{"id":76558,"date":"2012-12-12T12:00:04","date_gmt":"2012-12-12T12:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2012\/12\/bka-abschluss-des-internationalen-polizeiprojekts-det-ilecus-ii-in-berlin\/"},"modified":"2012-12-12T12:00:04","modified_gmt":"2012-12-12T12:00:04","slug":"bka-abschluss-des-internationalen-polizeiprojekts-det-ilecus-ii-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-abschluss-des-internationalen-polizeiprojekts-det-ilecus-ii-in-berlin\/","title":{"rendered":"BKA: Abschluss des internationalen Polizeiprojekts DET-ILECUs II in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Am 12. Dezember 2012 fand die Abschlusskonferenz des internationalen Polizeiprojekts DET-ILECUs II (Police  Cooperation: Fight against organised crime, in particular illicit  drug trafficking and the prevention of terrorism) unter Beteiligung  der Balkanstaaten (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien,  Mazedonien, Kosovo, Montenegro, Serbien) und den Leitern der <!--more--> Bundeskriminal\u00e4mter Deutschland und \u00d6sterreich in Berlin statt.  Ebenfalls vertreten waren die Projektteilnehmer von INTERPOL,  Europol, dem Southeast European Law Enforcement Center (SELEC) und  dem Regional Cooperation Council (RCC). Das Projekt wurde Anfang 2010 mit dem Ziel gestartet die polizeilichen und justiziellen  Strafverfolgungsbeh\u00f6rden in den Westbalkanl\u00e4ndern noch besser zu  vernetzen und deren Effizienz zu steigern.     Oberste Priorit\u00e4t bei der Umsetzung dieses internationalen  Polizeiprojekts hatte die Schaffung neuer Instrumente im Kampf gegen  die grenz\u00fcbergreifende Kriminalit\u00e4t, insbesondere gegen die Drogen-  und Wirtschaftskriminalit\u00e4t und den internationalen Terrorismus. Ziel des Projekts war es, Strukturen zu schaffen, die es erm\u00f6glichen, dass Strafverfolgungs- und Justizbeh\u00f6rden bei der Bek\u00e4mpfung des  Terrorismus und der Organisierten Kriminalit\u00e4t noch enger und  schneller zusammenarbeiten k\u00f6nnen.     In Berlin zogen nun die beiden Leiter der Bundeskriminal\u00e4mter  Deutschland, Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke, und \u00d6sterreich, General Franz  Lang, unter internationaler Beteiligung Bilanz: In den zweieinhalb  Jahren wurden 217 Projektaktivit\u00e4ten umgesetzt und sieben  Bedarfsanalysen, sogenannte On-The-Spot Analyses (OTSA) erstellt. 75  Trainingseinheiten wurden gemeinsam mit den Balkanl\u00e4ndern  durchgef\u00fchrt. Insgesamt konnten \u00fcber 1.200 Teilnehmerinnen und  Teilnehmer im Rahmen von Trainings und Workshops unterrichtet werden.     Wichtige Meilensteine     Ein wichtiger Meilenstein des polizeilichen \u00f6sterreichischen  Engagements am Westbalkan und in S\u00fcdosteuropa war die Errichtung von  International Law Enforcement Coordination Units (ILECUs). Der  zun\u00e4chst im EU gef\u00f6rderten Projekt ILECUs I begonnene Aufbau dieser  Einheiten, wurde im Rahmen einer Teilkomponente des nachfolgenden  EU-Projektes DET- (Drugs Economic Terrorism) ILECUs II unter der  Leitung des \u00f6sterreichischen Bundeskriminalamts weiter  vorangetrieben, so dass diese Units mittlerweile in sieben L\u00e4ndern  installiert sind. Die ILECUs agieren als zentrale Koordinations-,  Kommunikations- und Informationsdrehscheiben zwischen den  verschiedenen Einheiten und Institutionen der nationalen und  internationalen Strafverfolgung in den Westbalkanstaaten und tragen  damit wesentlich zu deren engeren Vernetzung bei. &#8222;Dadurch wurde die  Effektivit\u00e4t der Bek\u00e4mpfung organisierter, grenz\u00fcberschreitender  Kriminalit\u00e4t am Westbalkan deutlich erh\u00f6ht&#8220;, so der Direktor des  Bundeskriminalamts General Franz Lang. &#8222;Die Prozesse der  Informations\u00fcbermittlung und jeweiligen justiziellen sowie  polizeilichen Reaktion \u00fcber Staatsgrenzen hinweg wurden damit in  jedem Staat zentralisiert, vereinheitlicht, einem Prozesscontrolling  hinsichtlich Zeitdauer und Qualit\u00e4t unterzogen und an westliche  Standards herangef\u00fchrt und diese partiell sogar \u00fcbertroffen. Nicht  zuletzt bedeutet das eine Steigerung der Rechtssicherheit f\u00fcr die  Bev\u00f6lkerung aller beteiligten L\u00e4nder&#8220;, so Lang.     \u00dcber das Projekt     Neben Albanien, Bosnien und Herzegowina nahmen Kroatien,  Mazedonien, Kosovo, Montenegro und Serbien am Projekt teil.  Unterst\u00fctzt wird das Projekt von Europol, INTERPOL, EUROJUST,  SECI-Center (Southeast European Cooperative Initiative), OLAF  (Europ\u00e4isches Amt f\u00fcr Betrugsbek\u00e4mpfung), RCC, Slowenien und  Frankreich. Verantwortlich f\u00fcr die operative Umsetzung sind die  Bundeskriminal\u00e4mter in \u00d6sterreich und Deutschland.     Alle ILECUs in der Westbalkan-Region konnten durch regelm\u00e4\u00dfige  Zusammentreffen und durch die Schaffung einer gemeinsamen  Trainingsplattform zu einem Netzwerk verkn\u00fcpft werden, daraus ergab  sich auch eine verst\u00e4rkte Kooperation zwischen den Ziell\u00e4ndern. Im  Rahmen des ILECUs-Netzwerks wurde ein Qualit\u00e4tsmanagement-System f\u00fcr  &#8222;Standard Operational Procedures&#8220; (SOPs) entwickelt, das regelm\u00e4\u00dfig  durch das Netzwerk aktualisiert wird und so auf Ver\u00e4nderungen in der  Kriminalit\u00e4t schnell reagieren kann. Zus\u00e4tzlich zum ILECUs- Netzwerk  wurde ein Netzwerk zur Bek\u00e4mpfung des Terrorismus in der  Westbalkan-Region etabliert. Die Errichtung dieser Netzwerke sowie  der Austausch und Transfer von internationalem Wissen tr\u00e4gt dazu bei, dass ILECUs zu immer st\u00e4rkeren Kooperationsstellen f\u00fcr nationale und  internationale Strafverfolgung werden. Schnellere und effizientere  Strafverfolgungsprozesse f\u00fchren zu einer effektiveren Bek\u00e4mpfung der  organisierten Kriminalit\u00e4t und des internationalen Terrorismus.     BKA Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke: &#8222;Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit  in- und ausl\u00e4ndischer Strafverfolgungsbeh\u00f6rden und ein regelm\u00e4\u00dfiger  Austausch sind die zentralen Komponenten der Bek\u00e4mpfung  internationaler Kriminalit\u00e4t. Der Ausbau der polizeilichen  Kooperation zwischen den Westbalkan-L\u00e4ndern und den Staaten der EU  ist mit dem Abschluss des Projekts gelungen. Wir wollen auch in  Zukunft eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Kommunikation ist  hierbei das Schl\u00fcsselwort. Im Vergleich zu anderen Regionen der Welt  haben wir in Europa in der polizeilichen Zusammenarbeit viel  erreicht. Die Rahmenbedingungen, die die Politik hierf\u00fcr geschaffen  hat, suchen weltweit ihresgleichen.&#8220;     Finanziert wurde das auf 36 Monate angelegte und nun zu Ende  gegangene Projekt von der Europ\u00e4ischen Kommission.     Ein Blick in die Zukunft     Derzeit wird an einer \u00f6sterreichischen Fortsetzung des Projektes  gearbeitet, mit dem Ziel:     &#8211; die Nachhaltigkeit der bestehenden ILECUs zu gew\u00e4hrleisten,    &#8211; die Staatsanw\u00e4lte der betreffenden L\u00e4nder nun auch       miteinzubeziehen und    &#8211; der Erweiterung des Netzwerkes auf die L\u00e4nder Moldawien,       Georgien und der Ukraine.     Die ILECUs sind eine Antwort auf das organisierte Verbrechen und  ihre Zukunftsperspektive ist die Ausrichtung der Region auf die  EU-Mitgliedstaaten, sowohl rechtlich als auch operativ.     R\u00fcckfragen bitte an:  Mag. Silvia Strasser Head of Media and Public Relations Criminal Intelligence Service Austria Tel.: +43 (0) 1\/24836-85004  Mobil: +43 (0) 664\/264 07 13 Email: silvia.strasser@bmi.gv.at  oder  Mario Hejl, BSc Pressesprecher Bundeskriminalamt \u00d6sterreich Tel.: +43 (0) 1\/24836-85146 Mobil: +43 (0) 664\/614 37 44 mario.hejl@bmi.gv.at www.bundeskriminalamt.at  oder  Bundeskriminalamt Deutschland Pressestelle   Telefon: 0611-551 3083 Fax: 0611-551 2323 www.bka.de<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/polizeipresse\/pm\/7\/2381395\/bka-abschluss-des-internationalen-polizeiprojekts-det-ilecus-ii-in-berlin\/api\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Am 12. 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