{"id":77537,"date":"2013-01-08T11:36:20","date_gmt":"2013-01-08T10:36:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=77537"},"modified":"2013-01-08T11:36:20","modified_gmt":"2013-01-08T10:36:20","slug":"open-doors-weltverfolgungsindex-2013-hier-werden-christen-am-starksten-verfolgt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/open-doors-weltverfolgungsindex-2013-hier-werden-christen-am-starksten-verfolgt\/","title":{"rendered":"Open Doors Weltverfolgungsindex 2013: Hier werden Christen am st\u00e4rksten verfolgt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anteil afrikanischer L\u00e4nder im Open Doors Weltverfolgungsindex gestiegen &#8211; <\/strong>(Open Doors, 8. Januar 2013) \u2013 Derzeit werden rund 100 Millionen Christen weltweit um ihres Glaubens willen verfolgt. Besonders in Afrika hat die Christenverfolgung durch Islamisten zugenommen. Unr\u00fchmlicher Spitzenreiter bleibt zum elften Mal in Folge das abgeschottete kommunistische Nordkorea. Das geht aus dem Weltverfolgungsindex 2013 (WVI) hervor, den das \u00fcberkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors heute vorstellt. <!--more-->Der WVI erfasst und dokumentiert j\u00e4hrlich neu die Situation der Religionsfreiheit von Christen weltweit und listet die 50 L\u00e4nder auf, in denen Christen wegen ihres Glaubens am st\u00e4rksten verfolgt und benachteiligt werden. Berichtszeitraum f\u00fcr den neuen WVI ist der 1. November 2011 bis 31. Oktober 2012.<br \/>\nIn Nordkorea wird bereits der Besitz einer Bibel mit der Todesstrafe oder Arbeitslager f\u00fcr die gesamte Familie bestraft. Auf den weiteren acht Pl\u00e4tzen folgen Staaten, in denen der islamische Extremismus die Hauptquelle f\u00fcr eine systematische Verfolgung von Christen ist.<\/p>\n<p><strong>Hier werden Christen am st\u00e4rksten verfolgt<\/strong><\/p>\n<p>Platz \u00a0\u00a0 \u00a01\u00a0\u00a0\u00a0 Nordkorea<br \/>\nPlatz \u00a0\u00a0 \u00a02\u00a0\u00a0\u00a0 Saudi-Arabien<br \/>\nPlatz \u00a0\u00a0 \u00a03\u00a0\u00a0\u00a0 Afghanistan<br \/>\nPlatz \u00a0\u00a0 \u00a04\u00a0\u00a0\u00a0 Irak<br \/>\nPlatz \u00a0\u00a0 \u00a05\u00a0\u00a0\u00a0 Somalia<br \/>\nPlatz \u00a0\u00a0 \u00a06\u00a0\u00a0\u00a0 Malediven<br \/>\nPlatz \u00a0\u00a0 \u00a07\u00a0\u00a0\u00a0 Mali<br \/>\nPlatz \u00a0\u00a0 \u00a08\u00a0\u00a0\u00a0 Iran<br \/>\nPlatz \u00a0\u00a0 \u00a09\u00a0\u00a0\u00a0 Jemen<br \/>\nPlatz \u00a0\u00a0 10\u00a0\u00a0 Eritrea<\/p>\n<p><strong>Bedrohung in Afrika gestiegen<\/strong><\/p>\n<p>Die afrikanischen L\u00e4nder Mali, Tansania, Kenia, Uganda und Niger sind im WVI 2013 erstmals vertreten. In Mali (Platz 7) eroberten militante, der Al Kaida nahestehende Islamisten den n\u00f6rdlichen Landesteil. Christen mussten fliehen. Eine verst\u00e4rkte Unterwanderung der Gesellschaft durch islamistische Gruppierungen und gleichzeitig gewaltsame \u00dcbergriffe auf Christen wurden auch aus Tansania (Platz 24), Kenia (40), Uganda (47), Niger (50) und Nigeria (13) sowie L\u00e4ndern des &#8222;Arabischen Fr\u00fchling&#8220; gemeldet. Extremistische muslimische Organisationen stehen bereit, dort die Macht zu ergreifen, wo sich durch die Revolutionen ein Machtvakuum aufgetan hat. Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland: &#8222;Die Revolutionen und demokratische Wahlen, wie in \u00c4gypten, haben islamistischen Gruppierungen wie den Muslimbr\u00fcdern und Salafisten als Trittbrett gedient, um an die Macht zu gelangen. Leider sehen wir derzeit kein Ende der l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Ausbreitung eines extremistischen Islam mit einer massiven Verfolgung und Vertreibung der christlichen Minderheit.&#8220; Aber auch in L\u00e4ndern ohne mehrheitlich muslimische Bev\u00f6lkerung erleiden Christen zunehmende Unterdr\u00fcckung und Gewalt \u2013 wie in Kenia, Uganda und Tansania. Dort setzen gewaltbereite Islamisten aus den Nachbarl\u00e4ndern Christen unter Druck.<\/p>\n<p><strong>Negative Entwicklungen<\/strong><\/p>\n<p>Im anhaltenden B\u00fcrgerkrieg Syriens werden Christen zumeist von ausl\u00e4ndischen Islamisten ins Visier genommen, die sich der Syrischen Befreiungsarmee angeschlossen haben. Das Land r\u00fcckt im WVI 2013 dadurch von Rang 36 vor auf Rang 11. Einen gro\u00dfen Sprung nach vorn macht auch Libyen \u2013 von Platz 26 auf 17. Der von den Menschen erhoffte Wandel hin zu einer Demokratie wurde durch islamische Extremisten zunichte gemacht. Christen in Nigeria, Syrien und im Irak erlebten am h\u00e4ufigsten gewaltt\u00e4tige Angriffe, gefolgt von Sudan und \u00c4gypten. Besonders im Fokus sind Christen muslimischer Herkunft, die nach der Scharia als Abgefallene vom Islam gelten. Sie werden h\u00e4ufig von ihrer eigenen Familie ge\u00e4chtet, aber auch gesellschaftlich und politisch verfolgt und ausgegrenzt.<\/p>\n<p><strong>In der Gefahr nicht allein lassen<\/strong><\/p>\n<p>Bei den Erhebungen zum WVI untersucht Open Doors gezielt die verschiedenen Lebensbereiche der Christen in einem Land: So wird ihre private, famili\u00e4re, gesellschaftliche, kirchliche und staatliche Situation jeweils differenziert betrachtet. Die Freiheit, den Glauben zu leben \u2013 privat wie \u00f6ffentlich \u2013 und das Ausma\u00df der Gewalt gegen Christen flie\u00dfen gleicherma\u00dfen in die Bewertung der L\u00e4nder ein. Christen sind weiterhin die weltweit gr\u00f6\u00dfte verfolgte Religionsgemeinschaft. Sie werden um ihres Glaubens willen diskriminiert, geschlagen, bespitzelt, eingesperrt oder sogar get\u00f6tet. Open Doors ruft gegen das Vergessen von Millionen verfolgter Christen auf und bittet, sie zu unterst\u00fctzen: &#8222;Gebet ist das erste, worum uns verfolgte Christen bitten. Dar\u00fcber hinaus ist es erforderlich, durch Hilfsprojekte vor Ort zu helfen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Wachstum trotz Verfolgung<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Obwohl die Verfolgung von Christen weltweit zunimmt, gibt es Zeichen der Hoffnung. Inmitten einer feindlich gesinnten Umwelt sind die christlichen Gemeinden in vielen L\u00e4ndern gewachsen&#8220;, sagt Markus Rode. Die Anzahl der Christen in Afrika und S\u00fcdamerika hat sich seit den 1970er Jahren verdoppelt, in Asien sogar verdreifacht, so Open Doors. Die bedr\u00e4ngten Christen in Syrien und \u00c4gypten berichten von einer nie dagewesenen Einheit unter den Denominationen. Und auch in Nordkorea w\u00e4chst die Zahl der Christen, die sich trotz massiver Verfolgung heimlich treffen. &#8222;Durch das beherzte Engagement von Politikern und Christen, die sich in Deutschland und anderswo f\u00fcr verfolgte Christen im letzten Jahr eingesetzt haben, konnten wir vielen Betroffenen\u00a0 unmittelbar helfen und neue Hoffnung geben. Wir w\u00fcnschen uns, dass der Weltverfolgungsindex nicht nur als Gradmesser der Christenverfolgung weltweit gesehen wird, sondern dazu f\u00fchrt, dass unsere freiheitlich demokratische Gesellschaft, vorrangig die Kirchen und die Politiker, sich noch intensiver f\u00fcr verfolgte und bedr\u00e4ngte Christen einsetzen&#8220;, appelliert Markus Rode.<\/p>\n<p><strong>Den ausf\u00fchrlichen Bericht zum Weltverfolgungsindex, alle Platzierungen sowie Lebensberichte verfolgter Christen finden Sie unter <a title=\"blocked::http:\/\/mailings.od.org\/lt.php?c=1384&amp;m=1319&amp;nl=196&amp;s=1af9b20aa53bf1ef571263069bacf047&amp;lid=13419&amp;l=-http--www.opendoors.de\/wvi\nWeltverfolgungsindex 2013 - Open Doors\" href=\"http:\/\/mailings.od.org\/lt.php?c=1384&amp;m=1319&amp;nl=196&amp;s=1af9b20aa53bf1ef571263069bacf047&amp;lid=13419&amp;l=-http--www.opendoors.de\/wvi\">www.weltverfolgungsindex.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>In K\u00fcrze: Platz 1 bis 3<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nordkorea Platz 1<\/strong>: Auch unter dem neuen Machthaber Kim Jong Un werden Christen hingerichtet oder mit ihrer ganzen Familie in Arbeitslager gebracht. Gesch\u00e4tzte 50.000 \u2013 70.000 Christen befinden sich derzeit in Arbeitslagern und werden zu Tode gefoltert. Sie gelten als gef\u00e4hrliche politische Feinde, da sie zum einen die &#8222;Juche&#8220;-Ideologie ablehnen und gleicherma\u00dfen auch die gottgleiche Verehrung von Staatsgr\u00fcnder Kim Il Sung sowie dessen im Jahr 2011 verstorbenem Sohn Kim Jong Il. Ihren Glauben k\u00f6nnen die ca. 200.000 bis 400.000 Christen nur heimlich leben. Trotz harter Verfolgung gelingt es dem Regime jedoch nicht, die wachsenden Hauskirchennetzwerke im Untergrund auszul\u00f6schen.<\/p>\n<p><strong>Saudi-Arabien Platz 2<\/strong>: Die B\u00fcrger des Landes m\u00fcssen laut Gesetz und Verfassung dem Islam nachfolgen. Das Land sieht sich als H\u00fcter der heiligen St\u00e4tten des Islam. Eine eigene Religionspolizei achtet akribisch auf die Einhaltung der Scharia und geht hart gegen Abweichler vor. Trotz einer feindseligen Haltung gegen\u00fcber Christen, w\u00e4chst die Zahl der Christen muslimischer Herkunft in dem K\u00f6nigreich best\u00e4ndig. Sie m\u00fcssen ihren Glauben geheim halten, denn Konvertiten droht die Todesstrafe.<\/p>\n<p><strong>Afghanistan Platz 3<\/strong>: Trotz internationaler Abkommen zum Schutz religi\u00f6ser Minderheiten im Land bleibt die Situation f\u00fcr Christen sehr angespannt. Es gibt keine einzige offizielle Kirche im Land. Afghanische Christen, alles ehemalige Muslime, k\u00f6nnen sich nur heimlich in kleinen Gruppen treffen. Die Regierung tritt als Bewahrerin des Islam auf und verfolgt Christen muslimischen Hintergrunds als Abgefallene vom Islam mit aller H\u00e4rte. Immer wieder werden auch ausl\u00e4ndische Christen ermordet oder mittels Entf\u00fchrungen und Erpressungen durch extremistische Gruppen wie die Taliban zum Verlassen des Landes gezwungen. Der Abzug der internationalen Streitkr\u00e4fte in 2013 bzw. 2014 sowie der Machtkampf verschiedener Clans im Vorfeld der Pr\u00e4sidentschaftswahlen 2014 und die wieder erstarkten Taliban erschweren die Situation der Christen zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p><strong>Verbesserung von L\u00e4nderplatzierungen<\/strong><\/p>\n<p>China f\u00e4llt von Platz 21 auf 37 zur\u00fcck. Die Regierung sieht nicht-staatliche Hausgemeinden bzw. Kirchen zwar weiterhin als illegal an; sofern sich die Hauskirchen jedoch an bestimmte Beschr\u00e4nkungen halten, k\u00f6nnen sie ihre Gottesdienste in der Regel ungest\u00f6rt feiern. Jedoch will die Regierung auch die Hausgemeindebewegung kontrollieren. Deshalb m\u00fcssen sie der Regierung \u00fcber alle ihre Aktivit\u00e4ten berichten. Weiterhin sitzen mindestens 100 Christen wegen ihres Glaubens bzw. ihrer christlichen Aktivit\u00e4ten im Gef\u00e4ngnis. Die Position des s\u00fcdasiatischen Bhutan ver\u00e4ndert sich von Rang 17 auf Platz 28. Die christliche Minderheit in dem mehrheitlich buddhistischen Land ist jedoch weiterhin u.a. durch ein noch nicht ratifiziertes Gesetz gegen Konversionen gef\u00e4hrdet. Iran belegt Rang 8 (vormals Platz 5). Usbekistan steht im aktuellen Weltverfolgungsindex auf Platz 16 (vormals 7). Leider sind die ver\u00e4nderten Platzierungen jedoch nicht als Zeichen einer nachhaltigen Verbesserung zu werten. Lediglich die Verschlechterung der Situation in den anderen L\u00e4ndern hat zu einer Verbesserung der Platzierung dieser L\u00e4nder gef\u00fchrt.<strong><\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anteil afrikanischer L\u00e4nder im Open Doors Weltverfolgungsindex gestiegen &#8211; (Open Doors, 8. 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