{"id":7536,"date":"2008-12-05T11:46:36","date_gmt":"2008-12-05T11:46:36","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=7436"},"modified":"2008-12-05T11:46:36","modified_gmt":"2008-12-05T11:46:36","slug":"verborgene_schtze__ausgepackt_und_ausgestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/verborgene_schtze__ausgepackt_und_ausgestellt\/","title":{"rendered":"Verborgene Sch\u00e4tze &#8211; ausgepackt und ausgestellt"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"St.AnnenMuseum\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/St.AnnenMuseum.jpg\" alt=\"St.AnnenMuseum\" \/><br \/>\nSonderausstellung aus dem St.-Annen-Bestand und der Glassammlung Christian Jentsch<br \/>\nExquisite Glaskunst und nie gezeigte Supraporten: In der Vorweihnachtszeit er\u00f6ffnet im L\u00fcbecker St. Annen-Museum die Sonderausstellung &#8222;Verborgene Sch\u00e4tze &#8211; ausgepackt und ausgestellt&#8220;, die Kostbarkeiten aus dem eigenen Bestand und Schmuckst\u00fccke des L\u00fcbecker Sammlers Christian Jentsch zeigt. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde die Ausstellung am Donnerstag, 4. Dezember 2008, der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. <br \/>\n<!--more-->&#8222;Ich freue mich, dass wir mit dieser Ausstellung den ersten Schritt zur Wiederbelebung der Ausstellungst\u00e4tigkeit im Obergeschoss des St. Annen Museums so \u00fcberzeugend beginnen k\u00f6nnen&#8220;, sagte Prof. Dr. Hans Wi\u00dfkirchen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor der L\u00fcbecker Museen. Museumsleiterin Dr. Hildegard Vogeler erkl\u00e4rte, dass das St. Annen-Museum eine gro\u00dfe Kollektion Supraporten besitzt, die hier erstmals zusammen ausgestellt werden. Eine Supraporte (lat. supra = \u00fcber, porta = Tor) ist ein \u00fcber einer T\u00fcr oder einem Portal angebrachtes Gem\u00e4lde oder Relief. Es kann frei h\u00e4ngen oder gestalterisch in den T\u00fcrrahmen einbezogen sein. <br \/>\nBei den in der Ausstellung gezeigten Supraporten handelt es sich um gedruckte Bildtapeten, die Motive aus der Antike, idyllische Landschaften oder Jagd- und Blumenstillleben zeigen. Diese farbigen Bilder wurden &#8211; dem Zeitgeschmack der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts entsprechend &#8211; vornehmlich von els\u00e4ssischen und franz\u00f6sischen Tapetenmanufakturen hergestellt und dienten als pittoreske Schmuckfelder \u00fcber T\u00fcren oder Fenstern von Innenr\u00e4umen klassizistischer H\u00e4user. Die hier gezeigte Sammlung war vermutlich einmal eine Musterkollektion der alteingesessenen L\u00fcbecker Tapetenhandlung Friedrich Matz, die f\u00fcr den anspruchsvollen Geschmack des gehobenen B\u00fcrgertums zuweilen auch Tapeten bei der ber\u00fchmten Firma Zuber in Rixheim (Elsass) bestellte. <br \/>\nGemeinsam mit den Supraporten werden Trinkgl\u00e4ser aus der Sammlung Christian Jentsch pr\u00e4sentiert. Museumsleiterin Dr. Vogeler dankte dem Sammler daf\u00fcr, dass er besonders sch\u00f6ne St\u00fccke seiner Sammlung f\u00fcr die Ausstellung zur Verf\u00fcgung gestellt hat. Das Ausstellungsdesign stammt von Michael Goden.<br \/>\nForm und Gr\u00f6\u00dfe historischer Gl\u00e4ser lassen sich nur richtig verstehen, wenn man die Trinkkultur der jeweiligen Zeit ber\u00fccksichtigt. War es um 1700 noch \u00fcblich, die wenigen Trinkpokale an einer Tafel von Hand zu Hand &#8211; und Mund zu Mund &#8211; gehen zu lassen, so entwickelte sich im Zeitalter des aufstrebenden B\u00fcrgertums der Gl\u00e4sersatz. Jedem Gast wurden nun f\u00fcr die verschiedenen Getr\u00e4nke Gl\u00e4ser vorgesetzt, die durch ihre gemeinsame Grundform und ihr Dekor die Zusammengeh\u00f6rigkeit zu einem Gesamt-Ensemble veranschaulichen.<br \/>\nZu den fr\u00fchen kostbaren Schmuckst\u00fccken der Sammlung Jentsch geh\u00f6ren die d\u00fcnnwandigen Kelchgl\u00e4ser im &#8222;venezianischen Stil&#8220;, die ausschlie\u00dflich am Ofen geformt werden. Viele dieser leichten und fragilen Kunstwerke werden durch eingelagerte feine Milchglasf\u00e4den oder fl\u00fcgel\u00e4hnliche Applikationen verziert. Seit etwa 1700 wurden die venezianischen Gl\u00e4ser aber unmodern und von robusteren, mit Schliff und Schnitt (Gravur) veredelten Exemplaren im &#8222;b\u00f6hmischen Stil&#8220; abgel\u00f6st. Englische Gl\u00e4ser unterscheiden sich hierbei von den kontinentalen Gl\u00e4sern durch ihren hohen Bleigehalt, der zu einer schweren, aber sehr brillanten Glasmasse f\u00fchrt.<br \/>\nDie Ausstellung wird am Sonntag, 7. Dezember 2008, 11.30 Uhr, im Remter des St. Annen-Museums er\u00f6ffnet. Nach Begr\u00fc\u00dfung durch Dr. Vogeler wird Prof. Dr. Christian Jentsch in die Ausstellung einf\u00fchren.<br \/>\nAn folgenden Sonntagen f\u00fchrt der Sammler Prof. Dr. Jentsch pers\u00f6nlich durch die Ausstellung:<br \/>\n* 14. Dezember 2008 <br \/>\n* 21. Dezember 2008 <br \/>\n* 11. Januar 2009<br \/>\n* 22. Februar 2009<br \/>\n* 15. M\u00e4rz 2009<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonderausstellung aus dem St.-Annen-Bestand und der Glassammlung Christian Jentsch Exquisite Glaskunst und nie gezeigte Supraporten: In der Vorweihnachtszeit er\u00f6ffnet im<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-7536","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lubeck-lupe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7536","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7536"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7536\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}