{"id":6975,"date":"2008-08-15T00:51:25","date_gmt":"2008-08-15T00:51:25","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=6875"},"modified":"2008-08-15T00:51:25","modified_gmt":"2008-08-15T00:51:25","slug":"uksh_neue_methoden_der_kinderwunschbehandlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/uksh_neue_methoden_der_kinderwunschbehandlung\/","title":{"rendered":"UK-SH: Neue Methoden der Kinderwunschbehandlung"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"UKSH_Logo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/UKSH_Logo.jpg\" alt=\"UKSH_Logo\" \/><br \/>\nDFG f\u00f6rdert Gro\u00dfprojekt einer deutschlandweit verteilten Forschergruppe im Zusammenwirken mit der Universit\u00e4ts-Frauenklinik L\u00fcbeck. Jedes zehnte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Abhilfe bieten verschiedene Verfahren der Reproduktionsmedizin. Dazu neue Forschungsergebnisse:<!--more-->W\u00e4hrend die Reagenzglasbefruchtung (in-vitro Fertilisation) heute als etablierte Behandlungsmethode gilt, gibt es eine Reihe von Neulandverfahren, die noch nicht ausreichend erforscht sind, um sie in der Routinebehandlung von Kinderwunschpaaren anzuwenden. Das besondere Interesse der Arbeitsgruppe um Privatdozent Dr. Georg Griesinger, Klinik f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universit\u00e4tsklinikums Schleswig-Holstein (UK S-H) in L\u00fcbeck, und Prof. Dr. Klaus Diedrich, Direktor der Klinik, gilt dabei der Gefrierlagerung von Eierstockgewebe und Eizellen, sowie der Reifung von Eizellen aus Eierstockgewebe im Reagenzglas. &#8222;Beide Methoden haben das Potential, die Zukunft der Kinderwunschbehandlung entscheidend zu pr\u00e4gen&#8220; ist Prof. Diedrich \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Menschliche Keimzellen (Samen und Eizellen) k\u00f6nnen durch Tiefgefrierung gelagert werden (Kryokonservierung). Allerdings sind unbefruchtete Eizellen und Eierstockgewebe sehr empfindlich gegen\u00fcber einer Kryokonservierung. Ein neuartiges Verfahren der Gefrierlagerung, die sog. Vitrifikation, gilt in diesem Zusammenhang als \u00e4u\u00dferst vielversprechend. Die Bildung von Eiskristallen in der Fl\u00fcssigkeit im Inneren der Eizelle kann bei einer konventionellen Gefrierung die Struktur besch\u00e4digen und sie damit unbrauchbar machen.<\/p>\n<p>Bei der Vitrifizierung wird das Wasser aus der Eizelle entfernt, eine nicht gefrierende L\u00f6sung hinzugef\u00fcgt und dann blitzartig in fl\u00fcssigem Stickstoff eingefroren. Allerdings ist noch zu wenig \u00fcber die Vor- und Nachteile der Methode bekannt. Um diese Wissensl\u00fccke zu schlie\u00dfen, sollen nun Laborversuche zur Tiefgefrierung von Eizellen von Maus und Mensch durchgef\u00fchrt werden. Die L\u00fcbecker Arbeitsgruppe kooperiert dazu mit Kollegen aus der Grundlagenforschung in Bielefeld, M\u00fcnchen und Mainz.<\/p>\n<p>Eine sichere und effiziente Art der Kryokonservierung von unbefruchteten Eizellen und Keimgewebe er\u00f6ffnet Frauen mit Kinderwunsch v\u00f6llig neue Perspektiven. Verfahren zur Lagerung menschlicher Eizellen und Keimgewebe erm\u00f6glichen es Frauen, die Mutterschaft zu verschieben. &#8222;Die Methode soll allerdings zuerst bei Frauen mit Kinderwunsch und Krebserkrankung zum Einsatz kommen. Da eine Chemotherapie h\u00e4ufig die Eierst\u00f6cke irreversibel sch\u00e4digt, sollte eine Gefrierlagerung von Eierstockgewebe noch vor der Chemotherapie angestrebt werden&#8220; berichtet Dr. Griesinger.<\/p>\n<p>Allerdings ist bisher nur unzureichend untersucht, wie aus Eierstockgewebe reife Eizellen gez\u00fcchtet werden k\u00f6nnen. Auch dieser Fragestellung widmet sich die Forschergemeinschaft. Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Ursula Eichenlaub-Ritter von der Universit\u00e4t Bielefeld wird dazu die Eizellen aus L\u00fcbeck auf ihr Entwicklungspotential und m\u00f6gliche Sch\u00e4digungen durch die Gefrierlagerung und die Reagenzglasreifung untersuchen. Die Arbeitsgruppen um Prof. Dr. Thomas Haaf von der Johannes-Gutenberg-Universit\u00e4t in Mainz und Prof. Dr. Georg Arnold von der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t zu M\u00fcnchen erforschen genetische Ver\u00e4nderungen, bzw. Proteinexpressionsmuster der Eizellen.<\/p>\n<p>Das Gro\u00dfprojekt &#8222;Potential von Keimzellen&#8220;, an dem zehn Kliniken und Institute in Deutschland in Form einer ortsverteilten Forschergruppe teilnehmen, wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den n\u00e4chsten drei Jahren mit mehr als drei Millionen Euro gef\u00f6rdert. 130.000 Euro, verteilt auf 3 Jahre, erh\u00e4lt die Abteilung f\u00fcr Gyn\u00e4kologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin der Frauenklinik in L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>\nF\u00fcr weitere Informationen steht zur Verf\u00fcgung:<br \/>\nPriv.-Doz. Dr. med. Georg Griesinger, M.Sc., Klinik f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe &#038; Ambulanzzentrum des UK S-H gGmbH, Fachrichtung Reproduktionsmedizin, Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein, Campus L\u00fcbeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 L\u00fcbeck, Tel.: 0451 500-4418, Fax: 0451 500-2170,<br \/>\nE-Mail: georg.griesinger@frauenklinik.uni-luebeck.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DFG f\u00f6rdert Gro\u00dfprojekt einer deutschlandweit verteilten Forschergruppe im Zusammenwirken mit der Universit\u00e4ts-Frauenklinik L\u00fcbeck. 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