{"id":7462,"date":"2008-11-21T15:34:51","date_gmt":"2008-11-21T15:34:51","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=7362"},"modified":"2008-11-21T15:34:51","modified_gmt":"2008-11-21T15:34:51","slug":"sechs_einzelbnde_zur_hausforschung_aufwendig_restauriert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/sechs_einzelbnde_zur_hausforschung_aufwendig_restauriert\/","title":{"rendered":"Sechs Einzelb\u00e4nde zur Hausforschung aufwendig restauriert"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"HLLogo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/HLLogo.jpg\" alt=\"HLLogo\" \/><br \/>\nArchiv stellt Restaurierungs- und Forschungsarbeiten am 27. November vor<br \/>\nIm Archiv der Hansestadt befinden sich umfassende Unterlagen zur Hausforschung, die eine Vielzahl von Aufschl\u00fcssen geben. Beginnend mit dem ersten Oberstadtbuch von 1284 kann der interessierte Hausforscher und Denkmalsch\u00fctzer bis in die Gegenwart die Besitzerfolge eines Grundst\u00fccks zusammenstellen. Dank der gro\u00dfz\u00fcgigen F\u00f6rderung der Rudolf-Dankwardt-Stiftung konnten seit 2007 sechs schwer gesch\u00e4digte B\u00e4nde in aufw\u00e4ndiger Handarbeit restauriert werden. <!--more-->Sie sind so der Forschung und \u00d6ffentlichkeit nun wieder uneingeschr\u00e4nkt zug\u00e4nglich. Gleichfalls gef\u00f6rdert wurde eine wissenschaftliche Forschungsarbeit \u00fcber die bauliche Entwicklung des Marienquartiers und die Bau- und Besitzgeschichte des Hauses Alfstra\u00dfe 38 in L\u00fcbeck. Die Ergebnisse der Restaurierungs- und Forschungsarbeiten werden am Donnerstag, 27. November 2008, um 18 Uhr im Lesesaal des Archivs der Hansestadt L\u00fcbeck, M\u00fchlendamm 1-3, vorgestellt. Die im Rahmen der Pr\u00e4sentation gezeigten Bilder und Originale werden das &#8222;Vorher &#8211; Nachher&#8220; sichtbar machen.<br \/>\nW\u00e4hrend des 2. Weltkriegs wurden die wichtigsten Best\u00e4nde des Archivs der Hansestadt zur Sicherung vor Bombenangriffen in ein Bergwerk nach Bernburg in Sachsen-Anhalt gebracht. Die sowjetische Regierung beschlagnahmte nach dem Krieg die weit \u00fcber 40 Tonnen Archivmaterial, bestehend aus Archivalien von 1188 bis etwa 1900. In den folgenden Nachkriegswirren erlitten die Archivalien bei Transporten kreuz und quer durch Ost-Europa vielf\u00e4ltige Sch\u00e4den. Im Archivalienaustausch 1987 mit der DDR sowie 1990 mit der UdSSR konnte der gr\u00f6\u00dfte Teil der Best\u00e4nde nach L\u00fcbeck zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Aus diesen Quellen hat das Archiv wertvolle Einzelst\u00fccke ermittelt, die wegen ihrer Bedeutung f\u00fcr Zwecke der Denkmalpflege und Denkmalerforschung und wegen der Dringlichkeit ihrer Sch\u00e4digung dringend restauriert werden mussten.<br \/>\nIm Rahmen der Pr\u00e4sentation stellt Dr. Dagmar Hemmie aus Hamburg die Ergebnisse ihrer Forschungen, die in dem gleichfalls vorgestellten Band &#8222;Lebenslauf eines Hauses. Das Haus Alfstra\u00dfe 38, seine Baugeschichte und Bewohner&#8220; dokumentiert sind, vor. Dr. Hemmie liefert mehr als &#8222;nur&#8220; eine umfassende Hausbiografie der Alfstra\u00dfe 38, denn sie stellt die Geschichte dieses Kulturdenkmals in den gro\u00dfen Zusammenhang der allgemeinen bau- und kunstgeschichtlichen Geschichte des Marienquartiers, in dem dieses Denkmal steht. Das Marienquartier war eines der vier historischen Stadtquartiere L\u00fcbecks, das &#8222;Kaufleuteviertel&#8220;. Die Geschichte der Eigent\u00fcmerverh\u00e4ltnisse und Bewohner erm\u00f6glicht eine F\u00fclle interessanter Einblicke in die sozialen und wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse der Stadt und ihrer Einwohner seit dem Mittelalter. <br \/>\nDie Autorin Frau Dr. Dagmar Hemmie ist durch vielf\u00e4ltige Forschungen und T\u00e4tigkeiten eng mit der Geschichtsforschung der Hansestadt L\u00fcbeck verbunden. Nach einer Ausbildung zur Bibliothekarin und einem Studium der Geschichtswissenschaften und nordischen Philologie an den Universit\u00e4ten Kiel und Odense promovierte sie 2005 mit einer Arbeit \u00fcber die Lebenswelt von Prostituierten im sp\u00e4tmittelalterlichen Nordeuropa (&#8222;Ungeordnete Unzucht. Prostitution im Hanseraum 12.-16. Jahrhundert. L\u00fcbeck &#8211; Bergen &#8211; Helsing\u00f8r&#8220;). Seit einigen Jahren ist sie zudem als Lehrbeauftragte an der Universit\u00e4t Hamburg t\u00e4tig.<br \/>\nDie Dokumentation von Dr. Dagmar Hemmie &#8222;Lebenslauf eines Hauses. Das Haus Alfstra\u00dfe 38, seine Baugeschichte und Bewohner&#8220; ist erschienen im Verlag Schmidt-R\u00f6mhild in der Reihe L\u00fcbeck 2008 &#8211; Kleine Hefte zur Stadtgeschichte. Hrsg. vom Archiv der Hansestadt L\u00fcbeck und zum Preis von zehn Euro in den Buchhandlungen erh\u00e4ltlich.<br \/>\nIm Bestand des Archivs der Hansestadt L\u00fcbeck befinden sich unter anderem Rechnungsb\u00fccher zu verschiedenen Steuern (z.B. Scho\u00df), Grundb\u00fccher (z.B. Oberstadtb\u00fccher) und die Brandassekuranzb\u00fccher (Feuerversicherung). Dem Forscher erschlie\u00dft sich daraus oftmals der finanzielle Hintergrund eines ehemaligen Besitzers. Anhand der Scho\u00df-Listen k\u00f6nnen Denkmalsch\u00fctzer und Bauhistoriker beispielsweise am Objekt vorgefundene bauliche Ver\u00e4nderungen zeitlich genauer datieren. <br \/>\nSt\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck ist die Restaurierung der gesch\u00e4digten Sch\u00e4tze des Archivs und ihre Neuordnung seit Ende der 1980-iger Jahre angegangen worden, wobei auch andere verschiedene Stiftungen segensreich mitgeholfen haben und mithelfen. Viel ist geschafft, vieles bleibt noch zu tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Archiv stellt Restaurierungs- und Forschungsarbeiten am 27. 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