{"id":72116,"date":"2012-08-17T12:48:53","date_gmt":"2012-08-17T10:48:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=72116"},"modified":"2012-08-17T15:19:17","modified_gmt":"2012-08-17T13:19:17","slug":"software-speichert-daten-auf-papier-eine-a4-seite-fasst-bis-zu-drei-megabyte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/software-speichert-daten-auf-papier-eine-a4-seite-fasst-bis-zu-drei-megabyte\/","title":{"rendered":"Software speichert Daten auf Papier, Eine A4-Seite fasst bis zu drei Megabyte"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Festplatte: Papier h\u00e4lt l\u00e4nger (Foto: pixelio.de, Sandor Somkuti)\" src=\"http:\/\/www.pressetext.com\/news\/lowres\/\/20120816022\" alt=\"Festplatte: Papier h\u00e4lt l\u00e4nger (Foto: pixelio.de, Sandor Somkuti)\" width=\"300\" height=\"264\" \/>Festplatte: Papier h\u00e4lt l\u00e4nger (Foto: pixelio.de, Sandor Somkuti) &#8211; Wien (pte022\/16.08.2012\/14:00) &#8211; Das Windows-Open-Source-Programm PaperBack <a href=\"http:\/\/ollydbg.de\/Paperbak\" rel=\"external\" target=\"_blank\">http:\/\/ollydbg.de\/Paperbak<\/a> erlaubt es Nutzern Daten auf einem herk\u00f6mmlichen Blatt Papier zu speichern. Dazu schreibt ein herk\u00f6mmlicher Drucker QR-Code-\u00e4hnliche Muster auf das Medium. Die Datenmenge, die ein A4-Blatt fasst, h\u00e4ngt dabei von der Aufl\u00f6sung des Druckers ab. Bei 600 DPI passen allerdings lediglich 500 Kilobyte auf eine Seite. Erfinder Oleh Yuschuk hat die Anwendung eigentlich als Witz erfunden, das Speichern von Passw\u00f6rtern f\u00fcr verschl\u00fcsselte Dateien und Datentr\u00e4ger kann aber durchaus Sinn machen. Bei optimalem Papier und entsprechender Tinte halten Daten \u00fcber 100 Jahre.<!--more--><\/p>\n<p>Quadratisch, praktisch, gut<\/p>\n<p>PaperBack speichert beliebige Dateien in quadratischen Mustern. Jedes Quadrat fasst etwa 80 Byte. Bei 200 DPI passen etwa 2.400 dieser Bl\u00f6cke auf eine A4-Seite. Das entspricht rund 200 Kilobyte. Bei 600 DPI fasst ein doppelseitig bedrucktes Blatt schon ein Megabyte. Im Falle von Textdateien kann ein spezielles Komprimierungsverfahren die Kapazit\u00e4t einer einzigen Seite auf bis zu drei Megabyte erh\u00f6hen. Das ist immerhin schon mehr als vor 15 Jahren auf eine g\u00e4ngige Diskette gepasst hat. Um die Daten auszulesen, werden die bedruckten Bl\u00e4tter eingescannt. PaperBack stellt die urspr\u00fcnglichen Daten aus dem Bild wieder her.<\/p>\n<p>Um die Lesbarkeit auch im Falle von dreckigem oder besch\u00e4digtem Papier zu gew\u00e4hrleisten, hat Yuschuk einen Fehlerkorrekturmechanismus inkludiert. Ein Teil der Daten wird doppelt geschrieben. So k\u00f6nnen die Dateien auch dann noch ausgelesen werden, wenn 20 Prozent des Papiers unlesbar sind &#8211; zumindest in der Theorie. Die 100 Jahre Haltbarkeit erreicht der Papierspeicher allerdings nur, wenn s\u00e4urefreies Papier verwendet wird und auch die Tinte solange ihre Farbe behalten kann.<\/p>\n<p>Durch Pixelcodes wird die Maschinenlesbarkeit zu Lasten der Menschenlesbarkeit verbessert und die Informationsdichte erh\u00f6ht. Zus\u00e4tzliche Fehlerkorrekturcodes verbessern die langfristige Verf\u00fcgbarkeit. Allerdings l\u00f6sen sich die Tonerpartikel zuweilen gro\u00dffl\u00e4chig vom Papier ab,<br \/>\nwogegen auch Fehlerkorrekturcodes weitgehend machtlos sein d\u00fcrften. Dies geschieht besonders h\u00e4ufig bei Lagerung der Bl\u00e4tter in Stapeln&#8220;, so ein Experte.<\/p>\n<p>Fehlende Langzeitspeicher<\/p>\n<p>Das Speichern von Daten \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume ist ein gro\u00dfes Problem. &#8222;Nach meinem Wissensstand gibt es aktuell keine digitalen Speichertechnologien die eine derart lange Haltbarkeit garantieren kann. Zudem sehe ich ein Problem in der technischen Verf\u00fcgbarkeit der Zugriffsschnittstellen. Sobald eine neue Technologie ausgereift ist, empfiehlt es sich laufend eine Konvertierung auf die n\u00e4chst aktuellere Technik durchzuf\u00fchren, um immer am Lauf der Zeit zu bleiben&#8220;, sagt Markus H\u00e4fele von der Attingo Datenrettung GmbH <a href=\"http:\/\/www.attingo.at\" rel=\"external\" target=\"_blank\">http:\/\/www.attingo.at<\/a> gegen\u00fcber pressetext.<\/p>\n<p>Das Speichern von Dateien auf Papier bietet da schon bessere Aussichten, sofern die Bl\u00e4tter sicher verwahrt und vor Hitze und N\u00e4sse gesch\u00fctzt werden. Die Speicherkapazit\u00e4t ist allerdings verschwindend gering, was einen produktiven Einsatz unm\u00f6glich macht. Findige Nutzer haben allerdings eine sinnvolle Einsatzm\u00f6glichkeit gefunden. Die Zugangsschl\u00fcssel f\u00fcr sichere Systeme wie E-Banking k\u00f6nnen hier sicher aufbewahrt werden.<\/p>\n<p>Normalerweise befinden sich solche Passw\u00f6rter auf USB-Sticks. Werden diese unlesbar, ist der Zugang vorerst nicht mehr m\u00f6glich. Auf einem Blatt Papier gesichert l\u00e4sst sich der Schl\u00fcssel aber umgehend wiederherstellen. Selbst wenn es in der Zukunft keine Technologie mehr geben sollte, um die Muster wieder in Daten zu verwandeln, ist nicht alles verloren. Theoretisch k\u00f6nnte der PaperBack-Code auch in Handarbeit entschl\u00fcsselt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Festplatte: Papier h\u00e4lt l\u00e4nger (Foto: pixelio.de, Sandor Somkuti) &#8211; Wien (pte022\/16.08.2012\/14:00) &#8211; Das Windows-Open-Source-Programm PaperBack http:\/\/ollydbg.de\/Paperbak erlaubt es Nutzern Daten<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[7],"tags":[7332,7331],"class_list":["post-72116","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissenschaft","tag-eine-a4-seite-fasst-bis-zu-drei-megabyte","tag-software-speichert-daten-auf-papier"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72116"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72116\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72154,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72116\/revisions\/72154"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}