{"id":74001,"date":"2012-10-02T22:51:44","date_gmt":"2012-10-02T20:51:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=74001"},"modified":"2012-10-02T22:51:44","modified_gmt":"2012-10-02T20:51:44","slug":"vectoring-geht-nicht-im-alleingang-der-deutschen-telekom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/vectoring-geht-nicht-im-alleingang-der-deutschen-telekom\/","title":{"rendered":"Vectoring geht nicht im Alleingang der Deutschen Telekom"},"content":{"rendered":"<p><strong>BREKO fordert Branchenl\u00f6sung zum Einsatz der neuen Technologie f\u00fcr schnelles Internet. Ein gemeinsamer Feldversuch mit der Deutschen Telekom soll Potenzial der Breitbandtechnik erfassen.\u00a0 Bonn, 02. Oktober 2012<\/strong>: Schnelles Internet fl\u00e4chendeckend anbieten, vor allem im l\u00e4ndlichen Raum. Dieses Ziel haben sich die Bundesregierung und viele Telekommunikationsanbieter auf die Fahne geschrieben. Die Herausforderung dabei: es soll kosteng\u00fcnstig und schnell erfolgen. Mit Vectoring scheint eine vielversprechende Technik identifiziert zu sein. <!--more-->Laut Angaben der Hersteller k\u00f6nnen bestehende VDSL-Infrastrukturen von 50 Megabit pro Sekunde auf 100 Megabit pro Sekunde beschleunigt werden. Allerdings ist Vectoring aus technischen Gr\u00fcnden in einem Ausbaugebiet immer nur f\u00fcr einen Netzbetreiber sinnvoll. \u201eDie Deutsche Telekom will allerdings ein Monopol f\u00fcr den Einsatz von Vectoring durchsetzen. Das wird der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) keinesfalls akzeptieren\u201c, betont Ralf Kleint, Pr\u00e4sident BREKO.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vectoring kann eine Chance sein, dort, wo sich FTTH nicht lohnt, h\u00f6here Bandbreiten wirtschaftlich zu realisieren. F\u00fcr die Deutsche Telekom stehen dabei die Ballungszentren und die verbesserten Wettbewerbsm\u00f6glichkeiten gegen\u00fcber den Kabelnetzbetreibern im Mittelpunkt. Viele BREKO-Unternehmen haben gezielt in den Breitbandausbau in der Fl\u00e4che investiert. Wenn sich Vectoring als tragf\u00e4hige Technik erweist, muss die Bundesnetzagentur Regelungen daf\u00fcr treffen, dass alle Marktteilnehmer sie gleicherma\u00dfen einsetzen k\u00f6nnen. \u201eZu einer Aufhebung des Zugangs zum Kunden \u00fcber die einzelne Anschlussleitung darf es nicht kommen. Das w\u00e4re eine Remonopolisierung durch die Hintert\u00fcr\u201c, hebt Kleint hervor. Die Deutsche Telekom hatte gefordert, zur Nutzung der Vectoring-Technologie m\u00fcsse der Zugang der Wettbewerber zur Anschlussleitung aufgehoben werden. Mitbewerber sollen nur noch ein weitgehend fertiges Vorprodukt des Bonner Unternehmens f\u00fcr den Weiterverkauf an Endkunden erhalten. \u201eEs ist aber \u00fcberhaupt nicht einzusehen, warum nicht auch Wettbewerber die Technologie einsetzen sollten, wenn sich diese als tragf\u00e4hig erweist\u201c, erg\u00e4nzt Kleint.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Noch fehlen nennenswerte Erfahrungen, denn Vectoring l\u00e4sst sich &#8222;nur&#8220; auf bestehende VDSL-Leitungen anwenden. Und dort, wo keine bestehen, kann man auch nichts beschleunigen. \u201eDaher fordern wir als Bundesverband einen Feldversuch, gemeinsam mit der Deutschen Telekom. Wir brauchen Klarheit dar\u00fcber, was die Technik leisten kann und wo Schwachstellen liegen&#8220;, so Stephan Albers, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer BREKO. Die Besonderheit liegt darin, dass nur ein Netzbetreiber VDSL-Vectoring in einem Leitungsb\u00fcndel wirksam einsetzen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wichtig sind den \u00fcber 70 im BREKO organisierten Netzbetreibern vor allem zwei Dinge, wie Albers res\u00fcmiert: &#8222;Zum einen d\u00fcrfen die rund zehn Millionen von den Wettbewerbern bei der Telekom angemieteten Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) durch Vectoring nicht gest\u00f6rt werden. Zum anderen m\u00fcsse der im Telekommunikationsgesetz festgeschriebene Grundsatz des entb\u00fcndelten Zugriffs auf die letzte Meile erhalten bleiben&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber den BREKO:<\/strong><\/p>\n<p>Der Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. (BREKO) repr\u00e4sentiert den Gro\u00dfteil der Festnetzwettbewerber der Telekom Deutschland. Unsere Mitglieder vermarkten ihre Produkte vor allem auf Basis eigener Infrastruktur in Kombination mit dem entb\u00fcndelten Teilnehmeranschluss (TAL) der Telekom Deutschland; vermehrt bieten sie aber auch eigene hochleistungsf\u00e4hige Glasfaseranschl\u00fcsse direkt zum Kunden (FTTH\/B) an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit seiner Gr\u00fcndung im Jahre 1999 tritt der BREKO erfolgreich f\u00fcr den Infrastrukturwettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt ein. Die \u00fcber 110 BREKO-Unternehmen, darunter City- und Regionalcarrier sowie Stadtwerke versorgen sowohl Ballungsr\u00e4ume als auch l\u00e4ndliche Gebiete, die \u201ewei\u00dfen Flecken\u201c, mit hochleistungsf\u00e4higen Glasfaseranschl\u00fcssen. Dazu haben sie im Jahre 2011 rund 1,5 Mrd. Euro investiert und dabei einen Umsatz in H\u00f6he von etwa 7 Mrd. Euro erwirtschaftet. Damit leisten die BREKO-Unternehmen einen ma\u00dfgeblichen Beitrag zum fl\u00e4chendecken Glasfaserausbau sowie zur Erreichung der Breitbandziele der Bundesregierung. Auch weiterhin sind die BREKO-Unternehmen zu Investitionen bereit. Vor diesem Hintergrund tritt der BREKO f\u00fcr verl\u00e4ssliche gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen ein, dazu geh\u00f6ren beispielsweise eine angemessene Regulierung von Vorleistungen und eine einheitliche Regulierung im gesamten Bundesgebiet. Der BREKO ist zudem ma\u00dfgeblich an der Entwicklung von Open Access-Gesch\u00e4ftsmodellen beteiligt, bei denen die unternehmerische Freiheit bei der Ausgestaltung einer diskriminierungsfreien Zugangsgew\u00e4hrung an Dritte im Vordergrund steht.<\/p>\n<p>Weitere Informationen finden Sie unter <a title=\"http:\/\/www.brekoverband.de\/\" href=\"http:\/\/www.brekoverband.de\">www.brekoverband.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BREKO fordert Branchenl\u00f6sung zum Einsatz der neuen Technologie f\u00fcr schnelles Internet. 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