{"id":6765,"date":"2008-07-16T22:28:57","date_gmt":"2008-07-16T22:28:57","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=6665"},"modified":"2008-07-16T22:28:57","modified_gmt":"2008-07-16T22:28:57","slug":"ihk_zu_hl_zum_masterplan_gterverkehr_ein_erster_schritt_aber_nicht_ausreichend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ihk_zu_hl_zum_masterplan_gterverkehr_ein_erster_schritt_aber_nicht_ausreichend\/","title":{"rendered":"IHK zu HL zum Masterplan G\u00fcterverkehr: Ein erster Schritt, aber nicht ausreichend"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"Dr.-Rohwer-0806\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/Dr.-Rohwer-0806.jpg\" alt=\"Dr.-Rohwer-0806\" \/><br \/>\nDie Wirtschaft in Schleswig-Holstein hat die Verabschiedung des \u00bbMasterplanes G\u00fcterverkehr und Logistik\u00ab im Bundeskabinett mit gemischtem Echo aufgenommen. \u00bbEs ist zu begr\u00fc\u00dfen, dass endlich ein strategisches Konzept zur Bew\u00e4ltigung des boomenden G\u00fcterverkehrs vorgelegt wird&#8220;, so der Hautpgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK zu L\u00fcbeck Professor Bernd Rohwer. &#8222;Und einige&#8230; <\/p>\n<p>Foto RB<!--more-->&#8230;der beschlossenen Ma\u00dfnahmen &#8211; das klare Bekenntnis zur Verbesserung der Hinterlandanbindungen in den norddeutschen H\u00e4fen, die vorgesehene Aufstockung der Verkehrsinvestitionen im Bundeshaushalt, Verbesserungen des Baustellenmanagements, die flexiblere Nutzung von Standspuren als dritter Fahrstreifen &#8211; gehen auch in die richtige Richtung. Positiv ist ebenfalls, dass immerhin einige \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge der Wirtschaft &#8211;  wie der Verzicht auf eine progressive Maut ber\u00fccksichtigt wurden. Dem stehen allerdings Unzul\u00e4nglichkeiten und Ungereimtheiten gegen\u00fcber.\u00ab Dies sagte heute der Hauptgesch\u00e4ftsgef\u00fchrer der IHK Schleswig-Holstein, Professor Dr. Bernd Rohwer. Unzufrieden \u00e4u\u00dferte er sich besonders zu folgenden Punkten im \u00bbMasterplan\u00ab: Die Finanzierung der notwendigen zus\u00e4tzlichen Ma\u00dfnahmen bleibt offen. Die in Aussicht genommene Aufstockung der Verkehrsinvestitionen um eine Milliarde Euro ist ein wichtiges Signal, steht aber noch unter dem Vorbehalt der Haushaltsverhandlungen. Zudem reicht diese Aufstockung bei weitem nicht aus, um die im Masterplan genannten Ma\u00dfnahmen z\u00fcgig zu realisieren. Wir fordern weiterhin, die gesamten Einnahmen der LKW-Maut f\u00fcr erkehrsinvestitionen <br \/>\nzu verwenden. <\/p>\n<p>Die Dringlichkeit zus\u00e4tzlicher Ma\u00dfnahmen wird noch untersch\u00e4tzt. \u00bbWir rechnen damit, dass der prognostizierte Anstieg des G\u00fcterverkehrs bis 2025 um rund 70 Prozent in der Realit\u00e4t deutlich st\u00e4rker sein wird\u00ab, so Dr. Bernd Rohwer. Schon in den vergangenen Jahren stieg der G\u00fcterverkehr erheblich schneller als prognostiziert. Vor allem das Frachtaufkommen in den norddeutschen H\u00e4fen entwickelt sich deutlich dynamischer. <\/p>\n<p>Die im Masterplan geforderte Entzerrung des Verkehrs steht im Widerspruch zur bereits jetzt vor allem von gesetzlichen und sozialrechtlichen Vorgaben gepr\u00e4gten unternehmerischen Praxis. Dr. Bernd Rohwer: \u00bbEs fehlen au\u00dferdem attraktive Angebote des Verkehrstr\u00e4gers Schiene zur weiteren Verlagerung der Transporte.&#8220; <\/p>\n<p>Der Masterplan enth\u00e4lt keinen Ansatz, die schon durch die Verteuerung der Energie drastisch steigenden Transportkosten f\u00fcr die Spediteure und Verkehrsunternehmen verkraftbar zu machen. <\/p>\n<p>\u00bbDreh- und Angelpunkt aber ist die v\u00f6llig unzureichende Finanzierung des Verkehrsetats&#8220;, so Rohwer. Allein die bereits im Bundesvehrswegeplan 2003 bis 2015 als notwendig und priorit\u00e4r festgestellten Vorhaben zur Schienenhinterlandanbindung der deutschen Seeh\u00e4fen umfassen ein Investitionsvolumen von vorsichtig gesch\u00e4tzt 2,4 Milliarden Euro, von denen mehr als zwei Milliarden Euro nicht finanziert sind. Hinzu kommen die erforderlichen Ausbauten im Bereich der Stra\u00dfeninfrastruktur und der Wasserstra\u00dfen. Mit dem heutigen zur Verf\u00fcgung stehenden Investitionshaushalt sind diese Ma\u00dfnahmen keinesfalls zeitgerecht zu realisieren, sagte Dr. Bernd Rohwer. <\/p>\n<p>Aus Sicht der IHK Schleswig-Holstein ist die Bew\u00e4ltigung des Mengenzuwachses im Seeverkehr \u00fcber die H\u00e4fen einschlie\u00dflich der <br \/>\nAbwicklung des Hinterlandverkehrs eine entscheidende verkehrspolitische Herausforderung der kommenden Jahre. Diese gro\u00dfe Aufgabe ist ohne die Aussch\u00f6pfung aller Optimierungspotenziale und ohne den entschlossenen und z\u00fcgigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in und zu den H\u00e4fen nicht mehr zu bew\u00e4ltigen, betonte Dr. Bernd Rohwer. \u00bbDie Folgen f\u00fcr die gesamte au\u00dfenhandelsorientierte und global vernetzte deutsche Volkswirtschaft w\u00e4ren andernfalls fatal.\u00ab Insofern hat der Ausbau der Hafen-und Hinterlandinfrastruktur eine hohe verkehrspolitische Bedeutung.<\/p>\n<p>Zugleich ist er eine unverzichtbare Voraussetzung zur Sicherung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der gesamten deutschen Wirtschaft. <\/p>\n<p>Geplant ist laut \u00bbMasterplan\u00ab auch die Einf\u00fchrung zus\u00e4tzlicher Geb\u00fchren f\u00fcr so genannte externe Kosten f\u00fcr Luftverschmutzung, L\u00e4rm und Staus. Rohwer bef\u00fcrchtet, dass es hier schlicht darum geht, die Branche weiter unter Kostendruck zu bringen. Das wird an dem Punkt &#8222;Transitverkehre optimieren&#8220; deutlich: Transitverkehre sollen von der Stra\u00dfe durch Verteuerung auf Schiene und Wasserstra\u00dfe verlagert werden. \u00bbDas wird nicht nur viele deutsche G\u00fcterverkehrsunternehmen nach und nach zum Aufgeben zwingen, sondern auch die Zusammenarbeit mit den europ\u00e4ischen Nachbarn erschweren. Denn als Exportnation nutzen wir aber umgekehrt auch die Verkehrswege der anderen EU-Staaten. Wenn wir den Transitverkehr durch Deutschland erschweren, werden wir daf\u00fcr von unseren europ\u00e4ischen Nachbarn die Quittung bekommen\u00ab, so Dr. Bernd Rohwer. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wirtschaft in Schleswig-Holstein hat die Verabschiedung des \u00bbMasterplanes G\u00fcterverkehr und Logistik\u00ab im Bundeskabinett mit gemischtem Echo aufgenommen. \u00bbEs ist<\/p>\n","protected":false},"author":292,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-6765","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6765","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/292"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6765"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6765\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6765"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6765"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6765"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}