{"id":72018,"date":"2012-08-14T15:21:20","date_gmt":"2012-08-14T13:21:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=72018"},"modified":"2012-08-14T15:21:20","modified_gmt":"2012-08-14T13:21:20","slug":"bausenator-boden-setzt-spatenstich-fur-neue-wesloer-brucke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bausenator-boden-setzt-spatenstich-fur-neue-wesloer-brucke\/","title":{"rendered":"Bausenator Boden setzt Spatenstich f\u00fcr neue Wesloer Br\u00fccke"},"content":{"rendered":"<p>Neubau kostet 2,2 Mio. Euro \u2013 Ende Juli 2013 Fertigstellung \u2013 Behelfsbr\u00fccke ab Oktober<\/p>\n<p>L\u00fcbecks Bausenator Franz-Peter Boden hat heute den Spatenstich f\u00fcr den Ersatzneubau der Wesloer Br\u00fccke gesetzt. Die heutige Spannbetonbr\u00fccke aus dem Jahr 1955 weist erhebliche Korrosionssch\u00e4den auf. Eine Sanierung w\u00e4re unwirtschaftlich, so dass nun ein Neubau an gleicher Stelle errichtet wird.<!--more--> Damit der Verkehr \u2013 t\u00e4glich ca. 18.600 Kraftfahrzeuge und 500 Radfahrer &#8211; w\u00e4hrend der knapp einj\u00e4hrigen Bauphase weiterhin die Wesloer Landstra\u00dfe befahren kann, wird eine Behelfsbr\u00fccke neben der jetzigen gebaut. Die neue Br\u00fccke soll Ende Juli 2013 fertig sein. Anschlie\u00dfend wird die Behelfsbr\u00fccke zur\u00fcckgebaut. Die Gesamtkosten betragen rund 2,2 Mio. Euro.<\/p>\n<p>Der Ersatzneubau der Stra\u00dfenbr\u00fccke Wesloe ist die erste Bauma\u00dfnahme, die aus dem Sonderinvestitionsprogramm Br\u00fccken (SIP) finanziert wird. Dieses Programm wurde auf Grund des 2008 erarbeiteten Zustandsberichtes der L\u00fcbecker Br\u00fccken und Infrastrukturbauwerke ins Leben gerufen. Durch die in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden durchgef\u00fchrten Br\u00fcckenpr\u00fcfungen nach DIN 1076 waren die Sch\u00e4den und auch die Schadenserweiterungen zu erkennen. Schnelles Handeln war n\u00f6tig. Durchgef\u00fchrte Untersuchungen ergaben, dass die Spannst\u00e4hle gef\u00e4hrdet f\u00fcr Spannungsrisskorrosion (SpRK) sind. Der Baubeginn der neuen Br\u00fccke startet nach anderthalb j\u00e4hriger Planungsphase.<\/p>\n<p>Die neue Br\u00fccke wird deutlich k\u00fcrzer als die jetzige sein. Die Gesamtl\u00e4nge betr\u00e4gt ca. zehn Meter. Durch die geringe St\u00fctzweite ist es m\u00f6glich, das Br\u00fcckenbauwerk als Rahmenbauwerk herzustellen. Rahmenbauwerke sind einfache Stahlbetonkonstruktionen mit schlaffer Bewehrung ohne aufw\u00e4ndige Einbauteile wie Lager und kostenintensive Fahrbahn\u00fcbergangskonstruktionen. Sie sind g\u00fcnstiger herzustellen und auch die Unterhaltungskosten sind niedriger.<\/p>\n<p>Die neue Br\u00fcckenbreite betr\u00e4gt k\u00fcnftig 13,75 Meter. Dabei wird die Fahrbahn von derzeit sieben auf 7,50 Meter verbreitert. Der n\u00f6rdliche Fu\u00dfweg beh\u00e4lt die Gesamtbreite von 2,50 Meter, der s\u00fcdliche Fu\u00dfweg wird auf 3,70 Meter verbreitert.<\/p>\n<p>Zu Beginn der Bauma\u00dfnahme wurden im Waldst\u00fcck s\u00fcdlich der bestehenden Br\u00fccke Anfang 2012 einige B\u00e4ume gef\u00e4llt, um auf dieser Fl\u00e4che die Behelfsbr\u00fccke errichten zu k\u00f6nnen. Nach Fertigstellung der Bauma\u00dfnahme wird das Waldst\u00fcck mit standortgerechten B\u00e4umen und einer Komplettierung des Waldrandes mit heimischen Waldrandstr\u00e4uchern wieder aufgeforstet. Dies wird in der ersten Pflanzperiode nach dem Abschluss der Bauarbeiten, voraussichtlich Ende 2013, erfolgen.<\/p>\n<p>Hintergrund zur Stra\u00dfenbr\u00fccke Wesloe: Die Gr\u00fcndung erfolgt auf 18 Ortbetonpf\u00e4hlen mit einem Durchmesser von ca. 90 Zentimeter und einer L\u00e4nge von etwa 14 Metern. Teilweise werden die Ortbetonpf\u00e4hle geneigt eingebaut.<\/p>\n<p>Die Baugrube wird von ca. 1.500 Quadratmeter Spundw\u00e4nden begrenzt. Diese werden m\u00f6glichst ersch\u00fctterungsarm eingebaut. F\u00fcr den Ersatzneubau werden ca. 6.500 Tonnen Erde bewegt, 90 Tonnen Bewehrung eingebaut und etwa 600 Kubikmeter Beton ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Die erste Wesloer Br\u00fccke wurde 1919 als Holzkonstruktion f\u00fcr rund 16.000 Mark \u00fcber die Hafenbahn errichtet. Die noch heute sichtbaren Widerlager zeugen von der urspr\u00fcnglichen Stra\u00dfenf\u00fchrung. Die k\u00fcnftige Behelfsumfahrung wird den alten Stra\u00dfenverlauf in etwa wieder aufnehmen.<\/p>\n<p>Im Zuge der Begradigung der Wesloer Landstra\u00dfe war eine neue Br\u00fccke erforderlich, das heutige Bestandsbauwerk. Die 1955 erbaute Spannbetonbr\u00fccke ist ein 3-Feld-Bauwerk mit einer Gesamtl\u00e4nge von 31 Metern, und einer Breite von 12 Metern. Die Kosten beliefen sich damals auf rund 100.000 DM.<\/p>\n<p>Der Bau von Br\u00fccken mit Spannbeton befand sich 1955 noch in den Kinderschuhen und eine Menge der heute auftretenden Sch\u00e4den und Probleme haben ihre Ursache in der damals noch fehlenden Erfahrung.<\/p>\n<p>Spannungsrisskorrosion ist ein Problem, welches an vielen Br\u00fcckenbauwerken aus der Zeit von etwa 1950 bis 1965 bundesweit auftritt. Durch Verwendung von Spannstahl, der nicht die heute bekannt wichtigen Eigenschaften aufweist, durch mangelnde F\u00fcllung der H\u00fcllrohre, die die Spannlitzen aufnehmen und durch bestimmte Belastungen kommt es zu Spannungsrisskorrosion. Im Allgemeinen ist \u00e4u\u00dferlich keine Korrosion zu erkennen und daher ist die Spannungsrisskorrosion von au\u00dfen schwer feststellbar. Um Aussagen treffen zu k\u00f6nnen, ob Spannungsrisskorrosion bereits eingesetzt hat, m\u00fcssen Proben von den Spannlitzen genommen werden. Dies schw\u00e4cht mitunter die Tragf\u00e4higkeit des Bauteils und ist mit \u00e4u\u00dferster Sorgfalt auszuf\u00fchren und nicht immer m\u00f6glich. Hierzu hat die Bundesregierung eine Handlungsanweisung herausgegeben, der auch die Hansestadt L\u00fcbeck folgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neubau kostet 2,2 Mio. 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