{"id":7569,"date":"2008-12-11T19:46:43","date_gmt":"2008-12-11T19:46:43","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=7469"},"modified":"2008-12-11T19:46:43","modified_gmt":"2008-12-11T19:46:43","slug":"deutsche_marine__pressemeldung_minentaucher_erproben_neuartige_tauchdrohne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/deutsche_marine__pressemeldung_minentaucher_erproben_neuartige_tauchdrohne\/","title":{"rendered":"Deutsche Marine &#8211; Pressemeldung: Minentaucher erproben neuartige Tauchdrohne"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"remus10x151\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/remus10x151.jpg\" alt=\"remus10x151\" \/><br \/>\nAutor: Detlef Struckhof, Presse- und Informationszentrum Marine Fotos: Ricarda Sch\u00f6nbrodt, Deutsche Marine<\/p>\n<p>Eckernf\u00f6rde \/ Gl\u00fccksburg &#8211; Minentaucher der Deutschen Marine machen eine nicht ganz allt\u00e4gliche Arbeit: Sie entsch\u00e4rfen Seeminen, Bomben und andere Sprengs\u00e4tze auch unter schwierigsten Bedingungen. &#8222;Manchmal k\u00f6nnen wir unter Wasser nicht viel sehen. In der Ostsee zum Beispiel betr\u00e4gt die Sichtweite oft nur wenige Zentimeter. Da m\u00fcssen wir alles mit unseren H\u00e4nden ertasten&#8220;, sagt Hauptbootsmann Stefan M\u00fcller (Name ge\u00e4ndert) von der Minentaucherkompanie in Eckernf\u00f6rde.<!--more--> Er ist ein erfahrener Mann. Seit 1990 geh\u00f6rt der 40 Jahre alte Berufssoldat zu den rund 50 aktiven Minentauchern der Deutschen Marine. In seinen Eins\u00e4tzen ist M\u00fcller weit herumgekommen &#8211; nach Bosnien und Herzegowina sowie nach Zypern. In den USA war er auch schon &#8211; zwei Jahre lang als Austausch-Minentaucher. \u00dcberall wo die Bundeswehr im Einsatz ist, r\u00e4umen die Minentaucher der Marine Gefahren f\u00fcr ihre Kameraden aus dem Weg &#8211; unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Damit die Arbeit der Minentaucher zumindest unter Wasser sicherer werden kann, ist in der Minentaucherkompanie seit Januar 2007 ein neues Ger\u00e4t im Einsatz: Das Autonome Unterwasserfahrzeug (AUV) &#8222;Remus 100&#8220;. Dabei handelt es sich um ein torpedoartiges Ger\u00e4t &#8211; eine Tauchdrohne, die  eine vorprogrammierte Fl\u00e4che am Meeresgrund \u00fcber viele Stunden autonom und ohne Verbindung zur Wasseroberfl\u00e4che absuchen kann.<br \/>\n&#8222;Remus&#8220; sucht viele 100.000 Quadratmeter in acht Stunden ab<br \/>\n&#8222;Das AUV kann bis zu 100 Meter tief tauchen und wird so zum verl\u00e4ngerten Arm der Minentaucher&#8220;, sagt Fregattenkapit\u00e4n Fritz-R\u00fcdiger Klocke vom Marinehauptquartier in Gl\u00fccksburg. Er stellt klar, dass sich das Ger\u00e4t derzeitig noch in der Erprobung befindet und noch nicht in die Bundeswehr eingef\u00fchrt worden ist. &#8222;Die Drohne wird unsere Minentaucher auch niemals ersetzen k\u00f6nnen&#8220;, sagt er. Die ersten Ergebnisse der Erprobung beeindrucken jedoch Minentaucher und Marinef\u00fchrung. Die Marine h\u00e4lt eine Beschaffung deshalb f\u00fcr sinnvoll. Bisher verf\u00fcgen innerhalb der Nato unter anderem die Niederlande, Belgien, die USA und Gro\u00dfbritannien \u00fcber die moderne Tauchdrohne &#8222;Remus&#8220;. Ihre Vorteile liegen auf der Hand. &#8222;Remus kann mit einem einzigen Arbeitsgang Daten \u00fcber Wassertiefe, Wassertemperatur und den Salzgehalt liefern. Au\u00dferdem fertigt das AUV unter anderem Sonarbilder und Seekarten&#8220;, sagt Klocke und zeigt Bilder der Drohne, auf denen Minen fast wie auf einem Foto unter Wasser zu erkennen sind und erg\u00e4nzt: &#8222;Wir haben einen Hafen in einer Gr\u00f6\u00dfe von vielen 100.000 Quadratmetern in nur knapp acht Stunden abgesucht. Pro Stunde schaffte Remus eine Grundfl\u00e4che von mehreren Fu\u00dfballfeldern. Minentaucherteams schaffen dies bei Weitem nicht.&#8220;<br \/>\n&#8222;Remus&#8220; entlastet Minentaucher bei ver\u00e4nderten Aufgaben<br \/>\nIn Eckernf\u00f6rde wird Stefan M\u00fcller von seinem 30 Jahre alten Kameraden Hauptbootsmann Thomas Schmid (Name ge\u00e4ndert) bei der Arbeit mit der Tauchdrohne unterst\u00fctzt. Die beiden erproben das Ger\u00e4t in jeder erdenklichen Situation. &#8222;Wir haben Remus zum Beispiel w\u00e4hrend des G-8-Gipfels im Jahr 2007 in Heiligendamm eingesetzt. Da hat das AUV sehr \u00fcberzeugende Arbeit geleistet. Der gr\u00f6\u00dfte Vorteil f\u00fcr uns: Die k\u00f6rperliche Belastung ist deutlich geringer geworden&#8220;, sagt M\u00fcller. Schmid ist sich bereits sicher, dass sich die Arbeit der Minentaucher in Zukunft ver\u00e4ndern werde. M\u00fcller erl\u00e4utert dies n\u00e4her: &#8222;Unser Aufgabenspektrum hat sich in den vergangenen Jahren erheblich erweitert. Aufgrund der weltweiten Eins\u00e4tze ist unsere zur Verf\u00fcgung stehende Personaldecke sehr ausged\u00fcnnt. Da kommt das AUV als Helfer sehr gelegen.&#8220; Aber auch f\u00fcr die Gesundheitserhaltung der Soldaten kann der Einsatz von &#8222;Remus&#8220; besser sein. &#8222;Fr\u00fcher mussten wir zum Beispiel nach einem Flugzeugabsturz ins Meer gehen, um Menschen sowie Ger\u00e4t zu suchen und zu bergen. Aufgrund des Absturzes war Kerosin im Wasser. Das ist nicht gerade sehr gesund, darin zu tauchen. Heute kann Remus zumindest die Absucharbeiten \u00fcbernehmen&#8220;, erkl\u00e4rt M\u00fcller. An dem Beispiel wird auch deutlich: Die Tauchdrohne kann nicht alles. &#8222;Das Wegschleppen, Bergen und Neutralisieren von Ger\u00e4t, Seeminen, Bomben sowie Sprengs\u00e4tzen m\u00fcssen auch in Zukunft Menschen \u00fcbernehmen&#8220;, sagt Fregattenkapit\u00e4n Klocke. Mit der Tauchdrohne geht jedenfalls das Absuchen gro\u00dfer Fl\u00e4chen wesentlich schneller. Und das AUV ist \u00e4u\u00dferst mobil. &#8222;Wir brauchen nur vier Mann, ein Schlauchboot und ein Kraftfahrzeug vom Typ Mercedes Sprinter um Remus \u00fcberall hin zu bringen. Mit seinen nur 37 Kilogramm Gewicht und einer L\u00e4nge von nur 160 Zentimetern ist Remus leichter als ein Mensch&#8220;, sagt Hauptbootsmann M\u00fcller.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: Detlef Struckhof, Presse- und Informationszentrum Marine Fotos: Ricarda Sch\u00f6nbrodt, Deutsche Marine Eckernf\u00f6rde \/ Gl\u00fccksburg &#8211; Minentaucher der Deutschen Marine<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-7569","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7569"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7569\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}