{"id":6533,"date":"2008-06-21T17:22:54","date_gmt":"2008-06-21T17:22:54","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=6433"},"modified":"2008-06-21T17:22:54","modified_gmt":"2008-06-21T17:22:54","slug":"integriertes_entwicklungskonzept_buntekuh__vorgestellt_anwohner_bemngeln_unzureichende_lsung_aktueller_probleme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/integriertes_entwicklungskonzept_buntekuh__vorgestellt_anwohner_bemngeln_unzureichende_lsung_aktueller_probleme\/","title":{"rendered":"&#8222;Integriertes Entwicklungskonzept Buntekuh&#8220;  vorgestellt: Anwohner bem\u00e4ngeln unzureichende L\u00f6sung aktueller Probleme"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"BunteK-Forum-1\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/BunteK-Forum-1.jpg\" alt=\"BunteK-Forum-1\" \/><br \/>\nDas  Programm &#8222;Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf &#8211; die Soziale Stadt&#8220; ist aufgelegt, die Prozesse der &#8222;Sozialen Stadt&#8220; sind eingerichtet. Das stellte Katharine Wegner vom Quartiersmanagement  Stadt &#038; Gesellschaft GmbH gemeinsam mit  den weiteren BearbeiterInnen Helga Rake und Peter Riedel k\u00fcrzlich im Vereinsheim des SC Buntekuh am Koggenweg dem 1. Buntekuh-Forum voran. Eingeladen war der ganze betroffene Stadtteilbereich, dem allerdings trotz &#8222;Posteinwurf&#8220; nur wenig mehr Einwohnerinnen und Einwohner als &#8222;Funktion\u00e4re und Politiker&#8220; gefolgt waren. (Foto RB)<!--more-->Politiker leider nicht einmal aller &#8222;Couleurs&#8220;, was leider &#8211; wie sp\u00e4ter auch bewohnerseitig zu h\u00f6ren war &#8211; auf die Entwicklung ihres Stadtteils bezogen, &#8222;nur wenig oder auch gar nichts getan worden ist&#8220;. Der Bausenator kam wenigstens nach kurzer Verhinderung. Wo aber war der Sozialsenator? <\/p>\n<p>\nLag die Wahlbeteiligung bei der letzten Kommunalwahl in angrenzenden Bereichen zwischen 35 und 40 Prozent absolut h\u00f6her als die des unter 27 (!)  Prozent liegenden Wertes der Korvettenstra\u00dfe, best\u00e4tigte genau das die Resonanz auf diese Veranstaltung. Leider; denn das hilft auch nicht weiter. Dieses wurde zwar von den Einladenden und &#8222;Politikern&#8220; anders gesehen, aber ohnehin mag es kl\u00fcger sein, nach vorne zuschauen&#8220;, zumal erste Schritte f\u00fcr eine Verbesserung von Wohnqualit\u00e4t bis Image erkennbar kompetent eingeleitet sind. Keine &#8222;Politik-Beschimpfung&#8220; also, wie vom Publikum betont wurde: Daf\u00fcr spr\u00e4chen die Zahlen der Wahlbeteiligung mehr als hinreichend. Aber nicht erst 2006, als die L\u00fcbecker B\u00fcrgerschaft endlich beschloss, F\u00f6rdermittel des Bund-L\u00e4nder- Programms &#8222;Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf &#8211; die Soziale Stadt&#8220; f\u00fcr ein Teilgebiet des Stadtteils Buntekuh zu beantragen, waren die Probleme dieses Stadtteils bekannt, n\u00e4mlich bereits seit 1980 in der Erkenntnis, &#8222;dass der Stadtteil von den gesellschaftlichen Umbr\u00fcchen des letzten Jahrzehnts st\u00e4rker betroffen ist, als andere Gebiete der Stadt, so dass es Ma\u00dfnahmen zur Stabilisierung des Stadtteils bedarf&#8220;.<\/p>\n<p>Denn in anderen Stadtteilen war zwischenzeitlich l\u00e4ngst Entwicklung betrieben worden, indem soziale Einrichtungen wie Stadtteiltreffs eingerichtet waren und denen heute sogar bereits moderne Ver\u00e4nderungen auf die Form von &#8222;Mehrgenerationenh\u00e4usern&#8220; gefolgt sind. Aus Sicht der Anwohnerinnen und Anwohner jedenfalls wurde hier lediglich die Sozialberatungsstelle im \u00c4rztehaus an der Korvettenstra\u00dfe ersatzlos &#8222;gestrichen&#8220;. Die R\u00e4umlichkeiten stehen Jahre leer, aber ein Treff f\u00fcr Jung und Alt &#8211; oder was auch immer gibt es bis heute nicht. Den h\u00e4tte man da unverz\u00fcglich einrichten m\u00fcssen. So bezeichnete ein Veranstaltungsbesucher seinen Stadtteil Buntekuh als &#8222;vergessenen Stadtteil&#8220;, ein anderer ein Stadtteil &#8222;ohne politische Lobby&#8220;. Man mag kaum glauben, dass Stadt und Politik den Stadtteil auf dessen Problemen haben sitzen lassen und von ihnen praktisch dieser Zustand bis zur Vorarbeit auf den B\u00fcrgerschaftsbeschluss 2006 und Antrag auf Landesf\u00f6rderung hingenommen wurde. So waren die Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sehr gespannt, was seitdem &#8222;passiert oder nicht passiert&#8220; ist.<\/p>\n<p>Ein bereits durchgef\u00fchrter &#8222;Architektenwettbewerb&#8220; im Rahmen des ExWoSt-Pilotprogramms (Experimenteller Wohnungs- und St\u00e4dtebau) &#8222;Stadtumbau West&#8220; des Bundesministeriums f\u00fcr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung  hatte dann erste Ideen erbracht, die auch in das nun laufend Projekt besagten St\u00e4dtebauf\u00f6rderprogramms &#8222;Sozialen Stadt&#8220;  einflie\u00dfen sollen. Unter Teilnahme eingerichteter Arbeitskreise sollen nun einige Vorschl\u00e4ge daraus in gewissem Rahmen verwirklicht zu werden.  Entfallen zun\u00e4chst in allgemeiner Zustimmung der Kunst-Wanderweg von der Kamelbr\u00fccke durch Buntekuh bis zur Trave, eine \u00fcber der Korvettenstra\u00dfe schwebende Symbol-Kuh oder der Kuhflecken-Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberweg. Zur &#8222;Versch\u00f6nerung&#8220; des Marktes mit (\u00fcberdachter) Trib\u00fcne gab es  allerdings nur ebenso Kopfsch\u00fctteln bei den Veranstaltungsbesucherinnen und Besuchern wie zu dem Vorhaben, die Korvettenstra\u00dfe unter anderem schmaler zu &#8222;machen&#8220;, den Radweg zu entfernen und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km\/h einzuf\u00fchren, wobei die Linienbusse hier ohne Busbuchten weiter verkehren sollen. Dar\u00fcber sollten sich die Verantwortlichen noch einmal  gut beraten. Denn das liegt nach Auffassung der Anlieger f\u00fcr sie nicht im Problem-Bereich: Der Radweg muss bleiben und bedarf lediglich der Instandsetzung. Aber ein Verzicht darauf ist f\u00fcr sie v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich an. Die ebenfalls anwesende Pastorin D\u00f6rte Eitel verwies viel mehr darauf, einen weiteren Radweg f\u00fcr die Karavellenstra\u00dfe vorzusehen. Denn dieser Schulwegbereich ist in jetziger Form \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlich ohne Radspur. Auf den Fu\u00dfweg ausgewichene R\u00e4der sind jetzt f\u00fcr die Passanten ein Problem. Der leer stehende Bereich im \u00c4rztehaus, in den von Anfang an auch das &#8222;Buntekuh-B\u00fcro&#8220; geh\u00f6rt h\u00e4tte, soll nun doch St\u00e4tte eines &#8222;Stadtteil-Treffs&#8220; werden.<\/p>\n<p>Gut, dass die Forderung des Ortsvereins der SPD Buntekuh laut seinem Wahlkampf-Flyer auf Einrichtung einer &#8222;Jugend-Gastst\u00e4tte&#8220; keine Ber\u00fccksichtigung gefunden hat. Genau das w\u00e4re fatal, was die Priorit\u00e4ten angeht. Erst einmal m\u00fcsse, so ein Zuh\u00f6rer, ein allgemeiner Treff geschaffen werden.  Dann kann man immer noch weiter sehen. Der Forderung, Priorit\u00e4ten nicht bei Korvettenstra\u00dfe oder Marktplatz bevorzugt zu setzen oder auch der Hinweis, andere Stadtteile seien l\u00e4ngst und weiter verbessert mit Stadtteiltreffs versorgt und h\u00e4tten wohl eine bessere Polit-Lobby, vermochte sich der nach vorherigem Termin dazu gekommene Bausenator Franz-Peter Boden nicht anschlie\u00dfen, auch wenn diese allein rd. 600.000 von rd. 2,2 Millionen Euro F\u00f6rdergelder verschlingen w\u00fcrden: &#8222;Das sei doch egal, womit man beginnen w\u00fcrde. Die wenigsten Probleme erg\u00e4ben sich eben daraus. Au\u00dferdem sei es wenig dienlich, Stadtteile miteinander zu vergleichen!&#8220; Das allerdings sorgte f\u00fcr einigen Unmut vor allem aus dem Besucherkreis, der am meisten unter Vandalismus, Bel\u00e4stigung und L\u00e4rm leiden muss. Vielleicht w\u00e4re es dienlich gewesen, diese Fragen an den Sozialsenator stellen zu k\u00f6nnen. Hatte man es nicht f\u00fcr n\u00f6tig gehalten, diesen einzuladen? <\/p>\n<p>Einiges mag auf den ersten Blick besser geworden zu sein. Aber im Grunde nur, weil sich gewisse Treffs nur etwas verlagert haben. Doch zur\u00fcck zum Verfahrensablauf und dem Antrag der Hansestadt nach dem B\u00fcrgerschaftsbeschluss, beim Innenministerium Schleswig-Holstein einen Antrag auf Aufnahme des Gebietes Buntekuh mit Abgrenzung Stra\u00dfen Moislinger Allee, Buntekuhweg, Ziegelstra\u00dfe und die Bahntrasse in das F\u00f6rderprogramm aufzunehmen. Dem folgte das Ministerium auch und stimmte dem zu. <\/p>\n<p>Einrichtung des Buntekuh-B\u00fcros<br \/>\nDas machte es m\u00f6glich, im M\u00e4rz 2007 die plankontor Stadt und Gesellschaft GmbH mit dem Quartiersmanagement des Projektgebietes in Buntekuh von der Hansestadt L\u00fcbeck zu beauftragen. Bei der Hansestadt L\u00fcbeck sind daf\u00fcr zust\u00e4ndig die Fachbereiche Planen und Bauen sowie  Bereich Stadtplanung. Die Projektbetreuung nimmt Christiane Schlonski wahr. Am 03. Mai 2007 hatte sich das Quartiersmanagement auf einer Auftaktveranstaltung im Gebiet vorgestellt und im Juni das Buntekuhb\u00fcro im Erdgeschoss des Karavellenhauses er\u00f6ffnet. Zu Beginn seiner Arbeit richtete plankontor Sprechstunden f\u00fcr die BewohnerInnen und AkteurInnen des Gebietes ein, die auch rege wahrgenommen werden. . Viele AkteurInnen nutzen die Sprechstunden seitdem zur Information und zum Erfahrungsaustausch. Ein wichtiges Thema sind die geplanten Ma\u00dfnahmen um die Stadtteilmitte. Das Zusammenleben im Quartier, der \u00f6ffentliche Raum und Fragen des Wohnens werden ebenfalls h\u00e4ufig angesprochen. Auch jetzt kann jederzeit &#8222;mitgewirkt&#8220; werden. Wie Katharine Wegner weiter ausf\u00fchrte, lag dem Antrag der Hansestadt L\u00fcbeck auf Aufnahme in das St\u00e4dtebauf\u00f6rderprogramm &#8222;Soziale Stadt&#8220; die Erkenntnis zugrunde, dass der Stadtteil von den gesellschaftlichen Umbr\u00fcchen des letzten Jahrzehnts st\u00e4rker betroffen ist, als andere Gebiete der Stadt, so dass es Ma\u00dfnahmen zur Stabilisierung des Stadtteils bedarf.<\/p>\n<p>Entwicklungsbedarf<br \/>\n\u00dcber die rein st\u00e4dtebaulichen und baulichen Aufgaben hinaus weist das Gebiet Entwicklungsbedarf in sozialen, \u00f6konomischen und kulturellen Handlungs- und Politikfeldern auf. Das Gebiet Buntekuh spiegelt eine hohe Komplexit\u00e4t von Problemkonstellationen wider, die mit dem Stadtumbauprogramm allein nicht mehr ausreichend erfasst und gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Der \u00f6konomische Strukturwandel der letzten beiden Jahrzehnte hat auch in Buntekuh Spuren im Wohnumfeld, an den Geb\u00e4uden und soziale Folgen und Probleme hinterlassen. Arbeitslosigkeit und Armut sind sichtbar geworden. Neben den baulichen, st\u00e4dtebaulichen und freiraumbezogenen Defiziten fehlen soziale Angebote f\u00fcr Jugendliche, Freizeitangebote, Begegnungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung sowie Bildungs- und Gesundheitsangebote, die einen Beitrag zur sozialen Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben leisten. Mit der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung &#8211; die Ma\u00dfnahme der Sozialen Stadt gem\u00e4\u00df \u00a7 171 e BauGB &#8211; besteht die Chance, dem positive Impulse zu geben. Das von Bund und Land 2007 neu aufgelegte, zus\u00e4tzliche Modellprogramm f\u00fcr nicht investive Projekte bietet gute M\u00f6glichkeiten, soziale, kulturelle und bildungs- und besch\u00e4ftigungsf\u00f6rdernde Ma\u00dfnahmen zu entwickeln. Ziel des Projekts &#8222;Soziale Stadt Buntekuh &#8220; ist, das Gebiet in baulicher, sozialer und \u00f6konomischer Hinsicht aufzuwerten, auch um mittelst\u00e4ndische Bev\u00f6lkerungsgruppen im Gebiet zu halten. Der integrierte Ansatz der Stadtteilentwicklung wird neben der Verkn\u00fcpfung von Ma\u00dfnahmen daran deutlich, dass unterschiedliche AkteurInnen im Stadtteil gemeinsam handeln: Verwaltung, Wohnungswirtschaft, soziale Einrichtungen, Vereine, Gewerbetreibende und die BewohnerInnen werden zusammen aktiv. Besonders viel Wert legt das Programm auf die Beteiligung der BewohnerInnen. Ihr <br \/>\nVerantwortungsbewusstsein und ihr Engagement f\u00fcr ihr Wohnumfeld soll geweckt <br \/>\nund gest\u00e4rkt werden. Im vorliegenden Integrierten Entwicklungskonzept werden die strategischen Bausteine zur Entwicklung des Quartiers sowie die einzelnen Ma\u00dfnahmen dargestellt. Das Entwicklungskonzept dient als Grundlage f\u00fcr die weitere soziale Stadtteilentwicklung. Es soll j\u00e4hrlich fortgeschrieben werden. <br \/>\nDer Prozess der sozialen Stadtteilentwicklung in Buntekuh wird mehrere Jahre in <br \/>\nAnspruch nehmen. Er ist vorerst auf den Zeitraum von 2006 bis 2010 angelegt.<\/p>\n<p>Lenkungsgruppe<br \/>\nDie Gesamtf\u00fchrung obliegt der Lenkungsgruppe Soziale Stadt Buntekuh, die von der Stadt L\u00fcbeck als fach\u00fcbergreifendes Arbeitsgremium zur Durchf\u00fchrung des Programms Soziale Stadt im F\u00f6rdergebiet Buntekuh einberufen wurde. Diese  Lenkungsgruppe setzt sich aus unterschiedlichen VertreterInnen der am Programm Beteiligten. In der Lenkungsgruppe werden die Schwerpunkte f\u00fcr die einzelnen Ma\u00dfnahmen und Projekte des Ma\u00dfnahmenkatalogs gesetzt. Die Lenkungsgruppe koordiniert die Umsetzung des Programms Soziale Stadt und ist dar\u00fcber hinaus f\u00fcr die Information und Beteiligung der jeweiligen Fachbereiche und politischen Gremien zust\u00e4ndig. Ein erster Entwurf zum Integrierten Entwicklungskonzept wurde im wurde im September 2007 vorgestellt, \u00fcberarbeitet zum Januar 2008, und der nun weiter erg\u00e4nzt wurde. Es enth\u00e4lt zun\u00e4chst eine Bestandsaufnahme, zu der neben Begehungen und Auswertung weiterer Unterlagen Gespr\u00e4che\/ qualitative Interviews mit Wohnungsunternehmen, VertreterInnen sozialer Einrichtungen, VertreterInnen der Hansestadt L\u00fcbeck, Vereinen, Schl\u00fcsselpersonen und BewohnerInnen sowie eine (aktivierende) Befragung mittels eines Kurzfragebogens von hundert BewohnerInnen. Ebenso wurden Protokolle von Arbeitskreisen, \u00f6ffentlichen Veranstaltungen, dem Runden Tisch Buntekuh etc. ausgewertet und beim der Erarbeitung des IEK ber\u00fccksichtigt. Dieses hat nun zu einem vorl\u00e4ufigen Gesamtbild gef\u00fchrt, das die Grundlage f\u00fcr die Erstellung des Integrierten Entwicklungskonzeptes bildet. <\/p>\n<p>Das Integrierte Entwicklungskonzept <br \/>\nTeil A beschreibt die Bestandsaufnahme, Defizitanalyse und Zielvorstellungen. Zudem werden in Kapitel 5 Zielvorstellungen formuliert und die Notwendigkeit des Einsatzes des St\u00e4dtebauf\u00f6rderungsprogramms, Soziale Stadt, \u00a7 171 e BauGB, begr\u00fcndet. In Teil B des Entwicklungskonzepts werden die strategischen Bausteine zur Entwicklung des Quartiers sowie die einzelnen Ma\u00dfnahmen in einem Ma\u00dfnahmenkatalog erfasst. Der Ma\u00dfnahmenkatalog dient als Arbeitsinstrument. Er zeigt die Bandbreite der m\u00f6glichen und f\u00fcr das Gebiet als sinnvoll herausgearbeiteten Projekte auf.<\/p>\n<p>Bewertung und  Defizitanalyse<br \/>\nIn dieser wurden unter anderem Erkenntnisse zur  baulichen Struktur und Mietfluktuation des Stadtteils erfasst. Ein Zeichen daf\u00fcr, dass ver\u00e4nderten Anforderungen des Wohnungsmarkts partiell nicht nachgekommen wurde. Au\u00dferdem weist das  Projektgebiet mehrere funktionale Zentrums-Defizite auf. Besonders pr\u00e4gnant ist auch oder vor allem nach der Umgestaltung das Probleme mit Vandalismus und Verschmutzung. Die Umfahrung im r\u00fcckw\u00e4rtigen Bereich, wie ein Zuh\u00f6rer erg\u00e4nzte, verursacht als &#8222;Beton-Wanne&#8220; durch den n\u00e4chtlichen Anlieferverkehr erhebliche L\u00e4rmbel\u00e4stigung, au\u00dferdem durch &#8222;Chaoten&#8220; bis in die Nachtstunden vom Parkplatzbereich her. Hier wurde vorgeschlagen, den Eigent\u00fcmer zu veranlassen, den &#8222;unbefugten Aufenthalt&#8220; auf diesem Gel\u00e4nde unverz\u00fcglich zu verbieten. Das g\u00e4be der Polizei die rechtlich wirklich wirkenden Eingreifm\u00f6glichkeiten. Freifl\u00e4chen wurden des Weiteren ebenso angesprochen wie ein &#8222;vernetztes&#8220; und zeitgem\u00e4\u00dfes Spielraumangebot f\u00fcr Kinder. Von wesentlicher Bedeutung die Sozialstruktur Buntekuhs als einer der sozial schw\u00e4cheren Stadtteile L\u00fcbecks mit einem \u00fcberdurchschnittlich hohen Anteil an MigrantInnen und BezieherInnen.<\/p>\n<p>Der Stadtteil hat in den letzten Jahren vergleichsweise hohe EinwohnerInnenverluste hinnehmen m\u00fcssen. Die soziale Segregation hat sich dadurch verst\u00e4rkt. Abwanderungen und Segregation schw\u00e4chen das Image des Stadtteils. Die soziale Infrastruktur dient vor allem einem sozialen Ausgleichs. Weder f\u00fcr Jugendliche noch Erwachsene besteht &#8211; mit Ausnahme des Bauspielplatzes &#8211; auch nur das geringste soziale Angebot. Zum Image stelle plankontor fest: Das f\u00fcr Buntekuh charakteristische schlechte Image ist teils auf st\u00e4dtebauliche und gestalterische Defizite, teils auf die soziale und Segregationsprozesse zur\u00fcckzuf\u00fchren. Das Au\u00dfenimage unterscheidet sich dabei von einem sehr viel differenzierteren Innenimage. Um sowohl Innen- als auch Au\u00dfenimage zu verbessern, sind Vorurteile und Informationsl\u00fccken \u00fcber den Stadtteil abzubauen. <br \/>\nWas kann dem also entgegentreten: Buntekuh &#8211; eine moderne Gartenstadt 2020?  Ein  R\u00fcckbau Hochhaus Pinassenweg?  Aufwertungsma\u00dfnahmen &#8222;sozialer Brennpunkt&#8220; Karavellenhochhaus? Anwohnervertr\u00e4gliche Gestaltung der Gr\u00fcnfl\u00e4chen? Stra\u00dfenraumumgestaltung? B\u00fcndelung von Ressourcen? \u00f6kologische Verbesserungen des Wohnumfelds? Integration? Stadtteilhaus? Bildungsoffensive? Gesundheit im Stadtteil? Wohnen f\u00fcr bestimmte Nachfragegruppen? Stichpunkte-Beispiele, denen nachgekommen werden muss.<\/p>\n<p>&#8222;Jugend und Spiel&#8220;<br \/>\nZu diesem Thema referierte  unter anderem Peter Riedel. Er befasste sich vor Ort auch mit Problem-Gruppen, die er f\u00fcr durchaus aufgeschlossen h\u00e4lt. Dementsprechend der weitere Hinweis eines Zuh\u00f6rers, dass es nicht um &#8222;die&#8220; Jugendlichen geht. Bel\u00e4stigungen gingen vielmehr von immer den gleichen Gruppierungen aus. Viele Anwohner sehen vor allem darin ihre &#8222;Sicherheit&#8220; nicht mehr gew\u00e4hrleistet, zumal es auch schon zu \u00dcbergriffen bis hin zur K\u00f6rperverletzung gekommen ist. Der Hinweis einer Politikerin, sie wohne &#8222;hier&#8220; seit vielen Jahren und es sei ihr bisher nichts passiert, kann nur erfreuen. Leider sieht die Wirklichkeit anders aus, wenn man das Umfeld des EKZ betrachtet, wie dem entgegen gehalten wurde. Wenn man beispielsweise auf die Bel\u00e4stigungen eingehen w\u00fcrde, erg\u00e4be das ein noch schlimmeres Bild. Die Forderung nach einer Polizeistation erschien jedoch dann ein wenig &#8222;\u00fcbertrieben&#8220;. Seinen bisherigen &#8222;Bekanntheitsgrad&#8220; scheint Peter Riedel jedoch zu \u00fcbersch\u00e4tzen. Denn nicht allen Sozialeinrichtungen oder Schulen ist weder er noch seine Arbeit bekannt. <\/p>\n<p>Das von Jugendlichen ausgehende Problem ist in erster Linie darin zu sehen, dass es zu wenige  soziale Angebote gibt, sagen auch die Erhebungen eindeutig aus.  Der &#8222;Fu\u00dfball-Fan-Club&#8220; f\u00fcr Jugendliche ist da eine, aber auch gut funktionierende Einrichtung. Andererseits musste der L\u00fcbecker Bauverein auf Veranlassung seiner Mieterinnen und Mieter nach monatelangen Bel\u00e4stigungen unterschiedlichster Art im Gr\u00fcnbereich hinter den Wohnungen Korvettenstra\u00dfe 79-89 im Einvernehmen mit der Hansestadt zwei B\u00e4nke und eine flache Steinmauer entfernen lassen, weil die &#8222;Wohnqualit\u00e4t&#8220; hier wegen bis tief in die Nacht andauernder L\u00e4rmbel\u00e4stigungen nicht mehr hinnehmbar war.  Ganz abgesehen von M\u00fcll und Scherben, die vom &#8222;Service&#8220; der st\u00e4dtischen Reinigungskolonne zwar mitunter sogar zwei Mal die Woche entfernt werden, dies aber kein hinnehmbarer Zustand war. Zu diesem M\u00fcll tragen allerdings auch in gro\u00dfem Ma\u00dfe Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der nahen Schulen bei. Ebenso die herumlungernden &#8222;Alcos&#8220;, die den EKZ-Bereich nicht zum angenehmen Ziel machen. Aktuelle Erg\u00e4nzung: &#8222;Deren&#8220; verbliebene Parkbank wurde Montag erneuert und ist seit Dienstag beschmiert und besch\u00e4digt (Lesen Sie gerne nachfolgenden Bericht).<\/p>\n<p>Eine weitere Veranstaltung dieser Art folgt im Laufe des Jahres.  Fazit der meisten Besucherinnen und Besucher aber: Nicht an den Anwohnerinnen und Anwohnern vorbei entwickeln. Dazu nachfolgend Angaben zum Buntekuh-B\u00fcro, das sich \u00fcber Mitarbeit in Arbeitskreisen sehr freuen w\u00fcrde. Engagement der Betroffenen ist also mehr als gefragt. <\/p>\n<p>Buntekuhb\u00fcro<br \/>\nAdresse: Karavellenstra\u00dfe 3 (Hochhaus). Telefon: 0451 &#8211; 8 13 00 83 und Email: plankontor.buntekuh@snafu.de. Feste Sprechstunden: Di. 16 bis 19 Uhr, Do. 15 bis 19 Uhr. Weitere \u00d6ffnungszeit Montag bis Donnerstag ab 10 Uhr. <\/p>\n<p>Foto\/Text: Reinhard Bartsch<br \/>\nBU: Die Probleme des Stadtteils Buntekuh sind nicht in erster Linie die eines negativen &#8222;Images&#8220;. Dieses wurde nach Meinung der Anwohner von &#8222;au\u00dfen&#8220;, etwa von Medien ausgel\u00f6st. Ein Stadtteil wie jeder andere L\u00fcbecks &#8211; wenn man die sozialpolitischen Vers\u00e4umnisse der Vergangenheit aufholt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Programm &#8222;Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf &#8211; die Soziale Stadt&#8220; ist aufgelegt, die Prozesse der &#8222;Sozialen Stadt&#8220; sind eingerichtet. Das<\/p>\n","protected":false},"author":292,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-6533","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6533","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/292"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6533"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6533\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6533"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6533"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6533"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}