{"id":65685,"date":"2012-03-08T12:13:59","date_gmt":"2012-03-08T11:13:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=65685"},"modified":"2012-03-08T12:14:38","modified_gmt":"2012-03-08T11:14:38","slug":"kriminalstatistik-2011-klaus-schlie-bilanz-insgesamt-positiv-taskforce-gegen-jugendkriminalitat-mehr-pravention-gegen-wohnungseinbruche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/kriminalstatistik-2011-klaus-schlie-bilanz-insgesamt-positiv-taskforce-gegen-jugendkriminalitat-mehr-pravention-gegen-wohnungseinbruche\/","title":{"rendered":"Kriminalstatistik 2011 \u2013 Klaus Schlie: Bilanz insgesamt positiv \u2013 Taskforce gegen Jugendkriminalit\u00e4t \u2013 Mehr Pr\u00e4vention gegen Wohnungseinbr\u00fcche"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2010\/07\/erste-bachelorstudenten-der-polizei-in-den-dienststellen-klaus-schlie-neue-kommissare-werden-vertrauen-der-bevolkerung-weiter-starken\/klaus-schlie\/\" rel=\"attachment wp-att-18019\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-18019\" title=\"Klaus Schlie\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/Klaus-Schlie.jpg\" alt=\"\" width=\"118\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/Klaus-Schlie.jpg 335w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/Klaus-Schlie-214x320.jpg 214w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/Klaus-Schlie-227x340.jpg 227w\" sizes=\"auto, (max-width: 118px) 100vw, 118px\" \/><\/a>Innenminister Klaus Schlie hat am Donnerstag (8. M\u00e4rz) in Kiel die Kriminalstatistik 2011 f\u00fcr Schleswig-Holstein vorgelegt. \u201eDas Ergebnis ist im Saldo insgesamt positiv\u201c, sagte Schlie. Nach einem R\u00fcckgang der Kriminalit\u00e4t im Jahr 2010 um 8,8 Prozent, sanken die Fallzahlen 2011 noch einmal leicht um weitere 0,8 Prozent. Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr rund 220.000 Straftaten, die wenigsten Delikte seit zehn Jahren. 75.000 Tatverd\u00e4chtige wurden ermittelt, darunter 11.000 Ausl\u00e4nder. Deren Anteil nahm um 0,6 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent zu.<!--more--><\/p>\n<p>Weniger Rohheitsdelikten und einem R\u00fcckgang der Gewaltkriminalit\u00e4t stehen mehr Diebst\u00e4hle und ein leichter Anstieg der Verm\u00f6gens- und F\u00e4lschungsdelikte gegen\u00fcber. Knapp die H\u00e4lfte aller Straftaten wurde aufgekl\u00e4rt. Die Aufkl\u00e4rungsquote von 48,2 Prozent nahm im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozentpunkte ab, dennoch bleibt sie im 10-Jahresvergleich im oberen Drittel.<br \/>\nNehmen die Diebst\u00e4hle zu, kommt die Gesamtaufkl\u00e4rungsquote ins Rutschen<\/p>\n<p>Ein Grund, dass 2011 relativ weniger Straftaten aufgekl\u00e4rt wurden, ist der um zwei Prozentpunkte gestiegene Anteil der Diebst\u00e4hle an der Gesamtkriminalit\u00e4t. Diebst\u00e4hle sind nach Aussagen der Fachleute wegen oft fehlender Ermittlungsans\u00e4tze nur schwer aufzukl\u00e4ren. Schlie brachte diesen Umstand auf die Formel: \u201eNehmen die Diebst\u00e4hle zu, kommt die Gesamtaufkl\u00e4rungsquote ins Rutschen.\u201c Hohe Aufkl\u00e4rungsquoten von 75 Prozent aufw\u00e4rts bis fast 90 Prozent gibt es bei den Straftaten gegen das Leben und gegen die sexuelle Selbstbestimmung sowie bei den Rohheitsdelikten.<br \/>\nSchleswig-Holstein \u2013 ein insgesamt sicheres Land<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein war nach Aussage des Ministers im vergangen Jahr ein insgesamt sicheres Land. Auf 100.000 Einwohner fielen statistisch 7.751 Straftaten. \u201eDas ist die niedrigste H\u00e4ufigkeitszahl der letzten zehn Jahre\u201c, sagte Schlie. Diese Zahl gibt an, wie stark die Bev\u00f6lkerung eines Landes mit Kriminalit\u00e4t belastet ist. \u00c4ltere Menschen und Frauen haben laut Kriminalstatistik kein allgemein h\u00f6heres Risiko, Opfer einer Straftat zu werden. Deutlich gef\u00e4hrdeter sind junge Leute. Sie werden h\u00e4ufig Opfer bei Schl\u00e4gereien mit Gleichaltrigen.<br \/>\nBek\u00e4mpfung der Jugendkriminalit\u00e4t bleibt ein Schwerpunkt<\/p>\n<p>Ein Viertel aller Tatverd\u00e4chtigen (26,1 Prozent) ist j\u00fcnger als 21 Jahre. Rund 19.700 Personen aus dieser Altersgruppe fielen der Polizei im vergangenen Jahr auf. Das ist ein Tiefststand im 10-Jahresvergleich. Von den aufgekl\u00e4rten Straftaten gehen jedoch 55 Prozent der Raubdelikte, 70 Prozent der Raub\u00fcberf\u00e4lle in der \u00d6ffentlichkeit und nahezu jede zweite Sachbesch\u00e4digung sowie gef\u00e4hrliche und schwere K\u00f6rperverletzung auf der Stra\u00dfe auf das \u201eKonto\u201c dieser jungen Tatverd\u00e4chtigen. Allerdings stellte die Polizei 2011 auch fest, dass die Fallzahlen bei den vorwiegend von jungen Leuten begangenen K\u00f6rperverletzungen und Sachbesch\u00e4digungen um 4,1 Prozent (K\u00f6rperverletzung) und 4,5 Prozent (Sachbesch\u00e4digung) zur\u00fcckgegangen sind. \u201eDie Bek\u00e4mpfung der Jugendkriminalit\u00e4t bleibt weiterhin ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit\u201c, sagte Schlie. Das gelte in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr junge Intensivt\u00e4ter.<br \/>\nJugend Taskforce: Keine neuen Theorien, sondern praktisches Handeln<\/p>\n<p>Mit einer Jugend Taskforce will die Landesregierung die Bek\u00e4mpfung der Jugendkriminalit\u00e4t weiter verst\u00e4rken. In allen elf Kreisen und in den vier kreisfreien St\u00e4dten sollen Polizeibeamte, Staatsanw\u00e4lte, Mitarbeiter der Jugendgerichtshilfe, der Jugendhilfe und der Schulen st\u00e4rker miteinander zusammenarbeiten und gemeinsam Ma\u00dfnahmen der Pr\u00e4vention und Intervention f\u00fcr die Region erarbeiten. Diese Konzepte m\u00fcssen nach Auffassung des Ministers konkret auf die Probleme vor Ort zugeschnitten sein und schnell umgesetzt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nJunge Mehrfacht\u00e4ter stehen im Blickpunkt der Jugend Taskforce<\/p>\n<p>\u201eWir brauchen keine neuen Theorien, sondern praktisches Handeln\u201c, sagte Schlie. Die Jugend Taskforce sei ein wichtiges Instrument, um kriminelle Karrieren junger Menschen fr\u00fch zu erkennen und zu beenden. Es gebe eine kleine, aber nicht zu untersch\u00e4tzende Gruppe junger Menschen, die vor Ort bereits mehrfach polizeilich aufgefallen seien. Es sei eine Minderheit zwischen drei und sieben Prozent junger Straft\u00e4ter, die allerdings f\u00fcr bis zu zwei Drittel der Straftaten in ihrer jeweiligen Altersgruppe verantwortlich seien. \u201eGenau diese Jugendlichen stehen im Blick der neuen Jugend Taskforce\u201c, sagte der Minister.<br \/>\nFast jede zweite Straftat war ein Diebstahl \u2013 mehr Wohnungseinbr\u00fcche<\/p>\n<p>H\u00e4ufiger als in der j\u00fcngeren Vergangenheit musste die Polizei im letzten Jahr Diebst\u00e4hle bearbeiten. Die Diebstahlskriminalit\u00e4t stieg um rund 3.200 F\u00e4lle (3,3 Prozent) auf insgesamt rund 98.200 Delikte, das ist fast die H\u00e4lfte aller Straftaten. Gestohlen wurde in erster Linie Bargeld und Goldschmuck, aber auch vermehrt Buntmetall sowie hochwertige Autos und Handys. Besonders auff\u00e4llig sind die um acht Prozent gestiegenen Wohnungseinbr\u00fcche. 7.300 Mal wurden Fenster und Terrassent\u00fcren aufgehebelt, T\u00fcren aufgebrochen und Schl\u00f6sser geknackt. Und fast immer stellte die Polizei fest: Haus und Wohnung waren nur unzureichend gesichert.<br \/>\nEigentum besser sichern \u2013 Gezielte Streifen \u2013 Verdeckte Kontrollen<\/p>\n<p>Schlie appellierte an die Bev\u00f6lkerung, mehr f\u00fcr die Sicherheit des Eigentums zu tun. Wohnungseinbr\u00fcche seien ein Deliktsbereich, in dem jeder Einzelne einen entscheidenden Beitrag zur Pr\u00e4vention leisten k\u00f6nne. \u201eEinbrecher geben in der Regel schnell auf oder versuchen es erst gar nicht, wenn sie merken, dass Haus und Wohnung gut gesichert sind\u201c, sagte Schlie. Ein Drittel aller Einbr\u00fcche scheitere an Sicherheitsvorkehrungen. Die wenigsten Einbrecher seien Profis. Sie w\u00fcrden von deutlich erkennbaren Sicherungsma\u00dfnahmen wie Zusatzschl\u00f6ssern oder Fenstergittern abgeschreckt. Oftmals w\u00fcrden schon einfache technische Sicherungsma\u00dfnahmen ausreichen. Au\u00dferdem seien Wachsamkeit und Nachbarschaftshilfe wichtig. \u201eBei einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher, Diebe und Betr\u00fcger kaum eine Chance\u201c, sagte der Minister. Wer Verd\u00e4chtiges beobachte, solle jedoch nicht selbst einschreiten, sondern sofort die Polizei \u00fcber 110 anrufen.<\/p>\n<p>Die Polizei leiste selbstverst\u00e4ndlich auch ihren Beitrag. Gezielte Streifen, verdeckte Kontrollen, systematische, auch l\u00e4nder\u00fcbergreifende Auswertungen und Ermittlungen haben nach Aussage von Schlie im vergangenen Jahr erneut zu Erfolgen im Kampf gegen Wohnungseinbr\u00fcche gef\u00fchrt, beispielsweise in Flensburg und im Kreis Pl\u00f6n. Ausf\u00fchrliche Informationen \u00fcber einen wirksamen Schutz vor Einbrechern gibt es auf der Internetseite www.polizei.schleswig-holstein.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innenminister Klaus Schlie hat am Donnerstag (8. 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