{"id":76781,"date":"2012-12-20T12:59:05","date_gmt":"2012-12-20T11:59:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=76781"},"modified":"2012-12-20T13:06:55","modified_gmt":"2012-12-20T12:06:55","slug":"der-wunsch-nach-der-totalen-internet-zensur-die-world-conference-on-international-telecommunications-wcit-in-dubai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/der-wunsch-nach-der-totalen-internet-zensur-die-world-conference-on-international-telecommunications-wcit-in-dubai\/","title":{"rendered":"Der Wunsch nach der totalen Internet-Zensur: Die World Conference on International Telecommunications (WCIT) in Dubai"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin, 20. Dezember 2012 \u2013 Die World Conference on International Telecommunications (WCIT) in Dubai endete letzten Freitag in einem offenen Kampf der Kulturen. Ziel der WCIT war es eigentlich, neue Telekommunikations-Richtlinien unter Einschluss des Mediums Internet festzulegen. Doch zu unterschiedlich waren die Forderungen der 193 Mitgliedsl\u00e4nder der Internationalen Fernmeldeunion (ITU). W\u00e4hrend die westlichen Staaten wie Deutschland und die USA weiterhin ein freies Internet pr\u00e4ferieren, sprachen sich vor allem China, Russland, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate f\u00fcr eine verst\u00e4rkte staatliche \u00dcberwachung des Internets aus. <!--more--><\/strong>Trotz vieler hitziger Diskussionen hat die Konferenz in Dubai keine Entscheidung gebracht. Zwar hat der Vorsitzende der WCIT, Mohamed Nasser al Ghanim, im Alleingang eine Resolution verabschiedet, die staatliche Internet-Zensur quasi gesellschaftsf\u00e4hig macht. Da dieser Vertrag aber von \u00fcber 50 westlichen Staaten in seiner jetzigen Form nicht unterzeichnet werden wird, bleibt also alles beim Alten.<\/p>\n<p>Und das bedeutet: Wer zum Beispiel als Deutscher in L\u00e4ndern wie China t\u00e4tig ist, hat nur begrenzte M\u00f6glichkeit, via Facebook mit seinen Freunden in Deutschland in Kontakt zu bleiben, da Facebook in China gesperrt ist. Wer Wert auf seine Privatsph\u00e4re legt, kann sich in L\u00e4ndern wie China, Russland oder Saudi-Arabien nicht sicher sein, ob staatliche Stellen nicht ungehemmt den gesamten Datenverkehr \u00fcberwachen. Auch in Deutschland ist grenzenloses Surfen nicht m\u00f6glich. Sogenannte L\u00e4ndersperren sorgen immer wieder daf\u00fcr, dass man von Deutschland aus auf Inhalte der Video-Plattformen hulu.com, YouTube oder BBC nicht zugreifen kann.<\/p>\n<p>Das Berliner Sicherheitsunternehmen Steganos hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Freiheit im Internet weiterhin f\u00fcr alle zu gew\u00e4hrleisten. Mit Hilfe eines sogenannten \u201cVirtual Private Network\u201d (VPN) sorgt die Software OkayFreedom VPN daf\u00fcr, dass Nutzer weltweit auf alle gew\u00fcnschten Internet-Inhalte zugreifen k\u00f6nnen &#8211; ohne dass Dritte mitlesen k\u00f6nnen. Der Trick: Der Nutzer w\u00e4hlt aus vier verschiedenen Identit\u00e4ten die f\u00fcr ihn passende Identit\u00e4t aus und kann \u00fcber Server in Deutschland, Schweiz, Gro\u00dfbritannien oder USA auf Inhalte im Internet zugreifen, die ansonsten auf Grund von Netz-Restriktionen blockiert w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Gabriel Yoran, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Steganos, betont: \u201eWir wollen mit OkayFreedom VPN ein Zeichen gegen Internet-Zensur und die Unterdr\u00fcckung der Meinungsfreiheit setzen. Deshalb bieten wir auch eine kostenlose Version von OkayFreedom VPN an, mit der Nutzer bis zu 1.000 MB pro Monat eine ungesperrte und abh\u00f6rsichere Internetverbindung nutzen k\u00f6nnen. Bis auf die Menge des Traffic-Volumens unterscheidet sich die Version in keiner Weise von den kommerziellen OkayFreedom-VPN-Tarifen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 20. 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