{"id":7078,"date":"2008-08-30T20:20:01","date_gmt":"2008-08-30T20:20:01","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=6978"},"modified":"2008-08-30T20:20:01","modified_gmt":"2008-08-30T20:20:01","slug":"shmf_fast_140000_besucher_waren_russisch_gestimmt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/shmf_fast_140000_besucher_waren_russisch_gestimmt\/","title":{"rendered":"SHMF: Fast 140.000 Besucher waren &#8222;russisch gestimmt&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"SHMF_Logo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/SHMF_Logo.jpg\" alt=\"SHMF_Logo\" \/><br \/>\n&#8222;Russisch gestimmt&#8220; &#8211; das waren beim diesj\u00e4hrigen Schleswig-Holstein Musik Festival rund 138.000 Besucher. Damit kamen 3000 Zuh\u00f6rer mehr als im Rekordjahr 2007. Insgesamt waren von den 158.400 Pl\u00e4tzen &#8211;  knapp 5000 mehr als 2007 &#8211; 87% belegt.<!--more-->82 Konzerte waren ausverkauft &#8211; darunter Konzerte mit dem Alban Berg Quartett, Grigory Sokolov, Natalia Gutman, Dame Kiri Te Kanawa, Mischa Maisky, Viktoria Mullova, Vesselina Kasarova, Paul Lewis, The Manhattan Transfer, alle vier Auftritte des diesj\u00e4hrigen &#8222;Artist in Residence&#8220; Martin Grubinger, die Abschiedsreihe zu Ehren des treuesten Festivalgastes Alfred Brendel sowie Abende mit dem Russischen Nationalorchester unter der Leitung von Mikhail Pletnev, dem Mariinsky Theatre Symphony Orchestra unter der Leitung von Valery Gergiev und dem New York Philharmonic unter der Leitung von Lorin Maazel. Ausverkauft waren auch Konzerte der Reihe &#8222;anbruch&#8220; etwa mit den Komponistinnen Sofia Gubaidulina und Lera Auerbach. Und auch Konzerte der hierzulande unbekannten Gruppen des Schwerpunktlandes Russland wie Huun-Huur-Tu, Sirin Ensemble, Terem Quartet, Loyko oder Pakava It&#8216; fanden vor ausverkauften R\u00e4ngen statt.<\/p>\n<p>Festival-Intendant Prof. Rolf Beck: &#8222;Ich bin sehr stolz auf das Ergebnis, konnten wir in diesem Jahr doch 3000 Menschen mehr f\u00fcr unser Schleswig-Holstein Musik Festival und damit f\u00fcr die klassische Musik begeistern. Ein gro\u00dfer Erfolg also f\u00fcr mein Team und mich. Dass wir in der Gesamtauslastung bei deutlich gestiegenem Kartenkontingent und einem Mehrangebot von neun Konzerten einen Prozentpunkt unter dem Rekordjahr 2007 liegen, macht mich also nicht nerv\u00f6s. Im Gegenteil. Die Neugier unseres Publikums auf Neue Musik &#8211; wir hatten zehn Urauff\u00fchrungen -, ungew\u00f6hnliche Programme und hierzulande unbekannte Ensembles stimmen mich und mein Team sehr optimistisch. Ein spannendes Festival-Programm zeichnet sich ja gerade durch die geschickte Kombination aus gro\u00dfen und unbekannten Namen, popul\u00e4ren und abseitigen Werken aus. Unser Bestreben ist es, Musik als vielgestaltigen Kosmos jenseits elit\u00e4rer Grenzen erlebbar zu machen. Ich denke, das ist uns in diesem Jahr wieder gelungen.&#8220;<\/p>\n<p>Mit 154 Konzerten, sechs &#8222;Musikfesten auf dem Lande&#8220; und drei Kindermusikfesten pr\u00e4sentierte das Schleswig-Holstein Musik Festival die Musiknation Russland in ihrer faszinierenden Vielschichtigkeit und Stars der Klassikszene in insgesamt 87 Spielst\u00e4tten an 47 Orten in ganz Schleswig-Holstein, Hamburg sowie Teilen von Niedersachsen und D\u00e4nemark. 13 neue Spielst\u00e4tten waren in diesem Jahr mit dabei, etwa der Lokschuppen der S-Bahn in Hamburg, Airbus Deutschland in Hamburg-Finkenwerder, der Marstall in Ahrensburg sowie der Lehmannkai und Huckepack-Wiek in L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>An der diesj\u00e4hrigen Orchesterakademie des SHMF nahmen 123 Musiker im Alter von 17 bis 27 Jahren aus 23 Nationen teil. Ausgew\u00e4hlt aus 1.206 Bewerbern bei Probespielen in 31 St\u00e4dten auf drei Kontinenten, bildeten sie vom 11. Juli bis zum 31. August das Schleswig-Holstein Festival Orchester (SHFO). Das Programm des Festivalorchesters bestand vorwiegend aus Werken russischer Komponisten. Unter der Leitung von Christoph Eschenbach studierte das SHFO Strawinskys &#8222;Le Sacre du Printemps&#8220; und Mussorgskys &#8222;Lieder und T\u00e4nze des Todes&#8220; ein, die es gemeinsam mit dem russischen Bassbariton Evgeny Nikitin auff\u00fchrte. In der zweiten Orchesterphase unter Leitung von Heinrich Schiff erarbeitete sich das Festivalorchester Werke von Peter I. Tschaikowsky. Im Anschluss probte der russische Stardirigent Mikhail Pletnev mit dem SHFO und in Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holstein Festival Chor und dem Chamber Choir of the Moscow Conservatory &#8222;Die Glocken&#8220; von Sergei Rachmaninoff. Gemeinsam mit Herbert Blomstedt studierte das SHFO schlie\u00dflich die 8. Sinfonie von Anton Bruckner ein. Die Kammerorchesterphase fand in diesem Jahr unter der Leitung des Geigers Kolja Blacher statt. Insgesamt begeisterte das Festivalorchester in vier Orchesterprobenphasen, zwei Kammermusikphasen und einer Kammerorchesterphase in 21 Konzerten das Festivalpublikum.<\/p>\n<p>Der besondere Dank geht an die Familie Klaus Murmann f\u00fcr die gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung der Orchesterakademie.<\/p>\n<p>Die Chorakademie 2008 f\u00fchrte mehr als 60 junge S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger aus 15 Nationen im Alter von 19 bis 28 Jahren zum Schleswig-Holstein Festival Chor (SHFC) zusammen. In drei Arbeitsphasen vom 27. Juli bis zum 25. August erarbeitete sich das Ensemble anspruchsvolle Programme der Barockzeit und der Sp\u00e4tromantik. Den Auftakt bildete die Probenphase unter der Leitung von Festivalintendant Rolf Beck mit H\u00e4ndels &#8222;Alexander&#8217;s Feast&#8220;, die begleitet wurde von einem Meisterkurs des renommierten Tenors Christoph Pr\u00e9gardien. An seiner Seite bew\u00e4hrten sich ausgew\u00e4hlte Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Konzerten in Rendsburg und L\u00fcneburg sowie bei einem Gastspiel beim Usedomer Musikfestival. In der zweiten Phase erarbeitete sich der SHFC Rachmaninoffs &#8222;Die Glocken&#8220;. Die jungen S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen wurden von Cornelius Trantow zu einem Chor geformt, der mit dem eingeladenen Kammerchor des Moskauer Konservatoriums unter dem Dirigat von Mikhail Pletnev in Kiel und Hamburg das Publikum beeindruckte. Den Abschluss der diesj\u00e4hrigen Chorakademie bildete das traditionelle A-cappella-Programm, das unter der Leitung des bekannten britischen Chorleiters Robin Gritton mit dem &#8222;Gro\u00dfen Abend- und Morgenlob&#8220; von Rachmaninoff eines der zentralen Werke der geistlichen russischen Chormusik einstudierte.<\/p>\n<p>Das SHMF dankt der Possehl-Stiftung L\u00fcbeck und der Familie Klaus Murmann f\u00fcr die gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung der Chorakademie.<\/p>\n<p>An den diesj\u00e4hrigen neun Meisterkursen in der Musikhochschule L\u00fcbeck nahmen mehr als 80 Teilnehmer aus 24 Nationen teil. Auch in diesem Jahr waren die Meisterkurse wieder hochkar\u00e4tig besetzt. Elisabeth Leonskaja arbeitete intensiv mit jungen Pianisten, und Natalia Gutman brachte den Nachwuchscellisten die russische Schule n\u00e4her. Altmeister Saschko Gawriloff und die Niederl\u00e4nderin Isabelle van Keulen k\u00fcmmerten sich um die Geigentalente. Der norwegische Bratscher Lars Anders Tomter und der amerikanische Cellist Ralph Kirshbaum rundeten die Streicherklassen ab. Erstmalig unterrichteten der Bass Kurt Moll und die bulgarische Sopranlegende Anna Tomowa-Sintow in der Hansestadt, auch der Liedbegleiter Wolfram Rieger gab zum ersten Mal sein gro\u00dfes Wissen an junge Liedduos an der Musikhochschule weiter.<\/p>\n<p>Der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie der Possehl-Stiftung gilt der besondere Dank f\u00fcr die erneute gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung der Meisterkurse.<\/p>\n<p>Im Rahmen des SHMF wurden insgesamt vier Preise vergeben, um junge Musiker und Komponisten auf ihrem Weg zu einer internationalen Karriere zu unterst\u00fctzen. Der Paul Hindemith-Preis &#8211; mit \u00a4 20.000,- einer der h\u00f6chst dotierten Komponistenpreise &#8211; ging an den ungarischen Komponisten M\u00e1rton Ill\u00e9s. Den von der Sparkassen-Finanzgruppe gestifteten Leonard Bernstein Award in H\u00f6he von \u00a4 10.000,- erhielt die Pianistin Anna Vinnitskaya aus Russland. Zum zweiten Mal wurde im Rahmen des SHMF der F\u00f6rderpreis der Walter und Charlotte Hamel Stiftung f\u00fcr herausragende s\u00e4ngerische Leistungen verliehen. Dieser Preis in H\u00f6he von \u00a4 10.000,- ging an die deutsche Sopranistin Christiane Karg. Im Rahmen eines Wettbewerbkonzerts beim &#8222;Musikfest auf dem Lande&#8220; in Emkendorf erspielte sich der Hornist Claudius M\u00fcller den mit \u00a4 5.000,- dotierten F\u00f6rderpreis der Sparkassen-Finanzgruppe.<\/p>\n<p>Den gewichtigen Schlussakkord der sieben Festivalwochen l\u00e4sst bei den beiden Abschlusskonzerten am 30. und 31. August das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Alan Gilbert und mit dem Bassisten Ren\u00e9 Pape in der L\u00fcbecker Musik- und Kongresshalle erklingen. Das 23. Schleswig-Holstein Musik Festival geht musikalisch mit Ausz\u00fcgen aus Wagners &#8222;Die Meistersinger von N\u00fcrnberg&#8220; und &#8222;Die Walk\u00fcre&#8220; sowie Mahlers Sinfonie Nr. 5 zu Ende. Das Konzert am Sonntag, 31. August wird ab 20.15 Uhr live vom ZDF auf 3sat und von NDR Kultur \u00fcbertragen. Angeschlossen sind \u00fcber die Internationalen Musikfestspiele SR2 KulturRadio, MDR Figaro, kulturradio vom RBB und WDR 3.<\/p>\n<p>Die Beteiligung der Klangk\u00f6rper des Medienpartners NDR trug auch in diesem Jahr wesentlich zum Erfolg des Festivals bei. Mit seiner umfassenden Berichterstattung hat der NDR die enthusiastische Festivalstimmung \u00fcber den Konzertabend hinaus im ganzen Land verbreitet. Insgesamt 11 Konzerte wurden vom NDR Sinfonieorchester, der NDR Radiophilharmonie und der NDR Bigband mitgestaltet. Au\u00dferdem wurden 39 Konzerte von NDR Kultur aufgezeichnet und \u00fcbertragen sowie das Er\u00f6ffnungs- und Abschlusskonzert auf 3sat ausgestrahlt. Dadurch konnten zahlreiche Zuschauer und H\u00f6rer in der ganzen Bundesrepublik von Zuhause aus das SHMF miterleben. W\u00e4hrend des Festivalsommers informierte das NDR Fernsehen besonders in &#8222;Schleswig-Holstein 18.00&#8220; und im &#8222;Schleswig-Holstein Magazin&#8220; \u00fcber das SHMF. Zudem gab es eine regelm\u00e4\u00dfige Berichterstattung in den Rundfunkprogrammen von NDR Kultur, NDR Info sowie auf der NDR 1 Welle Nord.<\/p>\n<p>Das Engagement der Wirtschaft ist weiterhin erfreulich stabil und verf\u00fcgt \u00fcber eine breite Basis in Schleswig-Holstein und Hamburg: \u00dcber 130 Unternehmen tragen einen wesentlichen Teil zur Finanzierung bei und schaffen damit eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr eine erneut erfolgreiche Programmplanung. Stellvertretend f\u00fcr alle Sponsoren geb\u00fchrt den langj\u00e4hrigen Hauptsponsoren Sparkassen-Finanzgruppe Schleswig-Holstein (Sparkassen, HSH Nordbank AG, LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG und Provinzial Versicherungen), Audi AG, NordwestLotto Schleswig-Holstein und E.ON Hanse AG sowie dem Medienpartner NDR f\u00fcr ihren ma\u00dfgeblichen Anteil am Erfolg des SHMF ein besonderer Dank. Aufgrund des erfolgreichen Festivalverlaufs und der hohen Zufriedenheit der Sponsoren mit der Kooperation wird die Zusammenarbeit sowohl mit den Hauptsponsoren als auch mit vielen Konzertsponsoren und Mitgliedern der &#8222;Unternehmerinitiative Wirtschaft &#038; Musik&#8220; im kommenden Jahr fortgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ausblick auf das 24. Schleswig-Holstein Musik Festival 2009: Der 20. Jahrestag des Mauerfalls ist einer der zentralen politischen Anl\u00e4sse f\u00fcr das Schleswig-Holstein Musik Festival, die Musiknation Deutschland in den Fokus zu r\u00fccken. Neben den Meisterwerken beleuchtet das Programm 2009 deutsche Musikgeschichte auch aus ungew\u00f6hnlichen Perspektiven wie zum Beispiel in der von dem amerikanischen Starregisseur Robert Wilson in Szene gesetzten Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Nach seinem riesigen Erfolg in diesem Jahr wird Multi-Perkussionist Martin Grubinger auch 2009 mit neuen interessanten Projekten beim Schleswig-Holstein Musik Festival zu Gast sein &#8211; auch Projekte f\u00fcr die Folgejahre sind bereits im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Russisch gestimmt&#8220; &#8211; das waren beim diesj\u00e4hrigen Schleswig-Holstein Musik Festival rund 138.000 Besucher. 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