{"id":65304,"date":"2012-03-05T08:35:31","date_gmt":"2012-03-05T07:35:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=65304"},"modified":"2012-03-05T08:35:31","modified_gmt":"2012-03-05T07:35:31","slug":"zukunftskonzepte-fur-gesundheit-und-pflege-in-schleswig-holstein-fachtagung-diskutiert-innovative-ansatze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/zukunftskonzepte-fur-gesundheit-und-pflege-in-schleswig-holstein-fachtagung-diskutiert-innovative-ansatze\/","title":{"rendered":"Zukunftskonzepte f\u00fcr Gesundheit und Pflege in Schleswig-Holstein \u2013 Fachtagung diskutiert innovative Ans\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Mit der Sicherung der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bev\u00f6lkerung setzte sich heute die Fachtagung \u201eGesundheit und Pflege in Schleswig-Holstein\u201c auseinander. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten innovative, demografisch tragf\u00e4hige Gestaltungsans\u00e4tze mit.<!--more--><\/p>\n<p>Das Fritz-Beske-Institut f\u00fcr Gesundheits-System-Forschung (IGSF) hatte vom Gesundheitsministerium im August 2011 den Auftrag erhalten, die aktuelle Versorgungssituation in Schleswig-Holstein zu analysieren, Defizite zu identifizieren und eine Projektion f\u00fcr die Bedarfe der Zukunft zu erstellen. Dazu erarbeiteten 19 Verb\u00e4nde und Standesvertretungen in einem daf\u00fcr etablierten Beirat in mehreren Handlungsfeldern Problemanalysen und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse stellten Prof. Dr. Fritz Beske und Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg gemeinsam vor.<\/p>\n<p>Der Minister unterstrich: \u201e&#8220;Wir stehen vor der Herausforderung, den Zugang zur pflegerischen und medizinischen Versorgung in einem Fl\u00e4chenland dauerhaft zu sichern. Dabei steht der Patient wie der Pflegebed\u00fcrftige gemeinsam im Fokus.&#8220;<br \/>\n&#8222;Wir brauchen einerseits mehr Dezentralisierung und Regionalisierung und andererseits mehr freiwillige Kooperationen \u2013 zwischen dem ambulanten und dem station\u00e4ren Sektor, aber vor allem auch von Gesundheit und Pflege.&#8220;\u201c<\/p>\n<p>Dabei m\u00fcssten die berechtigten Interessen der verschiedenen Akteure ber\u00fccksichtigt werden. Zu sehr haben in der Vergangenheit politische Vorstellungen und finanzielle Fehlanreize dazu gef\u00fchrt, dass Barrieren errichtet und die vorhandenen M\u00f6glichkeiten zur Zusammenarbeit nicht ausreichend genutzt worden seien. Die Fachtagung habe gezeigt, dass dies der richtige Ansatz sei.<\/p>\n<p>So muss beispielsweise eine interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit auch dazu f\u00fchren, die verschiedenen Gesundheitsberufe enger miteinander zu verzahnen. \u201eIch pl\u00e4diere daf\u00fcr, durch eine gemeinsame Grundausbildung in den Pflegeberufen Synergien zu erzeugen und danach Spezialausbildungen f\u00fcr die einzelnen Berufszweige anzuschlie\u00dfen. Dies w\u00fcrde im \u00dcbrigen auch mehr Durchl\u00e4ssigkeit zwischen den Berufen erm\u00f6glichen\u201c, so Garg.<\/p>\n<p>Der Minister sprach sich f\u00fcr mehr regionale Entscheidungen aus und hob hervor: \u201e&#8220;Vor Ort finden sich h\u00e4ufig schnell umsetzbare, pragmatische L\u00f6sungen. Die heute unterbreiteten Vorschl\u00e4ge, wie die f\u00fcr erg\u00e4nzende ambulante Versorgungsstrukturen durch mobile Zweigarztpraxen, einen mobilen Apothekendienst oder einen Shuttleservice der Kommunen, zeigen, dass es M\u00f6glichkeiten gibt, die Betreuung der Patienten vor Ort auch in Zukunft fl\u00e4chendeckend zu gew\u00e4hrleisten, wenn alle Akteure zusammenarbeiten&#8220;.\u201c<\/p>\n<p>Die Empfehlung, die ausufernde B\u00fcrokratie einzud\u00e4mmen, nahm der Minister erneut zum Anlass, die Abschaffung der Praxisgeb\u00fchr zu fordern: \u201eSie ist b\u00fcrokratisch aufwendig, systemisch unsinnig und hat nachweislich keine Steuerungswirkung. Damit werden Arztpraxen von \u00fcberfl\u00fcssiger B\u00fcrokratie und Patienten von einer Abgabe befreit, deren Erhebungsaufwand in keinem Verh\u00e4ltnis steht\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. 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