{"id":73627,"date":"2012-09-18T08:00:15","date_gmt":"2012-09-18T08:00:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2012\/09\/bka-ruckgang-der-fallzahlen-bei-skimming-delikten-in-deutschlandbundeskriminalamt-veroffentlicht-bundeslagebild-2011\/"},"modified":"2012-09-18T08:00:15","modified_gmt":"2012-09-18T08:00:15","slug":"bka-ruckgang-der-fallzahlen-bei-skimming-delikten-in-deutschlandbundeskriminalamt-veroffentlicht-bundeslagebild-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-ruckgang-der-fallzahlen-bei-skimming-delikten-in-deutschlandbundeskriminalamt-veroffentlicht-bundeslagebild-2011\/","title":{"rendered":"BKA: R\u00fcckgang der Fallzahlen bei Skimming-Delikten in Deutschland\nBundeskriminalamt ver\u00f6ffentlicht Bundeslagebild 2011"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Nachdem Skimming-F\u00e4lle im Jahr 2010 einen  Rekordwert erreicht hatten, zeichnet sich ein R\u00fcckgang der Fallzahlen im Zusammenhang mit Debit- und Kreditkarten ab, wie dem heute vom  Bundeskriminalamt (BKA) ver\u00f6ffentlichten Bundeslagebild  &#8222;Zahlungskartenkriminalit\u00e4t 2011&#8220; zu entnehmen ist.<!--more--> In diesem werden  die polizeilich bekannt gewordenen F\u00e4lle zur betr\u00fcgerischen Erlangung von Kartendaten und Geheimnummern durch Manipulationen an  Geldautomaten, Kassenterminals (sogenannten &#8222;Point of Sale&#8220;  (POS)-Terminals) sowie Fahrkarten und Tankautomaten, auch als  &#8222;Skimming&#8220; bezeichnet, dargestellt. Dass sich dieser Trend auch 2012  fortsetzt, lassen die aktuellen Fallzahlen f\u00fcr das 1. Halbjahr 2012  vermuten, die mit Ausnahme der Manipulation von POS-Terminals  weiterhin r\u00fcckl\u00e4ufig sind.     Manipulation an Geldausgabeautomaten     2011 wurden in Deutschland insgesamt 1.296 Angriffe auf  Geldautomaten registriert, was einem R\u00fcckgang von circa 59 Prozent  gegen\u00fcber dem Vorjahr entspricht. Ein \u00e4hnliches Bild zeichnet sich  bei der Zahl der betroffenen Automaten ab: In 2011 wurden 784 Ger\u00e4te  attackiert, circa 56 Prozent weniger als noch 2010. Diese Entwicklung scheint sich auch im Jahr 2012 fortzusetzen. Bis Juni 2012 konnten  insgesamt 400 Angriffe auf insgesamt 250 Geldautomaten festgestellt  werden. Die Tatbegehungsweisen zur Erlangung der Kartendaten und  Geheimzahlen sind im Wesentlichen unver\u00e4ndert. Die T\u00e4ter installieren weiterhin Vorbauger\u00e4te, sogenannte &#8222;Skimmer&#8220;, zum Auslesen der  Kartendaten und kleinste Kameras oberhalb der Tastatur des  Geldautomaten, um die Eingabe der Geheimnummer aufzuzeichnen.  Mitunter wird auch auf der Tastatur eines Geldautomaten eine  Tastaturattrappe befestigt, mit deren Hilfe die eingegebenen  Geheimzahlen gespeichert werden. Die zunehmende Ausstattung der  Automaten mit Anti-Skimming-Modulen erschwert allerdings den T\u00e4tern  zunehmend den Einsatz ihrer Technik. Die Tatorte verteilten sich wie  in den Vorjahren \u00fcber das gesamte Bundesgebiet. Lediglich im Saarland konnten 2011 keine Angriffe auf Geldautomaten festgestellt werden.     Manipulation an POS-Terminals     Nachdem es dem BKA im Jahr 2008 durch polizeiliche Ma\u00dfnahmen  gelungen ist, die Manipulation von POS-Terminals vollst\u00e4ndig zu  unterbinden, konnten im Jahr 2011 erstmals wieder erfolgreiche  Manipulationen festgestellt werden. In insgesamt 14 F\u00e4llen erlangten  die T\u00e4ter Kartendaten und Geheimnummern, mit denen sie  Kartendubletten f\u00fcr den betr\u00fcgerischen Einsatz im au\u00dfereurop\u00e4ischen  Ausland herstellten. Diese Entwicklung scheint sich im 1. Halbjahr  2012 fortzusetzen. Es wurden bisher 40 Manipulationsf\u00e4lle polizeilich bekannt.     Manipulation an Fahrkarten- und Tankautomaten Im Jahr 2011 sind  erstmals in Deutschland Manipulationen zur Erlangung von Kartendaten  und Geheimnummern an Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn AG  festgestellt worden. Insgesamt 25 solcher F\u00e4lle wurden polizeilich  registriert. Unbemannte Tankautomaten hingegen sind bereits 2010 mit  dem Ziel manipuliert worden, Kartendaten und Geheimnummer zu  erlangen. Nachdem seinerzeit zwei F\u00e4lle polizeilich bekannt wurden,  konnten im Jahr 2011 insgesamt sechs F\u00e4lle festgestellt werden.  Insbesondere die Manipulation von Fahrkartenautomaten scheint jedoch  f\u00fcr die T\u00e4ter wenig lukrativ zu sein, da der Anteil der  Kartenzahlungen an den betroffenen Automaten deutlich geringer war  als der der Barzahlungen. In der ersten Jahresh\u00e4lfte 2012 wurden  insgesamt drei Manipulationsf\u00e4lle an entsprechenden Automaten  polizeilich bekannt.     Tatverd\u00e4chtige     Die Tatverd\u00e4chtigen stammten, wie schon in den Jahren zuvor,  \u00fcberwiegend aus dem s\u00fcdeurop\u00e4ischen Raum, insbesondere aus Rum\u00e4nien  und Bulgarien. Die T\u00e4ter agierten zumeist in kleineren Gruppen, die  sich durch ein flexibles und arbeitsteiliges Vorgehen auszeichneten.  In der Regel verlie\u00dfen sie das Bundesgebiet bereits wenige Tage,  nachdem sie an verschiedenen Orten Kartendaten ausgesp\u00e4ht hatten,  wieder. Die erlangten Daten wurden von den T\u00e4tern anschlie\u00dfend sehr  schnell auf Kartendubletten \u00fcbertragen, die in der Mehrzahl der F\u00e4lle sp\u00e4testens zwei Tage nach den Taten betr\u00fcgerisch im Ausland  eingesetzt wurden.     Betroffene und Sch\u00e4den     Aufgrund von Skimming-Angriffen auf Geldautomaten, POS-Terminals,  Fahrkarten- und Tankautomaten haben die deutschen Geldinstitute im  Jahr 2011 \u00fcber 150.000 Kartendaten von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern  gesperrt, um einen missbr\u00e4uchlichen Einsatz der ausgesp\u00e4hten Daten zu verhindern. Im Jahr 2010 sperrten die Geldinstitute in Folge  entsprechender Angriffe \u00fcber 300.000 Kartendaten. Das BKA sch\u00e4tzt den Schaden, der durch den Einsatz gef\u00e4lschter Debitkarten mit deutschen  Kartendaten in 2011 entstanden ist, auf rund 35 Millionen Euro (2010: 60 Millionen Euro).     Einsatz gef\u00e4lschter Debitkarten mit deutschen Kartendaten     Durch die Umstellung des Autorisierungsverfahrens f\u00fcr Debitkarten  von der Magnetstreifen- auf die Chiptechnologie k\u00f6nnen die T\u00e4ter seit dem 01.01.2011 ihre Kartendubletten, sogenannte &#8222;white plastics&#8220;, die sie unter Verwendung ausgesp\u00e4hter Kartendaten und Geheimnummern f\u00fcr  den betr\u00fcgerischen Einsatz erstellen, nur noch in au\u00dfereurop\u00e4ischen  Staaten und Russland einsetzen. Der dadurch entstandene  Verdr\u00e4ngungseffekt insbesondere in die USA, Russland, Mexiko,  Argentinien und Kolumbien ist auch in der ersten Jahresh\u00e4lfte 2012  weiterhin feststellbar.     BKA-Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke:     &#8222;Der kontinuierliche R\u00fcckgang der Fallzahlen bei den  Skimming-Delikten ist das Ergebnis einer erfolgreichen  Pr\u00e4ventionsarbeit durch die deutschen Geldinstitute sowie eines  konsequenten Vorgehens der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden. Durch den  zunehmenden Einsatz von Anti-Skimming-Modulen an Geldautomaten ist  f\u00fcr die T\u00e4ter das Aussp\u00e4hen von Kartendaten und Geheimnummern  deutlich erschwert worden. Die Umstellung der Debitkarten von der  Magnetstreifen- auf die Chiptechnologie verhindert den betr\u00fcgerischen Einsatz von Kartendubletten in Deutschland und den anderen  europ\u00e4ischen Staaten. Diesen erfolgreich eingeschlagenen Weg gilt es  fortzusetzen. Hierf\u00fcr m\u00fcssen wir gemeinsam mit den Geldinstituten und Kartenemittenten auch in den au\u00dfereurop\u00e4ischen Staaten f\u00fcr die  Ergreifung der notwendigen technischen und polizeilichen Ma\u00dfnahmen  werben. Zugleich ist es unsere gemeinsame Aufgabe, die technischen  Entwicklungen auf Seiten der T\u00e4ter sorgsam im Auge zu behalten. Nur  so k\u00f6nnen wir fr\u00fchzeitig auf m\u00f6gliche neue Bedrohungsszenarien  reagieren. Denn: Skimming bietet f\u00fcr die T\u00e4ter gute Gewinnaussichten  bei einem vergleichsweise geringen Entdeckungsrisiko.&#8220;     Hans-Werner Niklasch, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer EURO Kartensysteme GmbH:  &#8222;Ausschlaggebend f\u00fcr die positive Entwicklung im Deliktsbereich  Skimming waren in erster Linie die hohen Investitionen der Banken und Sparkassen in die Umr\u00fcstung der 60.000 Geldautomaten, der 94  Millionen girocards (ehemals EC-Karten) auf den Sicherheitsstandard  EMV sowie die verbreitete Einf\u00fchrung vorzugsweise elektronischer  Anti-Skimming-Module und -Technologien an Geldautomaten. Doch auch  die Beschleunigung von Kartensperren nach erkannten Manipulationen  trug ma\u00dfgeblich zum erheblichen R\u00fcckgang der Sch\u00e4den bei. So konnte  durch moderne Online-Meldesysteme und die effektive Zusammenarbeit  aller am Kartengesch\u00e4ft Beteiligten ein Gro\u00dfteil der potenziellen  Sch\u00e4den bereits im Vorfeld verhindert werden. Wir rechnen damit, dass durch die bereits geplanten Umstellungen auch der au\u00dfereurop\u00e4ischen  Systeme auf die Chiptechnologie die Kartenf\u00e4lschungssch\u00e4den noch  weiter reduziert werden k\u00f6nnen.&#8220;     Das Lagebild Zahlungskartenkriminalit\u00e4t 2011 sowie weitere  Einzelheiten zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage unter  www.bka.de, n\u00fctzliche Hinweise zum sicheren Umgang mit Karte und PIN  auf www.kartensicherheit.de.     R\u00fcckfragen bitte an:  Bundeskriminalamt Pressestelle   Telefon: 0611-551 3083 Fax: 0611-551 2323 www.bka.de<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/polizeipresse\/pm\/7\/2327256\/bka-rueckgang-der-fallzahlen-bei-skimming-delikten-in-deutschland-bundeskriminalamt-veroeffentlicht\/api\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Nachdem Skimming-F\u00e4lle im Jahr 2010 einen Rekordwert erreicht hatten, zeichnet sich ein R\u00fcckgang der Fallzahlen im Zusammenhang<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-73627","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73627","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=73627"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73627\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=73627"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=73627"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=73627"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}