{"id":75689,"date":"2012-11-20T14:29:03","date_gmt":"2012-11-20T13:29:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=75689"},"modified":"2012-11-20T14:30:55","modified_gmt":"2012-11-20T13:30:55","slug":"steganos-warnt-mailboxen-werden-legal-ausspioniert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/steganos-warnt-mailboxen-werden-legal-ausspioniert\/","title":{"rendered":"Steganos warnt: Mailboxen werden legal ausspioniert"},"content":{"rendered":"<p>Berlin, 20. November 2012 \u2013\u00a0 Die Aff\u00e4re um den Ex-CIA-Chef David Petraeus hat gezeigt: Vor der Datenspionage durch staatliche Stellen ist niemand gefeit. Auch Tricks wie das Teilen von ungesendeten Nachrichten via Inbox, bieten keinen wirksamen Schutz. Provider und Regierung d\u00fcrfen nach Herzenslust in unseren privaten Daten w\u00fchlen, ganz legal.<strong><!--more--><\/strong>CIA-Ikone David Petraeus hat sich redlich M\u00fche gegeben, die E-Mails an seine Geliebte Paula Broadwell scheinbar sicher zu \u00fcbermitteln. So schickte er seine Nachrichten nicht direkt von seinem Gmail-Account \u00fcber das nicht abh\u00f6rsichere Internet, sondern nutzte einen simplen Trick, den auch terroristische Organisationen gerne verwenden: Er speicherte alle E-Mails einfach nur als Entwurf in der Inbox ab. Paula Broadwell musste jetzt also nichts weiter tun, als sich in den Gmail-Account einzuloggen und kam so an die f\u00fcr sie bestimmten Nachrichten.<\/p>\n<p>Da die E-Mails komplett unverschl\u00fcsselt in der Inbox schlummerten, war es f\u00fcr staatliche Beh\u00f6rden ein Leichtes, sich Zugang zu den Nachrichten zu verschaffen. Staatlichen Beh\u00f6rden ist es bei einem dringenden Tatverdacht erlaubt, Einsicht in pers\u00f6nlichen Informationen bei Service-Providern wie Google und Facebook zu bekommen. Der amerikanische Journalist Richard Lardner von der Nachrichtenagentur Associated Press hat in dem Artikel \u201eNot that hard for authorities to get to your email\u201c (<a title=\"blocked::http:\/\/m.startribune.com\/?id=178996211\" href=\"http:\/\/m.startribune.com\/?id=178996211\">http:\/\/m.startribune.com\/?id=178996211<\/a>) nachgewiesen, dass alleine Google im Jahr 2011 12.300 Anfragen von staatlichen Beh\u00f6rden bekommen hat, bei denen es um die Herausgabe von pers\u00f6nlichen Daten ging. Dabei handelte es sich speziell um Daten wie IP-Adressen und Inhalte von E-Mail-Nachrichten. In \u00fcber 90% aller F\u00e4lle wurden dabei pers\u00f6nliche Daten von Google herausgegeben. Auch wenn f\u00fcr Deutschland keine best\u00e4tigten Zahlen vorliegen: Die Ziffer d\u00fcrfte \u00e4hnlich hoch sein.<\/p>\n<p>\u201eE-Mails sind auf ihrer Reise durchs Internet leicht abzufangen. Aber auch E-Mails, die bei Freemailern gehostet werden, d\u00fcrfen von Providern und staatlichen Stellen eingesehen werden, ohne Durchsuchungsbefehl und ohne Kenntnis des Account-Inhabers. Steganos liegt die Wahrung der Privatsph\u00e4re im Internet sehr am Herzen. Deshalb k\u00f6nnen wir allen Nutzern nur dringend raten, E-Mails niemals unverschl\u00fcsselt zu verschicken\u201c, erkl\u00e4rt Gabriel Yoran, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Steganos. \u201eDie Datenspionage sowohl von staatlicher Seite als auch von Internet-Diensten wie Google nimmt stetig zu \u2013 ohne dass der Nutzer davon wirklich etwas mitbekommt. Denn wer k\u00e4mpft sich schon durch Dutzende Seiten von AGB? Wir werden deshalb auch in Zukunft alles daran setzen, unseren Nutzern leicht zu bedienende Privacy-Produkte zur Verf\u00fcgung stellen, mit denen sich private Daten sicher vor fremden Blicken sch\u00fctzen lassen.\u201c<\/p>\n<p>Mitte Oktober hat der Oberste Gerichtshof von North Carolina \u00fcbrigens ein Urteil gef\u00e4llt, dass es Internetkonzernen wie Google und Yahoo erlaubt, ganz legal die Nachrichten ihrer Nutzer zu lesen. Als einer der letzten gro\u00dfen Internet-Dienstleister hat am 19. Oktober nun auch Microsoft seine Nutzungsbedingungen an die neue Gesetzeslage angepasst.<\/p>\n<p><strong>Eine \u00dcbersicht \u00fcber die 7 gr\u00f6\u00dften Datenschleudern im Internet finden Sie hier:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.steganos.com\/fileadmin\/images\/press\/Die_7_groessten_Datenschleudern.png\" target=\"_blank\">http:\/\/www.steganos.com\/fileadmin\/images\/press\/Die_7_groessten_Datenschleudern.png<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 20. 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