{"id":75599,"date":"2012-11-19T16:21:58","date_gmt":"2012-11-19T15:21:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=75599"},"modified":"2012-11-19T16:21:58","modified_gmt":"2012-11-19T15:21:58","slug":"bischofsrat-stellt-sprengelberichte-und-hauptbereiche-der-nordkirche-vor-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bischofsrat-stellt-sprengelberichte-und-hauptbereiche-der-nordkirche-vor-2\/","title":{"rendered":"Bischofsrat stellt Sprengelberichte und Hauptbereiche der Nordkirche vor"},"content":{"rendered":"<p align=\"left\">Der Bischofsrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat heute (16. November) den 156 Synodalen die drei Sprengel und die Hauptbereiche der Nordkirche vorgestellt.<!--more-->\u201e\u2026mehr Chancen, als wir ergreifen k\u00f6nnen\u201c &#8211; unter diesen Gedanken stellten die Bisch\u00f6fe Dr. Andreas von Maltzahn (Schwerin) und Bischof Dr. Hans-J\u00fcrgen Abromeit (Greifswald) ihren Bericht f\u00fcr den Sprengel Mecklenburg und Pommern. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung der missionarischen Arbeit sei der Dialog mit etwa 80 Prozent konfessionslosen Menschen. Hinzu komme der demografische Wandel durch den Wegzug vor allem junger Menschen und einer zunehmend \u00e4lter werdenden Gesellschaft. \u201eZur Tradition in Mecklenburg geh\u00f6rt, dass wir uns im Weiterdenken Dietrich Bonhoeffers als \u201aKirche mit anderen\u2018 verstehen\u201c, sagte Bischof Dr. von Maltzahn. \u201eWir sind nicht einfach die \u201aBringer\u2018 des Evangeliums, sondern wollen mit Menschen neu entdecken, was das Evangelium f\u00fcr unsere Zeit bedeutet.\u201c \u2013 \u201eKirche im Dialog\u201c hei\u00dft auch die in Rostock angesiedelte Arbeitsstelle der Nordkirche, die im Fusionsprozess der Nordkirche bereits gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Diese Arbeitsstelle sucht den Dialog mit Konfessionslosen, initiiert Projekte und begleitet Mitarbeitende und Ehrenamtliche in der Aus- und Fortbildung. Bischof Dr. Abromeit f\u00fchrte fort, dass diese Arbeit in Pommern \u201einsbesondere begleitet wird durch das Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG) an der Ernst-Moritz-Arndt-Universit\u00e4t in Greifswald. Die kirchliche Arbeit in unseren l\u00e4ndlichen und strukturschwachen R\u00e4umen wird dort wissenschaftlich reflektiert und weiterentwickelt.\u201c Dar\u00fcber hinaus hob er f\u00fcr den Sprengel Mecklenburg und Pommern die Rolle der Kirche als gr\u00f6\u00dfter Kulturtr\u00e4ger und Tourismusmagnet in der Region hervor.<\/p>\n<p align=\"left\">Gothart Magaard, Bischofsbevollm\u00e4chtigter im Sprengel Schleswig und Holstein, verwies auf die Herausforderungen der zuk\u00fcnftigen kirchlichen Arbeit: Lebensqualit\u00e4t in schrumpfenden St\u00e4dten und D\u00f6rfern, Migration, Armut und soziale Gerechtigkeit. \u201eDie Frage an uns lautet: Welche Rolle will und wird unsere Kirche dabei spielen?\u201c, so der Bischofsbevollm\u00e4chtigte Magaard. Als ein wichtiges Thema der gesamten Region nannte er die Diskussion um Vereinbarkeit von Tourismus und Sonntagsschutz. \u201eIm Auftrag der Kirchenleitung entwickelt eine Fachgruppe ein Gesamtkonzept zur Unterst\u00fctzung der kirchlichen Arbeit in Tourismusgebieten\u201c, berichtete Magaard. Gleichzeitig wird die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der bisherigen B\u00e4derregelung \u00fcberpr\u00fcft. Ausschlaggebend ist die Feststellung, dass eine als Ausnahme gemeinte Bestimmung vielerorts zum Regelfall geworden ist. Zudem ist an einzelnen Orten das Bem\u00fchen erkennbar, die ohnehin umfangreichen Laden\u00f6ffnungszeiten noch weiter auszudehnen. \u201eIn unseren Augen wird dadurch der grunds\u00e4tzliche Schutz des Sonntags als Tag der Arbeitsruhe ausgeh\u00f6hlt. Im Wissen um die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus f\u00fcr viele auch kirchlich engagierte Menschen und im Interesse einer Grundversorgung unserer G\u00e4ste streben wir eine moderate B\u00e4derregelung in Schleswig-Holstein an.\u201c<\/p>\n<p align=\"left\">Bisch\u00f6fin Kirsten Fehrs (Sprengel Hamburg und L\u00fcbeck) machte deutlich, dass es in der Nordkirche darum gehe \u201eBr\u00fccken zu bauen\u201c zwischen Stadt und Land, Kirche und Diakonie genauso wie zwischen Kirchenleitung, Landessynode und den Gemeinden. F\u00fcr die Gesellschaft ist es gerade wichtig, dass Politik, Wirtschaft und Kirche aufeinander bezogen arbeiten k\u00f6nnten wie auch die Konfessionen innerhalb der Religionen. \u201eHamburg hat als erstes Bundesland einen Staatsvertrag mit den muslimischen und alevitischen Gemeinschaften abgeschlossen. Der stellt insofern einen wichtigen Fortschritt dar, als er eine Situation als Status quo beschreibt, den wir l\u00e4ngst haben. Zugleich fordert er uns alle miteinander heraus\u201c, sagte Bisch\u00f6fin Fehrs. Es brauche alltagstaugliche Interreligi\u00f6sit\u00e4t, die einer Fremden\u00e4ngstlichkeit entgegen wirke. Dazu sei die evangelische Kirche als Partnerin unverzichtbar. Dies gelte insbesondere in Bezug auf den \u201agemeinsamen Religionsunterricht f\u00fcr alle in evangelischer Verantwortung\u2018, \u201eKirche in der Stadt sollte auch im Sprengel Hamburg und L\u00fcbeck ein Verh\u00e4ltnis finden zur Kirche auf dem Land. Im Hinblick auf den Kirchentag w\u00fcnsche ich mir, dass er nicht allein ein Kirchentag in Hamburg, sondern einer der Nordkirche wird\u201c, so die Bisch\u00f6fin.<\/p>\n<p align=\"left\">\u201eF\u00fcr die Nordkirche vergr\u00f6\u00dfern die Dienste und Werke die Ber\u00fchrungsfl\u00e4che mit Menschen in verschiedensten Lebensbereichen. Sie er\u00f6ffnen der Kirche entscheidende Schnittstellen in wichtige gesellschaftliche Bereiche hinein\u201c, sagte Bischof Gerhard Ulrich, Vorsitzender der Vorl\u00e4ufigen Kirchenleitung. In vielen Bereichen \u2013 zum Beispiel in Krankenh\u00e4usern, im Gef\u00e4ngnis, im berufsethischen Unterricht, in Schulen \u2013 seien sie \u201aKirche am anderen Ort\u2018, erl\u00e4uterte Ulrich. Menschen br\u00e4uchten Zuwendung in bedr\u00e4ngenden Situationen, diakonische Hilfe in ihrer ganzen Vielfalt und Fachlichkeit. \u201eUnter dem Dach der sieben Hauptbereiche werden Formen kirchlicher Arbeit entwickelt, um Menschen da anzusprechen, wo sie sind. Menschen sollen seelsorgerlich begleitet werden, wo sie in Not sind. Der interreligi\u00f6se Dialog und das Bewusstsein f\u00fcr weltweite Verantwortung soll gef\u00f6rdert werden.\u201c Die gro\u00dfe Bedeutung der Arbeit der Dienste und Werke werde beispielsweise dadurch deutlich, dass allein in der Diakonie im Bereich der Nordkirche bei 1200 Tr\u00e4gern rund 60.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besch\u00e4ftigt seien, so Ulrich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bischofsrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat heute (16. 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