grundschulen mit den Themen \u201eSicherer Schulweg\u201c und \u201eRadfahrausbildung f\u00fcr Kinder\u201c weiterhin stattfinden werde. \u201e<q>Wir werden auch in Zukunft mit aller Kraft der gestiegenen Zahl von Unf\u00e4llen mit Kindern entgegenwirken<\/q>\u201c, sagte Schlie.<\/p>\n<p>Die drei h\u00e4ufigsten Hauptunfallursachen mit jeweils etwas mehr als einem F\u00fcnftel sind Missachtung der Vorfahrt, Fehler beim Abbiegen, Wenden und R\u00fcckw\u00e4rtsfahren und nicht angepasste Geschwindigkeit. Auf den R\u00e4ngen vier, f\u00fcnf und sechs der Unfallursachen folgen mit weitem Abstand ungen\u00fcgender Sicherheitsabstand (zehn Prozent), Alkohol und Drogen (neun Prozent) und Fehler beim \u00dcberholen (f\u00fcnf Prozent).<\/p>\n<p>Alkohol im Stra\u00dfenverkehr geh\u00f6rt zwar nicht zu den drei Hauptunfallursachen, dennoch wird die Polizei nach Auskunft von Schlie auf dieses Delikt nach wie vor ein wachsames Auge werfen. Nachdem in den vergangenen Jahren die Zahl der Verkehrsunf\u00e4lle, bei dem ein Beteiligter unter der Wirkung von Alkohol stand, zur\u00fcckging, registrierte die Polizei f\u00fcr 2011 eine Anstieg um 10,8 Prozent auf 1.501 Verkehrsunf\u00e4lle. Alkohol war im vergangenen Jahr die Ursache f\u00fcr 15 Unfalltote.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weniger Unf\u00e4lle, aber mehr Verletzte und Tote. 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