{"id":7541,"date":"2008-12-06T10:46:14","date_gmt":"2008-12-06T10:46:14","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=7441"},"modified":"2008-12-06T10:46:14","modified_gmt":"2008-12-06T10:46:14","slug":"fwlfvsh_feuerwehr_warnt_christbume_brennen_schneller_als_man_denkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/fwlfvsh_feuerwehr_warnt_christbume_brennen_schneller_als_man_denkt\/","title":{"rendered":"FW-LFVSH: Feuerwehr warnt: Christb\u00e4ume brennen schneller als man denkt"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"WTanne_brennt\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/WTanne_brennt.jpg\" alt=\"WTanne_brennt\" \/><br \/>\nKiel &#8211; Untersch\u00e4tzte Gefahr zur Weihnachtszeit<br \/>\nAusgetrocknete Christb\u00e4ume und Adventsgestecke sind in der Weihnachtszeit h\u00e4ufig der Grund f\u00fcr Wohnungsbr\u00e4nde. Die trockenen Tannenzweige brennen wie Zunder und es gibt es kaum M\u00f6glichkeiten zu reagieren. Diese Gefahr wird oft untersch\u00e4tzt. Kerzen auf Tischgestecken und an Tannenb\u00e4umen verursachen &#8222;alle Jahre wieder&#8220; Sachsch\u00e4den in Millionenh\u00f6he. Im schlimmsten Fall sind Verletzte und Tote die Folge.<br \/>\n<!--more-->Vom ersten Entz\u00fcnden einer Tannennadel bis zum lichterlohen Brennen des Baumes vergehen manchmal nur wenige Sekunden, wie ein gemeinsamer Brandversuch von Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein (LFV), Institut f\u00fcr Schadenverh\u00fctung und Schadenforschung (IFS) und der Provinzial zeigt. &#8222;Eine trockene Tanne verbrennt so explosionsartig, dass L\u00f6schversuche oft vergeblich bleiben&#8220;, warnt Landesbrandmeister Detlef Radtke, Vorsitzender des LFV. Noch gr\u00f6\u00dfer sei die Brandgefahr, die von Adventsgestecken ausgehe. &#8222;Dieser vorweihnachtliche Kerzenschmuck, der oft schon im November die R\u00e4ume schm\u00fcckt, ist bis zum Weihnachtsfest so ausgetrocknet, dass bereits ein kleiner Funke die Gestecke in Brand stecken kann&#8220;, so Radtke.<br \/>\nDie Feuerwehren in Schleswig-Holstein rechnen in der Advents- und Weihnachtszeit wieder mit hunderten zus\u00e4tzlicher L\u00f6sch- und Rettungseins\u00e4tze. &#8222;Die meisten Br\u00e4nde entstehen durch Leichtsinn und Unachtsamkeit&#8220;, sagt Radtke.<br \/>\nWie schnell ein solcher Brand entsteht, macht das Experiment im IFS deutlich: &#8222;Die Flamme einer Kerze, die zu nah an einen Zweig ger\u00e4t, der Funke einer Wunderkerze oder eine defekte Lichterkette, gen\u00fcgen oft, und der Baum steht augenblicklich in Flammen&#8220;, erkl\u00e4rt Dr. Antoni Kulcke-Czalbowski, IFS-Experte f\u00fcr Brandsch\u00e4den. Besonders die Nadeln von Tannen und Fichten, enthalten relativ viel Harz. &#8222;Das ist leicht entflammbar und brennt sehr gut&#8220;, so Kulcke-Czalbowski. Dabei entsteht viel Rauch, der sich schnell im ganzen Raum ausbreitet. &#8222;Schon wenige Atemz\u00fcge k\u00f6nnen zu Vergiftungen f\u00fchren&#8220;, sagt der Experte. &#8222;Deshalb sollte man sofort das Geb\u00e4ude verlassen und die Feuerwehr rufen&#8220;, r\u00e4t Radtke. Auf keinen Fall darf man vergessen die anderen Mitbewohner zu warnen und ihnen zu helfen. &#8222;Niemals sollte man sein Leben aufs Spiel setzen und ins Haus Zur\u00fcckrennen, um noch irgendwelche Sachen zu retten&#8220;, so Radtke.<br \/>\nWichtig im Schadensfall ist auch die Versicherungsfrage: &#8222;F\u00fcr die Sch\u00e4den an der Wohnungseinrichtung springt die Hausratversicherung ein&#8220;, erkl\u00e4rt Provinzial Versicherungsexperte Andre Marotz. &#8222;Das Eigenheim ist \u00fcber die Wohngeb\u00e4udeversicherung versichert.&#8220; Ganz wichtig: Die Versicherungsvertr\u00e4ge sollten regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft und den tats\u00e4chlichen Gegebenheiten angepasst werden.<br \/>\nGerade im Umgang mit Feuer m\u00fcsse man besonders achtsam sein. &#8222;Wer eine Kerze anz\u00fcndet, sorgt damit f\u00fcr eine besondere Gefahrenquelle, der er auch besondere Sorgfalt schenken muss&#8220;, so Marotz. Wer die Kerze zum Beispiel unbeaufsichtigt lasse oder sich nicht vergewissere, dass diese wirklich ganz aus ist und nicht mehr glimmt, handele grob fahrl\u00e4ssig. Auch auf spielende Kinder in der N\u00e4he von Weihnachtsb\u00e4umen oder Adventsgestecken mit brennenden Kerzen m\u00fcsse man besonders achten.<br \/>\nBislang habe es das so genannte &#8222;Alles-oder-Nichts-Prinzip&#8220; gegeben, bei dem die Versicherung bei grober Fahrl\u00e4ssigkeit nicht zahlen musste. &#8222;Das ist heute anders&#8220;, so Marotz. Heute werde der Schaden je nach H\u00f6he des Verschuldens aufgeteilt. &#8222;Wer seiner Sorgfaltspflicht gen\u00fcgt hat bekommt den kompletten Schaden, wer dieser nicht gen\u00fcgt, je nach H\u00f6he des Verschuldens, nur einen Teil seines Schadens bezahlt.&#8220;<br \/>\nKommt es trotz aller Vorsicht zu einem Schaden, dann sollte dieser unverz\u00fcglich an die Versicherung gemeldet werden.<br \/>\nFolgende Tipps der Schadenexperten sollten beachtet werden:<br \/>\n-Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen. Auch nicht &#8222;mal eben schnell&#8220; in das benachbarte Zimmer gehen. Also: Vor dem Verlassen des Raumes immer Kerzen l\u00f6schen. Besondere Vorsicht gilt, wenn Kinder und Tiere dabei sind. Eine elektrische Beleuchtung ist wesentlich sicherer als brennende Kerzen. Beim Kauf sollte auf das G\u00fctesiegel GS (Gepr\u00fcfte Sicherheit) geachtet werden.<br \/>\n-Niedergebrannte Kerzen sollten rechtzeitig ausgewechselt werden, damit sie nicht mit leicht entflammbaren Materialien wie Tannennadeln oder Schleifen in Ber\u00fchrung kommen.<br \/>\n-Immer ausreichenden Abstand zu leicht brennbaren Materialien wie zum Beispiel Gardinen halten. Die Kerzen m\u00fcssen gut befestigt werden, so dass sie nicht umkippen k\u00f6nnen. Unter Adventsgestecke sollte immer eine feuerfeste Unterlage gelegt werden.<br \/>\n-Im Raum sollte Luftzug vermieden werden. Hierbei k\u00f6nnen leicht entflammbare Materialien schnell Feuer fangen.<br \/>\n-Neben dem Tannenbaum sollte ein Feuerl\u00f6scher, eine Feuerdecke oder zumindest ein voller Wassereimer aufgestellt werden, so dass im Brandfall sofort gehandelt werden kann.<br \/>\n-Brennt es und hat das Feuer noch nicht auf weitere Gegenst\u00e4nde \u00fcbergegriffen, kann versucht werden, den Brand mit einer \u00fcbergeworfenen Decke zu ersticken. Ist dies nicht m\u00f6glich, sofort die Feuerwehr rufen. Wenn noch m\u00f6glich, Fenster und T\u00fcren schlie\u00dfen um die Sauerstoffzufuhr zu stoppen. In jedem Fall sofort das Geb\u00e4ude verlassen. Achtung: andere Mitbewohner informieren und Kindern, \u00c4lteren und Kranken beim Verlassen des Hauses helfen.<br \/>\n-In der Wohnung angebrachte Rauchmelder bieten einen guten Schutz vor unbemerkten Br\u00e4nden &#8211; und dies nicht nur in der Vorweihnachtszeit. Gerade Schwelbr\u00e4nde, die die Brandopfer nachts im Schlaf \u00fcberraschen, gehen mit der Entwicklung von hochgiftigem Rauch einher, der h\u00e4ufig zum Tode f\u00fchrt. Im Schlaf ist der Geruchssinn der Menschen stark eingeschr\u00e4nkt, so dass ein Brand oft nicht rechtzeitig bemerkt wird. Die Wirkungsweise der Rauchmelder ist simpel: Rauch wird mittels einer Lichtschranke registriert, worauf ein durchdringender Warnton erschallt und auch Tiefschlafende weckt.<br \/>\nAnsprechpartner f\u00fcr R\u00fcckfragen: LFV: Werner St\u00f6wer, Telefon 0431\/603-2109 oder 0177-2245444 IFS: Dr. Antoni Kulcke-Czalbowski, Telefon  0431\/775-7820 Provinzial: Andre Marotz; Telefon 0431\/603-1258<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel &#8211; Untersch\u00e4tzte Gefahr zur Weihnachtszeit Ausgetrocknete Christb\u00e4ume und Adventsgestecke sind in der Weihnachtszeit h\u00e4ufig der Grund f\u00fcr Wohnungsbr\u00e4nde. 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