{"id":71166,"date":"2012-07-23T16:46:10","date_gmt":"2012-07-23T14:46:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=71166"},"modified":"2012-07-23T16:46:10","modified_gmt":"2012-07-23T14:46:10","slug":"familienministerin-alheit-gesamte-gesellschaft-profitiert-vom-kita-ausbau-kommunen-leisten-grosen-beitrag-weitere-anstrengungen-notwendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/familienministerin-alheit-gesamte-gesellschaft-profitiert-vom-kita-ausbau-kommunen-leisten-grosen-beitrag-weitere-anstrengungen-notwendig\/","title":{"rendered":"Familienministerin Alheit: Gesamte Gesellschaft profitiert vom Kita-Ausbau \u2013 Kommunen leisten gro\u00dfen Beitrag, weitere Anstrengungen notwendig"},"content":{"rendered":"<p>OWSCHLAG. In gut einem Jahr (ab 1. August 2013) sollen Kinder vom vollendeten ersten und bis zum vollendeten dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf Betreuung in einer Kindertagesst\u00e4tte oder Tagespflege haben. Dies ist bundesgesetzlich festgelegt. Familienministerin Kristin Alheit macht sich vor diesem Hintergrund heute (23.7) vor Ort ein Bild vom Ausbau in Schleswig-Holstein.<!--more--> Alheit besucht exemplarisch die Krippe &#8222;L\u00f6wenzahn&#8220; in der Gemeinde Owschlag. Gastgeberin B\u00fcrgermeisterin Christiane Ostermeyer, Kitaleiterin Sybille Schneider und Krippenleiterin Berit Varchmin stellen die Gemeinde-Einrichtung vor. Die Krippe wurde Anfang M\u00e4rz 2012 er\u00f6ffnet und bietet zurzeit 30 Kindern unter drei eine Betreuung, weitere 10 Pl\u00e4tze sollen noch in diesem Jahr hinzukommen. Insgesamt hat die Gemeinde 1,5 Millionen Euro f\u00fcr den Neubau investiert, darin enthalten 76.000 Euro Beteiligung des Kreises und 760.000 Euro Landesbeteili-gung.<\/p>\n<p>Ministerin Alheit betonte: &#8222;&#8220;Der Ausbau des Betreuungsangebotes bis 2013 ist ein Kraftakt. Mein Dank gilt den Kreisen und Kommunen, die sich wie hier in Owschlag mit Hilfe des Landes vielerorts mit gro\u00dfem Einsatz engagieren. Schleswig-Holstein ist auf einem guten Weg. Weitere Anstrengungen sind notwendig, damit viele Familien im Land von dem Betreuungsangebot profitieren k\u00f6nnen. Nicht nur f\u00fcr sie, sondern f\u00fcr unsere gesamte Gesellschaft ist der Ausbau ein Gewinn: der Arbeitsmarkt insgesamt und die Unternehmen im Land sind vor dem Hintergrund des steigenden Fachkr\u00e4ftebedarfs auf Eltern angewiesen. Eine funktionierende Kinderbetreuung ist der Schl\u00fcssel f\u00fcr eine erfolgreiche Integration ins Berufsleben.&#8220;&#8220;<\/p>\n<p>Nach Berechnungen aufgrund der Bewilligungen gab es zum Fr\u00fchjahr 2012 rund 18.000 Betreuungspl\u00e4tze f\u00fcr Kinder unter drei Jahren (U3) in schleswig-holsteinischen Kita und Tagespflege. Dies entspr\u00e4che einer Quote von rund 26 Prozent. In der Vergangenheit waren Fachleute davon ausgegangen, dass bis Mitte 2013 ein Angebot f\u00fcr etwa 35 Prozent aller Kinder unter drei erforderlich sei, um den Rechtsanspruch zu verwirklichen.<\/p>\n<p>&#8222;&#8220;Ich halte nichts davon, sich auf Quoten zu verlassen&#8220;&#8220;, so Alheit. &#8222;&#8220;Entscheidend ist, dass wir bedarfsgerecht ausbauen. Daf\u00fcr ist die tats\u00e4chliche Inanspruchnahme ausschlagge-bend und die ist regional unterschiedlich&#8220;&#8220;. Die Landesregierung hat unter Einbindung der kommunalen Vertreter Anfang Juli das F\u00f6rderprogramm zum Ausbau angepasst. Bis dahin nicht bewilligte Mittel k\u00f6nnen nun Kreisen und kreisfreien St\u00e4dten zu Gute kommen, die ihr F\u00f6rdermittelkontingent ausgesch\u00f6pft haben und dennoch weiteren Bedarf nachweisen k\u00f6nnen. &#8222;&#8220;So wurde Kommunen mit hohem Bedarf die Chance er\u00f6ffnet, den Ausbau bedarfsgerecht weiter zu entwickeln&#8220;&#8220;, betonte Alheit. Nach der Anpassung wurden von den Kreisen und kreisfreien St\u00e4dten inzwischen mehr als 40 neue F\u00f6rderantr\u00e4ge gestellt, von denen der Gro\u00dfteil kurzfristig positiv beschieden werden kann. Dadurch ist eine weitere Dynamik beim Ausbau zu erwarten.<\/p>\n<p>Insgesamt sind seit Beginn des Ausbauprogramms 2008 in Schleswig-Holstein bis Ende April 2012 mehr als 10.000 neue Kitapl\u00e4tze mit Hilfe der F\u00f6rderprogramme entstanden. Seit 2008 standen f\u00fcr den Krippenausbau 74,2 Millionen Euro Bundesmittel zur Verf\u00fcgung die zu 100 Prozent ausgesch\u00f6pft sind (Bundesdurchschnitt 89,5 Prozent am 1.7.). Durch die Einigung zum Fiskalpakt auf Bundesebene Ende Juni sollen weitere Bundesmittel in den Ausbau flie\u00dfen. An Landesmitteln standen 60 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung, die nach der Programmanpassung Anfang Juli inzwischen zu 84 Prozent bewilligt oder verplant sind.<\/p>\n<p>Neben dem Ausbau der Betreuung geh\u00f6rt die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern zu den wichtigen Aufgaben. Das Land &#8211; federf\u00fchrend das Bildungsministerium &#8211; hat daher die Ausbildungskapazit\u00e4ten an den Berufsfachschulen bereits erh\u00f6ht: 2009 wurden 700 angehende Erzieherinnen und Erzieher eingeschult, 2012 knapp 1000. Derzeit werden der weitere Bedarf und m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen zur Sicherung des Fachkr\u00e4ftebedarfs gepr\u00fcft und gegebenenfalls nachgesteuert.<br \/>\nHintergrund<\/p>\n<p>Den genauen Stand beim Ausbau der U3-Betreuung erfasst das Statistikamt Nord im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfestatistik. Die Daten daf\u00fcr werden jeweils im M\u00e4rz erhoben und nach Auswertung j\u00e4hrlich im Herbst ver\u00f6ffentlicht (zum 1. M\u00e4rz 2011 hatten danach rund 15.000 Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz in einer Kita oder Tagespflege). Die Bedarfsplanung unterliegt den Kreisen, die diese in Abstimmung mit den Gemeinden durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>In Schleswig-Holstein gibt es insgesamt rund 97.000 Betreuungspl\u00e4tze in 1.681 Kitas, davon 78 Prozent in freier Tr\u00e4gerschaft und 22 Prozent in kommunaler Tr\u00e4gerschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OWSCHLAG. In gut einem Jahr (ab 1. 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