{"id":74349,"date":"2012-10-16T07:31:03","date_gmt":"2012-10-16T05:31:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=74349"},"modified":"2012-10-16T07:31:03","modified_gmt":"2012-10-16T05:31:03","slug":"lesen-von-fremden-e-mails-nicht-illegal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lesen-von-fremden-e-mails-nicht-illegal\/","title":{"rendered":"Lesen von fremden E-Mails nicht illegal"},"content":{"rendered":"<div>US-Gericht \u00f6ffnet Konzernen und Exekutive T\u00fcr und Tor<\/div>\n<p> &#8211; Columbia\/Paris (pte017\/15.10.2012\/13:57) &#8211; Der Oberste Gerichtshof von South Carolina <a href=\"http:\/\/bit.ly\/V0HeJ3\" rel=\"external\" target=\"_blank\">http:\/\/bit.ly\/V0HeJ3<\/a> hat vergangene Woche ein Urteil gef\u00e4llt, das Internetkonzernen wie Google und Yahoo das Recht einr\u00e4umt, die E-Mails ihrer Nutzer zu lesen. Das bedeutet, dass das Lesen von privaten E-Mails den Stored Communications Act, der seit 1986 den Datenschutz im Web reguliert, nicht verletzt. Die EU geht indessen einen anderen Weg und peilt einen Sieg gegen mutma\u00dfliche Datenschutz-Missachtungen Googles an.<!--more--><\/p>\n<p>Kein Datenschutz f\u00fcr Mails<\/p>\n<p>&#8222;Diese Entscheidung ist ein weiterer Beweis f\u00fcr die Hartn\u00e4ckigkeit und Widerspr\u00fcchlichkeit des amerikanischen \u00dcberwachungs-Regimes&#8220;, kritisiert Woodrow Hartzog von der Samford University <a href=\"http:\/\/samford.edu\" rel=\"external\" target=\"_blank\">http:\/\/samford.edu<\/a> . Das umstrittene Urteil k\u00f6nnte zur Folge haben, dass Google, Yahoo und andere Anbieter, die Inhalte von E-Mails ihrer Kunden nach Informationen durchsuchen und sie ohne deren Zustimmung f\u00fcr Werbezwecke einsetzen. Vor allem aber wurde durch das Urteil das Vorgehen der Exekutive bekr\u00e4ftigt, die in den USA bei Verdachtsf\u00e4llen jederzeit die E-Mails von Privatpersonen durchforsten darf.<\/p>\n<p>Die Richter sagen, dass E-Mails im Internet nur als Sicherheitskopien gespeichert werden d\u00fcrfen und diese nicht unter die Datenschutzbestimmungen fallen. Diese Argumentation kann der Rechtsprofessor Hartzog nicht verstehen: &#8222;Diese rechtlichen Diskussionen haben nichts damit zu tun, wie Menschen solche Angebote wahrnehmen.&#8220;<\/p>\n<p>Urteil von globaler Bedeutung<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in den USA Google mehr Rechte zuerkannt bekommt, muss sich der Konzern in der EU auf ein Urteil gefasst machen, das laut Experten globale Auswirkungen haben k\u00f6nnte. Die franz\u00f6sische Datenschutzbeh\u00f6rde CNIL <a href=\"http:\/\/cnil.fr\" rel=\"external\" target=\"_blank\">http:\/\/cnil.fr<\/a> wird am Dienstag die Ergebnisse von Gespr\u00e4chen mit Datenschutzbeauftragten aller EU-Mitgliedsstaaten pr\u00e4sentieren. Laut Insidern wird die Beh\u00f6rde die erst im M\u00e4rz eingef\u00fchrten abge\u00e4nderten Gesch\u00e4ftsbedingungen des Konzerns kippen und Google dazu auffordern, die neuen Bestimmungen r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen.<\/p>\n<p>&#8222;Mit der Beauftragung der CNIL macht die EU Ernst&#8220;, sagt Datenschutzexperte Bradley Shears. Im Visier der europ\u00e4ischen Datensch\u00fctzer ist der Umgang Googles mit den gesammelten Daten seiner Nutzer. Nach Ansicht der EU hat der IT-Riese nicht das Recht Daten, die durch Gmail gesammelt wurden, f\u00fcr andere Zwecke einzusetzen. Google wurde von der EU-Kommissarin Viviane Reding schon vor einiger Zeit darauf aufmerksam gemacht, dass die \u00c4nderungen das EU-Recht verletzen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Dominoeffekt prognostiziert<\/p>\n<p>&#8222;Google hatte offenbar das n\u00f6tige Know-how, um alle Daten der verschiedenen Angebote zu kombinieren. Deswegen sollte es auch kein Problem sein, die vorherigen Bestimmungen wiederherzustellen&#8220;, so Schears. Der Rechtsanwalt erwartet sich einen Dominoeffekt, der Aufsichtsbeh\u00f6rden in der ganzen Welt dazu f\u00fchren k\u00f6nnte, \u00e4hnliche Datenschutzregeln einzuf\u00fchren. &#8222;Dieses Urteil k\u00f6nnte Google untersagen Daten seiner Nutzer plattform\u00fcbergreifend zu nutzen und den Konzern viele Mio. Euro kosten&#8220;, sagt Shears abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>US-Gericht \u00f6ffnet Konzernen und Exekutive T\u00fcr und Tor &#8211; Columbia\/Paris (pte017\/15.10.2012\/13:57) &#8211; Der Oberste Gerichtshof von South Carolina http:\/\/bit.ly\/V0HeJ3 hat<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[8476],"class_list":["post-74349","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft","tag-lesen-von-fremden-e-mails-nicht-illegal"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74349","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74349"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74349\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74350,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74349\/revisions\/74350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74349"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74349"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74349"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}